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Kruzifix Urteil des Europäischen Gerichtshofs
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Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
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BeitragVerfasst am: 13 Nov 2009 - 19:27:15    Titel:

nAim hat folgendes geschrieben:
Filzstift hat folgendes geschrieben:
@nAim und HigherConsciousness

Es bleibt euch überlassen, weiter zu ignorieren, zu verleugnen, zu glauben, zu hoffen und zu wünschen.

Die demographische Entwicklung der Zukunft wird einige Gruppen in der Bevölkerung überproportional wachsen lassen.

Diese werden unser Land nach ihren Vorstellungen verändern wollen.
Ob das dann immer noch in eurem Sinne sein wird, werden wir sehen. Wink

Ein Blick auf unsere Nachbarländer kann dabei nicht schaden.
Das dümmlichste ist, zu behaupten: geht mich nichts an - interessiert mich nicht.

Dänemark, und die Niederlande sind schon aufgrund ihrer geringen Bevölkerungszahl und Fläche auf die Wahrung ihrer nationalen Identität und Sprache bedacht, sonst geht die unter.
Die im Vergleich zu unserem Land größere Liberalität und Freizügigkeit ist jetzt schon an ihrer Grenzen gestoßen, da sie schonungslos durch die Einwanderer ausgenutzt wurde. Folge: Rechtspopulistische Parteien haben dort Aufwind.


Und was wäre dein Vorschlag um diesen Problem entgegen zu wirken?


Der Wille der Einwandernden zur Integration ist die Grundvoraussetzung um bestehende Strukturen in einem bestehenden Staatsgebilde zu erhalten.
Ist der Wille nicht vorhanden oder wird durch eine Religion blockiert, führt das unweigerlich zu Spannungen und letztendlich zu Konflikten, sollte die autochone Bevölkerung an der Kontinuität ihrer Lebensweise und Werte festhalten.
Daher muss konsequent dafür gesorgt werden, dass Integrationsunwillige gar nicht erst einwandern, bzw. das offen Integrationsunwillige die schon hier sind, das Land wieder zu verlassen haben.
Alles andere führt letztendlich entweder zur feindlichen Übernahme oder offenen Konflikten.
Confused

Wer die Entwicklungen in Großbritannien verfolgt kann den wachsenden Einfluss des Islam aufs dortige öffentliche Leben mitverfolgen.
Die Lage gestaltet sich etwas anders, weil der Großteil der Einwanderer aus Staaten des Commonwealth einwandern und somit schon quasi britische Staatsbürger sind.

Zitat:
Trotz fehlender offizieller Anerkennung hat der Islam in Großbritannien mehr erreicht als in den meisten europäischen Staaten. Ursache dafür ist das dezentrale System, das von dem Nebeneinander von Gemeinschaften geprägt ist. Die wenigen nationalen Gesetze des Parlaments lassen die Fragen des Alltags offen. Diese werden auf lokaler Ebene unter Berücksichtigung des Gewohnheitsrechtes gelöst. Die kommunalen Behörden haben weitgehende Befugnisse in Fragen der Bildung, der Wohlfahrt, der Wirtschaft, der Gesundheit und des Städtebaus. Die Muslime haben sich auf lokaler Ebene in Vereinen, überwiegend in Moscheevereinen (circa 500 in den achtziger und 900 in den neunziger Jahren), organisiert. Sie konnten schon vor 1980 viele ihrer Anliegen in zahlreichen Kommunen und Städten durchsetzen, wie islamische Friedhöfe und Bestattungen. Die Moscheen gehören seit 1947 zum Stadtbild. Selbst die islamische Eheschließung wird offiziell anerkannt, wenn ein Staatsbeamter ihr beiwohnt.

In den achtziger Jahren beteiligte sich die zweite Generation der muslimischen Einwanderer an der Politik und forderte die Anerkennung einer islamischen Identität. Angehörige dieser Generation versuchten offen politischen Druck auszuüben.[11] Diese Entwicklung fiel mit dem Aufkommen des Islamismus nach 1979 zusammen. Schon 1984 wurde eine Charta veröffentlicht, die im Familienrecht die Einführung der Scharia verlangte.[12] Mit der Rushdie-Affäre 1989 wurden die Muslime politisiert, und das Bewusstsein einer gemeinsamen islamischen Identität wuchs. Es war die Rede von einer "multireligiösen" Gesellschaft.[13] Die öffentlich geäußerten, extrem antiwestlichen Gefühle der Muslime, ihre Begrüßung der Fetwa von Ajatolah Khomeini, die den Mord an Salman Rushdie verlangte, führte zu einer kommunitaristischen Polarisierung, die mit der Einberufung eines "islamischen Parlaments" von einer Gruppe von Muslimen als Gegenstück zum britischen Parlament einen Höhepunkt erreichte. Das "Parlament" beabsichtigte eine islamische kommunitaristische Enklave auf britischem Boden zu bilden, Integration und Assimilation zu bekämpfen und auf lange Sicht die Nichtmuslime zu bekehren.[14] Der Rassismus breitete sich auf beiden Seiten aus. Die Haltung der Muslime im Golfkrieg von 1991 ließ die Briten an ihrer Loyalität zweifeln. Der Multikulturalismus, der eigentlich eine Chance für die Integration sein sollte, wurde wegen seines essentialistischen kommunitaristischen Charakters zu einem Haupthindernis. Er stärkte den Separatismus.[15] Mit der Verschärfung der Migrations- und Ausländergesetze näherte sich Großbritannien dem "europäischen Standard" an.
http://www1.bpb.de/publikationen/K4PW7Y,1,0,Reaktionen_auf_muslimische_Zuwanderung_in_Europa.html
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
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BeitragVerfasst am: 13 Nov 2009 - 19:36:43    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Kurze Frage: Was hat der Islam mit einem Verbot von Symbolen für bestimmte Organisationen in einem Bereich, welcher besonders der Neutralität verpflichtet ist, zu tun?

