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Großbritannien baut Atomkraftwerke
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Großbritannien baut Atomkraftwerke
 
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Aremonus
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Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 213

BeitragVerfasst am: 16 Nov 2009 - 00:08:06    Titel:

Die Frage ist nunmal:
Wollen wir CO2 weiterhin in rauhen Mengen Ausstossen?
Oder wollen wir den nächsten Generationen nukleare Abfälle hinterlassen, die die Erde partiell zerstören?
Oder wollen wir unseren Lebensstandard massiv senken (durch hohe Energiekosten) und im internationalen Konkurrenzkampf untergehen, während andere Länder weiterhin frischfröhlich CO2 ausstossen?

Meiner Meinung nach sind alle drei Optionen dumm. Der einzige Grund, weswegen ich mich für Atomkraftwerke ausspreche, ist der, dass eine partielle Zerstörung unseres Planeten noch immer besser ist als eine totale durch die Klimaerwärmung.

Alternativen existieren zwar, doch keine ist ausgereift:
Windkraftwerke produzieren nicht sehr viel Strom und wenn sie produzieren, dann nur, wenn es Wind hat.
Solarzellen sind viel zu teuer, können nicht in genügenden Mengen hergestellt werden und verschmutzen die Umwelt bei der Herstellung und Entsorgung stark.
Thermische Solarkraftwerke produzieren nicht dort den Strom, wo er gebraucht wird - er müsste wo anders hin transportiert werden, was zu grossen Verlusten führt. Zudem produzieren die des Nachts keinen Strom.
Gezeitenkraftwerke können ebenfalls hauptsächlich Meeresregionen versorgen und sind noch nicht technologisch ausgereift.
Kernfusion könnte zwar dereinst sogar noch kostengünstiger sein als Kernkraft und würde auch praktisch keine Abfälle verursachen - doch das Plasma kann noch nicht gehalten werden, weswegen sie derzeit gerade etwa soviel energie Produzieren können wie sie verheizen.

Die Gesamtsituation ist nicht zufriedenstellend.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 16 Nov 2009 - 00:10:28    Titel:

Du hast es bisher in keiner Diskussion geschafft, auch nur einen einzigen technisch richtigen oder sachlich halbwegs fundierten Gedanken zu diesem Thema einzubringen Laughing

Kohlekraftwerke und erst Recht Kernkraftwerke können keine hochdynamischen Lastgänge fahren, wie sie dank Ausbaus regenerativer Energien immer mehr gebraucht werden. Das ist aufgrund der großen Zeitkonstanten, die bei der Regelung eines Dampfkreislaufes gegeben sind, absolut ausgeschlossen. Da kann dir dein Wirtschaftsschmierblättchen noch soviel erzählen, von "hochmodernen" Kohlekraftwerken. Die Thermodynamik wird auch ein BWLer nicht überlisten...

Wie soll also ein neuer Kraftwerkpark träger Kraftwerke mit einem Ausbau regenerativer Energien zusammenpassen?

Es ergibt sich die Situation:

Die Kohlekraftwerke erhalten vorrangige Einspeisung, weil sie nicht beliebig schnell drosseln können, ohne ihren Wirkungsgrad zu versauen. Dann müsste nämlich Dampf abgeblasen werden, weil man einen Kessel nicht von jetzt auf gleich in der Leistung halbieren kann. Damit führt man die regenerativen Energien ad absurdum, wenn sie nicht einspeisen dürfen, sobald viel Wind weht. Anders gehts nicht, denn sonst entstehen tatsächlich Stromlücken...

Gaskraftwerke haben diese Probleme hingegen nicht. Da sie ihre Energie direkt aus der Verbrennung beziehen und keinen Umweg über einen Dampfkreislauf machen, liegen die Zeitkonstanten im Sekundenbereich. Man kann also relativ schnell regeln und besitzt mit Druckluftspeichern obendrein eine wirksame Speichermöglichkeit für Überproduktionszeiten. Kannst ja mal googlen, warum ein Druckluftspeicher in Verbindung mit einer Gasturbine Sinn macht, bzw. wie das zusammenhängt...

Ich würde dir empfehlen zumindest die grundlegendsten Grundlagen nachzulesen, wenn du über Energieversorgung diskutieren möchtest...
Lord Ace
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Anmeldungsdatum: 22.04.2008
Beiträge: 292
Wohnort: Bayreuth

BeitragVerfasst am: 16 Nov 2009 - 00:19:04    Titel:

kleine Frage:
wie viel Gas gibt es denn noch?
bzw. was machen wir wenn das Gas alle ist?

oder befürwortest du Gaskraftwerke als Übergangstechnologie?
RiseandFall
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Anmeldungsdatum: 10.10.2009
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 16 Nov 2009 - 00:28:06    Titel:

Gas gibt es schon noch genug. Zumindest deutlich mehr als Öl, was ja in den nächsten Jahrzehnten zu Neige gehen soll (wobei man das echt schon ne Weile hört).
Gleichzeitig muss man allerdings sagen, dass ja schließlich auch Uran nicht unbegrenzt vorhanden ist. Langfristig werden sich Atomkraftwerke also auch nicht durchsetzen können.

