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cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24256

BeitragVerfasst am: 20 Sep 2009 - 18:43:58    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:

Ich würde gerne nochmal darauf zu sprechen kommen, was genau gegen eine Börsensteuer, eine Erbschaftssteuer und eine Millionärssteuer auf Privatvermögen über 1 Mio. Euro spricht?


- Börsensteuer: Ist eine Umsatzsteuer, vollkommen unproblematisch. Man muss aber wirklich die Höhe gut austarrieren, denn die größten Einnahmen daraus dürften nur bei einer recht geringen Steuer erreicht werden.

- Erbschaftssteuer: Moralisch nicht ganz einfach, da dass Erbe ja schon einmal versteuert wurde (als es erwirtschaftet wurde). Jedoch ist es für den Erben auch nur ein Einkommen, sodass dort Abgaben (von Freibeträgen wie die eines Hauses, wenn es als eigenes Wohnhaus genutzt wird, abgesehen) durchaus gerechtfertigt sind.

-"Millionärssteuer": Ist eine Abgabe aus Besitz, nicht aus Einkommen. Das macht die Sache kompliziert, eher unmöglich. Denn dann müsste zur Erfüllung dieser Abgabe Gelder abgezogen werden, Firmen verkauft werden usw.


Cyrix
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 20 Sep 2009 - 18:46:45    Titel:

Das man die Belastung nicht ins Unermessliche treiben kann, ist natürlich vollkommen klar...

Allerdings ist mir nicht ganz klar, warum man seine Firma verkaufen muss, wenn das Privatvermögen ab eine Million Euro besteuert wird...
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24256

BeitragVerfasst am: 20 Sep 2009 - 18:50:52    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Das man die Belastung nicht ins Unermessliche treiben kann, ist natürlich vollkommen klar...

Allerdings ist mir nicht ganz klar, warum man seine Firma verkaufen muss, wenn das Privatvermögen ab eine Million Euro besteuert wird...


Es wird wenig Leute geben, die ihr Privatvermögen "einfach so" als Bargeld, oder auf einem Konto herumliegen haben.

Die meisten Vermögenden dürften das Geld in versch. Unternehmen usw. investiert haben. Und da dann einfach mal 5% wieder herauszuquetschen dürfte schwierig werden...

Zumal die meisten Millionäre das deshalb sind, weil sie Besitzer ihres jeweiligen mittelständigen Unternehmens sind.


Cyrix
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Anmeldungsdatum: 21.08.2009
Beiträge: 223

BeitragVerfasst am: 20 Sep 2009 - 18:51:06    Titel:

Zitat:
Ich halte auch eine Börsensteuer für überfällig. Wer durch Spekulation Geld verdient und dafür keinen Handschlag tut, kann ruhig einen nennenswerten Teil davon abdrücken. Ähnlich bei Erbschaften...


Leute die an der Börse spekulieren , riskieren aber auch einen Totalverlust.
Blos weil du keine Eier hast was zu riskieren,musst du anderen nicht mit deiner Neidsteuer kommen .
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 20 Sep 2009 - 18:51:43    Titel:

Ob man die FDP nun mag oder nicht.
Die FDP wird wohl der wahre Wahlsieger werden, da jeder der eine Fortsetzung der GroKo verhindern möchte, keine andere Möglichkeit mehr hat, seine Kreuzchen zu setzen. Confused
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24256

BeitragVerfasst am: 20 Sep 2009 - 18:53:09    Titel:

Filzstift hat folgendes geschrieben:
Ob man die FDP nun mag oder nicht.
Die FDP wird wohl der wahre Wahlsieger werden, da jeder der eine Fortsetzung der GroKo verhindern möchte, keine andere Möglichkeit mehr hat, seine Kreuzchen zu setzen. Confused


Nun, man hat die Wahl des kleineren Übels: Schwarz-Gelb oder Große Koalition.

Cyrix
Lilienkult
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Anmeldungsdatum: 14.08.2009
Beiträge: 383

BeitragVerfasst am: 20 Sep 2009 - 18:53:37    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Interessant wäre nun, was am derzeitigen Rentenmodell deiner Ansicht nach schlecht ist. Wieso wird dort Jemand bevorteilt, wenn er in seinem Leben nie gespart hat? Ist es genau gegenteilig, weil man auch privat vorsorgen muss?

Ich würde gerne nochmal darauf zu sprechen kommen, was genau gegen eine Börsensteuer, eine Erbschaftssteuer und eine Millionärssteuer auf Privatvermögen über 1 Mio. Euro spricht?


- Umlageverfahren nicht mehr finanzierbar; mit jedem weiteren feigen Jahr wird der Umstieg aufs Kapitaldeckungsverfahren schwieriger
- Bevormundung
- unrentabel
- schwache Anreize für verantwortungsvollen Umgang mit Geld
- wer sein Einkommen nie gespart hat, muss sich am Ende trotzdem nicht fürchten


- eine "Börsensteuer" befürworte ich, sofern sich nicht auf Neid gegenüber allen beruht, die da "in Aktien machen"
- sie darf keine negativen Effekte auf private Investitionen haben, weil Kleinanleger abgeschreckt werden
- sie muss sich darauf konzentrieren, den Markt zu beruhigen und Daytrading sowie kurzfristige Spekulationen zu vermeiden
- hier wird, siehe auch Millionärsteuer, kein Geld an die verschenkt, die dem Opelaner am unsympathischsten vorkommen.
Privatanleger laufen ein hohes Risiko. "Reiche" haben in dieser Krise mit Abstand am meisten Geld verloren.
Etwas anderes gilt nur für institutionelle Zocker, da kann - und muss - etwas getan werden. Aber das nicht im Wege der Besteuerung.

- eine Millionärsteuer halte ich aus zwei Gründen für verkehrt:
- erstens wird dadurch eine Steuer nur noch durch den Gedanken des Gleichmachens, des Nicht-Zuviel-Habens legitimiert
- zweitens werden völlig falsche Impulse gesetzt: Wer setzt denn noch alles auf eine Karte oder arbeitet sich 5 Jahre lang durch eine Verlustzone, wenn er am Ende nicht erheblich dafür belohnt wird? Und der Mensch funktioniert eben nicht so, dass er sagt: Naja, immer noch 100.000 mehr als der Nachbar - wenn der Nachbar für seine 800.000 aber nur am Pool liegen muss.
- Millionäre, die nicht geerbt haben, wurden das - so leid es mir tut - selten aus purem Glück und mit Faulheit, sondern meist, weil sich eine Investition ausgezahlt hat. Wer investiert denn noch, wenn er zwar ein hohes Ausfallrisiko, aber keine entsprechende Gewinnerwartung hat?

- eine Erbschaftsteuer halte ich für bedenklich, weil sie viel zu weit in die Befugnisse des Bürgers eingreift. Hier wurde Einkommen versteuert - und man bemüht sich nun, auf die privaten Entscheidungen des Bürgers Einfluss zu nehmen. Das halte ich schlicht für illegitim.

- Ich lehne es nicht per se ab, auch unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten Geld umzuverteilen. Aber man darf dabei nicht das Maß verlieren und bei jedem ansetzen, der eben deutlich mehr hat.
Man kann durchaus darüber reden, so etwas wie einen Geldadel abzuschaffen oder bei Gewinnen von bspw. über 5 Millionen Euro eine Beteiligung der Arbeitnehmer zu erzwingen.
- Gleiches gilt bei der Erbschaftsteuer.

Solche Instrumente können, meinetwegen zur Sicherung des sozialen Friedens, eingesetzt werden, um Geldadel, Quasi-Monopole, Klassengesellschaften zu vermeiden.

Dann muss aber auch Gerechtigkeit das erklärte Ziel sein - und man darf die Grenze nicht bei ~60.000 Euro im Jahr ansetzen und auf diese Weise das Leistungsprinzip ad absurdum führen.

Entschuldige die Formatierung, aber wenn du extra gefragt hast, wirst du dir sicher auch so die Zeit nehmen Wink

Edit: Deine Millionärssteuer wurde übrigens vor nicht allzu langer Zeit für verfassungswidrig befunden. Aber vielleicht lässt sich da mit der Erfahrung der SED bzgl. privater Rechtspositionen noch was deichseln, gell?


Zuletzt bearbeitet von Lilienkult am 20 Sep 2009 - 18:59:56, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Anmeldungsdatum: 12.02.2008
Beiträge: 2373

BeitragVerfasst am: 20 Sep 2009 - 18:55:42    Titel:

Filzstift hat folgendes geschrieben:
Die FDP wird wohl der wahre Wahlsieger werden, da jeder der eine Fortsetzung der GroKo verhindern möchte, keine andere Möglichkeit mehr hat, seine Kreuzchen zu setzen. Confused

Du unterschätzt einen beachtlichen Teil der Wähler - nämlich diejenigen die blöde genug sind auf die Propaganda der LINKEN reinzufallen. Ich würde Rot-Rot noch nicht abschreiben.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24256

BeitragVerfasst am: 20 Sep 2009 - 18:55:44    Titel:

Lilienkult hat folgendes geschrieben:

- Umlageverfahren nicht mehr finanzierbar; mit jedem weiteren feigen Jahr wird der Umstieg aufs Kapitaldeckungsverfahren schwieriger
- Bevormundung
- unrentabel
- schwache Anreize für verantwortungsvollen Umgang mit Geld
- wer sein Einkommen nie gespart hat, muss sich am Ende trotzdem nicht fürchten


Hui. Deshalb arbeiten in den USA und Australien, die eben kein umlagefinanziertes Rentensystem kennen, mittlerweile auch wieder viele Leute im hohen Alter wieder, weil sie sonst ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten könnten. Wie viele Rentenfonds haben wie hohe Verluste erlitten?


Cyrix
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 20 Sep 2009 - 18:56:25    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Filzstift hat folgendes geschrieben:
Ob man die FDP nun mag oder nicht.
Die FDP wird wohl der wahre Wahlsieger werden, da jeder der eine Fortsetzung der GroKo verhindern möchte, keine andere Möglichkeit mehr hat, seine Kreuzchen zu setzen. Confused


Nun, man hat die Wahl des kleineren Übels: Schwarz-Gelb oder Große Koalition.

Cyrix


Ich gönne der SPD die zukünftige Opppositionszeit, um in Ruhe einen Selbstfindungsprozess zu durchlaufen. Wink
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