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PhD in Economics
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bigbpy
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Anmeldungsdatum: 04.10.2009
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 05 Okt 2009 - 03:30:32    Titel:

@don_farzado_de_la_noche
In dieser Tieraufstellung kommen einige Unis in Deutschland nicht vor. Beispielsweise meine Uni Tuebingen.

Wie realistisch darf man sich das vorstellen?

Aus dem letzten Jahr haben einige auch von dort in "1st" und "2nd" tier Prromotionsprogrammen (international) begonnen.

Beispielsweise: Chicago, LSE, EUI oder U of Washington.

Ein Prof hat dies fuer seine Diplomarbeitskandidaten beispielsweise veroeffentlicht:
http://www.wiwi.uni-tuebingen.de/cms/lehrstuhl-homepages/chair-in-international-economics/teaching/theses/diploma-theses/selected-diploma-theses.html

Inwieweit wuerde es Sinn machen erstmal einen Master an einer international sichtbareren Uni zu machen oder einen MRes?

@DerSeppel1234
Ohne Zweifel haette ich wohl auch u.a. diese Unis genannt (bis auf CORE?). Aber ich bin mir unsicher, auf welchen Gebieten diese besonders stark sind (?).
don_farzado_de_la_noche
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Anmeldungsdatum: 27.02.2007
Beiträge: 933

BeitragVerfasst am: 05 Okt 2009 - 03:37:14    Titel:

Chicago ist nicht Tier 1 in den USA -- Top-Fakultaet, aber deren PhD-Programm ist nicht in den Top 10 (schwaches Placement, schlechte Betreuung). Dementsprechend kommt man da auch von "schwaecheren" Unis wie beispielsweise Koeln unter. Leichter reality check: Alle, die dort im PhD-Programm landen, hatten kein alternatives Angebot aus den Top 10 oder 15 (ich kenne die Uni aus eigener Erfahrung sehr gut). Wie gehabt, nicht Tier 1.

Moechte Dich nicht demotivieren, sondern Dir eine realistische Perspektive aufzeigen. Ich kam selbst von einer scheiss Fakultaet (WHU) und wusste nicht, wie ich mich in den USA etablieren koennte. Damals habe ich viele Signale ueberinterpretiert, z.B. wenn es darum ging, wer meine letters of recommendation schreiben wuerde. Aehnlich scheint es Dir zu ergehen -- die Placement-Liste Deines Professors ist nicht beeindruckend, ehrlich nicht. Ueberbewerte das Ganze daher nicht. Ich habe viel Erfahrung mit anderen Top-10-PhD-Kandidaten aus Deutschland, und es kommt niemand aus Tuebingen. Das ist Deine realistische Perspektive.

Das mit der LSE wusste ich (und ich kenne den Kollegen aus Tuebingen, ich habe selbst dort studiert) -- aber es ist eher die Ausnahme. Washington ist absolut nicht auf dem Radar, insofern keine Ahnung, inwiefern das eine Rolle spielt. Gibt zig Unis in Europa, die Washington dominieren.

Mit Tuebingen und 1,5 faellt USA (Top 20) flach, denke ich. LSE eher auch (es sei denn, 1,5 = Jahrgangsbester, was ich anzweifele). In Deutschland wirst Du solide ankommen, auch wenn Bonn einen ziemlich krassen bias hat und tendenziell viele eigene Absolventen aufnimmt.

ad Master: Koennte eine gute Idee sein, z.B. LSE MSc oder UPF MSc. Du musst dann aber zwei Jahre warten, i.e. Dich mit den Noten des Master-Programms bewerben! Ohne Noten ist der Master fast wertlos fuer Deine PhD-Bewerbung.

By the way, MRes = 1st year PhD, und somit gilt MRes != MSc, gell Smile
bigbpy
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Anmeldungsdatum: 04.10.2009
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 05 Okt 2009 - 04:57:11    Titel:

Vielen Dank fuer die schnelle Antwort!

Aber selbst die US Top 30 Unis duerften sich weltweit noch unter den sehr guten Unis befinden was den Forschungsoutput angeht - deutschlandweit koennten da vieleicht noch "deine Tier 1" Unis mithalten - in Europa sicherlich noch die ein oder andere mehr. Das muesste man auch beruecksichtigen.

