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Krenz meldet sich zurück
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hbr
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Anmeldungsdatum: 03.03.2006
Beiträge: 1859

BeitragVerfasst am: 28 Okt 2009 - 19:24:57    Titel:

Egal ob faschistische Diktatur oder die kommunistischen Regierungen im Ostblock und der Sowjetunion: Beides waren Verbrecherregime, die Andersdenkende unterdrückt und ermordet haben. Daher hätte man gegen die DDR - Führung durchaus auch einen Sonderprozess machen müssen. Dumerweise wurden die Kommunisten ja nie besiegt, sondern sind weggebröckelt. Und leider wird der Kommunismus bei vielen linken Heuchlern bis heute verherrlicht.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11820
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 29 Okt 2009 - 19:29:58    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Lob oder einen Orden haben Krenz und Konsorten tatsächlich nicht verdient. Auf der anderen Seite hat er allerdings absolut Recht. Er und sein Apparat hätten die Wiedervereinigung in einem blutigen Gemetzel ersticken können...

Das das nicht geschehen ist, obwohl es problemlos möglich gewesen wäre, ist ganz sachlich anzuerkennen...

Auch den Grenzposten kommt natürlich eine besondere Rolle zu, haben sie doch allesamt die Nerven behalten in einer äußerst angespannten Situation. Auch das ist vollkommen wertfrei anzuerkennen...

Es entbindet natürlich Niemanden von seiner Verantwortung an den davor im SED-Staat begangenen Verbrechen und moralisch fragwürdigen Tätigkeiten...

Ohne das Stillhalten bzw. die Kooperation der DDR-Staatsorgane wäre die friedliche Wiedervereinigung jedenfalls unmöglich gewesen...


Deine rechtskonservative Verblendung ist nicht mehr gesund, mein neuschwansteinischer Märchenprinz...


Also gern noch mal, da Du bisher reichlich resistent gegen Argumente zu sein scheinst.

diejenigen, die sich heute mit Krenz in Nostalgie üben sind nicht diejenigen, die damals aus eigenen Zweifel dem System gegenüber die Waffe im Holster ließen, es sind nicht diejenigen, die aufgrund millionenfacher Proteste gegen das System Zweifel an der Rechtschaffenheit ihres Dienstes bekamen.

Diejenigen die sich heute mit Krenz zusammensetzen sind die die damals wohl eher aus Feigheit denn aus Überzeugung nicht schossen. Jetzt 20 Jahre später trauen sie sich wieder aus ihren Löchern und möchten ihre eigene Rolle aufpolieren.

Gem. Deiner Argumentation müßten wir heute auch anerkennend den SS Leuten gegenüberstehen, die nicht vom Wachturm aus die KZ Insassen erschossen sondern aus Angst vor den Russen flohen. Ich denke mal so weit möchtest Du wohl nicht gehen.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11820
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 30 Okt 2009 - 08:24:07    Titel:

und noch eine kommt aus ihrem Loch gekrochen....

Zusammen mit "Freunden" feiert sie den 60. Jahrestag der DDR.

http://www.welt.de/fernsehen/article5024563/Die-Mauer-im-Kopf-von-Margot-Honecker.html
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11820
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 12 Aug 2011 - 06:39:16    Titel:

So üben sich die Täter in Geschichtsklitterung, ob sie es für sich selbst brauchen um dem eigenen Leben wenigstens ein wenig die Sinnlosigkeit zu nehmen oder weil man wirklich davon überzeugt ist spielt keine große Rolle.

http://www.taz.de/Linkspartei-zur-DDR-Geschichte/!76111/.html

Wer sich allerdings zum Jahrestag des Mauerbaus so aufstellt muß sich nicht wundern, wenn der Verfassungsschutz diese Extremistenpartei weiterhin beobachtet.

