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Stipendium, Bafög, etc. trotz Eigenvermögen?
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Stipendium, Bafög, etc. trotz Eigenvermögen?
 
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Smutje
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Anmeldungsdatum: 19.07.2008
Beiträge: 3004
Wohnort: Gießen

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2009 - 13:24:16    Titel:

naglaa hat folgendes geschrieben:
Das ganze 5 Jahre lang bist bei 15000. Ich kenne einige die das noch öfters im Jahr machen.
Während der Schulzeit kann man auch noch einige Stunden arbeiten, z.B. als Kassierer.

Diese Leute stehen dank dem Sozialstaat nach dem Studium genauso da, wie diejenigen, die gar nichts gemacht haben. Inwiefern ist das jetzt fair?


So, dann nimm mal den Fall an, dass jemand genauso viel gearbeitet hat, aber sich selbst mitfinanzieren musste, weil seine Eltern nicht genug Geld hatten, und er deshalb zum Studienstart keine 15k€, sondern nichts mehr hat. Was soll der jetzt sagen, ist es für den nicht auch ungerecht, wie du hier verlangst, trotz Kapital als Bedürftiger durchzugehen?
naglaa
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Anmeldungsdatum: 11.02.2008
Beiträge: 57

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2009 - 13:36:14    Titel:

Smutje hat folgendes geschrieben:

So, dann nimm mal den Fall an, dass jemand genauso viel gearbeitet hat, aber sich selbst mitfinanzieren musste, weil seine Eltern nicht genug Geld hatten, und er deshalb zum Studienstart keine 15k€, sondern nichts mehr hat. Was soll der jetzt sagen, ist es für den nicht auch ungerecht, wie du hier verlangst, trotz Kapital als Bedürftiger durchzugehen?


hä? schon wieder ein schuss ins eigene knie?
in solchen fällen sollte er natürlich gefördert werden. aber sobald er genug verdient sollte er es wieder zurückzahlen müssen.
ich fände es besser, wenn bafög nur ein darlehen wäre und nicht mindestens die hälfte geschenkt wird. wenn jemand 40.000 als bafög bekommt, muss er nur 10.000 zurückzahlen. egal wie gut sein job nachher ist. auch wenn er es locker bezahlen könnte, muss er es nicht tun.


wenn ich zum autohändler gehe, sagt der: ok, sie haben geld. der wagen kostet für sie 40.000.
geht ein anderer zum autohändler: oh, sie haben wenig geld. für sie kostet der gleiche wagen nur 10.000.


Zuletzt bearbeitet von naglaa am 06 Sep 2009 - 13:44:49, insgesamt einmal bearbeitet
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2206

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2009 - 13:38:02    Titel:

Ok.

Können wir uns darauf einigen: Das System aktuell ist:

Wer nicht genug Geld zum studieren hat, kriegt Geld vom Staat.
Wer genug Geld zum studieren hat, kriegt keines.
Dabei ist es unerheblich, ob der mit genug Geld sich das erarbeitet, im Lotto gewonnen oder sonstwie an dieses Geld gekommen ist.

Das zumindest die grobe Theorie bzw. so wie der Staat es gerne hätte.

Ich finde das richtig so.

Ich meine, ich kriege auch kein Bafög, weil ich ein bisschen was (wenn auch nicht so viel) über habe und in meiner Familie gibts auch fast nur Handwerker und meine Eltern haben kein Abi.
Aber ich würde mich schämen, auch nur einen Cent (außer Rente, aber die krieg ich wahrscheinlich eh nicht mehr) vom Staat zu nehmen, wenn ich noch irgendwie selbst durchkomme.
naglaa
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Anmeldungsdatum: 11.02.2008
Beiträge: 57

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2009 - 13:48:36    Titel:

@viviane21: darauf könnte man sich so ungefähr einigen.
ich will nicht unbedingt geld vom staat. finde nur, dass jemand, der hilfe vom staat bekommt und dann wieder genug verdient es auch zurückzahlen sollte.
Punkt.
erdbeere_
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Anmeldungsdatum: 01.07.2008
Beiträge: 1357

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2009 - 13:52:30    Titel:

naglaa hat folgendes geschrieben:
Smutje hat folgendes geschrieben:

Mit welchem Job kann man neben der Schulzeit über 5200€ ansparen? Scheinbar ist der jemand doch nicht bedürftig, immerhin konnte er das komplette Geld behalten und wurde durch die Eltern unterstützt.


