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Umfrage an Examenskandidaten - Freischuss ja oder nein?
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Umfrage an Examenskandidaten - Freischuss ja oder nein?
 
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Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2009 - 22:03:53    Titel:

Marina85 hat folgendes geschrieben:
Ja, aber meint ihr wirklich, man kann sich danach wirklich so locker wieder aufraffen? Rhyeira, wie war es denn bei dir, weil du ja meintest, du hast den Verbesserungsversuch gemacht? Man ist doch sicher schon erstmal "durch" nach dem ersten Durchgang, oder?

Ich denke, das ist individuell sehr verschieden... ich kann mir gut vorstellen, dass manche nach einem Durchgang erstmal keine Lust mehr haben und sich nur schwer aufraffen können, sich das Ganze nochmal anzutun, aber ich muss auch sagen, dass es bei mir selbst eigentlich überhaupt nicht so war.
Ich hatte meine Mündliche des Freischusses im Juli und habe gleich zwei Monate später (im September) wieder in den Klausuren des Verbesserungsversuches gesessen... allerdings hatte ich auch ein Freischuss-Ergebnis, mit dem ich hätte leben können, und bin daher eher mit einer "Ach, was soll's, ich versuch's einfach nochmal, und wenn's nicht besser wird, ist es auch nicht weiter schlimm"-Einstellung an den Verbesserungsversuch herangegangen.
Klar, wirklich Lust, mir das Ganze nochmal anzutun, hatte ich auch nicht (wer hätte das schon), aber ich finde, gerade in einem Fach wie Jura, wo die Examensnoten in solch hohem Maße die späteren Berufsmöglichkeiten bestimmen, ist der nochmalige Klausurstress ein kleiner Preis für eine möglicherweise bessere Note.

Es kann zwar natürlich auch frustrierend sein, wenn man im Verbesserungsversuch schlechter ist als im Freischuss, aber solange irgendeine Chance besteht, dass man sich verbessert, würde ich es immer versuchen. In meiner letzten Mündlichen war z.B. ein Mädchen, das sich von einem mittleren Ausreichend im Freischuss auf ein zweistelliges VB verbessert hat - das ändert natürlich die beruflichen Perspektiven völlig.
MarenK
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Anmeldungsdatum: 12.07.2006
Beiträge: 222

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2009 - 22:06:07    Titel:

Krawallbiene hat folgendes geschrieben:

wenn man durchfällt macht dies dann beim Freischuss auch nichts. Man kann es als "Lerneffekt" ansehen und dann noch mal den regulären ersten Versuch schreiben. Fällst du beim Normalversuch durch, bleibt nur noch der letzte Versuch übrig und wie da der Druck sein wird den man hat- na da brauchen wir nicht drüber reden.

Meiner Meinung nach sollte man, wenn man die Möglichkeit hat, den Freischuss wahrnehmen. Man hat ja nichts zu verlieren...


Gibt halt immer 2 Seiten der Medaille und ich kenne auch 2 Leute die andere Erfahrungen gemacht haben.
Fällt man beim Normalversuch durch hat man immer noch einen Versuch: klar ist der Druck dann größer, aber mehr als maximal 2x schreiben tut man sich doch auch nicht an. Bzw. anders ausgedrückt: wenn man es davor 2x nicht geschafft hat wird irgendwas an einem selbst nicht so vorbereitet sein als dass es dann im dritten Anlauf plötzlich (vor allem gut) klappt. Ich tendiere dazu den richtigen Versuch wahrzunehmen, wenn der gar nichts wird kann man nochmal schreiben. Sollte der Freischuss gerade so bestanden sein muss es einem auch nicht mehr bringen dass man dann kurze Zeit darauf im nä Termin plötzlich 9 Punkte schreibt. Dann hat man zwar 2x geschrieben aber halt ein knapp bestanden. Da schreib ich lieber einmal "komplett" vorbereitet und wenn man dann durchfallen sollte schreibt man komplett nochmal. Wer dann wieder durchfällt und es nichtmal mit 4 Punkten besteht: für den wäre es auch sehr unwahrscheinlich, in einem 3 Versuch überhaupt zu bestehen, von dem Stress und der Demotivation bei 2 durchgefallenen Versuchen ganz zu schweigen.

Zu verlieren hat man auch einiges: wenn man den Freischuss schreibt sich vornimmt kurz darauf wieder zu schreiben geht viel Zeit drauf...es wird einige Zeit dauern eh man wieder lernt. Keiner kann mir sagen dass er direkt nach dem Examen wieder auf volle Power lernt. Dann das Gefühl, wenn die Klausuren gut gelaufen sind, das es doch vllt. gereicht hat (Gefahr das man halbherziger lernt) und das größte Problem:
wenn das Examen schlecht läuft oder man es gar nicht besteht...das zieht einen ungemein runter. Da kann mir niemand sagen, dass er es als Übung abhakt und munter weiter lernt...das baut auch einen immensen Druck auf wenn man kurz darauf "richtig" Examen schreiben will und dann kurz zuvor im Freischuss durchfällt! Das demotiviert doch total. Selbst wenn man sich sagt "war ja nur Freischuss" so ist es auch ne klare Aussage und mir kann keiner sagen, dass er dann kein flaues Gefühl im Magen hat. Immerhin hat man auch bis zum Freischuss schon einige Zeit ge-reppt und geht nicht mit der Erwartung ran durchzufallen.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
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BeitragVerfasst am: 05 Nov 2009 - 22:07:04    Titel:

