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1. Hausarbeit im Strafrecht
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SilkTouch
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Anmeldungsdatum: 14.09.2009
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 14 Sep 2009 - 20:40:04    Titel: 1. Hausarbeit im Strafrecht

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Ich komme langsam durcheinander und habe das Gefühlt etwas übersehen zu haben. Vielleicht könntet ihr mir sagen was ihr prüfen würdet und wo die Probleme liegen.

Hier erstmal der Sachverhalt:

Der Hobbyhandwerker H lernt in seinem Stammlokal „Zur letzten Instanz“ den A kennen, dem er erklärt, dass er schon lange auf der Suche nach einer gebrauchten, aber hochwertigen Steintrennmaschine sei. A bietet daraufhin H die auf einem Baugrundstück neben der „Letzten Instanz“ befindliche Steintrennmaschine an, von der er behauptet, dass
sie seine eigene sei und er sie nicht mehr benötige, da er sich demnächst ein Neugerät anschaffen wolle. Beide werden sich über einen Preis von 2.500 € einig. H soll die Maschine am nächsten Tag abholen und bezahlt noch am selben Abend. Als H morgens wie verabredet die Maschine mitnehmen will, erscheint der wahre Eigentümer E, der den
Sachverhalt aufklärt und H wegschickt.

Hiervon berichtetH abends seinem Freund F, dem dieses Geschehen aber gleichgültig ist. Allerdings weiß F, dass dem A zu Ohren gekommen ist, dass er – F – sein Einkommen durch illegale Drogengeschäfte aufbessert. F fürchtet, dass A ihn deshalb bei der Polizei anzeigt. Daher unterbreitet F dem H den Vorschlag, A zu töten. Da A sicherlich bald wieder die „Letzte Instanz“, aufsuchen werde, könne H dort auf ihn warten und ihn erstechen. Damit H seine Rache auch voll auskosten könne, solle er A offen „Mann gegen Mann“ gegenübertreten. H ist von der Idee begeistert und beschließt, den Plan umsetzen. Schon am nächsten Tag plagt F aber sein schlechtes Gewissen. Er ruft daher H an und fordert ihn
auf, den Plan sofort zu begraben. F ist erleichtert, als ihm H versichert, er werde dem A nichts antun.

In Wahrheit denkt H überhaupt nicht daran, von dem Plan Abstand zu nehmen. Schon nach einigen Tagen erblickt er A auf dem Weg in die „Letzte Instanz“. Als A das Lokal betreten will, tippt H ihm von hinten auf die Schulter. Der ahnungslose A dreht sich um, woraufhin H
ihm sogleich mit den Worten „Das wird dir klarmachen, dass ich so etwas nicht mit mir machen lasse“ ein Küchenmesser mit 17 cm langer Klinge in den Unterleib stößt, um ihn zu töten. Als A daraufhin in wilde Pöbeleien ausbricht, geht H davon aus, dass der Stich wider Erwarten nicht tödlich war. Er verkennt, dass A in Lebensgefahr schwebt. Obwohl es ihm
möglich ist, weiter auf A einzustechen, verzichtet H darauf, geht in die „Letzte Instanz“ und trinkt auf den Schreck zwei Bier. Als er nach einer Stunde das Lokal verlässt, sieht er in kurzer Entfernung A auf dem Boden liegen und erkennt nun, dass die von ihm zugefügte Stichverletzung sehr wohl lebensgefährlich ist. Er geht zu Recht davon aus, dass A gerettet
werden könnte, wenn ihm ärztliche Hilfe zuteil würde und dass er ohne ärztliche Hilfe sterben wird. H aber meint, ihn gehe die ganze Sache nichts mehr an, und unternimmt deshalb nichts. A wird gerettet, weil kurz darauf ein Passant den Notarzt alarmiert.

Wie haben sich die Beteiligten nach dem StGB strafbar gemacht? Etwa erforderliche Strafanträge sind gestellt.

So zur Übersicht: Handelnde Personen sind H,A und F

So mein Aufbau der Prüfung wäre:

Ich habe die Handlungen getrennt betrachtet,weil zwischen der einen (Stich)und anderen (Weggehen) eine Stunde Zeit liegt.

Strafbarkeit des H - wegen dem Einstechen mit dem Küchenmesser

- Versuchter Totschlag?
Ich habe hier den Versuch bejaht, bin bei der Rücktrittsprüfung aber von einem unbeendeten Versuch ausgegangen, Rücktritt also (+)

Ergebnis: Strafbarkeit wegen versuchtem Totschlag (-)

Jetzt frage ich mich, ob ich vielleicht versuchten Mord prüfen sollte : Mordmerkmal Heimtücke.
Wenn das zu prüfen wäre, wie genau sehe dann die Prüfungsreihenfolge aus? Hat das irgendwelche Auswirkungen,dass H denkt der Stich wäre nicht tödlich gewesen, der A aber in Lebensgefahr schwebt?

- Körperverletzung und gefährliche Körperverletzung
So dann habe ich die §§ 223 und 224 gerprüft. Bei der Prüfung von 224 kamen dann die Nummern 2,3 und 5 in Betracht. Habe da 2+ 5 nur von bejaht, weil es bei Nr. 3 nicht unter die Definition von hinterlistig passte " Verdeckung seiner wahren Absicht".

- Aussetzung
Hier dann §221 I Nr.1

Strafbarkeit des H - Weggehen ohne Hilfe zu holen

- Aussetzung § 221 Nr. 2
( Ist dieses dann zu Nr. 1 dann subsidiär?)

-§ 323 c Unterlassene Hilfeleistung

Jetzt kam mir noch die Möglichkeit in Betracht
-§ Versuchter Totschlag durch Unterlassen ? ( Garantenstellung durch Ingerenz) zu prüfen.

Strafbarkeit des F:

Hier habe ich das Problem,dass im Sachverhalt steht: Schon am nächsten Tag plagt F sein schlechtes Gewissen....Er ruft daher H an und fodert ihn auf, den Plan sofort zu begraben.
Natürlich ist dies bestimmt ein Hinweis.Fragrlich ist wo ich diesen Hinweis hineinarbeite. Ich hatte mir gedacht:

Da ja keine Haupttat vorliegt, bei mir ist H ja erfolgreich zurückgetreten, muss ich die versuchte Anstiftung jetzt prüfen,§ 30 I StGb
Habe das noch nie geprüft. Dies sehe dann ungefähr so aus:

1. Nichtvorliegen eine vollendeten Haupttat
2.Strafbarkeit der versuchten Anstiftung
3.Tatbestandsmäßigkeit
4. RW/Schuld
5.Strafmilderung
6. Rücktritt § 31
Wollte dann hier das Problem einarbeiten mit dem " schlechten Gewissen".

Fraglich ist welche der Modalitäten von § 31 zutreffen. Ich hab hier an Abs.1 Nr.1 gedacht.

So und endlich bleibt dann noch der arme A.Könnte da eine Strafbarkeit wegen Betrugs in Betracht kommen?
Probleme bieten sich mir da bei der Täuschungshandlung.Es steht nicht im Sachverhalt,dass A auch wusste,dass er nicht der Eigentümer war.Es steht lediglich dort, dass er angibt die Steintrennmaschine gehöre ihm.

Also,wie ihr sehen könnt, benötige ich dringend Hilfe. Ich danke euch schonmal herzlich.

Lg
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