Cyrix


Wüsste ich auch gern, aber
XmisterDx bringts halt immer wieder ins Spiel

Zitat:
Soso. Jemand der kein Problem mit Gerichten ohne Schweinefleisch, Frauenbadetagen und einem Gebetsraum in der Schule, dafür aber mit Kruzifixen in Klassenzimmern und prügelnden Glatzköpfen hat, spielt also radikalen Fanatikern in die Hände
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24252

BeitragVerfasst am: 13 Nov 2009 - 19:37:33    Titel:

Mal davon abgesehen, dass ich die Diskussion, Filzstift, die du hier führst, nicht im Zusammenhang mit dem Threadtitel stehen sehe:

Was ist das Problem, wenn in einer Gesellschaft, in der verstärkt Muslime leben, sich auch ihr Einfluss entsprechend erhöht? Das nennt man gesellschaftliche Teilhabe...


Cyrix
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 13 Nov 2009 - 19:39:59    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Mal davon abgesehen, dass ich die Diskussion, Filzstift, die du hier führst, nicht im Zusammenhang mit dem Threadtitel stehen sehe:

Was ist das Problem, wenn in einer Gesellschaft, in der verstärkt Muslime leben, sich auch ihr Einfluss entsprechend erhöht? Das nennt man gesellschaftliche Teilhabe...


Cyrix


Würdest du die Forcierung gesellschaftlichen Rückschrittes als gesellschaftliche Teilhabe bezeichnen? Confused
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24252

BeitragVerfasst am: 13 Nov 2009 - 19:41:14    Titel:

Definiere "Rückschritt".


Cyrix
windhose
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Anmeldungsdatum: 14.10.2009
Beiträge: 884

BeitragVerfasst am: 13 Nov 2009 - 19:51:46    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:

Was ist das Problem, wenn in einer Gesellschaft, in der verstärkt Muslime leben, sich auch ihr Einfluss entsprechend erhöht? Das nennt man gesellschaftliche Teilhabe...

Oder Verdrängung?

Es geht hier nicht darum, dass jemand an etwas Bestehendem "teilhaben" möchte. Es geht um die Entfernung/Abschaffung eines Teils des hier bereits Bestehendem.....
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2134

BeitragVerfasst am: 13 Nov 2009 - 19:55:34    Titel:

Filzstift hat folgendes geschrieben:


Der Wille der Einwandernden zur Integration ist die Grundvoraussetzung um bestehende Strukturen in einem bestehenden Staatsgebilde zu erhalten.
Ist der Wille nicht vorhanden oder wird durch eine Religion blockiert, führt das unweigerlich zu Spannungen und letztendlich zu Konflikten, sollte die autochone Bevölkerung an der Kontinuität ihrer Lebensweise und Werte festhalten.
Daher muss konsequent dafür gesorgt werden, dass Integrationsunwillige gar nicht erst einwandern, bzw. das offen Integrationsunwillige die schon hier sind, das Land wieder zu verlassen haben.
Alles andere führt letztendlich entweder zur feindlichen Übernahme oder offenen Konflikten.
Confused

Wer die Entwicklungen in Großbritannien verfolgt kann den wachsenden Einfluss des Islam aufs dortige öffentliche Leben mitverfolgen.
Die Lage gestaltet sich etwas anders, weil der Großteil der Einwanderer aus Staaten des Commonwealth einwandern und somit schon quasi britische Staatsbürger sind.



Tja und hier ist dein Denkfehler, viele dieser Integrationsunwilligen besitzen die Deutsche Staatsangehörigkeit. Ausserdem definierst du es als Integrationsunwillig, wenn die Leute ihre Religion nicht aufgeben wollen.

