Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Gehalt nach dem Studium
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5 ... 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16 ... 19, 20, 21, 22, 23  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Gehalt nach dem Studium
 
Autor Nachricht
KamiKami
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 17.08.2007
Beiträge: 1863
Wohnort: Hier nicht mehr aktiv!

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2009 - 10:03:38    Titel:

@Vivi

Zitat:
Ich glaube allerdings, der Großteil der Leute, die in den letzten 10 Jahren angefangen haben zu studieren, wollten in erster Linie eine notwendige Qualifikation für einen Beruf erwerben.


Klar, alles andere wäre auch m. E. n. - unter Berücksichtung des Marktes - ein wenig naiv.

Zitat:
Warum soll die große Mehrheit bitte studieren, wenn es sich finanziell nicht lohnt?


Berechtige Frage, nur könnte man diese auch auf jede andere Ausbildung die u. U. mit Kosten (der Umzug in eine eigene Wohnung oder ein Wohnortswechsel genügt schon) verbunden ist beziehen, denn ob sich der Mehraufwand letztendlich lohnt, vermag niemand zu sagen. Einen Garant für einen fetten Scheck am Ende des Monats gibt es nicht (von Ausnahmen [wg. Vit. B] mal abgesehen), aber die eine höhere Wahrscheinlichkeit besteht durch eine gewisse Qualifikation definitiv.

Zitat:
Aus dieser Frage resultiert die Kritik an Akademikergehältern, und daran können auch Angebot und Nachfrage nichts ändern. Ich denke, wir hätten (studienfachabhängig) sehr viel weniger Studenten, wenn die Leute sich vor Studienbeginn über die spätere Einkommenssituation und teilweise auch Unsicherheit im Beruf im Klaren wären.


Nö, wieso auch? Wie gesagt, durch ein Studium (und sei es noch so ein Exotenfach) erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, einen besser bezahlten Beruf zu ergattern bzw. den Einstieg in eine bestimmte Berufsbranche zu schaffen signifikant. Viele und vor allem sich lohnende Alternativen gibt es neben dem Studium doch nicht wirklich. Ausbildungsplätze gibt es bereits jetzt schon nicht genug und der klassische, gut verdienende Arbeiter, will auch nicht jeder werden.

Und doch, die Akademikergehälter hängen unweigerlich mit Angebot und Nachfrage zusammen.

Gruß
Viviane21
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2206

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2009 - 10:46:41    Titel:

Zitat:
Warum soll die große Mehrheit bitte studieren, wenn es sich finanziell nicht lohnt?


Berechtige Frage, nur könnte man diese auch auf jede andere Ausbildung die u. U. mit Kosten (der Umzug in eine eigene Wohnung oder ein Wohnortswechsel genügt schon) verbunden ist beziehen, denn ob sich der Mehraufwand letztendlich lohnt, vermag niemand zu sagen.[/quote]

Wieso? Der Mehraufwand lohnt sich doch schon, wenn man hinterher überhaupt was in dem Beruf findet, denn dann verdient man meistens mehr als Hartz IV. Und die Wahrscheinlichkeit, dass man irgendwo was im eigenen Beruf findet, schätze ich bei Bäckern höher ein als bei Anglisten.
Der Punkt ist: NATÜRLICH findet der Anglist auch was. Aber: meistens nichts, wo er die Anglistik braucht, also warum hat er dann das studiert und nicht eher was, was ihn gleich auf das vorbereitet, was er tun möchte?
Ok, Leidenschaft, meinetwegen. Aber: Gerade Geisteswissenschaftler kommen zwar unter, verdienen dann aber schlussendlich auch nicht mehr wie Leute mit Ausbildung, haben aber zusätzlich 5 Jahre (während des Studiums) gar nichts verdient.
Finanziell würde ich die Wahrscheinlichkeit, dass es sich nicht lohnt, in den GW für größer halten wie die, dass es sich lohnt.
Ich glaube aber auch, dass das sehr viele erst während des Studiums merken oder noch später.
Zitat:


Einen Garant für einen fetten Scheck am Ende des Monats gibt es nicht (von Ausnahmen [wg. Vit. B] mal abgesehen), aber die eine höhere Wahrscheinlichkeit besteht durch eine gewisse Qualifikation definitiv.


Hier sind wir unterschiedlicher Meinung. Garantien gibt es keine, aber ich glaube schon, dass rel. viele Ausbildungsberufe mehr Chancen bieten als ein Studium der GW.

