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Nicht einverstanden mit Deutsch-Note
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Deadwing
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Anmeldungsdatum: 11.07.2008
Beiträge: 655

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2009 - 18:32:02    Titel: Nicht einverstanden mit Deutsch-Note

Das ist ein Aufsatz von mir, für den ich eine sehr unbefriedigende Note erhalten habe. Bin mit dem Aufsatz auch alles andere als zufrieden, sind mehre Sprünge drin usw. allerdings empfand ich auch die Aufgabenstellung als extrem schwer und unfair. Meiner Meinung nach war hier kein befriedigender Aufsatz zu schreiben.
Da hier auch ein paar Deutsch-Lehramtler etc. sind, würde es mich interessieren, welche Note ungefähr dafür gerechtfertigt wäre. Vielleicht habe ich mich auch zu unrecht echauffiert.
Habe leider ein Konzentrationsproblem und deshalb mache ich bei längeren Texten unter Zeitdruck extrem viele Fehler. Um eine faire Beurteilung zu ermöglichen habe ich die Fehler nicht entfernt.

Aufgabenstellung
Zitat:
Erläutern sie die Äußerung Abels und erörttern Sie diese auf Grundlage Ihrer Lektürekenntnisse. Beziehen Sie Kafkas Prozess mit ein.

Zitat:
„Der Genielose, matt und kraftlos, kann nie ohne
die Krücke der Reglen und der Gesetze gehen,
kraftlos und elend nie über die vorgezeichnete
Bahn wegspringen oder mit Heldenkühnheit sie
durchbrechen, um sich selbst schöpferisch eine
neue Bahn zu finden. Er schleicht also ruhig und
dumm, gleich jenem trägen lastbaren Tier, im
Gleise fort. Das Genie voll Gefühl seiner Kraft,
voll edlen Stolzes, wirft die entehrende Fesseln
hinweg, höhnend den engen Kerker, in dem der
gemeine sterbliche schmachtet, reißt sich voll
Heldenkühnheit los und fliegt gleich dem
königlichen Adler weit über die kleine niedre
Erde hinweg und wandelt in der Sonne. Ihr
schimpft, dass er nicht im Gleise bleibt, dass er
aus den Schranken der Weisheit und Tugend
getreten, – Insekten, er flog zur Sonne. (...)
Nichts hebt das Genie höher als die Kühnheit
seiner Gedanken. Alles ist bei ihm furchtbar groß,
schaudernd schön.“ (Jacob Friedrich Abel: Rede
über das Genie, 1776, Sudau, S. 169)



1.Literarische Erörterung:

Das Bild des zügellosen, unbeherrschten Genies, das vor Schaffensdrang sprüht und höchstens die Grenzen akzeptiert, die es selbst geschaffen hat, stellte nicht zu allen Zeiten in allen Kulturkreisen ein Ideal dar, dem es nachzueifern galt. In Gesellschaften und politischen Systemen, die fpr sich beanspruchen auf eher altruistischen Idealen zu basieren, ist das Individuum eher unbedeutend und das Herausstechen aus der Masse, auch durch Eigenschaften, die durchaus als positiv betrachtet werden könnten, wird sehr kritisch gesehen. Auch in der Epoche der Klassik war das Überschreiten von Grenzen nichts, was selbst dem Genie zugestanden wurde. Es galt eher das Maßvolle, Harmonische, das Schöne, Geistige. Zügellose Emotionen hatten im eher apollinisch orientierten Ideal dieser Epoche wenig Platz. Ganz anders war dies im Sturm und Drang, der dem Genie ein hohes Maß an Egozentrik, auch durchaus zu Lasten anderer, zugestand. Das Genie zeichnete sich im Bild dieser Zeit nicht durch das Geistige, durch seine kühle Ratio aus, sondern durch starke Emotionen, Individualität und non Konformität., die auch das Brechen von Regeln beinhalten konnte.
Auch in der heutigen Zeit stehen das Individuum und die Selbstverwirklichung wieder im Mittelpunkt der Ideale vieler. Das Übertreten von Regeln und Gesetzen wird von „großen Geistern“ oft sogar erwartet, Emotionen stehen im Vordergrund wie noch nie, seit Ende der Romantik. Doch überall wo Menschen zusammenleben und auch von einander abhängig sind muss das romantische Ideal der ungezügelten emotionalen Egozentrik kritisch betrachtet werden. Dies Ideal bringt Jacob Friedrich Abel in seinem Text „Rede über das Genie“ zum Ausdruck.
Nach Abel ist nur der Genielose auf allgemeingültige Regeln und Gesetze angewiesen. Das Genie befreit sich von Regeln und Gesetzen, die Abel als bloße Fesseln sieht, und strebt nach Höherem, wenn nicht nach dem Höchsten. Jene, die dieses Übertreten von Regeln und Gesetzen kritisch betrachten sind für Abel nur niedere Insekten und dem Genie niemals ebenbürtig.
Das Erstarken des Ideals der Selbstverwirklichung und die Bewunderung, die oft jenen zu Teil wird, die Regeln und Gesetze brechen, macht die kritische Rezeption von Abels Text sowie die Auseinandersetzung mit der von ihm gepriesenen Genie-Vorstellung heute so interessant und wichtig wie nie.
Die Frage danach, was das Genie ausmacht ist eng mit vielen anderen Bereichen und Fragestellungen des Lebens verknüpft. Immer steht das Genie auch im Zusammenhang mit der Suche nach Wahrheit und Wahrhaftigkeit.
Dies und auch der mögliche Widerspruch zwischen der eigenständigen Suche nach Wahrheit und der Befolgung von Regeln ist ein Thema der Parabel vom Türhüter, die Teil von Kafkas Proceß ist. Ein Mann vom Lande begehrt Einlass in das Gesetz, das in dieser Parabel auch als die Wahrheit interpretiert werden kann, nach der das Genie strebt. Vor der Tür, die zum Gesetz führt steht jedoch ein Türhüter, der dem Mann vom Lande auf Nachfrage keinen Eintritt gewährt. Auch teilt er dem Mann mit, dass hinter der Tür noch zwei weitere Türen mit noch mächtigeren Türhütern zu durchschreiten sind, um zum Gesetz zu gelangen.
Da der Türhüter dem Mann nicht einlässt wartet dieser, bittet den Türhüter von Zeit zu Zeit um Einlass und versucht ihn zu bestechen. Jedoch bleibt dies alles ohne Erfolg und so wartet der Mann bis kurz vor seinem Tod und fragt den Türhüter im Sterben warum über die ganze Zeit niemand außer ihm Einlass verlangt habe. Dieser erwidert, dass die Tür nur für ihn bestimmt gewesen sei und dass er sie nun schließe.
In Kafkas Parabel vom Türhüter wird niemals ausdrücklich gesagt, dass es dem Mann nicht möglich gewesen wäre die Tür einfach, entgegen des Verbotes des Türhüters, zu durchschreiten. Der Mann vom Lande unternimmt auch nie einen Versuch. Vielleicht wäre das bloße Freimachen von den Gesetzen des Türhüters schon ausreichend gewesen, um zur Wahrheit zu gelangen. Trennt dieser Wagemut die „Insekten“ von den Genies, welche „der Sonne entgegen streben“, so ist dieses Überschreiten von Regeln und Gesetzen, auch im Sinne der Allgemeinheit, deren Wohl immer zu beachten ist, zu befürworten. Das Streben nach Wahrheit kommt durchaus nicht nur alleine dem Strebenden selbst zu Gute, sondern auch die ihn Umgebenden können von seiner Annäherung an die Wahrheit, ja sogar schon vom bloßen Versuch, profitieren.