Das viele die deutsche Sprache nicht beherrschen und keinen Job finden, ist weniger ein Integrationsproblem als ein Unterschichtenproblem. Das gleiche hat man auch bei Deutschen. Solange die Beschäftigungsverhältnisse bei uns so sind, wie sie sind, wird sich daran nichts ändern. Die Leute haben doch kaum eine Perspektive. Aufstieg heißt für diese Leute, die Arbeit für scheiß Löhne in Atypischen Beschaftigungsverhältnissen. Man muss sich nicht wundern warum die Leute da lieber Hartz IV beziehen.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24252

BeitragVerfasst am: 13 Nov 2009 - 19:56:49    Titel:

Und selbst wenn? Die Gesellschaft verändert sich eben.

Ich sehe nicht, dass es ein "Anrecht" darauf gäbe, dass die Kultur eines Teils der Bevölkerung wichtiger sei als die eines anderen...

Auf Deutschland übertragen: Müssen wir uns dann entscheiden, ob wir alle in Dirndl/Lederhose herumlaufen müssen, weil das bayrisches Brauchtum ist, oder verrückt und seltsam ausschauend, alles abknutschen, was über den Weg läuft, weil dies der Kölner Fastnachtsanhänger für seine Kultur hält?



Cyrix
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2134

BeitragVerfasst am: 13 Nov 2009 - 19:58:10    Titel:

windhose hat folgendes geschrieben:
cyrix42 hat folgendes geschrieben:

Was ist das Problem, wenn in einer Gesellschaft, in der verstärkt Muslime leben, sich auch ihr Einfluss entsprechend erhöht? Das nennt man gesellschaftliche Teilhabe...

Oder Verdrängung?

Es geht hier nicht darum, dass jemand an etwas Bestehendem "teilhaben" möchte. Es geht um die Entfernung/Abschaffung eines Teils des hier bereits Bestehendem.....


Und welche negativen Auswirkungen hat die Tatsache, dass jetzt keine Kreuze mehr in den Schulden hängen?
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 13 Nov 2009 - 19:58:41    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Definiere "Rückschritt".


Cyrix


Beispiele:
Diskussionen über die Grundlagen der Gleichberechtigung und das Rollenverständnis von Mann und Frau /Jungen und Mädchen, sowie die Rolle der Religion im öffentlichen Leben gehörten bei uns der Vergangenheit an, sind in unserer säkulären Gesellschaft geklärt.
Sie werden durch die Islamauslegung einiger immer stärker hier bei uns agierender religiöser Gruppen auch heute noch immer wieder in Frage gestellt, bzw. bewusst missachtet.

Die Einwanderung bildungsferner und integrationsresistenter Menschen, zieht unser Schulsystem nach unten.
Schon 2005 stellte die FAZ fest:

Zitat:
Sozialer Sprengstoff in den Strukturunterschieden

Zu lernen wäre vor allem, daß es eine fixe Idee ist, eigentlich müßten alle aufs Gymnasium. Die von der Bildungspolitik wie von vielen Arbeitgebern betriebene Abwertung aller Zertifikate diesseits des Abiturs ist gesellschaftlich fatal. Nicht selten, so Pisa-Forscher Manfred Prenzel, stehe Gymnasium nur drauf, sei Gymnasium aber gar nicht drin. Es komme auf die einzelnen Schulen an und weniger auf die Schulformen. Die besten zehn Prozent der Realschüler in guten Ländern wären in fast allen schlechten Ländern gymnasialer Durchschnitt. Und gerade in Bayern, Sachsen, Thüringen hängt die mathematische Denkfähigkeit besonders wenig von der sozialen Herkunft ab.

Der eigentliche soziale Sprengstoff aber liegt nicht in den Strukturunterschieden. Er liegt in Bremen, Hamburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen - und vermutlich ist es keine Übertreibung zu sagen, daß er im Bildungsniveau bestimmter, dort stark vertretener Migrantengruppen liegt. Fast ein Drittel aller Bremer und mehr als ein Viertel aller Hamburger und nordrhein-westfälischen Fünfzehnjährigen kann kaum lesen. Mathematisches Denken: derselbe Befund.

Die Hälfte der in Deutschland geborenen türkischen Jugendlichen kommt in beidem nicht über jene „Kompetenzstufe 1“ hinaus, die ein Minimum intellektueller Orientierungsfähigkeit markiert. Berücksichtigt man die Größe dieser Gruppe sowie den Befund, daß der Familienhintergrund den Schulerfolg stark prägt, tritt nicht nur anläßlich ihrer, sondern viel mehr noch im Blick auf ihre Kinder ein gesellschaftspolitisches Problem ersten Ranges hervor. Noch wagt es kein Politiker auszusprechen: daß die Erziehung dieser Kinder nicht länger ihren Eltern und ihren Milieus überlassen werden darf. Es gibt, mit anderen Worten, genug an ernsten Tatsachen. Man muß sie nicht aus Sensationsverbreitungslust erfinden.

Text: F.A.Z., 04.11.2005, Nr. 257 / Seite 37
Confused

Dagegen ist die Frage, ob ein Kreuz/Kruzifix über der Klassenzimmertür hängen darf, eigentlich lächerlich.
Für einen Großteil der atheistisch oder nur noch traditionel christlichen Schüler nur ein Stück Dekoration. Wink
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