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PhD in Economics
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bigbpy
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Anmeldungsdatum: 04.10.2009
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 04 Okt 2009 - 06:18:52    Titel: PhD in Economics

Hallo!

Ich habe aufmerksam die Beiträge zum Thema Promotion gelesen. Ich selbst studiere Volkswirtschaftslehre mit quantitativem Schwerpunkt (Diplom) (Wirtschaftstheorie, International Economics, Statistik, Ökonometrie, Bank) und werde im Sommer mein Studium abschließen. Abschlussnote dürfte ca. 1,5 betragen.

Ich würde gerne ein strukturiertes Promotionsprogramm irgendwo auf der Welt (insb. USA oder Europa) absolvieren. Insbesondere möchte ich angewandte Statistische Methoden in meiner Promotion verwenden und diese sollten im Programm auch gelehrt werden. Ich habe folgende Fragen:

1.) Kann mir jemand ne Empfehlung bzgl. eines guten Programms und einer guten Uni geben?

2.) Wie realistisch sind meine Chancen genommen zu werden von einer deutschen Uni? Was muss ich bei der Bewerbung beachten?

3.) Insbesondere das geforderte Researchproposal verursacht mir ein wenig Kopfschmerzen. Wie verfasse ich das denn am cleversten?

Danke schonmal.
DerSeppel1234
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Anmeldungsdatum: 22.07.2008
Beiträge: 125

BeitragVerfasst am: 04 Okt 2009 - 14:18:17    Titel:

1)

D: Bonn, Frankfurt, Mannheim
UK: LSE, UCL, Oxford, Warwick, Essex
EU: UPF, Toulouse, Tinbergen, CORE
US: informier dich am besten auf den Testmagic foren

2) mit einer 1.5 hast du gute Chancen in den deutschen Programme reinzukommen. Das wichtigste neben den Noten sind auch gute Empfehlungsschreiben und die kriegst du von den Profs wo du gute Noten geschrieben hast.

3) Ein Research Proposal besteht im Prinzip aus 3 Teilen:
a) Eine Hypothese, Frage, etc. und eine kurze Motivation warum das interessant ist.
b) kritischen Überblick über die Literatur
c) Dein Beitrag zur Literatur, Methodik, etc.
bigbpy
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Anmeldungsdatum: 04.10.2009
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 04 Okt 2009 - 20:38:51    Titel:

Die zweite Frage ( 2.) Wie realistisch sind meine Chancen genommen zu werden von einer deutschen Uni?) hatte ich missverstaendlich formuliert.

Ich meinte vielmehr, ob es ein grosser struktureller Nachteil ist, sich von deutschen Unis (mit einem deutschen Diplom) zu bewerben, weil diese tendenziell nicht so renommiert sind und auch hinsichtlich des Forschungsoutputs international kaum sichtbar sind.
don_farzado_de_la_noche
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Anmeldungsdatum: 27.02.2007
Beiträge: 933

BeitragVerfasst am: 05 Okt 2009 - 01:16:50    Titel:

Die US-Unis schauen sich nur Bewerber bestimmter deutscher Fakultaeten an, diese sind in zwei tiers aufgeteilt:

Tier 1: Bonn und Mannheim
Tier 2: LMU Muenchen, HU Berlin, Frankfurt.

Tier 1 wird noch mal unterteilt in Bonner und Mannheimer, die ein Jahr im PhD-Austausch mit Berkeley/Yale waren oder nicht.

Wenn Du in die Top 10 willst (USA), musst Du mindestens zu Tier 1 gehoeren (Noten korrelieren mit dem Auslandsaufenthalt -- aber 1,5 ist definitiv zu schwach).

Wenn Du Dich fuer Europa interessierst, kannst Du es mit 1,5 von Tier 1 oder 2 aus schaffen. Viel Erfolg.
makro3
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Anmeldungsdatum: 01.10.2007
Beiträge: 951

BeitragVerfasst am: 29 Mai 2011 - 16:28:47    Titel:

In allen Fächern ist es so, dass die meisten Menschen nicht promovieren um wissenschaftliche Höchstleistungen zu vollbringen. Deswegen ist das wissenschaftliche Niveau der durchschnittlichen Promotion jämmerlich, bzw viele Dissertationen würde ich überhaupt nicht als wissenschaftliche Arbeit bezeichnen (Guttenberg ...). Entsprechend ist der Dr. Titel nichts mehr wert.

Ein PhD Program ist schon etwas anderes, aber die meisten Menschen verstehen den Unterschied nicht.

