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SPD - Oppositions-Sozialismus
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Michael_WeCan
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
Beiträge: 718

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2009 - 11:22:06    Titel: SPD - Oppositions-Sozialismus

Jetzt, wo man die Regierungsmacht verloren hat,
verkündet uns die SPD, nun wieder zu "ihren sozialen Wurzeln" zurück kehren zu wollen.

Nur:
Wie glaubhaft ist das ?

Schließlich hat man auch bei der Einführung der Agenda 2010 und Hartz IV,
soziale Gründe genannt und "die wirtschaftliche Lage".

Klar gewinnt man als SPD keinen Wahlkampf,
wenn man der Zielgruppe "sozial" keine Glaubwürdigkeit und Herzensangelegenheit
vermitteln kann.

Doch was hat dies mit glaubhafter Politik zu tun ?

Was mit einer Politik,
welche erst die gesetzliche Grundlage für Gier und Ausbeutung schaffte ?

Sind diese alten Politik-Parolen wie "rechts" und "links"
nicht eher Ausdruck fehlender Gesamtheitlicher Ansätze,
welche gesellschaftliche Gruppen nur gegeneinander ausspielt ?
(Arbeitsgeber, Arbeitnehmer, Arbeitsplatzbesitzer, Arbeitslose,
Arme und Reiche)
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2134

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2009 - 12:11:23    Titel:

Naja welche Partei ist den im Moment schon glaubwürdig?

Auf dem Parteitag ist die SPD jetzt erstmal ein ordentliches Stück nach Links gerückt. Ob es da nicht nur bei Worten bleibt, wird keiner hier und nichtmal die SPD im Moment beantworten können, das wird sich mit der Zeit zeigen.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2009 - 13:04:34    Titel:

Die SPD hat die Wahl unter Anderem deswegen verloren, weil sie ihre Wähler nicht mobilisieren konnte und zusätzlich Wähler in alle Richtungen verloren hat. Einen guten Teil natürlich an die LINKE...

Die SPD kann sich nun entscheiden, wie man weiter vorgehen möchte...

Entweder man positioniert sich weiterhin eher rechts auf Agena-Kurs und gibt sich der Illusion hin, man könne der CDU und der FDP einen guten Teil ihrer Wählerschaft abjagen. Denn genau das muss man tun, um auf diesem Weg wieder groß zu werden. Dann findet man sich allerdings damit ab, dass die linke Wählerschaft weiterhin entweder zuhause bleibt oder endgültig nach links überlauft.
In meinen Augen ist das der falsche Weg, der auf Dauer zum Untergang der SPD führen wird...

Oder man findet positioniert sich links, nimmt Korrekturen an der Agenda und der "Neuen Mitte" vor und versucht genau die Wählerschaft zurückzuholen, die jetzt bei der Wahl zuhause geblieben ist und einen Teil wieder von den Linken zurückzuholen...

Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Man wird wieder stark und macht gleichzeitig die LINKE schwächer, um sie als Juniorpartner 2013 in eine rot-rot-grüne Regierung zu bekommen...

Auf gar keinen Fall kann und darf man sich in direkte Konkurrenz um die Wählerschaft der CDU oder gar der FDP begeben. Es wäre doch völlig absurd, wenn die SPD jetzt weiterhin im konservativen bürgerlichen Lager auf Stimmenfang geht. Da hat sie keine Chance, denn das können die Konservativen deutlich besser. Deutschland braucht eine starke politische Linke in Form der SPD...
CarlosII
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Anmeldungsdatum: 21.11.2008
Beiträge: 558

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2009 - 14:14:58    Titel:

@ xmisterdx: Ein Linksschwenk könnte genausogut dazu führen, dass die SPD Wähler aus der Mitte zur sozialdemokratisierten Union oder gar FDP wechseln und die linken SPD Wähler Richtung Linkspartei abwandern Wink
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2009 - 14:28:55    Titel:

Nun, wie gesagt. Einen erheblichen Teil der Verluste hat die SPD nicht eingefahren, weil sie Wähler an andere Lager, insbesondere CDU oder FDP, verloren hat, sondern weil die Wähler einfach zuhause geblieben sind...