Die Zukunft liegt meiner Meinung in Fusionkraftwerken, wobei da niemand genau sagen kann wann diese endlich serienreif werden. Versuche gibt es bereits seit den 60ern....
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 16 Nov 2009 - 00:34:01    Titel:

Gas ist natürlich nur ne Übergangslösung, vollkommen klar...

Problematisch ist das nicht, den Gaskraftwerke sind relativ klein und können daher in gut in Kraft-Wärme-Kopplung eingebunden werden. Da über 50% aller Haushalte, furchtbar ineffizient, mit Gas beheizt werden, bietet sich natürlich der Umstieg auf eine Fernwärmeversorgung an...

Die Stromversorgung stellt ja ohnehin nur einen kleinen Teil der CO2-Emissionen dar. Ein großer Brocken ist auch die Heizung und schlechte Isolation unserer Gebäude...

Wer Gaskraftwerke ablehnt, weil es angeblich kein Gas mehr gibt bzw wir zu abhängig sind, sollte sich mal ernsthaft fragen, wie er es dann mit sich vereinbaren kann, dass wir Unmengen davon zum Fenster rausheizen...

Gerade vor diesem Hintergrund ist die Notwendigkeit der Kernkraftwerke, um die CO2-Ziele zu erreichen, ein absoluter Witz...


Zuletzt bearbeitet von xmisterDx am 16 Nov 2009 - 00:36:45, insgesamt einmal bearbeitet
Aremonus
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Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 213

BeitragVerfasst am: 16 Nov 2009 - 00:36:22    Titel:

@xmistDx: Sorry, ich bin Schweizer, bei uns gibt es bereits massig Wasser- und Pumpkraftwerke, welche die Problematik ausgleichen. Grundsätzlich hast du natürlich recht - reine Bandenergieerzeugung kann es nicht sein. Vielleicht sollte ich nächstes Mal meine Prämissen klarer darlegen Smile

Die Problematik, die ich ansprechen wollte, ist aber nicht die der Befriedigung von Verbrauchsspitzen, sonder die der Energieerzeugung selbst.

RiseandFall's Beitrag find' ich interessant: gibt es hier verlässliche Zahlen dazu, wie lange wir noch Atomkraftwerke betreiben können und wieviel wir mit wiederaufbereitung noch aus dem bisherigen Müll gewinnen könnten? Wie lange würde das Gas reichen, falls wir die Atomkraftwerke durch Gaskraftwerke ersetzen würden?
HigherConsciousness
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Anmeldungsdatum: 18.09.2008
Beiträge: 2986

BeitragVerfasst am: 16 Nov 2009 - 00:37:33    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Du hast es bisher in keiner Diskussion geschafft, auch nur einen einzigen technisch richtigen oder sachlich halbwegs fundierten Gedanken zu diesem Thema einzubringen Laughing

Kohlekraftwerke und erst Recht Kernkraftwerke können keine hochdynamischen Lastgänge fahren, wie sie dank Ausbaus regenerativer Energien immer mehr gebraucht werden. Das ist aufgrund der großen Zeitkonstanten, die bei der Regelung eines Dampfkreislaufes gegeben sind, absolut ausgeschlossen. Da kann dir dein Wirtschaftsschmierblättchen noch soviel erzählen, von "hochmodernen" Kohlekraftwerken. Die Thermodynamik wird auch ein BWLer nicht überlisten...

Wie soll also ein neuer Kraftwerkpark träger Kraftwerke mit einem Ausbau regenerativer Energien zusammenpassen?

Es ergibt sich die Situation:

Die Kohlekraftwerke erhalten vorrangige Einspeisung, weil sie nicht beliebig schnell drosseln können, ohne ihren Wirkungsgrad zu versauen. Dann müsste nämlich Dampf abgeblasen werden, weil man einen Kessel nicht von jetzt auf gleich in der Leistung halbieren kann. Damit führt man die regenerativen Energien ad absurdum, wenn sie nicht einspeisen dürfen, sobald viel Wind weht. Anders gehts nicht, denn sonst entstehen tatsächlich Stromlücken...