Soll kein GW-Bashing werden, ich hab' das selbst mal studiert, wenn auch auf Lehramt. Ich glaube bloß, Vorstellungen und Realität gehen da oft auseinander.

Zitat:
Aus dieser Frage resultiert die Kritik an Akademikergehältern, und daran können auch Angebot und Nachfrage nichts ändern. Ich denke, wir hätten (studienfachabhängig) sehr viel weniger Studenten, wenn die Leute sich vor Studienbeginn über die spätere Einkommenssituation und teilweise auch Unsicherheit im Beruf im Klaren wären.

Zitat:

Nö, wieso auch?


Zum Beispiel weil die meisten Frauen vielleicht nicht bis 35 warten wollen, bevor sie überhaupt an Kinder denken können, weil sie erst dann sowas ähnliches wie 'ne Festanstellung haben? Weil sie dachten, sie studieren und finden dann innerhalb von 'nem Jahr was Festes, anstatt noch die nächsten 10 Jahre von einem befristeten Job zum nächsten zu tingeln? Stichwort Familienplanung?


Zitat:
Wie gesagt, durch ein Studium (und sei es noch so ein Exotenfach) erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, einen besser bezahlten Beruf zu ergattern bzw. den Einstieg in eine bestimmte Berufsbranche zu schaffen signifikant.


1. meine ich nicht mit jedem Fach, zweitens: Es dauert ewig! In der Zwischenzeit bin ich 35 und kann mir Kinder vorstellen, habe aber keinen Kerl dazu, oder habe mit 40 den passenden Mann UND Job, bin aber zu spät dran usw. usf.
In der Zeit, in der man diesen halbwegs sicheren Beruf ergattert, läuft einem der Rest des Lebens davon. Und den kann eine Hälfte der Bevölkerung biologisch bedingt nicht einfach nach hinten verschieben.

Zitat:
Viele und vor allem sich lohnende Alternativen gibt es neben dem Studium doch nicht wirklich.


Ich kenne das aus dem weiteren Verwandten - und Bekanntenkreis. Zwei Krankenschwestern, beide etwas jünger als ich, also Anfang 20, beide haben eine Festanstellung, eine hat kürzlich geheiratet, wobei der Mann (auch kein Akademiker) auch schon Arbeit hat. Wenn ich solche Perspektiven mit irgendeinem Fach mit Ende 20 hätt (sagen wir 2Cool, her damit, ich studiers!
Man kann sich einfach mit der normalen Planung mehr Zeit lassen. Die können jetzt so 5-10 Jahre Geld sammeln und dann vielleicht mal an Kinder denken. Wenn ich mal fertig bin und den entsprechenden Mann habe, muss das doch hopplahopp über die Bühne gehen vor den Wechseljahren.
Die Männer haben das gleiche Problem, denn oft sind die Paare ja etwa gleich alt und die Männer haben auch studiert.

Zitat:
Ausbildungsplätze gibt es bereits jetzt schon nicht genug und der klassische, gut verdienende Arbeiter, will auch nicht jeder werden.


Ok, das ist das Problem dabei. Aber: Gibt es Arbeit genug? Ernstgemeinte Frage.
Oder ist es sinnvoll, die Leute nach dem Studium noch ein paar Jahre rotieren zu lassen?
Zitat:

Und doch, die Akademikergehälter hängen unweigerlich mit Angebot und Nachfrage zusammen.


Schon. Nur dann lohnt sich ein Studium eben nicht mehr in jedem Fall bzw. zyklusabhängig Fach.
markusob
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 601

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2009 - 11:02:42    Titel:

Zur Anglistik / Geisteswissenschaften:

Für Frauen ist das Studium unter Umständen keine so schlechte Idee. Es gibt sehr viele Frauen, die das studieren und ganz wenig Männer. Ich denke, das liegt daran, dass diese Frauen weder eine naturwissenschaftlich-technische Begabung haben, noch sich in einem typischen BWLler-Job mit familienfeindlichen Arbeitszeiten wiederfinden wollen. Die Absolventen bewerben sich häufig im Sektretariatsbereich oder in der Assistenz. Klar sind das dann nur zuarbeitende Tätigkeiten. Aber mehr wollen diese Frauen ja nicht. Sollte der Mann dann später genug verdienen, können sie in Teilzeit gehen oder Nachhilfe geben oder in der Erwachsenenbildung freiberuflich arbeiten. Das lässt sich dann prima mit der Familie vereinbaren. Imo ist das Studium für manche Frauen eine ganz rationale Entscheidung.