Wenn sie diese Wähler wieder mobilisieren kann und darüber hinaus der Linken noch ein paar Stimmen abjagt, dann können die paar Rechten SPDler, die schon bei dieser Wahl übergelaufen sind, ruhig dort bleiben. Das wird dann nicht sonderlich stören...

Man muss sich vergegenwärtigen, dass 18 Millionen Menschen zuhause geblieben sind. Die SPD hat nur knapp 10 Millionen Stimmen erhalten. Da wird deutlich, was für ein Potenzial darin liegt, wobei ich einfach mal unterstelle, dass ein erheblicher Teil davon enttäuschte SPD-Wähler sind, die nicht hingegangen sind, weils für die SPD ohnehin keine reale Machtoption gab, außer einer GroKo...

Das mehrheitlich CDU und FDP-Wähler zuhause geblieben sind, ist jedenfalls keine sonderlich realistisch Annahme Wink

Die SPD muss im Prinzip nur einen Teil ihrer alten Wählerschaft zurückholen und schon liegt sie wieder auf CDU-Niveau. Von den 40%+x Ergebnissen früherer Wahlen können wir uns ohnehin verabschieden. Wir haben jetzt ein 5-Parteien-System und das werden wir auch behalten...
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2134

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2009 - 14:43:47    Titel:

Die CDU hat ja auch ein historisches Tief eingefahren, da sind einnige zu Hause geblieben, nur nach Links zu rücken wird der SPD allerdings nicht helfen.

Sie muss das Vertrauen der Wähler wieder gewinnen.
Sie muss den Leuten ihre Inhalte vermitteln.
Sie muss die Flügelkämpfe in den Griff bekommen.
Sie muss ihren Vorsitzenden einmal länger als 1-2 Jahre behalten.

Gibt da schon einniges zu tun, zumal die Sozialdemokratie ja nicht nur in Deutschland sondern in ganz Europa am Boden ist. Da kommt viel Arbeit auf sie zu.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2009 - 15:07:35    Titel:

Nein, dieses Bild wird ein wenig verzerrt durch die starke FDP (die erheblich im CDU-Lager gefischt hat) und die schwache CSU in Bayern...

Berücksichtigt man die starken "kleinen" Parteien, dann hat die CDU sogar ein recht gutes Ergebnis eingefahren...

Deine 4 "Rezepte" sind allerdings auch nicht viel mehr als Allgemeinplätze...
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2134

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2009 - 15:40:26    Titel:

Ich muss die SPD ja auch nicht aus dem Tief führen, aber nur dadurch, dass man nach Links rückt wird die SPD nicht wieder über die 30% kommen.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2009 - 15:49:01    Titel:

Man soll sich also lieber in der neuen Mitte demontieren lassen und den linken Flügel komplett der Linken und teilweise den Grünen überlassen? Wink

Dass es für die SPD rechts nichts zu holen gibt, hat doch gerade diese Bundestagswahl auf eindrucksvollste Art und Weise gezeigt. Die SPD, die im Bundestagswahlkampf 2009 so katastrophal verloren hat, war doch im Prinzip der Inbegriff einer Agenda-Politik, mit dem die SPD soweit nach rechts gerutscht ist, wie noch niemals zuvor. Und daraus soll man jetzt keine Lehre ziehen und weitermachen? Laughing

30% sind ohne Weiteres drin. Man muss lediglich ein paar Prozente von den Linken zurückholen und die Daheimgebliebenen an die Urnen zurückbringen. Wenn die SPD sich allerdings weiterhin nach rechts lehnt, dann kann sie sich im Prinzip mit dem heutigen Tage auflösen...
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2134

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2009 - 16:13:07    Titel:

Ich hab doch gar nicht gesagt, dass die SPD nicht nach Links rücken soll...

Nur allein dadurch, wird sie allerdings nicht über die 30% kommen, gibt da noch zwei andere Linke Parteien.
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