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Kann Erziehung als soziale Interaktion und Kommunikation...?
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Kida@17
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Anmeldungsdatum: 10.11.2007
Beiträge: 264
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 17 Okt 2009 - 13:40:35    Titel: Kann Erziehung als soziale Interaktion und Kommunikation...?

Kann Erziehung als soziale Interaktion und Kommunikation definiert werden?


Was sind d ie Konsequenzen für das Verhalten des Erziehers aus den Erkenntnissen über die Auswirkung von Lob bw. Belohnung und Strafe ergeben. Beispiele wären auch sehr gut...
tr--ix
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Anmeldungsdatum: 08.10.2009
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 17 Okt 2009 - 14:51:39    Titel:

hallo Kida@17,
eine solche definition ist meiner meinung nach zu weit gefasst. natürlich ist erziehung eine interaktion. unter sie fallen nicht nur die erziehung, sondern auch viele sportarten, sex, dressur und und und. dein vorschlag definiert was erziehung auch ist, nicht was nur erziehung ist.
enger, wenn auch ein wenig komisch formuliert, wäre zum beispiel so eine definition:
erziehung sind soziale (,das sind auf andere individuen bezogenene) handlungen, welche die absicht verfolgen solche lernprozesse anzuregen, die die persönlichkeit fördern und/oder sich entwicken lassen.

grüße
Erzkind
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Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 889
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 17 Okt 2009 - 19:43:58    Titel:

Zitat:
Kann Erziehung als soziale Interaktion und Kommunikation definiert werden?


Ja und Nein *g*
Ja, weil Kommunikation eine Form von sozialer Interaktion ist, vielleicht sogar die häufigste, und weil Erziehung größtenteils über Kommunikation statt findet.
Nein, zum einen weil diese Definition nicht den Kern von Erziehung trifft und zum anderen weil Erziehung nicht nur über diese Vorgänge statt findet.

In nem Pädagogik- oder Psychologie-Forum wirst du sicher eine bessere Antwort darauf finden als hier. Im Kern ist Erziehung die intentionale Beeinflussung der Entwicklung eines Menschen, das heißt: Wer erzieht verfolgt dabei eine zwar mehr oder weniger bewusste, aber immer bestimmte Absicht. Wie jemand erzieht hängt also davon ab, worauf hin er erziehen will und wie er glaubt dies erreichen zu können. Du brachtest schon das Stichwort "Lob und Strafe", was man in etwa auch als operantes Konditionieren bzw. operante Konditionierung bezeichnen könnte.

Als Beispiel für Erziehung, die nicht durch Interaktion statt findet sei hier Selbsterziehung angebracht. Nach Rogers hat jeder Mensch ein Bild davon wie er ist (Real-Selbst) und davon wie er sein möchte (Ideal-Selbst). Um die Differenz zwischen diesen zu verringern (also tatsächlich verringern, nicht verzerren oder verleugnen) kann man nun aus diesem Ideal konkrete Handlungsweisen ableiten (nach dem Motto: Was würde mein Ideal-Selbst tun?) und versuchen sich diese anzueignen. Hier hat man dann also eine intentionale Beeinflussung der Entwicklung des eigenen Selbst, ganz ohne die Interaktion mit anderen Menschen.

Ich hoffe, das konnte deine Frage so in etwa beantworten. Viele liebe Grüße,
Alex
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