Wie schaut es denn so in Europa aus?
don_farzado_de_la_noche
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Anmeldungsdatum: 27.02.2007
Beiträge: 933

BeitragVerfasst am: 05 Okt 2009 - 05:46:04    Titel:

Ich denke, in Oxford wirst Du locker ueber MPhil im DPhil unterkommen. Der MPhil dient ausserdem als moegliches Sprungbrett in die USA (kannst ihn als normalen Master verkaufen, auch wenn er eigtl. das Kursprogramm der Doktoranden in Oxford darstellt), falls Du dort sehr gute Noten im ersten Jahr holen solltest. Ich denke, das waere eine gute Moeglichkeit fuer Dich.

ad Top-Unis in Europa:

LSE: applied micro, econometrics, international/trade
UCL: applied micro (structural form), labor, experimental economics
UPF: macro, game theory, experimental economics
Toulouse: IO, game theory
Bonn: game theory, experimental economics, mathematical economics, micro theory (general)
Mannheim: empirical macro
CORE: micro theory (I guess)
Oxford: IO, time series econometrics
LBS: finance
INSEAD: macro, international/trade
Paris School of Economics: no idea, aber soll ganz gut sein (mittlerweile).
kilgeffen
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Anmeldungsdatum: 04.06.2009
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 05 Okt 2009 - 12:21:25    Titel:

don_farzado_de_la_noche hat folgendes geschrieben:
Die US-Unis schauen sich nur Bewerber bestimmter deutscher Fakultaeten an, diese sind in zwei tiers aufgeteilt:

Tier 1: Bonn und Mannheim
Tier 2: LMU Muenchen, HU Berlin, Frankfurt.

Tier 1 wird noch mal unterteilt in Bonner und Mannheimer, die ein Jahr im PhD-Austausch mit Berkeley/Yale waren oder nicht.

Wenn Du in die Top 10 willst (USA), musst Du mindestens zu Tier 1 gehoeren (Noten korrelieren mit dem Auslandsaufenthalt -- aber 1,5 ist definitiv zu schwach).

Wenn Du Dich fuer Europa interessierst, kannst Du es mit 1,5 von Tier 1 oder 2 aus schaffen. Viel Erfolg.


Wo würdest du denn da Tilburg hinstecken?
Interessiert mich nur, weil anscheinend is der Output ja nicht schlecht, jedoch wird die Uni wenns um Top5/10 in Europa geht nur relativ selten genannt.

Grüße
don_farzado_de_la_noche
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Anmeldungsdatum: 27.02.2007
Beiträge: 933

BeitragVerfasst am: 05 Okt 2009 - 16:25:49    Titel:

Tilburg hatte ich voellig vergessen! Ist definitiv in den Top 10 in Europa, und zwar nach LSE, UCL, UPF, Toulouse und Oxford.

Tilburgs Spezialgebiete: game theory, econometrics, experimental economics.

Auch nicht zu vergessen: Maastricht hat eine sehr gute Truppe sowohl in labor economics als auch in game theory und experimental economics.
soadersts
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Anmeldungsdatum: 08.07.2007
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 06 Okt 2009 - 21:42:14    Titel:

Hi,

hast Du ne Idee wie das jetzt in Bachelorzeiten aussieht? Also zB Bachelor Mannheim in VWL und da unter den allerbesten des Jahrgangs - ist das schon ne Perspektive für ein Top-Programm in den USA oder muss man da eher noch einen Master vorher machen?

Danke Dir schonmal!
Tarrytown
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Anmeldungsdatum: 26.08.2009
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 06 Okt 2009 - 21:54:16    Titel:

Wow, echt gute Antworten hier! (Wobei es mich brennend interessiert, wo Don Farzado gerade forscht/ in welchem Programm er ist...)
Allerdings würde ich noch hinzufügen, dass für die Promotion an sich der/die Betreuer in meinen Augen ziemlich wichtig ist/sind. Auch in einem weniger rennomierten Programm /Uni gibt es gerade in D echt gute Leute, die auch exzellent publizieren.
Nicht erwähnt worden ist bisher der GRE, wenn ich das beim flüchtigen Lesen richtig gesehen habe. Den solltest du schon ganz gut (sprich 800 im quant. Teil) machen, ist aber machbar.
Und nicht entmutigen lassen, das deutsche Diplom ist gar nicht schlecht!
soadersts
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Anmeldungsdatum: 08.07.2007
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 06 Okt 2009 - 22:15:26    Titel:

Hm, was hieße das? Einen Master in Deutschland - also Mannheim oder Bonn - bzw. in Europa (LSE wenns klappt und man sichs leisten könnte= Wink ) davorschieben und sich dann in den US bewerben?
don_farzado_de_la_noche
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Anmeldungsdatum: 27.02.2007
Beiträge: 933

BeitragVerfasst am: 06 Okt 2009 - 22:17:28    Titel:

Ohne Master laeuft nichts. Wenn Du top in Mannheim warst, wirst Du ja locker an der LSE unterkommen. Dann bewirbst Du Dich von dort aus.

ad deutsches Diplom: Wie gehabt, wenn es nicht von Bonn oder Mannheim ist, hat man in den USA dicke Probleme (Randfaelle: HU Berlin, LMU, viell. noch Frankfurt). Das hat nichts mit Entmutigen von Bewerbern zu tun, nur mit Realismus. Ich habe die Regeln ja nicht aufgestellt (und wuerde sie auch nicht so aufstellen -- aus offensichtlichen Gruenden, ich habe nie in Deutschland VWL studiert und war an einer praxisorientierten BWL-Fakultaet).
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