Bei mir wäre es dann aber so: Ende September Mündliche, Ende Oktober Verbesserungsversuch... Schon krass, oder?
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2009 - 22:39:38    Titel:

Wie gesagt, bei mir waren es knapp zwei Monate zwischen Mündlicher und Klausuren des Verbesserungsversuchs, nochmal gesondert gelernt habe ich auch nicht... ich habe mich aber letztlich trotzdem um eine Notenstufe verbessert.

Es hätte sicherlich auch genauso gut andersherum kommen können, keine Frage... aber aus meiner Sicht ist auch ein Gutteil Glück und Tagesform dabei, so dass eine Verbesserung auch ohne nochmaliges Lernen immer möglich ist.
Und zu verlieren hat man ja nichts außer ein bißchen Zeit.
Krawallbiene
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Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beiträge: 5181

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2009 - 23:00:23    Titel:

MarenK hat folgendes geschrieben:

Zu verlieren hat man auch einiges: wenn man den Freischuss schreibt sich vornimmt kurz darauf wieder zu schreiben geht viel Zeit drauf...es wird einige Zeit dauern eh man wieder lernt. Keiner kann mir sagen dass er direkt nach dem Examen wieder auf volle Power lernt. Dann das Gefühl, wenn die Klausuren gut gelaufen sind, das es doch vllt. gereicht hat (Gefahr das man halbherziger lernt) und das größte Problem:
wenn das Examen schlecht läuft oder man es gar nicht besteht...das zieht einen ungemein runter. Da kann mir niemand sagen, dass er es als Übung abhakt und munter weiter lernt...das baut auch einen immensen Druck auf wenn man kurz darauf "richtig" Examen schreiben will und dann kurz zuvor im Freischuss durchfällt! Das demotiviert doch total. Selbst wenn man sich sagt "war ja nur Freischuss" so ist es auch ne klare Aussage und mir kann keiner sagen, dass er dann kein flaues Gefühl im Magen hat. Immerhin hat man auch bis zum Freischuss schon einige Zeit ge-reppt und geht nicht mit der Erwartung ran durchzufallen.


Nun das ist wohl ne Frage der Einstellung. Ich weiß, dass ich jetzt den Freischuss noch nicht bestehen werde. Wenn es doch so kommen sollte, dann wäre das schon verdammtes Glück. Ich sehe es wirklich als Lerneffekt an. Ich werde sicherlich direkt nachm Examen weiter lernen, weil ich davon ausgehe das ich noch mal ran muss. Wie gesagt ich fühle mich überhaupt nicht gut vorbereitet. Klar wird es, wenn die Gewissheit dann da ist, nicht ganz an mir vorbei gehen. Aber wenn ich das nächste Mal schreibe bin ich noch besser vorbereitet.
Marina85
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BeitragVerfasst am: 06 Nov 2009 - 07:35:21    Titel:

Was heißt, es geht beim Freischuss Zeit drauf... Das Klausurenschreiben ist doch das größte Lernen überhaupt... Wenn ich im April schreibe, lerne ich danach ab irgendwann für die Mündliche (wir haben über 3 Monate bis zur Notenbekanntgabe) und danach ist ja sofort wieder die nächste Schriftliche (Mündliche September, Schriftliche Oktober). Und es ist ja nicht so, dass man in ein paar Monaten alles wieder neu lernen muss. Es geht dann ja hauptsächlich ums Wiederholen.
Außerdem ist es in Niedersachsen, meine ich mich zu erinnern, so, dass man auch nach dem Normalversuch nochmal verbessern kann. In Berlin kann man das nicht. Ich fände es ne Katastrophe, wenn ich im Normalversuch dann 6 P. habe und damit leben müsste. Beim Freiversuch würde ich lockerer rangehen, wenn ich weiß, ich hab noch ne Chance... Das ist bei mir auch ein Aspekt...
Und wie Rhyeira schon sagte... Glück und Tagesform...
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
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BeitragVerfasst am: 06 Nov 2009 - 07:44:23    Titel:

Hinzu kommt, dass es bis April jetzt noch 5 Monate sind...
MarenK
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Anmeldungsdatum: 12.07.2006
Beiträge: 222

BeitragVerfasst am: 07 Nov 2009 - 11:08:48    Titel:

Marina85 hat folgendes geschrieben:
Es geht dann ja hauptsächlich ums Wiederholen.
Außerdem ist es in Niedersachsen, meine ich mich zu erinnern, so, dass man auch nach dem Normalversuch nochmal verbessern kann. In Berlin kann man das nicht. Ich fände es ne Katastrophe, wenn ich im Normalversuch dann 6 P. habe und damit leben müsste. Beim Freiversuch würde ich lockerer rangehen, wenn ich weiß, ich hab noch ne Chance... Das ist bei mir auch ein Aspekt...
Und wie Rhyeira schon sagte... Glück und Tagesform...


