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Gartenhaus weg oder kann es stehenbleiben
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ricojur25
Gast






BeitragVerfasst am: 28 Apr 2004 - 16:38:36    Titel: Gartenhaus weg oder kann es stehenbleiben

Es geht um folgenden Fall: 2000 qm großer Garten ist in 3 gleich große Abschnitte eingeteilt (optisch nicht zu sehen nur rechtlich). Das Gartenhaus steht in der Mitte zwischen dem 2. und 3. Abschnitt des Grundstücks seit 25 Jahren. Steht also auf beiden Teilen zu je 50 %. Der erste Abschnitt gehörte schon immer dem Eigentümer, wo auch sein Haus drauf steht, welcher auch Eigentümer des Gartenhauses ist, der zweite Gartenabschnitt wurde vor einem Jahr von der Gemeinde abgekauft, wofür vorher Miete bezahlt wurde und der 3.Abschnitt, welcher einem Bauern gehört, ist ne mündlich vereinbarte Pacht. Nun steht das Gartenhaus seit 25 Jahren auf dem 2. und 3. Abschnitt und auch seit einem Jahr nun zu 50 % auf dem Grundstück des Eigentümers, da ja von Gemeinde abgekauft. Kann nun der Bauer, dem man en passant einmal im Jahr ne mündlich vereinbarte Pacht gibt den Abriss oder eine Verschiebung des fest in den Boden eingearbeiteteten Gartenhauses verlangen, da es schließlich auch seit 25 Jahren zu 50 % auf seinem Grundstück steht (damals war er mit dem Bau einverstanden)? Bin für jeden Tipp dankbar.
Lord der Unterwelt
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Anmeldungsdatum: 27.04.2004
Beiträge: 17
Wohnort: Emden

BeitragVerfasst am: 28 Apr 2004 - 16:59:55    Titel:

Gibt es etwas schriftliches über die Einveständniserklärung? Und... wer ist Eigentümer des dritten Grundstücks? Teil 1 und 2 is ja klar, aber den anderen Eigentümer müsste man fragen. Der Pächter hat auf dem Grundstück nix zu sagen.

Gewohnheitsrecht lebt erst soweit ich weiß nach 30 Jahren auf...
ricojur
Gast






BeitragVerfasst am: 28 Apr 2004 - 21:00:18    Titel:

Also Teil 1 und 2 gehören nun ja dem Eigentümer und der dritte Teil hat der Eigentümer seit 25 Jahren zur Pacht. Dass 3. gehört einem Bauer, der das an den Eigentümer verpachtet. Es liegt nix schriftliches vor.
Lord der Unterwelt
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Anmeldungsdatum: 27.04.2004
Beiträge: 17
Wohnort: Emden

BeitragVerfasst am: 30 Apr 2004 - 15:23:58    Titel:

versteh ich immer noch nicht

Grundstück 1 --> Eigentümer A
Grundstück 2 --> Eigentümer A
Grundstück 3 --> wer ist Eigentümer? Der Bauer kanns nicht sein, da er das land nicht an sich selbst verpachten kann...
Gast







BeitragVerfasst am: 30 Apr 2004 - 21:07:24    Titel:

also, das versteht man doch beim ersten durchlesen... der bauer verpachtet an dem eigentümer des 1. und 2. grundstücks die 3. hälfte des gesamtgrundstücks !!!! bauer verpachtet als verpächter an A den pächter der fläche nr. 3! Idea
zur lösung des falles : verpächter kann (land)pachtvertrag kündigen..ich glaube zum schlusse eines jahres. was mit dem gartenhaus wird...naja grds. kann er entfernung verlangen. das mit der einverständniserklärung ist eine beweisfrage. immerhin kommt dem eigentümer (pächter) zugute, dass das gartenhaus seit 25 jahren dort steht. trotzdem kann ich keine eindeutige klärung treffen....bin mir zu unsicher ! ich überlege weiter und schaue in mein schlaues büchlein. Wink
Lord der Unterwelt
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Anmeldungsdatum: 27.04.2004
Beiträge: 17
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BeitragVerfasst am: 20 Mai 2004 - 16:58:28    Titel:

und, wie siehts aus???
Lord der Unterwelt
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Anmeldungsdatum: 27.04.2004
Beiträge: 17
Wohnort: Emden

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2004 - 23:49:29    Titel:

dum di dum...
miss maniac
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Anmeldungsdatum: 06.07.2004
Beiträge: 9
Wohnort: konstanz

BeitragVerfasst am: 13 Jul 2004 - 15:42:43    Titel:

nun ja, also wenn du mich gleich herausforderst.....hatte leider nicht viel zeit Crying or Very sad
ich hab aber jetzt endlich mal nachgeschaut !
m.e. müsste es sich bei dem gartenhaus um ein scheinbestandteil gemäß § 95 handeln, da es nur zu einem vorübergehenden zweck mit dem grund und boden des verpächters verbunden wurde. dies ist insoweit relevant, als dass das gartenhaus nicht zum eigentum des verpächter nach § 946 übergegangen ist. auch war kein übernahmerecht zugunsten des verpächters vereinbart worden, was zur folge hat, dass ein vorübergehender zweck auch nach 25 jahren angenommen werden kann.
der verpächter hat einen beseitigungsanspruch aus § 1004 I nach kündigung des pachtvertrages. er ist nicht zur duldung verpflichtet.

na, was meinst du ?
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