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Gehalt nach dem Studium
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KamiKami
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Anmeldungsdatum: 17.08.2007
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BeitragVerfasst am: 01 Okt 2009 - 12:47:52    Titel:

Zitat:
Ein MINT Studium, selbst ein 3 - 4 jähriger Bachelor ist doch erheblich anspruchsvoller als eine typische Industriearbeiterlehre.


Immer wieder amüsant sind auch solche Aussagen. Der liebe Winfo legt mal eben so fest, was anspruchsvoller ist. Aber ich mach Dir einen Deal Winfo, ich nehme Dich mal einen Tag mit nach Rotterdam zur Hafenanlage, da kannst Du dann die Industrieanlagen überwachen, warten und steuern. Sollte kein Problem sein, denn es ist ja - welch Wunder - so einfach, von daher betrachte es einfach als eine Art Sprungbrett für Deine zukünftige Karriere.

Die Aussagen über Fachkräfte und generell Arbeiter gehen hier meilenweit an der Realität vorbei. Da fängt schon damit an, das manche hier felsenfest davon überzeugt sind, das in Schichtgetrieben gesoffen wird.

Gruß
Brand-Ing
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Anmeldungsdatum: 07.11.2008
Beiträge: 3086

BeitragVerfasst am: 01 Okt 2009 - 17:22:07    Titel:

KamiKami hat folgendes geschrieben:

Die Aussagen über Fachkräfte und generell Arbeiter gehen hier meilenweit an der Realität vorbei. Da fängt schon damit an, das manche hier felsenfest davon überzeugt sind, das in Schichtgetrieben gesoffen wird.


Nicht, dass ich WInfo und Co hier lautstark unterstützen will ... aber dazu muss ich doch mal was sagen.
Ich habe zahlreiche Praktika in den Bereichen Arbeitssicherheit und Brandschutz absolviert. Dort kommt man im Betrieb in jede nur erdenkliche Ecke. Du würdest nicht glauben, was für Mengen an leeren Flaschen (und nicht nur Bier, sondern auch Wein und härter) man in "alkoholfreien" Firmen so findet.
Chris-W.
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Anmeldungsdatum: 08.01.2007
Beiträge: 1495

BeitragVerfasst am: 01 Okt 2009 - 20:57:22    Titel:

Zitat:
Und nach wie vor : ein handwerklich geschickter MINTler, der auch noch aus einer Arbeiterfamilie kommt, hätte nach der Realschule bzw. 10. Klasse locker so eine Lehrstelle in so einem Betrieb bekommen und sehr gut gemeistert.

Ist nicht gesagt und wenn, es steht jedem frei dies zu versuchen...

Zitat:
Was in solchen Lehren gefordert wird, liegt auf dem Niveau, dass es auch heutige Hauptschüler schaffen können, was ein sehr niedriges Niveau bedeutet.


Als "sehr niedrig" würde ich dies nicht bezeichnen, vor allem nicht wenn du es nicht selbst gemacht hast.
Maxel6669
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Anmeldungsdatum: 10.05.2006
Beiträge: 616

BeitragVerfasst am: 02 Okt 2009 - 00:51:30    Titel:

Klunki hat folgendes geschrieben:
Naja, so iel Wichtigeres kanns ja net geben, wenn er während der Arbeit hier (im Forum) mal locker, flockig 5 Absätze hinlegen kann.


Jo, aber Schichtarbeiter schaukeln den ganzen Tag die Eier ^^
KamiKami
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Anmeldungsdatum: 17.08.2007
Beiträge: 1863
Wohnort: Hier nicht mehr aktiv!

BeitragVerfasst am: 02 Okt 2009 - 10:32:37    Titel:

Brand-Ing hat folgendes geschrieben:
Ich habe zahlreiche Praktika in den Bereichen Arbeitssicherheit und Brandschutz absolviert. Dort kommt man im Betrieb in jede nur erdenkliche Ecke. Du würdest nicht glauben, was für Mengen an leeren Flaschen (und nicht nur Bier, sondern auch Wein und härter) man in "alkoholfreien" Firmen so findet.


Das rechtfertigt aber noch lange nicht solche pauschalisierenden Aussagen, überhaupt verstehe ich nicht, wieso immer der Schichtarbeiter bzw. generell Arbeiter als Sündenbock herhalten müssen. Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, das ich in Managerschreibtischen häufiger einen Flachmann (wie stehts mit Revolvern wenn wir schon alte Klischees heraufbeschwören Wink) vorfinde, als eine Bierflasche bei einem Schichtler.

Ich für meinen Teil, habe in noch keinem Unternehmen, Alkohol am Arbeitsplatz angetroffen, aber da macht wohl jeder seine eigenen Erfahrungen.

Nicht das ich Dir das vorwerfe, aber wie sehr das Bild von Arbeitern hier zu Unrecht durch den Dreck gezogen wird (niedriger Niveau, faules Pack, Säufer etc. pp.) ist zum Haare raufen. Wegen meiner sollten User die diesen Kokolores auf über 1000 (!) Beiträgen und unzähligen Threads verbreiten gesperrt werden.

Gruß
lepper
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Anmeldungsdatum: 16.01.2006
Beiträge: 417

BeitragVerfasst am: 03 Okt 2009 - 11:24:10    Titel:

KamiKami hat folgendes geschrieben:
Ich für meinen Teil, habe in noch keinem Unternehmen, Alkohol am Arbeitsplatz angetroffen, aber da macht wohl jeder seine eigenen Erfahrungen.Gruß

BMW, vor dem Studium habe ich selbst dort gearbeitet, dort wird kistenweise Bier getrunken und das ganz offiziell. Die Mitarbeiter können bzw. konnten auf dem Firmengelände im Kiosk und Automaten das Bier kaufen. Es gab viele Arbeiter die 8 halbe pro Schicht getrunken haben...
lepper
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Anmeldungsdatum: 16.01.2006
Beiträge: 417

BeitragVerfasst am: 03 Okt 2009 - 12:09:37    Titel:

Und noch etwas, die Gewerkschaften und ihre Rolle auf dem Arbeitsmarkt.
Die meisten Menschen arbeiten doch bei KMUs und hier werden sie doch nicht so richtig via kündigungsschutz geschützt. Wenn der Arbeitsgeber will, sind sie innerhalb von 3 Monaten arbeitslos gemeldet. Es bringt erst was, wenn man von Gewerkschaften und Betriebsrat vertreten wird und das können sich nur die Großen leisten v.a. DAX Konzerne. Da müssen die Arbeitgeber im Falle einer Kündigung riesigen Abfindungen zahlen und genau hier können v.a. die Schichtarbeiter davon profitieren (auch wenn die Quelle von Bild kommt):
http://www.bild.de/BTO/news/aktuell/2006/08/15/vw-abfindungen/vw-abfindungen.html
Somit überlegen sich die Arbeitgeber, ob sinnvoller einen Leiharbeiter bzw. eine festangestellte Arbeitskraft einstellen. Übrigens, SPD und hat zu Deregulierung der Zeitarbeit viel beigetragen und die Gewerkschaften unterstützen es noch.

Jetzt bleibt nur noch die Frage, ob der Kündigungsschutz in so einer Form beibehalten werden soll aber dafür wird die prekäre Arbeit weiter wachsen und was auch zu massiven gesellschaftlichen Desintegrationsprozessen führen wird oder soll es zur Lockerung des Kündigungsschutzes kommen. Weniger Kündigungsschutz führt dazu, dass Menschen (auch Schichtarbeiter) öfter arbeitslos werden, dafür sinkt aber die Dauer der Arbeitslosigkeit. Es ist wesentlich besser, ein paar Mal kurz arbeitslos zu sein, als wenn man einmal sehr lange arbeitslos ist. Es gibt nichts unsozialeres als Langzeitarbeitslosigkeit, die zur Erosion der menschlichen Leistungskraft führt, erspartes Vermögen kostet und häufig starke psychosoziale Folgen für die Betroffenen hat.

Ich beobachte sehr gute Entwicklung in Polen, die Menschen werden von Seite des Staates nicht so stark unterstützt und haben die Selbstverantwortung übernommen. Die Auswirkung: die Arbeitslosenzahlen sinken, mehr Firmengründungen, wirtschaftliche Wachstum auch in der Krise (einzige Staat in der EU) , Binnenmarkt wurde enorm gestärkt. Die Menschen sind nicht mehr passiv aber aktiv und zeigen Unternehmerisches Handeln.
Klunki
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Anmeldungsdatum: 09.10.2007
Beiträge: 2782

BeitragVerfasst am: 03 Okt 2009 - 12:19:29    Titel:

lepper hat folgendes geschrieben:

Die meisten Menschen arbeiten doch bei KMUs ...


Genau und deswegen verdienen DIE MEISTEN "normalen" Arbeiter nicht diese Gehälter, die hier hingestellt werden. Trotzdem wird dieses Bild hier vermittelt ... kommt langsam die Erkenntnis, was hier angeprangert wird?
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 03 Okt 2009 - 12:38:40    Titel:

Man kann die Situation in Polen nicht mit der in Deutschland vergleichen Rolling Eyes
KamiKami
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Anmeldungsdatum: 17.08.2007
Beiträge: 1863
Wohnort: Hier nicht mehr aktiv!

BeitragVerfasst am: 03 Okt 2009 - 16:58:14    Titel:

Fettgedrucktes durch mich hervorgehoben.

lepper hat folgendes geschrieben:
BMW, vor dem Studium habe ich selbst dort gearbeitet, dort wird kistenweise Bier getrunken und das ganz offiziell. Die Mitarbeiter können bzw. konnten auf dem Firmengelände im Kiosk und Automaten das Bier kaufen. Es gab viele Arbeiter die 8 halbe pro Schicht getrunken haben...


Das halte ich ehrlich gesagt für ausgemachten Quatsch.

Wieso sollte der Genuß von Alkohol am Arbeitsplatz bei BMW offiziell erlaubt werden, wenn dies nur mit Nachteilen verbunden ist?

*Unfallhäufigkeit durch Alkohol im Schnitt 6 (!) mal höher
* Krankheit
* Leistungsminderung
* Versicherungsausfälle
* höheres Unfallrisiko
* etc.

Gruß
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