Auch wenn es wieder weitgehend von den Medien ignoriert wird, man stelle sich vor, zum Gedenktag des Holocausts würden sich Altnazis versammeln um uns zu erklären wie alternativlos dieser Kampf gegen das Weltjudentum doch gewesen sei.


Zuletzt bearbeitet von koenig_ludwig73 am 12 Aug 2011 - 08:13:04, insgesamt 4-mal bearbeitet
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 12 Aug 2011 - 06:48:42    Titel:

Ähm, dass aus wirtschaftlichen Gründen es für die DDR notwendig war den Verlust insbesondere an fähigen Arbeitskräften durch die offene Grenze in Berlin zu stoppen, ist relativ weit anerkannt.

Der Mauerbau war DIE Bankrotterklärung dafür das anziehendere und erfolgreichere System im Wettstreit der beiden deutschen Staaten zu sein. Denn wäre man der Staat mit den besseren Lebensbedingungen gewesen, hätte es einen Zustrom und keinen "Wanderungs"verlust gegeben...


Cyrix
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11820
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 12 Aug 2011 - 08:10:18    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Ähm, dass aus wirtschaftlichen Gründen es für die DDR notwendig war den Verlust insbesondere an fähigen Arbeitskräften durch die offene Grenze in Berlin zu stoppen, ist relativ weit anerkannt.

Der Mauerbau war DIE Bankrotterklärung dafür das anziehendere und erfolgreichere System im Wettstreit der beiden deutschen Staaten zu sein. Denn wäre man der Staat mit den besseren Lebensbedingungen gewesen, hätte es einen Zustrom und keinen "Wanderungs"verlust gegeben...


Cyrix


Klar, wobei auch das verwischt, dass es neben wirtschaftlichen auch politische Flüchtlinge gab.

Aber das hier sind keine wirtschaftlichen Gründe, sondern die die man den eingesperrten Bürgern jahrelang vorkaute. Dabei wurde von der Mauer aus ja nicht nach Westen sondern nach Osten gezielt.

>>Dagegen müsse man "aus der Sicht der Deutschen Demokratischen Republik die Gründe für die Grenzsicherungsmaßnahmen am 13. August 1961 darlegen". Keßler redet druckreife Sätze, so wie sie bis 1990 im ND standen: endlose Substantivierungsketten und formelhafte Passivkonstruktionen. Streletz sagt, dass man 1961 gegen "Spione und frühere SS-Leute in Westberlin grenzschützende Maßnahmen ergreifen musste".<<
Delao
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Anmeldungsdatum: 28.07.2011
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 12 Aug 2011 - 14:08:22    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Diejenigen die sich heute mit Krenz zusammensetzen sind die die damals wohl eher aus Feigheit denn aus Überzeugung nicht schossen.

Irgendwie kann man sich das immer zurechtbiegen, damit es ins Schema des Schwarz-Weiss Denkens passt.
Die Mächtigen von damals haben doch mit dem Zulassen der Wende ihren eigenen Untergang zugelassen, sie haben doch zugelassen, dass sie ihre Macht verlieren.
Feige wäre es gewesen, die Demonstranten niederschiessen zu lassen, um sich seine bequeme Welt zu erhalten.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11820
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 12 Aug 2011 - 14:48:58    Titel:

Delao hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Diejenigen die sich heute mit Krenz zusammensetzen sind die die damals wohl eher aus Feigheit denn aus Überzeugung nicht schossen.

Irgendwie kann man sich das immer zurechtbiegen, damit es ins Schema des Schwarz-Weiss Denkens passt.
Die Mächtigen von damals haben doch mit dem Zulassen der Wende ihren eigenen Untergang zugelassen, sie haben doch zugelassen, dass sie ihre Macht verlieren.
Feige wäre es gewesen, die Demonstranten niederschiessen zu lassen, um sich seine bequeme Welt zu erhalten.