Richtig übel sieht es eigentlich nur für Männer in der Anglstik aus. Wenn man davon ausgeht, dass die langfristig eher einen Vollzeitjob anstreben, der eine Familie ernähren kann, dann ist so Anglistikstudium sicherlich genau das Falsche und wird langfristig große finanzielle Nachteile mitbringen.
KamiKami
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 17.08.2007
Beiträge: 1863
Wohnort: Hier nicht mehr aktiv!

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2009 - 11:12:29    Titel:

Verflixt, ich vergesse immer wieder das es bei Frauen da etwas anders aussieht. Entschuldige, ist nicht beabsichtig. Smile

Zitat:
Wieso? Der Mehraufwand lohnt sich doch schon, wenn man hinterher überhaupt was in dem Beruf findet, denn dann verdient man meistens mehr als Hartz IV. Und die Wahrscheinlichkeit, dass man irgendwo was im eigenen Beruf findet, schätze ich bei Bäckern höher ein als bei Anglisten.


Sicher, wer etwas handwerkliches lernt, hat m. E. n. eh, mit die höchsten Chancen, das sich jene Ausbildungs später sehr rentieren wird. Das Geisteswissenschaftler nur zu häufig irgendwo landen, nur nicht dort wo sie eigentlich hinwollen (Verlag), darüber brauchen wir glaube ich gar nicht zu diskutieren.

Zitat:
Hier sind wir unterschiedlicher Meinung. Garantien gibt es keine, aber ich glaube schon, dass rel. viele Ausbildungsberufe mehr Chancen bieten als ein Studium der GW.


Je nachdem wo ein Geisteswissenschaftler unterkommt, hat jener dennoch die höhere Wahrscheinlichkeit in der Hierarchie aufzusteigen, als jmd. ohne Berufsausbilding bspw.

Zitat:
Stichwort Familienplanung?


Das ich das Wort nochmal höre, hätte ich nicht gedacht.

Zitat:
Zitat:
Viele und vor allem sich lohnende Alternativen gibt es neben dem Studium doch nicht wirklich.


Ich kenne das aus dem weiteren Verwandten - und Bekanntenkreis.
[/quote]

Ich rede von Alternativen, die sich finanziell auch in Zukunft rentieren würden. Krankenschwestern gehören nicht wirklich zu der am besten verdienenden Berufsgruppe.

Zitat:
Ok, das ist das Problem dabei. Aber: Gibt es Arbeit genug?


Ja.

Zitat:
Schon. Nur dann lohnt sich ein Studium eben nicht mehr in jedem Fall bzw. zyklusabhängig Fach.


Diesen (Schweine-) Zyklus kann niemand vorausahnen.

Gruß
xmisterDx
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2009 - 11:33:45    Titel:

KamiKami hat folgendes geschrieben:

Sicher, wer etwas handwerkliches lernt, hat m. E. n. eh, mit die höchsten Chancen, das sich jene Ausbildungs später sehr rentieren wird. Das Geisteswissenschaftler nur zu häufig irgendwo landen, nur nicht dort wo sie eigentlich hinwollen (Verlag), darüber brauchen wir glaube ich gar nicht zu diskutieren.


Dann unterhalte dich mal mit Bauarbeitern und Leuten, die wirklich im Handwerk (und nicht in der Industrie) arbeiten. Da kriegste nämlich bei Weitem nicht die Löhne, von denen einige User hier phantasieren und kannst auch nicht bis ins hohe Alter voll mitmalochen...

Es ist Unfug, dass sich eine handwerkliche Berufsausbildung mehr lohnt, als ein Studium. Allein schon was die körperliche Belastung und Schädigung angeht...
KamiKami
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 17.08.2007
Beiträge: 1863
Wohnort: Hier nicht mehr aktiv!

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2009 - 11:42:55    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Dann unterhalte dich mal mit Bauarbeitern und Leuten, die wirklich im Handwerk (und nicht in der Industrie) arbeiten. Da kriegste nämlich bei Weitem nicht die Löhne, von denen einige User hier phantasieren und kannst auch nicht bis ins hohe Alter voll mitmalochen...