Gaskraftwerke haben diese Probleme hingegen nicht. Da sie ihre Energie direkt aus der Verbrennung beziehen und keinen Umweg über einen Dampfkreislauf machen, liegen die Zeitkonstanten im Sekundenbereich. Man kann also relativ schnell regeln und besitzt mit Druckluftspeichern obendrein eine wirksame Speichermöglichkeit für Überproduktionszeiten. Kannst ja mal googlen, warum ein Druckluftspeicher in Verbindung mit einer Gasturbine Sinn macht, bzw. wie das zusammenhängt...

Ich würde dir empfehlen zumindest die grundlegendsten Grundlagen nachzulesen, wenn du über Energieversorgung diskutieren möchtest...


Was stellst du dir eigentlich unter einem "Ausbau regenerativer Energieträger" vor? 50 %ige Deckung des Strombedarfs durch Stromeinspeisung? Rolling Eyes

Schwebten nicht 25 % bis 202x im Raum? Wie realistisch ist es bei bereits ebstehendem Ressorucenmangel sowie steigendem Hamsterverhalten von China und Industrialisierung von BRIC- sowie weiteren Dritte-Welt-Staaten? Wie realistisch ist es vor dem Hintergrund der lokalen Bürgerinitiativen, die einen Ausbau des HL-Netzes verhindern (weil sie lieber die teure Luxusversion unter der Erde wollen)? Wie viel der geplanten Offshore Windparks werden tatsächlich ans Netz gehen? Was ist mit BaWü und Bayern?

Zu glauben, dass Deutschland seinen Strombedarf ohne Grund- und Mittellastkraftwerken bedienen kann (und das auch ohne sich in weitere politische Abhängigkeit zum instabilen Ausland zu begeben), ist einfach mal dumm. Und nicht nur das: Für derlei Dummheiten wird auch kein Kapital fließen. Eher wandert es ins Ausland (was bereits zum Teil geschieht, siehe Investitionen der deutschen Energieversorger).
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 16 Nov 2009 - 00:43:11    Titel:

Nun, es spricht Niemand davon die AKWs einfach durch Gaskraftwerke zu ersetzen und das dann 100 Jahre so laufen zu lassen...

Dieser Weg kann nur durch konsequente Steigerung der Energieeffizienz, massive Verbesserung der Isolierung unseres Gebäudebestandes und Ausbau der regenerativen Energien gehen. Bis 2020 hätten die AKWs ja ohnehin noch laufen sollen, das gibt noch 10 Jahre Zeit...

Man muss sich mal überlegen, dass wir eine Reduktion des CO2 um 80%(!) bis 2050 anstreben. Das erreicht man nicht durch ein paar AKWs und "hochmoderne" Kohleschleudern...

Wenn wir Kohlegroßkraftwerke und AKWs betreiben, dann verbrauchen wir ja trotzdem noch jede Menge Erdgas Wink

HigherConfusion:

Wieder nur Blabla. Ich geh ins Bett Wink
Aremonus
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Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 213

BeitragVerfasst am: 16 Nov 2009 - 00:53:59    Titel:

Zitat:
Wieder nur Blabla. Ich geh ins Bett


Hör 'mal, so kann doch keine sinnvolle Diskussion entstehen... du solltest zumindest auf seine Fragen eingehen oder sie direkt kritisieren.

Natürlich wäre eine Erhöhung der Energieeffizienz gut, aber wir reden hier von einem globalen Thema. Daher möchte ich weiterhin wissen: wielviele Exajoule elektrizität können wir noch aus Erdgas gewinnen, wieviele aus Nuklearenergie?
HigherConsciousness
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Anmeldungsdatum: 18.09.2008
Beiträge: 2986

BeitragVerfasst am: 16 Nov 2009 - 01:29:31    Titel:

Aremonus hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Wieder nur Blabla. Ich geh ins Bett


Hör 'mal, so kann doch keine sinnvolle Diskussion entstehen... du solltest zumindest auf seine Fragen eingehen oder sie direkt kritisieren.

Natürlich wäre eine Erhöhung der Energieeffizienz gut, aber wir reden hier von einem globalen Thema. Daher möchte ich weiterhin wissen: wielviele Exajoule elektrizität können wir noch aus Erdgas gewinnen, wieviele aus Nuklearenergie?


xmisterDx freut sich einfach nur, uns das technisch Machbare präsentieren zu können. So wie z.B. Herr F. Lessing sich auch freut. Er würde gerne sämtliche Autobahnen Deutschlands mit Photovoltaik überdacht sehen (siehe Sonnenbahnen). Der Ertrag würde die Stromerzeugung des größten deutschen Kernkraftwerkes um das Sechzehnfache überschreiten. Nette Idee, aber ich denke, dass wir uns nicht weiter über sie unterhalten brauchen. Oder?
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