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Fundamentalismus (neutraler Definitionsversuch)
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Michael_WeCan
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
Beiträge: 718

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2009 - 11:14:40    Titel: Fundamentalismus (neutraler Definitionsversuch)

Fundamentalismus geht davon aus, dass ...

die Religion, die Theologie, die Tradition oder die Herzen Gott so weit begriffen haben,
dass wir nahezu das Paradies auf Erden leben könnten.
Gäbe es da nicht "die bösen Buben", welche "die Guten" an der Realisierung hindern.


Typische Formel:
"Das gute Wir und die fehlgeleiteten Anderen"
(Kein Spezifikum der Religion ...)

Die Folgen dieser Weltbilder sehen wir in allen Gesellschaften, im öffentlichen Raum,
ja in den Selbstverklärungen von Sub-Richtungen, wie Konfessionen, etc.

Das schöne an solchen Definitionen:
Man erklärt Fundamentalismus nicht,
indem man auf Gruppen zeigt,
sondern indem man alle zur Frage stellt.
In einen fairen Dialog bringt.




Das Gegenteil von Fundamentalismus geht davon aus, dass ...

weder Religion, noch Theologie, noch Konfession, noch die Tradition, noch Herzen,
Gott soweit begriffen haben, dass die Trennung "hier gute Menschen, dort die Bösen", fair ist.

(Und das dieser Zustand ein Fakt des Lebens und des Menschen ist und bleibt.)

Wir haben zentrale Fragen nicht gestellt,
wichtige Antworten ignoriert und überhört.

Aber Gottes Liebe (so er Verständnis hätte wie gute Eltern)
führt uns in seiner Liebe, wenn wir es denn wollen.

Kein Zwang.
Aber auch keine heilige Tradition, heilige Theologie.

Nichts ist vollkommen,
ausser dem, auf den sich alle berufen: Das DAS, meist im Begriff Gott verwendet.


Zuletzt bearbeitet von Michael_WeCan am 06 Sep 2009 - 12:19:30, insgesamt einmal bearbeitet
Avrech
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Anmeldungsdatum: 04.09.2009
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2009 - 12:04:53    Titel:

Es scheint unmöglich zu kombinieren die Glaube an Gott und die Weltanschauung daß keine absolute Wahrheit von Ihm uns Menschen gegeben wurde.
Michael_WeCan
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
Beiträge: 718

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2009 - 12:15:40    Titel: Hmmm ...

Avrech hat folgendes geschrieben:
Es scheint unmöglich zu kombinieren die Glaube an Gott und die Weltanschauung daß keine absolute Wahrheit von Ihm uns Menschen gegeben wurde.


... wenn man davon ausgeht (dies betrifft zunächst vor allem die, welche glauben 'wollen'),
dass ein Gott ...

... besteht doch gerade die Vorstellung,
dass er uns auch richten sollte,
und nicht wir uns selbst.

... wenn man davon ausgeht,
dass ein Gott ebenso viel Verständnis aufbringt
für Begrenzung, wie Eltern zu ihren Kindern,
kann man davon ausgehen, dass seine Liebe uns begleitet,
aber uns hier nicht zu Heiligen mit heiligem Verständnis macht,

schon weil nur Gott vollkommen sein kann,
weil zur Vollkommenheit die Sicht auf das Ganze gehört.

Oder in der Formel:
Das Ganze (Gott / absolute Wahrheit)
ist mehr als Summe der Einzelteile (Gläubige, Religionen, Wahrnehmungen, Wahrheitsfragmente, etc.)
Avrech
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Anmeldungsdatum: 04.09.2009
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2009 - 12:24:46    Titel: Re: Hmmm ...

Michael_WeCan hat folgendes geschrieben:
... besteht doch gerade die Vorstellung,
dass er uns auch richten sollte,
und nicht wir uns selbst.


Meinen Sie daß Gott ist gegen den menschlichen Gericht? Daß nach Seinem Wille müßen wir alle Verbrecher frei lassen? Weil wenn nicht, soll Er doch uns klare und absolute Regeln geben wie sollen wir diese richten!
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