das ist gar kein problem: es gibt ja: Faschingsferien, Osterferien, Pfingstferien, Sommerferien, Herbstferien, Weihnachtsferien.
2 Wochen arbeiten für 10Eu/h und 40h/Woche + Schichtzuschläge, da bist in 2 Wochen schon mal bei 1000Eu. Sommerferien sind länger und bieten mehr Potential. Wenn du in einigen Ferien im Jahr arbeitest und das von den Klassen 9-13 dann kannst dir mal ausrechnen was dabei rumkommen kann. Sagen wir du arbeitest 3 Wochen in den Sommerferien und verdienst 1400, dann noch 2 Wochen Pfingsten, noch eine Woche in den Weihnachtsferien bist bei 3000 im Jahr.
Das ganze 5 Jahre lang bist bei 15000. Ich kenne einige die das noch öfters im Jahr machen.
Während der Schulzeit kann man auch noch einige Stunden arbeiten, z.B. als Kassierer.


1. 10Eu/h??????? als schüler??????????? in welcher superrreichen region soll das denn sein? bei uns gabs maximal 6 DM (=3 Euro) pro stunde für schüler. als studentischer mitarbeiter vor 3 jahren hab ich 7 Euro bekommen pro stunde, und das galt schon als viel!

2. volle arbeitsstellen in allen ferien??? was für eine region mit 0% arbeitslosen soll das denn sein? in meiner region bewerben sich ca. 100 leute auf eine einzige McDonalds stelle ... an ständige jobs kommt man nur mit vitamin B

3. du kannst das ganze erarbeitete geld sparen? wer zahlt denn klassenfahrten, deine klamotten, deinen computer, mal einen camping-urlaub mit freunden, benzingeld etc?? die meisten schüler die arbeiten, brauchen das geld um über die runden zu kommen.

deine annahmen sind realitätsfern. ich bin auch zu schulzeiten in den ferien arbeiten gegangen, habe das geld aber über das jahr verbraucht, weil meine eltern auch nicht alles zahlen konnten.
someDay
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Anmeldungsdatum: 04.09.2005
Beiträge: 3889

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2009 - 13:55:12    Titel:

Vielleicht findet man in naglaas Lebenslauf ja einen Hinweis auf seine etwas seltsamen Einschätzungen:

naglaa am 11. Feb 2008 hat folgendes geschrieben:
Im Moment studiere ich Maschinenbau im ersten Semester an der Uni und merke, dass es nichts für mich ist. Mir gefällt der staubtrockene, theoretische, schwere Stoff nicht und das viele Lernen, bei dem man sich fast alles selbst beibringen muss! [...]
Von der Belastung her, war mir das Abi schon genug.(Bayern,Schnitt:2,3) Es war eine angemessene Auslastung vorhanden.


naglaa am 07. Nov 2008 hat folgendes geschrieben:
BTW: Threadstarter (= naglaa) = Jemand ohne Studium, aus der IT-Branche, der aber auch an vielen anderen Fächern Interesse hat und vll ein kleines Studium nebenher mitnehmen will lol ^^)


naglaa am 10. Okt 2008 hat folgendes geschrieben:

Derzeit mache ich eine Abi-Ausbildung zum Industrietechnologen und will mit einem Studium hauptsächlich einen besseren Berufstitel auf dem Arbeitsmarkt bekommen.


naglaa am 15. Feb 2009 hat folgendes geschrieben:

Derzeit studiere ich im 3. Semester E-Technik und merke, dass das alles irgendwie auf das Burnout-Syndrom vorprogrammiert zu sein scheint, durch das Studium und auch den Job danach (den ich noch nicht richtig einschätzen kann). Man muss sehr viel denken und stellt öfter fest, dass man nie so wirklich Zeit hat und häufig im Stress ist.


Dort hat er wohl auch folgende Feststellung gemacht:
naglaa hat folgendes geschrieben:

Leider wird man scheinbar nach seinen Fähigkeiten gemessen und dementsprechend mutet man einem so viel zu, dass es für einen nicht locker sondern anstrengend bleibt.


Nun, aber glücklicherweise waren seine Fähigkeit für eine Ausbildung ausreichend:
naglaa am 5. Sep 2009 hat folgendes geschrieben:

momentan möchte ich ein Aufbaustudium (Elektro- und Informationstechnik an einer FH) machen, das auf meiner Ausbildung zum Industrietechnologen aufsetzt.


Einige in diesem Thread haben sich sicher auch schon gewundert:
naglaa hat folgendes geschrieben:

Wieviel Geld reicht (durch Zinsen) für den Rest des Lebens?


Aber anscheinend haben wir seine soziale Seite massiv unterbewertet, denn:
naglaa hat folgendes geschrieben:

Sich irgendwie einen zweiten Job zulegen, bei dem man weniger denken und können muss. [...] Was ich als etwaigen Zweitberuf mir vorstellen könnte, wären etwa ein Pflegeberuf


sD.


