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Großbritannien baut Atomkraftwerke
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Ich 3.0
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Anmeldungsdatum: 16.06.2009
Beiträge: 673
Wohnort: Sowjet-Europa

BeitragVerfasst am: 09 Nov 2009 - 20:46:44    Titel: Großbritannien baut Atomkraftwerke

Die britische Regierung treibt den Bau neuer Atomkraftwerke voran. Von den zehn neuen Meilern wird einer vom deutschen Stromlieferanten RWE gebaut.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2009-11/atomkraft-grossbritannien
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Während die Linken behaupten sie könnten eine Industrienation mit Windmühlen versorgen, gehen die Briten einen pragmatischen Weg.

Wollen diese Leute uns wieder in die Steinzeit befördern?


Zuletzt bearbeitet von Ich 3.0 am 16 Nov 2009 - 20:14:09, insgesamt 3-mal bearbeitet
Smutje
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Anmeldungsdatum: 18.07.2008
Beiträge: 3004
Wohnort: Gießen

BeitragVerfasst am: 09 Nov 2009 - 20:53:37    Titel:

Immerhin lügen die Rechten auch -- Atomkraft als sicherste, sauberste und günstigste Stromquelle. Oder glaubst du das allen ernstes etwa auch?
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 09 Nov 2009 - 21:05:25    Titel:

Die großen 4 Energieversorgen lügen NIE, merk dir das Wink
Smutje
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Anmeldungsdatum: 18.07.2008
Beiträge: 3004
Wohnort: Gießen

BeitragVerfasst am: 09 Nov 2009 - 23:43:17    Titel:

Würde ich Verschwörungstheorien anhängen, so müsste ich morgen in der Zeitung lesen, dass ein Student beim Versuch, sich zu rasieren, sich leider die Pulsader aufgeschnitten hat. Rein zufällig natürlich, kurz nachdem bei ihm der Strom ausgefallen ist und nur, weil sein Haus in diesem Moment von einem vorbeifahrenden LKW touchiert wurde, dessen Bremsschläuche von Mardern durchgebissen wurden. Jaja.
Aremonus
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Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 213

BeitragVerfasst am: 13 Nov 2009 - 03:02:51    Titel:

In Grossbritannien, besonders an den Eliteunis dort hat sich unter einem Grossteil die Denkweise (wie auch in Schweden) herauskristallisiert:
Ok, es gibt den Klimawandel. Wir haben ein Problem. Unser Volk will aber seinen Lebensstandard nicht senken, d.h. nicht mehr Geld für Energie ausgeben o.ä.
Wir bauen also Atomkraftwerke bis wir günstige alternative Technologien haben, da sie noch das kleinere Übel als der Klimawandel sind. Ihre Auswirkungen wären selbst im Falle eines unwahrscheinlichen Gau's nicht global.

Was einem jetzt wichtiger ist, ist wohl ein Streitpunkt. Meiner persönlichen Meinung nach ist der Klimawandel eine grössere und weitaus realere Bedrohung für unseren Planeten als ein potentieller Gau und dessen Auswirkungen. Selbst der Super-Gau in Tschernobyl, wo Strahlung ausgetreten ist, hatte bloss wirklich Auswirkungen auf uns Menschen. Die Natur kam schnell wieder zurück (Pflanzen, Tiere usw.)...
Mat86
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Anmeldungsdatum: 01.12.2007
Beiträge: 1105

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2009 - 18:42:00    Titel:

Aremonus hat folgendes geschrieben:
In Grossbritannien, besonders an den Eliteunis dort hat sich unter einem Grossteil die Denkweise (wie auch in Schweden) herauskristallisiert:
Ok, es gibt den Klimawandel. Wir haben ein Problem. Unser Volk will aber seinen Lebensstandard nicht senken, d.h. nicht mehr Geld für Energie ausgeben o.ä.
Wir bauen also Atomkraftwerke bis wir günstige alternative Technologien haben, da sie noch das kleinere Übel als der Klimawandel sind. Ihre Auswirkungen wären selbst im Falle eines unwahrscheinlichen Gau's nicht global.


Genau so schauts aus!

Bei uns in Deutschland hingegen baut man jetzt schon (teilweise) Anlagen von denen man weiß das sie sich auch in 20 Jahren nicht rentieren, und gegen neue ausgetauscht werden müssen, anstatt die Milliarden für die Förderung dieser unrentablen Anlagen in die reine Forschung und den Bau von Pilotprojekten zu investieren, was volksiwrtschaftlich um einiges sinnvoller wäre.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2009 - 18:57:58    Titel:

Ja...