Nein, da die damals Mächtigen, heutige Linkspartei, bis zum Herbst 1989 keinerlei Skrupel hatten ihre bequeme Welt durch Gewalt zu erhalten. Das war nicht mehr möglich angesichts mio von Menschen die ihnen sagten was sie vom Sozialismus halten. Das es in der DDR Führung nicht nur Überzeugungstäter sondern auch viele Mitläufer gab ist klar, wer sich aber heute noch zum Selbstbetrug versammelt um seine perversen Geschichtsverfälschungen zu verbreiten gehört zu den Überzeugungstätern. Das die Linkspartei solchen Verbrechern heute noch eine politische Heimat bietet zeigt das auch sie gern eine andere Geschichte hätte als die die sie heute verfälschen möchte.
DrStupid
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Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 335

BeitragVerfasst am: 12 Aug 2011 - 18:50:40    Titel:

Delao hat folgendes geschrieben:
Feige wäre es gewesen, die Demonstranten niederschiessen zu lassen, um sich seine bequeme Welt zu erhalten.


Ganz im Gegenteil. Das wäre tödlicher Leichtsinn gewesen. Die NVA bestand im Wesentlichen aus Wehrpflichtigen und die kann man nicht so einfach auf die eigene Bevölkerung hetzen. Spätestens nachdem die in Leipzig eingesetzen Kampfgruppen nicht wie befohlen gegen die Demonstranten vorgingen, sondern ihre Uniformen ausgezogen und mit demonstriert haben, musste in Berlin jedem klar gewesen sein, dass man sich auch auf das Militär nicht mehr verlassen kann. Wären auch Soldaten übergelaufen dann hätte man es nicht mehr nur mit friedlichen Demonstranten, sondern mit bewaffneten Militärs zu tun gehabt. Das Ergebnis wäre zuminest ein Bürgerkrieg gewesen, aber auch eine internationale Eskalation war möglich gewesen, weil die Militärs auf der anderen Seite der Mauer bereits in Alarmbereitschaft waren. Deshalb wurden die bereits mobilisierten Armeeeinheiten wieder zurückgepfiffen und die Waffen bis zum endgültigen Ende der DDR weggeschlossen.

Dass die Wende nicht zu einem Blutbad ausgeartet ist, verdanken wir also nicht dem Mut und der Selbstlosigkeit der DDR-Führung, sondern in erster Linie der Tatsache, dass die NVA keine Berufsarmee war. Deshalb bin ich über die Entscheidung, die Wehrpflicht in der BRD abzuschaffen alles andere als glücklich. Wenn ich mir dazu noch ansehe, welche Bestrebungen es im Bereich der inneren Sicherheit gibt (großer Lauschangriff, Vorratsdatenspeicherung, Internetsperren usw. usf.) dann kommt es mir so vor, als wolle hier irgend jemand mit Gewalt eine Diktatur errichten. Sollte hier ein totalitäres Regime ans Ruder kommen, dann würde es bereits jetzt alle Instrumente vorfinden, die es zur Sicherung seiner Macht benötigt und es wird immer schlimmer. Deshalb sollte man nicht nur auf die Vergangenheit zurückblicken, sondern auch mal auf die Gegenwart achten.
Hausmann
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Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 2959

BeitragVerfasst am: 12 Aug 2011 - 21:46:56    Titel:

Viele haben damals mit Staunen den beinahe lautlosen Kollaps dieses Apparates erlebt. Nicht nur das Militär, auch die SED selber unterlag aufgrund der Zusammensetzung (ca. 2,3 Mio erwachsene Mitglieder bei einer Bevölkerung von rund 16 Mio; man rechne das mal auf Familien um) einer galoppierenden Erosion. Seit '86 konnte man 'Gorbi nichts mehr entgegensetzen; die Betrügereien der Mai-Wahl verspielten jeden Restkredit.
DrStupid hat folgendes geschrieben:
Deshalb sollte man nicht nur auf die Vergangenheit zurückblicken, sondern auch mal auf die Gegenwart achten.

Genau meine Meinung!
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