Meine ganze Verwandschaft besteht vorwiegend aus Arbeitern (und Gastronomen) die teils in der Industrie und teils im Handwerk tätig sind, von daher kann ich einige der hier geposteten Löhne (natürlich nicht alle [das ominöse Bsp. vom Elektriker der 1.600 netto verdient bspw. nicht] ohne weiteres bejahen. Wobei und das sollte nicht unberücksichtigt bleiben, da regional wohl erhebliche Unterschiede existieren.

Ich kann Handwerkern die unzufrieden mit ihrem Lohn sind unter der Voraussetzung das sie flexibel und örtlich nicht gebunden sind, nur empfehlen, sich mit entsprechender Qualifikation ins Ausland (Schweiz, England, Australien, Kanada) abzusetzen bzw. sich dort zu bewerben. Deutsche Fachkräfte werden dort mit Handkuss empfangen.

Bei Vivian, das habe ich vergessen extra zu erwähnen, bezog sich dies besonders auf Dasein eines jeden Bäckers. Dort besteht nämlich derzeit ein erheblicher Mangel an Nachwuchs, was ich besonders in meiner Region beobachten kann, da viele Bäckerein wie verrückt nach Nachfolgern suchen.

Gruß

EDIT:
Zitat:
Es ist Unfug, dass sich eine handwerkliche Berufsausbildung mehr lohnt, als ein Studium. Allein schon was die körperliche Belastung und Schädigung angeht...


Quark, zumal nicht vergessen werden sollte, dieses Bild etwas zu diffenrenzieren. Ein geisteswissenschaftliches Studium bspw. lohnt sich keinesfalls mehr als die Berufsausbildung und anschließende Weiterbildung eines Schweißers.
Celtic-Tiger
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beiträge: 2079

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2009 - 11:47:32    Titel:

nAim hat folgendes geschrieben:
Celtic-Tiger hat folgendes geschrieben:
nAim hat folgendes geschrieben:
xmisterDx hat folgendes geschrieben:


@nAim

Belege deine Aussage doch bitte mit handfesten Fakten, also Bundesland, Entgeldgruppe, Stufe usw. oder mit Quellen. Denn ich glaube auch nicht, dass du als Berufsanfänger im öffentlichen Dienst mit 30k pro Jahr nach Hause gegangen bist.
Ich hab nach TV-V (ausgehandelt von Verdi) jedenfalls nur 24k gekriegt im ersten Berufsjahr...



EG 5, Stufe 1 = 2116€ + Irgendeine monatliche Sonderzahlung von 100€ bei der ich nochmal genauer gucken müsste, was es war.



2216€ mal 13 Monatsgehälter = 28808€ + Urlaubsgeld

Also nicht ganz 30k.


EG5 Stufe 1 sind keine 2116 EUR, sondern 1842,05 EUR, Urlaubsgeld gibt es laut TVÖD gar nicht und die Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld) beträgt 90 % eines Monatsgehalts! Ich weiß nicht wo diese Zahlen herkommen sollen! Ich kann mir nicht mal vorstellen, daß mit einer Überleitung aus dem BAT solche Zahlen zustande gekommen sein sollen! EG6 Stufe 2 wären 2130 EUR! Die 100 EUR könnten ggf. ein Schichtarbeitszuschlag gewesen sein (der liegt bei 105 EUR wenn mich jetzt nicht alles täuscht, zumindest im Pflegebereich), aber natürlich nur wenn auch Schicht gearbeitet wurde!
http://www.gew.de/Binaries/Binary35008/Tab2903008BundVKAWest.pdf




http://www.komba-sh.de/download.php?id=4&type=salaryscales


Was du postest ist nicht der TVÖD, das ist der TV-V!
markusob
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 601

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2009 - 11:56:50    Titel:

Ich habe mal gelesen, dass der Arbeitsmarkt für Schreiner (Handwerker Richtung Holz) shwierig ist und viele nach der Ausbildung keinen Arbeitsplatz finden. Andere handwerkliche Ausbildungen wie Schlachter oder am Bau werden schon lange durch billige ausländische Arbeiter ersetzt. Und ich denke, hier ist auch das Problem dieser Kräfte, dass sie viel weniger Potenzial zur Weiterentwicklung und Übernahme anderer Tätigkeiten haben wie Hochschulabsolventen. Werden sie nicht mehr gebraucht, sind sie nicht mehr die jüngsten usw. sind deren Möglichkeiten sehr beschränkt.
Celtic-Tiger
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beiträge: 2079

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2009 - 11:58:08    Titel:

KamiKami hat folgendes geschrieben:
xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Dann unterhalte dich mal mit Bauarbeitern und Leuten, die wirklich im Handwerk (und nicht in der Industrie) arbeiten. Da kriegste nämlich bei Weitem nicht die Löhne, von denen einige User hier phantasieren und kannst auch nicht bis ins hohe Alter voll mitmalochen...