Nur macht es einen (kleinen?) Unterschied, ob ein Wildschwein im Wäldchen von Prypjat aufgrund der vorherrschenden Verstrahlung von Boden und Pflanzen nur 50% seiner normalen Lebenserwartung erreicht oder ob ein Mensch im Alter von 40 und eben nicht im Alter von 80 Jahren stirbt...

Leben würde sich auch nach einem weltweiten nuklearen Schlagabtausch wieder auf der Erde etabliberen. Wahrscheinlich sogar schon nach wenigen Jahren. Das würde mich allerdings nicht dazu veranlassen einen solchen Abtausch für harmlos zu halten oder ihn gar als vernünftige Option zu sehen...

Mit der Kernenergie ist das ganz ähnlich. Die Problematik der Endlagerung ist ungelöst und wird uns noch vor riesige Probleme stellen. Wer weiss schon was passiert, wenn beispielsweise die höchstradioaktive Suppe aus dem Karatschai-See in Russland über das Grundwasser in den Ob sickert?

Oder wenn die Asse in 50 Jahren absäuft und das Grundwasser der gesamten norddeutschen Tiefebene verstrahlt?

Die Gefahr von Radioaktivität außerhalb des Körpers ist relativ gering. Wenn man allerdings verseuchtes Trinkwasser zu sich nimmt, kann man beruhigt seine 10 Päckchen Kippen jeden Tag rauchen, das macht dann auch nichts mehr aus. Deswegen war auch die Warnung kurz nach dem Reaktorunglück bestimmte Pilze zu meiden, kein Scherz, sondern sehr ernst gemeint...
Mat86
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Anmeldungsdatum: 01.12.2007
Beiträge: 1105

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2009 - 19:16:10    Titel:

Zitat:
Die Problematik der Endlagerung ist ungelöst und wird uns noch vor riesige Probleme stellen.


Weißt du was ich mich immer Frage? Es wird immer so getan als müsste das Zeugs für die Ewigkeit verbuddelt werden, dabei kann man es auch in großen unterirdischen Lagerhallen für die nächsten 100-200 Jahre sicher aufbewahren (heute ist es ja vielfach sogar in Boxen im freien) und dann sobald Weltraumflüge normal und sicher sind auf welchem unbewohnbaren Planeten auch immer lagern. Question

Die meisten AKW Gegner schwärmen immer ganz euphorisch von Technologien wie Solarzellen deren wirtschaftlichkeit abzuwarten bleibt, würden am liebsten AKW und Kohlekraftwerke gleichzeitig abschalten, aber bei der Entsorgung bzw Endlagerung von Atommüll wird jeder denkbare und (wie bei den Weltraumflügen) wahrscheinliche technische Fortschritt verneint.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2009 - 19:21:45    Titel:

Wir könnten das Zeug auch schon heute einfach in die Sonne schießen. Es wird nur Niemand verantworten können oder wollen, wenn so ne Rakete in 50km Höhe explodiert und 10-20t hochradioaktives Material über die ganze Welt verteilt. Abgesehen davon, dass das wohl noch teurer wird, als eine Endlagerung auf der Erde. Ne grobe Ahnung was es kostet ein Kilogramm in den Weltraum zu schießen?

Der Unterschied besteht auch darin, dass wir Solarzellen und vor allem Windräder bereits heute mit vernünftigen Wirkungsgraden realisieren können, die interplanetare Raumfahrt allerdings noch ein Menschheitstraum ist...

Ich finde da den Ansatz der Kernkraftbefürworter meinerseits sehr interessant:
Wir produzieren heute erstmal den Müll und hoffen dann darauf, dass wir ihn in ein paar hundert Jahren mal los werden, weil wir bis dahin bestimmt magische Fähigkeiten haben werden Laughing
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2134

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2009 - 19:42:18    Titel:

Mat86 hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Die Problematik der Endlagerung ist ungelöst und wird uns noch vor riesige Probleme stellen.


Weißt du was ich mich immer Frage? Es wird immer so getan als müsste das Zeugs für die Ewigkeit verbuddelt werden, dabei kann man es auch in großen unterirdischen Lagerhallen für die nächsten 100-200 Jahre sicher aufbewahren (heute ist es ja vielfach sogar in Boxen im freien) und dann sobald Weltraumflüge normal und sicher sind auf welchem unbewohnbaren Planeten auch immer lagern. Question


In Asse haben wir es nichteinmal geschafft das Zeug für 40 Jahre richtig zu lagern und in Russland steht das Zeug in Boxen rum. Also sind wir ganz offensichtlich nicht in der Lage es für die nächsten 100-200 Jahre sicher aufzubewahren, wir lagern es schon nach 40 Jahren nicht mehr sicher. Wir haben die Methode der Kernkraftbefürworter ausprobiert und sind gescheitert.
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