Glück und Tagesform stimme ich voll zu.

Wenn du dir mal Statistiken anschaust, wie sehr sich Leute wirklich verbessert haben die nochmal das Examen geschrieben habe: wenig bis überhaupt nicht! Die Luft ist raus, besonders wenn man es schonmal bestanden hat. Ich würde die Zeit nicht unterschätzen. Wir können hier ein "Probeexamen" (von der Uni angeboten) schreiben: da lernst du halt dann logischerweise 2 Wochen nicht (weil du ja das Probeexamen schreibst), danach bist du auch erstmal erschlagen und k.o. Da gehen dir so gesehen schon 3 Wochen Lernzeit verloren, die ich - wenn vor mir der letzte Versuch wäre - ich nicht dafür ausgeben wollen würde. Dann lieber normale 5-stündige Klausuren.

Wenn du den Freiversuch eh nur als "naja, dann hab ichs ja vllt immerhin schon nutzt": angenommen du bestehst mit 4 Punkten. Wer garantiert dir das dann - gerade weil Lern/Übungszeit verloren gegangen ist - im "richtigen" Versuch nicht auch nur 5 oder 6 Punkte schreibst? Ob du dann den Freiversuch geschrieben hast oder peng. Letztlich hast du ja eh die Vermutung dass der Freiversuch wenn dann eh kein prickelndes Notenergebnis bringt. Du würdest ja nur darauf aufbauen wollen, aber gehst nicht von aus im Freiversuch schon ein für dich zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen. Würdest du - wenn du weißt du hast bisher 4 Punkte im Freiversuch geschrieben - wirklich lockerer an das (nicht mehr weit entfernte) Examen rangehen wenn du mit 6 Punkten nicht zufrieden bist und weißt dass du bisher bei 4 Punkten bist und diese zwar auch hast aber mehr auch nicht??? M.E. ist der Druck dann noch größer wenn man sieht es hat "nur" 4 Punkte gereicht und sehr kurz darauf soll man nochmal schreiben? Ich würde die Psyche wirklich nicht unterschätzen.

Ich würde daher nur zum Freiversuch raten wenn man ihn auch als "richtigen" Versuch wahrnimmt. Andererseits sehe ich persönlich ihn einfach als "hindernd" an. Nicht zu letzt wegen der o.g. Gefahr total demotiviert vom Ergebnis zu sein etc.
Aber letztlich ist das natürlich alles subjektiv und du musst wissen was für dich am besten passt und mit was du am besten klarkommst. Jeder ist da verschieden und es können hier verschiedene Meinungen zustande komme - die für oder dagegen sprechen - aber letztlich kennt keiner dich so gut wie du dich selbst und auch wie es weitergehen soll.

Marina85 hat folgendes geschrieben:
Hinzu kommt, dass es bis April jetzt noch 5 Monate sind...

In denen du wieviele 5 stündige Klausuren bisher schon geschrieben hast? 5 Monate sind nicht wenig aber auch nicht immens viel. Zum reinen wiederholen mehr als ausreichend, aber sehr wenig wenn der Rep-Stoff noch nichtmal einmal komplett durchgenommen wurde.
Schwuppdiwupp ist in 7 Wochen schon Weihnachten vorbei(!), Feiertage, Neujahr, Januar 2010. Gerade am Jahresende rast die Zeit umso schneller und die Lernzeit wird durch die Feiertage etc auch unterbrochen - was ja auch verständlich ist.

PS: In anderen Bundesländern ist es übrigens üblich teils bis zu 5 Monate auf seine Ergebnisse zu warten - Berlin mit über 3 Monaten bis zur Bekanntgabe ist da doch mit am Schnellsten in ganz Deutschland!!! Schneller geht's m.E. nun wirklich nicht.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
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BeitragVerfasst am: 07 Nov 2009 - 11:21:15    Titel:

Danke für deine Meinung dazu nochmals Smile, aber ich werde einfach mal schauen, wie ich mich im Januar fühle und wenn ich denke, bestehen zu können (werde mal sehen, wie die Probeklausuren jetzt laufen), werde ich vielleicht auch schreiben. Denn ich sehe das ähnlich wie Rhyeira... Und ich kenne einige, die sich verbessert haben in der Wiederholung...

Jedenfalls danke für alle Meinungen!
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
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BeitragVerfasst am: 07 Nov 2009 - 11:22:15    Titel:

MarenK hat folgendes geschrieben:

PS: In anderen Bundesländern ist es übrigens üblich teils bis zu 5 Monate auf seine Ergebnisse zu warten - Berlin mit über 3 Monaten bis zur Bekanntgabe ist da doch mit am Schnellsten in ganz Deutschland!!! Schneller geht's m.E. nun wirklich nicht.


In Ba-Wü sind's, glaube ich, nur 2 Monate oder gut 2 Monate.
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