Wer den Dr. aus Reputationsgründen macht, dem sei gesagt, dass sich das mal garnicht lohnt, aus finanziellen Gründen eigentlich auch nicht.

Ich kann das nur Menschen empfehlen, die die wissenschagtliche Karriere anstreben, da ist die Konkurrenz in Deutschland aber mittlerweile so brutal, dass ich mir auch das dreimal überlegen würde.
Hank_Moody
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Anmeldungsdatum: 12.04.2009
Beiträge: 369
Wohnort: Bib

BeitragVerfasst am: 29 Mai 2011 - 19:10:18    Titel:

Zitat:
Gehaltsmäßig ist es ein schlechter Deal, wenn man danach in die Privatwirtschaft geht. Prof sein ist wirklich attraktiv und dafür 5 Jahre Knochenarbeit in prekären Verhältnissen in Kauf zu nehmen kann sich lohnen, aber pormovieren (oder sogar ein PhD Program durchlaufen) ist finanziell ein Desaster, wenn man danach in die Privatwirtschaft geht.

Und wie gesagt, Dr. zu sein steht in Deutschland ja nicht für wissenschaftliche Qualifikation, so wie die Titel hier vergeben werden.

PhD Program ist vom Renomee und Anspruch her natürlich etwas völlig anderes, aber außerhalb des Elfenbeinturms und einiger Zentralbanken kennt man den Unterschied zwischen PhD Program und traditionellem Dr nicht wirklich.


Was Du betreibst nennt man "über den Kamm scheren" und ist wirklicher Schwachsinn.

1. Gehaltsmäßig kann sich eine Promotion durchaus lohnen, da sie immer noch oft Türöffner für bestimmte Positionen ist und für manche Spezialistenjobs sogar Grundvoraussetzung. Natürlich gibt es keinerlei Garantie dafür.

2. Die prekären Verhältnisse und die nicht gewürdigte Knochenarbeit kommt meist erst während der Habil oder Juniorprofessur. Das ist aber ein anderes Thema.

3. Die ganzen Dr.-Titel-Skandale beziehen sich ausnahmslos auf Jura, Medizin oder Geisteswissenschaften. Die meisten Fälle waren externe Promovierende bei häufig ziemlich alten Profs, die vll zum Schluss ihrer Karriere weniger genau hinschauen. Auf Schwindel-Dissertationen in naturwissenschaftlichen Fächern, die ein ganz anderes Promotionsverfahren haben wie die genannten Fächer, wird man sicher viel viel seltener treffen und bei bekannten Professoren, die in der community einen guten Ruf haben noch seltener.

4. Phd und Dr. sind c.p. auf völlig dem selben Level! Bei PhDs in USA kommt es rein auf die Uni an, ob das Programm weltweit spitzenklasse ist oder ein drittklassiger akademischer Murks ist. Auch muss man zwischen UK und US PhD unterscheiden. In UK gibt es auch sowohl top als auch Müll Programme. Bei einer Gesamtdauer von Studienbeginn bis Promotionsende von 7 Jahren (ohne Verzögerungen) sollte klar sein, dass im Durchschnitt dort nicht so viel dabei heraus kommen kann wie in Dtl wo man für das Diplom gute 6 Jahre gebraucht hat und dann nochmal 4-5 Jahre für den Dr. rer. nat. . Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass ein PhD von einer schlechten US/UK Uni bei einem Noname Prof nur auf dem Niveau eines dt. Diploms/MSc liegt.


Natürlich gibt es in Dtl auch viele Promotionen in BWL (und sicher auch VWL) deren wissenschaftliches Niveau fragwürdig ist - generell jedoch solche Sprüche zu reissen ist ziemlich schwach. Nur weil Deine Meinung von den aktuellen dt. Medien eingefärbt ist solltest Du trotzdem nicht anderen Usern falsche Illusionen vermitteln.
makro3
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Anmeldungsdatum: 01.10.2007
Beiträge: 951

BeitragVerfasst am: 30 Mai 2011 - 15:59:18    Titel:

Es liegt daran, dass in Deutschland jeder Depp promoviert wird. Selbst an vermeintlich exzellenten Unis halten sich Professoren Dutzende von teilweise völlig unqualifizierten Doktoranden, die ihren Titel letztlich nur für das Zusammenstellen von Datensätzen bekommen. Das könnte jeder Hiwi, der kostet aber ...
makro3
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Anmeldungsdatum: 01.10.2007
Beiträge: 951

BeitragVerfasst am: 30 Mai 2011 - 16:09:21    Titel:

Hank_Moody hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Gehaltsmäßig ist es ein schlechter Deal, wenn man danach in die Privatwirtschaft geht. Prof sein ist wirklich attraktiv und dafür 5 Jahre Knochenarbeit in prekären Verhältnissen in Kauf zu nehmen kann sich lohnen, aber pormovieren (oder sogar ein PhD Program durchlaufen) ist finanziell ein Desaster, wenn man danach in die Privatwirtschaft geht.