Meine ganze Verwandschaft besteht vorwiegend aus Arbeitern (und Gastronomen) die teils in der Industrie und teils im Handwerk tätig sind, von daher kann ich einige der hier geposteten Löhne (natürlich nicht alle [das ominöse Bsp. vom Elektriker der 1.600 netto verdient bspw. nicht] ohne weiteres bejahen. Wobei und das sollte nicht unberücksichtigt bleiben, da regional wohl erhebliche Unterschiede existieren.

Ich kann Handwerkern die unzufrieden mit ihrem Lohn sind unter der Voraussetzung das sie flexibel und örtlich nicht gebunden sind, nur empfehlen, sich mit entsprechender Qualifikation ins Ausland (Schweiz, England, Australien, Kanada) abzusetzen bzw. sich dort zu bewerben. Deutsche Fachkräfte werden dort mit Handkuss empfangen.





Diese Aussage impliziert jetzt allerdings, daß es keine deutsche Spezialität ist, daß Handwerker gut und Akademiker schlecht bezahlt werden, sondern, daß sich ggf. alles etwas nach oben verschiebt! In Australien kann ein Maschinenführer in einer Rohstoffmine auch leicht ein mehrfaches eines Lehrers oder Uniprofessors verdienen, der lacht die dann auch aus, zumal es in Australien nicht einmal eine Berufsausbildung in unserem Sinne gibt, das sind dort häufig komplett ungelernte Leute, weshalb dann ein deutscher Mechaniker in höchstem Ansehen steht (also Hotte, mit seinen 3 Promill, der das Knöpfchen drückt)! Insofern, vielleicht (aber auch nur vielleicht) lebt ein Informatiker in Australien besser als hier, wegen dem besseren Klima, den niedrigen Grundstückspreisen, evtl. auch mit geringfügig niedrigeren Lebenshaltungskosten, aber es kann ihm trotzdem passieren, daß er von einem Arbeiter oder Handwerker ausgelacht wird..... Wink
xerex
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 03.12.2008
Beiträge: 421

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2009 - 12:31:35    Titel:

Celtic-Tiger hat folgendes geschrieben:

Diese Aussage impliziert jetzt allerdings, daß es keine deutsche Spezialität ist, daß Handwerker gut und Akademiker schlecht bezahlt werden, sondern, daß sich ggf. alles etwas nach oben verschiebt! In Australien kann ein Maschinenführer in einer Rohstoffmine auch leicht ein mehrfaches eines Lehrers oder Uniprofessors verdienen, der lacht die dann auch aus, zumal es in Australien nicht einmal eine Berufsausbildung in unserem Sinne gibt, das sind dort häufig komplett ungelernte Leute, weshalb dann ein deutscher Mechaniker in höchstem Ansehen steht (also Hotte, mit seinen 3 Promill, der das Knöpfchen drückt)! Insofern, vielleicht (aber auch nur vielleicht) lebt ein Informatiker in Australien besser als hier, wegen dem besseren Klima, den niedrigen Grundstückspreisen, evtl. auch mit geringfügig niedrigeren Lebenshaltungskosten, aber es kann ihm trotzdem passieren, daß er von einem Arbeiter oder Handwerker ausgelacht wird..... Wink


Wobei man berücksichtigen muss, dass so einer Maschinenführer in einer Rohstoffmine arbeitet, die min. 1000km weit von der nächsten größeren Siedlung entfernt ist. Dazu zählen noch die Arbeitsbedingung: wie > 50°C Hitze, Staub, kein Freizeitangebot und 2-8 Wochenschicht. Das alles zusammen relativiert die Lohnhöhe.

Generell aber, stimme ich dir zu. Unsere Facharbeiter haben weiterhin ein höhes Ansehen im Ausland, und zB. in Australien oder Neuseeland verdienen so einer real doppel so viel Netto wie hier vor Ort. Dabei sind die Kranken- und Rentenversicherung weitaus besser aufgestellt und sind garnicht teuer. (ca. 250 EUR für eine komplete Familienkrankenversicherung)
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Gehalt nach dem Studium
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5 ... 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16 ... 19, 20, 21, 22, 23  Weiter
Seite 13 von 23

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum