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Einen komplexen Text zusammenfassen
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fightsduo
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Anmeldungsdatum: 19.04.2008
Beiträge: 160

BeitragVerfasst am: 08 Nov 2009 - 09:47:32    Titel: Einen komplexen Text zusammenfassen

Hallo, also ich hab eine Zusammenfassung geschrieben. Ich würde gerne eure Meinung dazu hören. Wie findet ihr die Zusammenfassung?

Orginaltext:
Schleiermacher hat die grundfrage, um die es in der pädagogik geht, in die wohl überzeugendste form gebracht und sie damit zugleich auch anschlussfähig gemacht an den von der antike her kommenden traditionszusammenhang: "Was will denn eigentlich die ältere Generation von der jüngeren? Wie wird die tätigkeit dem zweck, wie das reslultat der tätigkeit entsprechen?" in das gebiet der theoretischen pädagogik fällt in der folge alles, was als antwort auf diese frage gelten kann. Die frage ist in verschiedener Hinsicht bemerkenswert:
1.Pädagogische Theorie beginnt damit, dass die frage, was die ätere generation eigentlich wolle, überhaupt gestellt und eine auslegung und kritischer prüfung der zunächst "mechanisch" ausgeübten erziehungstätigkeit verlangt wird. Der anstoß zur frage kann von gleicher art sein wie jener, der uns-hermeneutisch- die frage nach dem sinn von etwas gesagtem oder geschehenen stellen läßt: der vollzug des hörens oder lesens gerät plötzlich ins stocken, weil wir auf etwas unverständliches und sinnwidriges stoßen. Eine solche "reflexive Verstörung", wie sie jder krise der erziehung darstellt- und die umstellung von der privaten auf die öffentliche erziehung war das große historische beispiel einer solchen krise-verlangt ein sichbewußtmachen dessen, was man eigentlich tut in der erziehung und warum man es tut. Denn, um ein modernes zitat noch einmal abzuwandeln. Wer nciht weiß, wohin er will, darf sich incht wundern, wenn er anderswo ankommt.
2.Erziehung als verhältnis der älteren generation zur jüngeren zu sehen, wirt der üblichen verengung der erziehungswirklichkeit auf ein individualistisches erzieher-zögling-verhältnis entgegen. Was aus der jüngeren generation wird, ist eine frage, welche die ältere generation als ganze betrifft und darum als gemeinsam zu regelnde angelegenheiten aller anzusehen ist. Inbegriff gemeinsam zu regelnder angelegenheiten alle ist jedoch nicht anderes als-politik. Erziehung hat darum auch schon unmittelbar mit politik zu tun, weil letzlich alle erziehung auf ermöglichung der politik abzielt und in ihr ein ende findet: ddenn die einwirkung der älteren generation auf die jüngere verliert in dem maße an bedeutung, "in welchem nicht bloß die ältere auf die jüngere, sondern beide miteinander wirken zu einen ziel... und wird am ende gleich null." der ort dieses gemeinsamen wirkens ist der staat, der nach schleiermacher, ebenso wie der erziehung, einer theorie bedarf "welche ergibt, wie jenes ziel zu erreichen sei, dass der saat beim wechsel der generationen fortbestehe und sie in seiner gesamttätikeit steigere". "beide theorien, die pädagogik und die politik", greifen darum " auf das vollständigste ineinander ein". Dass entscheidungen über erziehung politischer natur sind, impliziert freilich noch keinesweges eine vorentscheidung über die – ohnehin nur im blick auf die historischen gegebenheiten zu beantworten- staatspädagogische streitfrage
, wie weit und bis zu welchem ausmaß der staat selber die erziehung zu betreiben hat und wie weit die häusliche erziehung gehen darf.
3.die wendung, "was die ältere generation mit der jüngeren wolle", könnte den eindruck erwecken, es gehe in der pädagogik bloß darum, faktische willensbekundung zu erfragen und zu explizieren. Die frage ist jedoch von schleiermacher normativ gemeint. Es geht um das, was durch die erziehung bewirkt werden soll, aber dies ist eine ethische frage, die sich nicht empirisch, nicht aus der erfahrung beantworten läßt, sondern, nach schleiermachers wortgebrauch, nur "spekulativ", "da die frage, wie der mensch erzogen werden soll, nicht anders als aus der idee des guten beantworten werden kann". "je vollkommener die sittliche einsicht ist, je mehr der idee des guten entsprechend: des vollkommener wird auch die theorie der erziehung.
Was aber ist diese idee des guten ? Schleiermacher lässt diesen begriff formelhaft leer: der begriff dient ihm einzig dazu, den systematischen ort der pädagogik genauer zu bestimmen; denn "die lehre von höchsten gut" ist nichts anderes als die ethik, die damit zugleich auch system der tugenden und der pflichten ist , da das "höchste gut" nur soweit gegeben ist, "als die vernunft als tugend der natur einwohnt und ... zeit und raum mit pflichtmäßigen handlungen erfüllt sind". Die pädagogik ist durch diesen ihren bezug zur idee des guten" eine rein mit der ethik zusammenhängende, aus ihr abgeleitet angewandte wissenschaft". Angewandt ist sie insofern, als die theorie der erziehung " die anwendung des spekulativen prinzips der erziehung auf gewisse gegebene faktische grundlagen"verlangt. Diese beziehen sich einerseits " auf den zustand, in welche die pädagogik den zu erziehenden findet, "andererseits auf den zustand, für welchen er zu erziehen ist".
(...)
Soweit die grundzüge der schleiermacherschen bestimmung der pädagogik. Wie weit aber ist dieser typus von wissenschaft geeignet, der zielbestimmung der pädagogik gemäß, das geschäft der erziehung theoretisch und praktisch voranzubringen?
Ihr besonderer wert liegt eher darin, dass sie die erinnerung daran wach hält, was die pädagogik einst war und weiterhin hätte sein können, bevor es die "pädagogik" genannte neuzeitliche disziplin gab. Diese pädagogik war nichts anderes als die philosophie selbst.



Meine zusammenfassung:
In dem Text Schleiermachers Versuch herausgegeben in Philosophie und Pädagogik, Darmstadt 1999 von Anton Hügli beschäftigt sich der protestantische Theologe, Philosoph und Pädagoge Schleiermacher, um die bedeutende Frage was die ältere Generation von der jüngeren will.


Am Anfang wird die Bedeutung der Pädagogischen Theorie erklärt. Der Anstoß zur Frage, was die ältere Generation von der jüngeren möchte, ist der Beginn der Pädagogik. Was macht man während der Erziehung und warum. Diese Fragen haben sowohl mit der jüngeren als auch älteren Generation zu tun. Deswegen darf Erziehung nicht als Verhältnis der älteren Generation zwischen die jüngere Generation gesehen werden. Die Erziehungsmethoden sollen auf ihre Auslegung kritisch überprüft werden. Erziehung darf nicht als Verhältnis zwischen älterer und jüngerer Generation gesehen werden, die Probleme müssen gemeinsam gelöst werden. Dabei geht es um regelnde Angelegenheiten, die auf politischer Natur basieren. Alles was mit Erziehung zu tun hat, zielt auf die politische Ermöglichung. Die ältere und jüngere Generation müssen in einem Staat gemeinsam auf der gleichen Wellenlänge zusammenarbeiten, um ein theoretisches Ziel zu erreichen. Die Theorie ist, dass es in einem Staat ein Generationenwechsel bestehen bleibt. Weiterhin geht es um die staatspädagogische Streitfrage, wie weit sich der Staat in die Erziehung und wie weit die private Erziehung geht. Die Frage was die ältere von der jüngeren Generation will, ist nach Schleiermacher als Norm gemeint. Es soll durch die Erziehung eine Wirkung erzeugt werden, die eher als Moralfrage gedacht ist und nicht nach der Erfahrung gelehrt werden kann. Dabei soll die Ethik das Fundament sein, damit bestimmte Werte und Normen in einer Erziehung vorhanden sind. Unter Ethik sind Tugenden und Pflichten gemeint, dies ist Vernunft und erfüllt eine Handlung. Dadurch entsteht eine abgeleitet Wissenschaft. Die Theorie der Erziehung beruft sich auf zwei Grundlagen: auf den Zustand der Erziehenden in der Pädagogik und auf den Zustand die zu erziehen.
Zum Schluss wird erwähnt, dass die Pädagogik damals die Philosophie war.
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