Zuletzt bearbeitet von someDay am 06 Sep 2009 - 13:57:07, insgesamt einmal bearbeitet
FH-Spacken
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Anmeldungsdatum: 20.04.2009
Beiträge: 1766

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2009 - 13:56:50    Titel:

Als Leutnant der Reserve übe ich regelmäßig in den Semesterferien (Rekruten schleifen Wink).
Das Gute dabei ist, dass Einkäufte aus Wehrdienstverhältnissen beim Bafög nicht angerechnet werden. Mal ein kleiner Tipp an alle Reservisten hier.
Schokopralinchen
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 440

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2009 - 14:00:39    Titel:

Also, entschuldige.. ich frage mich, ob du das wirklich ernst meinst.

Zitat:
Wenn ich dann Abiturienten sehe, die Bafög bekommen und die Hälfte davon behalten dürfen, leuchtet das mir nicht ein. Steht mir nun rein gar nichts zu, nur weil meine Eltern sich besser um mich kümmern, Geld sparen und mir schon früher Geld überweisen ?


Was hat das Ganze jetzt explizit mit Abiturienten zu tun? Ist es etwa der Neid, der da spricht? Vorurteile?

Und was heißt hier:"weil meine Eltern sich besser um mich kümmern." Anscheinend haben sie sich nicht genug um dich gekümmert oder bei der Erziehung den ein oder anderen essenziellen Teil vergessen. Meine Eltern haben sich auch gut um mich gekümmert, aber ich habe trotzdem keine 60000€ übrig.

Also wieso du dich beschwerst, das versteh ich wirklich nicht. Natürlich gibt es immer welche, die das BAföG nicht zum Überleben brauchen würden. Aber du bist ja wohl kein Stück besser als die, über die du dich aufregst.. Rolling Eyes
Justav
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Anmeldungsdatum: 31.01.2006
Beiträge: 2695

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2009 - 14:00:45    Titel:

Zitat:
Mit welchem Job kann man neben der Schulzeit über 5200€ ansparen? Scheinbar ist der jemand doch nicht bedürftig, immerhin konnte er das komplette Geld behalten und wurde durch die Eltern unterstützt.


Na so viel ist das auch net. Allein im Zivildienst bekommt man gute 5000 zusammen, zudem zwischen Abi und Zivi auch noch etwas Zeit, in denen gute 3000-4000 drin sind. Ich bin zumindest stolz drauf, kein Geld vom Staat nehmen zu brauchen, so braucht der Staat such später nicht jammern wenn ich meine Steuern nicht hier sondern anderswo zahle.

Aber es ist doch so - für den Staat ist es gut, wenn möglichst viele Leute studieren. Diejenigen, die sowieso genug Geld dafür haben machen das auch wenn sie es wollen, es sei denn sie sind etwas konsummaterialistisch orientiert wie Leute die ich kenne die meinen sie wollen "erstmal geld verdienen" und mit ihren lächerlichen 600 Euro in der Ausbildung einen auf dicke Hose machen wollen, wohingegen der Student oder zumindest einige dann doch etwas knapper kalkulieren müssen (was sich später auszahlt). Diejenigen die sich das nicht leisten können, müssen eben gefördert werden, damit der Staat dadurch spätere Steuerrückflüsse erzielen kann, ansonsten verkümmern ja gute Geister, nur weil sie kein Geld fürs Studium haben, so kann das auch net laufen...

Wenn man so wie der Threadersteller 60.000 Euro hat, was auch meiner persönlichen Situation nahekommt, so kann man immerhin sorgenfrei ins Studium gehen. Wenns nicht klappt, oder man mal ein Semester länger braucht - "naja passt schon". Wenn man mal ein Auslandssemester für mehrere tausend Euro machen will - "naja passt schon". Das gibt einem einen solchen Vorsprung bzw. Luxus, dass man Bafögempfänger gegenüber keinen Neid aufkommen lassen braucht...
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2206

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2009 - 14:00:55    Titel:

naglaa hat folgendes geschrieben:
@viviane21: darauf könnte man sich so ungefähr einigen.
ich will nicht unbedingt geld vom staat. finde nur, dass jemand, der hilfe vom staat bekommt und dann wieder genug verdient es auch zurückzahlen sollte.
Punkt.


Ok. Finde ich grundsätzlich auch sinnvoll (wobei man über das genug usw. streiten kann, aber das ist ja dann reine Logistik).
Gewollt war das ganze aber anscheinend einfach politisch, man hat das BRD-System und das DDR-System hälftig zusammengeschmissen und fertig. Das ist der politische Teil dabei.
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