Doch die Beurteilung dieser Regelüberschreitung und somit auch des Genie-Verständnis, das diese befürwortet, hängt maßgeblich von dern Interpretation des Verbotes des Türhüters ab. Die Interpretation des Verbotes kann nicht eindeutig, end- und allgemeingültig sein. Das Verbot des Türhüters kann als die Normen einer bornierten Gesellschaft verstanden werden, welche keinen rationalen Ursprung haben und niemals hinterfragt wurden. Dies würde eine ähnliche Beurteilung des Übertretens zur Folge haben wie die Interpretation des Verbotes des Türhüters als religiöses Gebot, oder „schröcklichen Schauermärchen“ (von denen in Schillers Räubern die Rede ist). Hier ist mit dem Gedanken des Humanismus übereinzustimmen, dass der Mensch frei sein muss und Regeln und Gesetze nicht aus Angst oder Nichtwissen, sondern aus rationalen Überlegungen heraus befolgen soll.
Androhung von angeblichen Folgen im Jenseits, um den Menschen zu lähmen, sind tatsächlich als „schröckliche Schauermärchen“ zu betrachten, entsprechen nicht dem heutigen Stand unserer Gesellschaft und sind somit nicht mehr zeitgemäß.
Hier obliegt es dem Genie sich selbst und hierdurch vielleicht auch nach und nach andere von diesen Fesseln zu befreien. Ein Überschreiten des Türhüter-Verbots wäre hier ähnlich dem Herausschreiten aus Platons Höhle und dem Blick auf die Wirklichkeit zu sehen. Da dies auch die Befreiung der noch in der Höhle Gefesselten zur Folge haben könnte ist dies durchaus positiv zu sehen und dem Genie zuzusprechen.
Ist das Verbot des Türstehers jedoch als „Recht“, als Gesetz, welches allgemeingültig für Alle, auf rationaler Grundlage geschaffen wurde zu sehen, so wäre auch ein Überschreiten dieses Verbotes gänzlich anders zu betrachten. Denn auch wenn allgemeingültiges Recht in manchen Fällen der Wahrheit und Gerechtigkeit entgegensteht, so kann Einzelnen trotz dieses Tatsache keine Überschreitung gewährt werden.
Es wäre deshalb fraglich, ob diese Überschreitung als Kennzeichen eines Genies zu sehen wäre. Durch die Gewährung von Überschreitungen Einzelner verlieren Recht und Gesetz jegliche Bedeutung. Allgemeingültiges Recht unter welches sich jeder unterordnet ist jedoch für das Funktionieren einer Gesellschaft unerlässlich. Hier ist mit Schiller übereinzustimmen, der dies zum Ausdruck bringt, in dem er den Sympathieträger seines Dramas „die Räuber“ Karls Moor zuerst, um der Gerechtigkeit Willen, Gesetze brechen lässt, ihn aber dann zur Einsicht kommen und ihn sich am Ende dem Recht unterordnen lässt.
Es kann nicht als Zeichen wahren Genies gesehen werden sich über andere zu erheben, da dies zum Verderben aller führt. Sich über andere zu erheben beinhaltet eine Egozentrik die dem Umfeld großen Schaden zufügt. Goethes Werther, der Prototyp eines romantischen Genies, kennt nur seine eigenen Gefühle und stellt seine Bedürfnisse über die seiner Mitmenschen, was zu Qual und Leid führt. Abels Genie Vorstellung kommt dem Ideal des aktiven Tatmenschen, das Shakespeare in Hamlet zeichnet, sehr nahe.
Auch lassen sich Parallelen zu Nietzsches Vorstellung des Übermenschen, der sich zu seinen Wohl von allen, ihn niederdrückenden Zwängen befreit, um sich über die unter ihm stehenden zu erheben.
Doch weder Shakespeare, noch Nietzsche blicken mit Weitsicht auf die gesamte Gesellschaft. Deshalb können ihren Ausführungen die Gedanken Hobbes entgegengesetzt werden, der fundiert begründetet, dass ohne die ausnahmslose Unterordnung aller ein Krieg aller gegen alle droht und eine funktionierende, fortschrittliche Gesellschaft nicht möglich ist.
So muss Abels Bild eines Genies, das sich blindlinks und gedankenlos über jegliches Recht und somit auch über andere Individuen hinwegsetzt ein für allemal energisch widersprochen werden. Ein zeitgemäßes und gleichzeitig auch zeitloses Bild eines Genies ist in Schillers Karl Moor zu finden, der sich entwickelt, hinterfragt, seine Fehler erkennt und letztendlich Erkenntnis findet. Er erkennt das Recht und die Gefahr der Hinwegsetzung über andere und handelt entsprechend dieser Erkenntnis: Zeichen wahren Genies ist das Hinterfragen und das Überschreiten von Normen oder nicht rationalen für alle gültigen (religiösen) Gesetzen, nicht jedoch der Bruch von Recht. Dieses Unterscheidung ist von größter Wichtigkeit!



