Studium, Ausbildung und Beruf
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Gehalt nach dem Studium
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Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2009 - 12:40:03    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Unter Handwerkern versteht man aber nicht nur Schweißer und irgendwelche supersonderspezial-Fachkräfte...

Handwerker ist auch die Friseurin, der Dachdecker, der Isolierer, der Elektroinstallateur, Gleisbauer, Stahlbetonbauer, Asphaltierer und der einfache Tiefbauer. Diese Leute machen teilweise Schwerstarbeit, sind mit Mitte 50 körperlich am Ende und verdienen sich damit keine goldene Nase...

Und du kannst doch nicht allen Ernstes behaupten, dass sich ein handwerklicher Beruf mehr lohnt, weil man damit in Neuseeland oder Kanada ordentlich Kohle scheffeln kann? Es will halt nicht Jeder auswandern...


in der Tat, diese Leute arbeiten DEUTLICH härter als irgendwelcher Schichter in der Industrie, bekommen aber bei weitem keiner dieser Bonzenlöhne !

darum sag ich ja, diese IG Metall / Chemie Schichter sind im Anbetracht ihrer Arbeit viel zu überbezahlt

ein Fräser, der Metallteile auf Schicht in die Maschine einlegt, Deckel zu, Knöpfchen drückt, Däumchen dreht, nochmal Knöpfchen drücken, Deckel auf, Teil wieder raus, nächstes Teil rein...

und dafür schon 2300 netto bei 35 h Woche kassiert ( orlin, Ex - Schichter hat dies bestätigt ), dann stimmt doch echt was nicht mehr

da muss jeder Maurer deutlich härter ran, bei weit weniger Lohn !
KamiKami
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Anmeldungsdatum: 17.08.2007
Beiträge: 1863
Wohnort: Hier nicht mehr aktiv!

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2009 - 14:15:27    Titel:

Zitat:
Handwerker ist auch die Friseurin, der Dachdecker, der Isolierer, der Elektroinstallateur, Gleisbauer, Stahlbetonbauer, Asphaltierer und der einfache Tiefbauer. Diese Leute machen teilweise Schwerstarbeit, sind mit Mitte 50 körperlich am Ende und verdienen sich damit keine goldene Nase...


Friseur sein ist m. E. n. auch kein sooo großes Handwerk. Zumindest wenn ich das auf die Tätigkeiten "Waschen-Schneiden-Legen" reduziere. Aber wirklich "gutes", sagen wir etwas tiefergehendes handwerkliches Können, das bei Deinen restlichen Berufen durchaus zutrifft, findet aber auch hierzulande kaum Anerkennung, geschweige denn werde diese Berufe sonderlich gut entlohnt.

Ich sage nicht, dass sich ein handwerkliches Beruf deswegen mehr lohnt weil man damit im Ausland gut Geld scheffeln kann, ich sage nur dass das Ausland ein wichtiges Kriterium sein könnte diesen Beruf zu erlernen, da deutsche (vor allem (bau-) technischeHandwerksberufe im Ausland einen sehr hohen Stellenwert genießen.

@Winfo

Maurer haben im Gegensatz zum Schichtler auch mit saisonellen Schwankungen zu kämpfen, aber du hast schon Recht das Maurer ebenso wie viele andere Handwerksberufe deutlich unterbezahlt sind, im Gegensatz zum Schichtarbeiter. Das ist aber nach wie vor kein Grund, den Schichtarbeiten ihren durchaus hohen Lohn abzuschwatzen.

Wieso auch? Die Nachfrage nach jenen Arbeitskräften ist zwar momentan etwas abgeflaut, genießt aber in Relevanz zu vielen anderen Berufen immer noch einen hohen Bedarf an Leuten. Nicht jeder Schorsch drückt Knöpfe und dreht danach eine halbe Stunde lang Däumchen, bis die Maschine 20 Rohre gepresst hat, die dann wiederum in fünf Minuten auf der Palette geladen sind bis dann wieder die nächsten 20 Rohre gepresst werden müssen.

Drosseln wir die Löhne der Schichtarbeiter zu sehr, will kein Mensch mehr in Zukunft dieser Arbeit nachgehen und die Anlagen vieler Unternehmen, die uns mit täglich notwendigen Gütern versorgen, stehen auf einmal still und dann will keiner es gewesen sein.

Gruß
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2009 - 15:00:07    Titel:

Friseur ist eigentlich der Inbegrif des Handwerks, schließlich arbeitet man dort mit den Händen und wenig (sehr einfachen) Werkzeug. Meines Erachtens verlangt "waschen, schneiden, legen" nicht weniger Geschick als einem Dachdecker oder Gleisbauer abverlangt wird...

Es ist aber interessant, auf wie wenig plakative Berufsgruppen das "Handwerk" und der "Facharbeiter" im Volksmund reduziert wird. Da ist es dann auch kein Wunder, wenn die Meinung vorherrscht, diese Berufsgruppe sei außerordentlich gut bezahlt und habe eine blühende Zukunft...
<ass_könig
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Anmeldungsdatum: 19.01.2008
Beiträge: 349

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2009 - 15:28:46    Titel:

Zitat:


Drosseln wir die Löhne der Schichtarbeiter zu sehr, will kein Mensch mehr in Zukunft dieser Arbeit nachgehen und die Anlagen vieler Unternehmen, die uns mit täglich notwendigen Gütern versorgen, stehen auf einmal still und dann will keiner es gewesen sein.



Den hohen Lohn haben die Schichter aufgrund der starken Gewerkschaft und nicht wegen der Nachfrage.
Man sieht zum Beispiel an der Bayer AG, die sich eine eigene Leiharbeitsfirma als Tochterfirma geegründet hat, dass ein Teil der Stammbelegschaft durchaus adäquat und sehr billig zu ersetzen ist. Dagibts statt 2300 € netto, nur noch 800 € netto für einen Alleinstehenden.

BMW hat sich in den Ostwerken das halbe Werk voller Billiglöhner (Leiharbeiter) eingekauft, mittlerweile erhalten sie aber den gleichen Lohn wie die Stammbelegschaft.

Am Beispiel Nokia sieht man auch, dass die Arbeit auch locker in Rumänien gemacht werden kann. Die Schichter dort bekommen dann 200 € im Monat und freuen sich.

Wer glaubt die Schichterlöhne haben hauptsächlich mit Marktmechanismen zu tun, der irrt!

Außerdem weiß ich nicht wieso hier manche erzählen nach dem studieren müsse man gleich Kinder bekommen, weil die biologische Uhr anfänge zu ticken.

Ich bin 22, wenn ich meinen Bachelor fertig habe. Die Differenz zu jemanden mit Mittlere Reife und Ausbildung ist dann nicht mehr ganz so groß wie es zu Diplom Zeiten war, da lohnt sich mMn das Studium.

Zudem die Arbeitslosigkeit unter den Akademikern (MINT) im Vergleich zu den restlichen Berufen doch noch sehr gering ist.
Celtic-Tiger
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Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beiträge: 2079

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2009 - 15:44:18    Titel:

Die freuen sich so sehr die Rumänen, daß sie regelmäßig in der Erntezeit ganz regelmäßig einer rätselhaften Seuche zum Opfer fallen (da hat Rüttgers nicht völlig unrecht), allerdings ist das auch kein Wunder, denn bei diesen Hungerlöhnen brauchen sie eine Landwirtschaft zur Selbstversorgung, ohne geht nicht und der Mais, das Getreide, die Kartoffeln fragen nicht wann die Handynachfrage hoch oder niedrig ist, die wollen einfach geerntet werden, so ist das, geschenkt gibt es auch für Nokia nichts und das haben sie offenbar mittlerweile erfahren dürfen!
Celtic-Tiger
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Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beiträge: 2079

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2009 - 15:52:20    Titel:

xerex hat folgendes geschrieben:
Celtic-Tiger hat folgendes geschrieben:

Diese Aussage impliziert jetzt allerdings, daß es keine deutsche Spezialität ist, daß Handwerker gut und Akademiker schlecht bezahlt werden, sondern, daß sich ggf. alles etwas nach oben verschiebt! In Australien kann ein Maschinenführer in einer Rohstoffmine auch leicht ein mehrfaches eines Lehrers oder Uniprofessors verdienen, der lacht die dann auch aus, zumal es in Australien nicht einmal eine Berufsausbildung in unserem Sinne gibt, das sind dort häufig komplett ungelernte Leute, weshalb dann ein deutscher Mechaniker in höchstem Ansehen steht (also Hotte, mit seinen 3 Promill, der das Knöpfchen drückt)! Insofern, vielleicht (aber auch nur vielleicht) lebt ein Informatiker in Australien besser als hier, wegen dem besseren Klima, den niedrigen Grundstückspreisen, evtl. auch mit geringfügig niedrigeren Lebenshaltungskosten, aber es kann ihm trotzdem passieren, daß er von einem Arbeiter oder Handwerker ausgelacht wird..... Wink


Wobei man berücksichtigen muss, dass so einer Maschinenführer in einer Rohstoffmine arbeitet, die min. 1000km weit von der nächsten größeren Siedlung entfernt ist. Dazu zählen noch die Arbeitsbedingung: wie > 50°C Hitze, Staub, kein Freizeitangebot und 2-8 Wochenschicht. Das alles zusammen relativiert die Lohnhöhe.

Generell aber, stimme ich dir zu. Unsere Facharbeiter haben weiterhin ein höhes Ansehen im Ausland, und zB. in Australien oder Neuseeland verdienen so einer real doppel so viel Netto wie hier vor Ort. Dabei sind die Kranken- und Rentenversicherung weitaus besser aufgestellt und sind garnicht teuer. (ca. 250 EUR für eine komplete Familienkrankenversicherung)


Für Neuseeland zumindest dürfte das allerdings nicht hingehen, die Löhne dort sind, wegen der kleinen Strukturierung der Betriebe eher niedriger als hier (auch real), allerdings ist die Lebensqualität dort eine durchaus hohe, man lebt insgesamt etwas gemächlicher, die Natur ist nicht nur sehr schön, sondern auch sehr sauber und man achtet darauf, daß das auch so bleibt, das Land ist dünner besiedelt, was seine Vorteile hat, die Leute hocken einfach weniger dicht aufeinander und das wirkt sich auf die Mentalität und die Lebensart offenbar stark aus!
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2206

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2009 - 16:06:00    Titel:

markusob hat folgendes geschrieben:
Imo ist das Studium für manche Frauen eine ganz rationale Entscheidung.



Bloß dass das rational kaum eine Frau so entscheidet. Wenn ich eine Sekretariatstätigkeit will, macht es dann nicht mehr Sinn, gleich etwas in der Richtung zu lernen, allein schon weil es schneller geht?
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2206

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2009 - 16:12:15    Titel:

Kamikami:

Zitat:
Verflixt, ich vergesse immer wieder das es bei Frauen da etwas anders aussieht. Entschuldige, ist nicht beabsichtig. Smile

Kein Thema;).

Zitat:
Sicher, wer etwas handwerkliches lernt, hat m. E. n. eh, mit die höchsten Chancen, das sich jene Ausbildungs später sehr rentieren wird. Das Geisteswissenschaftler nur zu häufig irgendwo landen, nur nicht dort wo sie eigentlich hinwollen (Verlag), darüber brauchen wir glaube ich gar nicht zu diskutieren.

Ok.


Zitat:
Je nachdem wo ein Geisteswissenschaftler unterkommt, hat jener dennoch die höhere Wahrscheinlichkeit in der Hierarchie aufzusteigen, als jmd. ohne Berufsausbilding bspw.


Schon richtig. Aber die Wahrscheinlichkeit, überhaupt erstmal wo unterzukommen, wo man aufsteigen kann, schätze ich bei Ausgebildeten höher ein. WENN sie denn beide mal im Beruf sind, hat der GWler eventuell ähnliche oder bessere Chancen, aber soweit muss er erstmal sein. Und bis dahin ist die Familienplanung im Arsch.

Zitat:
Zitat:
Stichwort Familienplanung?


Das ich das Wort nochmal höre, hätte ich nicht gedacht.


Warum? Ist das was schlechtes?

Schönes Beispiel: Ich bin 23, und für mich gibt's an sich nur 2 Optionen: Gar keine Kinder (ungern) oder mindestens 3, besser noch mehr. Wann soll ich das denn bitte machen? Rein biologisch kriegt man Kinder am besten zwischen 18 und 30, aber da bin ich ja anderweitig beschäftigt.


Zitat:
Ich rede von Alternativen, die sich finanziell auch in Zukunft rentieren würden. Krankenschwestern gehören nicht wirklich zu der am besten verdienenden Berufsgruppe.


Das nicht, aber:

-Nachtschichten geben auch gut Geld
-Arbeitslosigkeit dürfte bei der Überalterung der Bevölkerung wohl so schnell nicht drohen. Der Job ist sicher, und DAS ist das Wichtige, wenn man Kinder will.

Zitat:


Diesen (Schweine-) Zyklus kann niemand vorausahnen.

Das jetzt nicht. Aber in manchen Fächern ist die Nachfrage eben praktisch nie wirklich hoch.
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2206

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2009 - 16:18:59    Titel:

Also Handwerker ist für mich jeder, in dessen Beruf man einen Meister machen kann (nicht zwingend muss).

Damit KANN der Handwerker prinzipiell auch aufsteigen, er kann ja einen eigenen Betrieb gründen. Und jemand, der mit Holz umgehen kann, kann ja statt Schreiner auch Instrumentenbauer werden, da sieht's mit den Löhnen schon wieder anders aus.
wima_typ
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Anmeldungsdatum: 26.11.2006
Beiträge: 1086

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2009 - 19:33:23    Titel:

Viviane21 hat folgendes geschrieben:
Also Handwerker ist für mich jeder, in dessen Beruf man einen Meister machen kann (nicht zwingend muss).

Damit KANN der Handwerker prinzipiell auch aufsteigen, er kann ja einen eigenen Betrieb gründen. Und jemand, der mit Holz umgehen kann, kann ja statt Schreiner auch Instrumentenbauer werden, da sieht's mit den Löhnen schon wieder anders aus.


Und nun?
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