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Reichweite des Vorsatzes beim Anstifter
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rechtsinteressierter
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Anmeldungsdatum: 05.09.2009
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 13 Sep 2009 - 23:10:03    Titel: Reichweite des Vorsatzes beim Anstifter

A will sich an B rächen und ihn zusammenschlagen, will aber nicht von diesem erkannt werden. Deswegen beauftragt er C mit der Aufgabe, den B zu verprügeln. Die Einzelheiten der Attacke überlässt er diesem. Er gibt ihm lediglich Informationen, wie das Opfer aussieht, wo es wohnt etc. Der C macht sich wegen gef. KV strafbar, weil er das Opfer mit einem Stein auf den Kopf geschlagen.
Kann man davon ausgehen, dass A (Anstifter) einen solchen Erfogl in seinen Vorsatz mit aufgenommen hat, indem er die Entscheidung dem C überlassen hat? Oder würde man da zu weit gehen?


Zuletzt bearbeitet von rechtsinteressierter am 13 Sep 2009 - 23:36:30, insgesamt einmal bearbeitet
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 13 Sep 2009 - 23:26:47    Titel:

dass er die genaue ausführug dem täter überlässt ist regelmäßig gerade kennzeichnend für die anstiftung
allerdings hatte der anstifter wohl keinen vorsatz in bezug auf den stein, so dass lediglich eine anstiftung zur körpervereltzung vorliegt
(vorbehaltlich des genaueren sachverhalts, insbesondere der billigung anderer qualifikationsumstände)
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 13 Sep 2009 - 23:29:29    Titel:

Würd' das eigentlich nur bejahen, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür sprechen, dass über die Körperverletzung hinaus zu einer bestimmten Art der Körperverletzung ermuntert wurde.

Also, wenn da stehen würde "Sieh zu, dass er richtig was davon hat!", "Der soll sich am nächsten Tag nicht mehr wiedererkennen" dann vielleicht. Hier sieht's aber so aus, dass der Täter alleine über die Art der Körperverletzung entschieden hat.

Man muss, denk ich, auch gedanklich den Umstand, dass der Anstifter die Verwirklichung der Qualifikation durch den Täter möglicherweise billigt, von der Frage nach der Bestimmung zur Qualifikation trennen.

Zwar muss der Anstifter (eventual-)vorsätzlich im Hinblick auf die Verwirklichung der Qualifikation durch den Täter handeln, aber allein das impliziert nicht, dass die Anstifterhandlung den Täter über die einfache Körperverletzung hinaus zur Qualifikation bestimmt.
rechtsinteressierter
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Anmeldungsdatum: 05.09.2009
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 13 Sep 2009 - 23:37:59    Titel:

Ok. Ist mir schon klar. Ich wollte den Sachverhalt wohl etwas überdehnen.
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