Vielen Dank schonmal für die Mühe und die Hilfe.
sonnenglück
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Anmeldungsdatum: 26.08.2009
Beiträge: 392

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2009 - 20:57:57    Titel:

Also, erstmal sind bei dir viele formale Fehler zu entdecken. Der Text ist sehr sprunghaft formuliert, "erläutern" würde für mich auch die hinreichende Einbeziehung von Ziataten und Verweisen beinhalten.
Also, für die Struktur würdest du schonmal starke Abzüge bekommen, es fehlt einfach der bekannte "rote Faden". So schreibst du auch, als du dich auf Kafka beziehst einfach wild drauf los (so auch zu Beginn, hier fehlt die Einleitung).
Auch ist deine "Erläuterung" des Abel Textes nicht ausreichend du rezitierst mehr, als dass du erklärst, auch ist die Erklärung meiner Ansicht anch zu kurz
Zitat:
Dies Ideal bringt Jacob Friedrich Abel in seinem Text „Rede über das Genie“ zum Ausdruck.
Nach Abel ist nur der Genielose auf allgemeingültige Regeln und Gesetze angewiesen. Das Genie befreit sich von Regeln und Gesetzen, die Abel als bloße Fesseln sieht, und strebt nach Höherem, wenn nicht nach dem Höchsten. Jene, die dieses Übertreten von Regeln und Gesetzen kritisch betrachten sind für Abel nur niedere Insekten und dem Genie niemals ebenbürtig.
, zudem lässt du wichtige Aspekte außen vor.
Schleierhaft ist mir auch deine epochale Zuordnung (hat der Leher das explizit verlangt?).
Und zum Schluss noch, deine Erörterung ist keine im eigentlichen Sinne. Du wägst nicht wirklich ab, es ist kaum die Struktur einer Erörterung zu erkennen (wo ist dein Fazit, wo das "Spiel" zwischen Pro und Kontra?).


Natürlich ist es immer schwer, hier Texte genau zu beurteilen, deshalb möchte bzw. kann ich dir auch keine Note geben, vor allem, da man nicht genau weiß, was dein Lehrer inhaltlich gefordert hat (basierend auf euren UNterrichtskenntnissen).
Ich möchte dir nur auf den Weg geben, wie oben beschrieben, dass ich einige Fehler im Aufbau etc. erkennen kann, was deinen Text leider sehr ungeordnet erscheinen lässt.
Anbei gefällt mir dein Schriebstil wirklich sehr gut und entspricht einem - nennen wir es- "höherem" Anspruchsniveau. Es hat Spaß gemacht, deinen Text zu lesen Smile
Letztendlich wird es wohl an der Struktur und auch an den inhaltlichen Aspekten gelegen haben.
Ghosty
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 823

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2009 - 21:29:40    Titel:

Mit viel Toleranz allerhöchstens eine 4+
Deadwing
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Anmeldungsdatum: 11.07.2008
Beiträge: 655

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2009 - 12:11:20    Titel:

Danke sonnenglück. Durch dich sind mir wirklich ein paar wichtige Dinge am Text aufgefallen. Der Text ist mittlerweile 4 Jahre alt aber es hat mir gerade trotzdem auch fürs hier und jetzt viel gebracht den Text mit deinen Hinweisen noch einmal kritisch zu lesen.

So erscheint mir die schlechte Note nun doch plausibler. Wobei mich interessieren würde wie inhaltlich eine befriedigende Lösung der Aufgabe aussehen würde. Diese Interpretation der Türhüterparabel ist ja total an den Haaren herbeigezogen und alles andere als solide und wasserdicht. War damals die pure Verzweiflung, da ich wenig bis keine Parallelen zwischen Kafka und der Aussage des Abel Textes fand. Irgend ein Sturm und Drang Buch oder Ähnliches wäre ja naheliegend gewesen. Aber der Proceß?
bäm
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Anmeldungsdatum: 21.09.2008
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2009 - 12:56:49    Titel:

Mir persönlich stört es, dass du zu viel Fachterminologie verwendest.
Fachterminolgie zu verwenden ist ein generelleres Muss bei Interpretationen, aber bitte nicht übetreiben!