Und wie gesagt, Dr. zu sein steht in Deutschland ja nicht für wissenschaftliche Qualifikation, so wie die Titel hier vergeben werden.

PhD Program ist vom Renomee und Anspruch her natürlich etwas völlig anderes, aber außerhalb des Elfenbeinturms und einiger Zentralbanken kennt man den Unterschied zwischen PhD Program und traditionellem Dr nicht wirklich.


Was Du betreibst nennt man "über den Kamm scheren" und ist wirklicher Schwachsinn.

1. Gehaltsmäßig kann sich eine Promotion durchaus lohnen, da sie immer noch oft Türöffner für bestimmte Positionen ist und für manche Spezialistenjobs sogar Grundvoraussetzung. Natürlich gibt es keinerlei Garantie dafür.

2. Die prekären Verhältnisse und die nicht gewürdigte Knochenarbeit kommt meist erst während der Habil oder Juniorprofessur. Das ist aber ein anderes Thema.

3. Die ganzen Dr.-Titel-Skandale beziehen sich ausnahmslos auf Jura, Medizin oder Geisteswissenschaften. Die meisten Fälle waren externe Promovierende bei häufig ziemlich alten Profs, die vll zum Schluss ihrer Karriere weniger genau hinschauen. Auf Schwindel-Dissertationen in naturwissenschaftlichen Fächern, die ein ganz anderes Promotionsverfahren haben wie die genannten Fächer, wird man sicher viel viel seltener treffen und bei bekannten Professoren, die in der community einen guten Ruf haben noch seltener.

4. Phd und Dr. sind c.p. auf völlig dem selben Level! Bei PhDs in USA kommt es rein auf die Uni an, ob das Programm weltweit spitzenklasse ist oder ein drittklassiger akademischer Murks ist. Auch muss man zwischen UK und US PhD unterscheiden. In UK gibt es auch sowohl top als auch Müll Programme. Bei einer Gesamtdauer von Studienbeginn bis Promotionsende von 7 Jahren (ohne Verzögerungen) sollte klar sein, dass im Durchschnitt dort nicht so viel dabei heraus kommen kann wie in Dtl wo man für das Diplom gute 6 Jahre gebraucht hat und dann nochmal 4-5 Jahre für den Dr. rer. nat. . Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass ein PhD von einer schlechten US/UK Uni bei einem Noname Prof nur auf dem Niveau eines dt. Diploms/MSc liegt.


Natürlich gibt es in Dtl auch viele Promotionen in BWL (und sicher auch VWL) deren wissenschaftliches Niveau fragwürdig ist - generell jedoch solche Sprüche zu reissen ist ziemlich schwach. Nur weil Deine Meinung von den aktuellen dt. Medien eingefärbt ist solltest Du trotzdem nicht anderen Usern falsche Illusionen vermitteln.


Du hast keine Ahnung von vorne bis hinten.

zu 1.) Welche (privatwirtschaftlichen) Spezialistenjobs meinst du ?

zu 2.) Ein Stipendium oder eine halbe Stelle bedeuten so um die 1000€, in Frankfurt, München oder Hamburg ist das prekär!

zu 3.) Ich würde sagen mindesten die Hälfte aller Promotionen haben keinerlei wissenschaftlichen Wert, vielleicht sind es auch 3 von 4 oder 5 von 6. Warum soll man sich auch die Mühe machen, wenn man nicht wissenschaftlich tätig sein will und Niveau in der Diss nicht verlangt wird ?

zu 4.) völliger Kwark. Ein ordentliches PhD Program garantiert eine wissenschaftliche Ausbildung auf voller Breite, viele Dr. in D haben hingegen nie mehr gemacht, als einen einzigen Datensatz bis zur Erschöpfung zu quälen.
libre-penseur
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Anmeldungsdatum: 22.05.2011
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2011 - 15:57:21    Titel:

--

Zuletzt bearbeitet von libre-penseur am 28 Jan 2014 - 00:18:33, insgesamt einmal bearbeitet
libre-penseur
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Anmeldungsdatum: 22.05.2011
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2011 - 20:01:39    Titel:

--


Zuletzt bearbeitet von libre-penseur am 28 Jan 2014 - 00:21:06, insgesamt einmal bearbeitet
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