Des Weiteren stört mich, dass du deine Sätze viel zu kompliziert gestaltest ("Das Bild des zügellosen, unbeherrschten Genies, das vor Schaffensdrang sprüht und höchstens die Grenzen akzeptiert, die es selbst geschaffen hat, stellte nicht zu allen Zeiten in allen Kulturkreisen ein Ideal dar, dem es nachzueifern galt.") <- Hier hast du z.B. 2 Relativsätze !in einem Satz! eingebaut!
->Weg mit den "Schachtelsätzen"! <-
Wenn du deinen Stil einfacher gestaltest, wirst du sehen, dass der "rote Faden" deutlicher zu erkennen wird. Du lernst auf diese Weise auch, deine Gedanken besser zu strukturieren.

Ließ dir andere Interpretationen als Anregung durch (z.B. Schlüssellektüren).
Du wirst sehen, dass keiner in so einem komplizierten Stil schreibt.
Ein komplizierter Stil stört nämlich häufig die Kommunikation zwischen Autor und Leser.
Einfach ist oft besser! Surprised

Hier noch abschließend ein interessanter Artikel zum Thema "Verständlichkeit":
http://www.kd-medienverlag.de/sprachsalat/aktuell-details/news/wer-zaehlt-schreibt-besser.html
Deadwing
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Anmeldungsdatum: 11.07.2008
Beiträge: 655

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2009 - 15:02:06    Titel:

Vielen Dank.


Das Schachtelsatzproblem ist allerdings so eine Sache. Der Lehrer damals meinte, dass man das Niveau eines Textes anhand der Anzahl der Punkte auf einer Seite bestimmen kann (sic!). Das ist kein Scherz.

Mir persönlich gefällt ein einfacher, klarer Stil auch viel, viel besser. Allerdings finde ich das manchmal sogar schwerer umzusetzen als diese Schachtelsatzwälder.

Bin mit dem Aufsatz auch wirklich nicht zufrieden allerdings empfinde ich die Aufgabenstellung auch als sehr unfair.

Könnte noch jemand etwas zum Inhaltlichen sagen? Nicht unbedingt zu meinem Aufsatz (inhaltlich steht dort alles auf tönernen Füßen), sondern dazu wie man die Aufgabenstellung angehen könnte?
Generaltoni
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Anmeldungsdatum: 30.12.2005
Beiträge: 1729
Wohnort: Im Ruhrpott

BeitragVerfasst am: 07 Sep 2009 - 14:57:06    Titel:

Ohne konkrete Erläuterungen oder Kritik zu Struktur, Sprache und den Analyse-Begriffen, die größtenteils schon geleistet sind – nur diese Ergänzung hier, die auf die Voraussetzungen, die ja bestanden haben müssen durch den Unterricht, Bezug nimmt:

Der Text findet sich im Netz in Anmerkungen und Materialien zu Schillers „Die Räuber“:

http://de.geocities.com/schulnetz/texte_deutsch/raeuber/raeuber_karlundfranz.pdf

Dort also zum Genie-Begriff:
Jacob Friedrich Abel: Rede über das Genie,
1776. (Abel war ein einflussreicher Lehrer Schillers auf der Karlsschule in Stuttgart)

*
Kurz:

War der Genie-Begriff in historischen Materialien explizit erarbeitet und vorausgesetzt? - Was war von Kafka vorausgesetzt? (Dieser Roman, der "Der Proceß" heißt) ist ja ein eigener Erzähl- und Ideen-Kontinent und hat vordergründig nichts mit dem Genie-Begriff zu tun; sondern hängt in den Vergleichspunkten oder Ergebnissen de Interpretation vom methodischen Zugriff auf diesen Parabel-Text ab.) Musstet du das begründen, was du "zuordnen" solltest?
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