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Welthunger steigt an trotz enormen Welteinsatz ?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Welthunger steigt an trotz enormen Welteinsatz ?
 
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Michael_WeCan
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
Beiträge: 718

BeitragVerfasst am: 17 Nov 2009 - 00:36:51    Titel: Welthunger steigt an trotz enormen Welteinsatz ?

Es wären noch nie so viele Menschen vom Hunger bedroht gewesen.

Und das trotz enormer Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion.

Auch wird uns regelmässig von großen Konferenzen zugesichert,
nun würde man (immer) noch mehr ausgeben für die Ärmsten.

Fragen:

Frage 1:
Entspricht das den Zahlen maßgebender Organisationen,
dass der Hunger ansteigt, anstatt mit der Hilfe auch mal zu fallen ?

Frage 2:
Ist das nicht eine aggressive Welt
in der wenige schmausen wie die Vorstände,
und der Rest darf sehen wo er bleibt ?
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 17 Nov 2009 - 00:43:53    Titel:

Auf wieviel wärst du denn bereit zu verzichten, damit andere Menschen ein bißchen mehr haben? Wink
aloa5
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Anmeldungsdatum: 28.02.2007
Beiträge: 1971

BeitragVerfasst am: 17 Nov 2009 - 07:16:44    Titel:

Entscheidende Frage: was ist das für eine Dritte Welt welche es zulässt, das Diktatoren nichts zum besseren wenden?

Ich gehe einmal davon aus das es beispielsweise den Chinesen in Bezug auf Hunger und Gesundheit immer besser geht, besser als beispielsweise noch vor 30 Jahren. Wenn man sich einmal die historischen Daten des HADi ansieht: Klick, Excel-Tabelle kann man sich z.B. China ansehen (Rang 92 des HDI). Man sieht deutlich den kleinen Sprung alleine schon seit 1990/1995 wenn man sich die Kindersterblichkeit und das erreichbare Durchschnittsalter ansieht. Beim Life expectancy (welche Nahrungsversorgung recht gut widerspiegeln sollte) sieht die Reihe so aus:
China: 0,71(1990) - 0,74(1995) - 0,77(2000) - 0,79(2007)

Es hängt also im wesentlichen von den politischen Verhältnissen ab und weniger vom Wollen anderer Staaten.

Grüße
ALOA
xXDroogXx
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Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 241

BeitragVerfasst am: 17 Nov 2009 - 12:15:39    Titel:

China ist also das klassische Beispiel dafür, dass es in der Eigenverantwortlichkeit der betroffenen Nationen liegt den Hunger zu beseitigen? Sorry, aber da machst du es dir sehr leicht Aloa.

Man könnte jetzt anfangen sehr viele Beispiele aufzuzählen, die belegen, dass es auch auf andere Faktoren ankommt.
Selbst der Papst hat sich gestern gegen die Agrarsubventionen gestellt, die den Nahrungsmittelmarkt zulasten der armen Länder verzerren.

Es mussten noch nie so viele Menschen auf der Erde hungern. Und das trotz der enormen Fortschritte in der Landwirtschaft. Die Weltlandwirtschaft ist in der Lage Lebensmittel für 12 Mio Menschen zu produzieren (zur Erinnerung: wir sind nur 6,3 auf der Welt).
Trotzdem verhungern jeden Tag 24.000 Menschen und jeder sechste Mensch leidet unter chronischer Unterernährung (1 Mrd)
Da wird es doch noch erlaubt sein gewisse Dinge in Frage zu stellen und nicht immer mit "Selbst dran Schuld" zu argumentieren.
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Anmeldungsdatum: 03.05.2009
Beiträge: 714

BeitragVerfasst am: 17 Nov 2009 - 15:19:50    Titel:

aloa5 hat folgendes geschrieben:
Entscheidende Frage: was ist das für eine Dritte Welt welche es zulässt, das Diktatoren nichts zum besseren wenden?
Du vergisst, dass wir die Waffen bevorzugt an Diktatoren verkaufen. Die Frage sollte also lauten: Was ist das für eine Alte Welt, die Diktatoren dabei unterstützt, antidemokratisch zu sein? Und was sind das für armselige Menschen in der Dritten Welt, die sich nicht freiwillig foltern, erschießen und vergewaltigen lassen wollen, sondern lieber die Klappe halten?

aloa5 hat folgendes geschrieben:
Ich gehe einmal davon aus das es beispielsweise den Chinesen in Bezug auf Hunger und Gesundheit immer besser geht, besser als beispielsweise noch vor 30 Jahren.
Dann gehst du von einem Irrtum aus, aloa5. Die Zahlen der reichen Chinesen steigen ohne Zweifel, allerdings auch die Zahlen der Hungernden. Auch die chinesische Gesellschaft spaltet sich in Leute mit vollem Kühlschrank und Leute, die nicht einmal einen Kühlschrank besitzen.

Zitat:
Life expectancy (welche Nahrungsversorgung recht gut widerspiegeln sollte)
Das ist zunächst einmal ein allgemeiner Trend, aloa5. Anderenfalls könnte man zu dem Schluss gelangen, dass die Norweger 1980 (75,7 Jahre) - 2007 (80,5 Jahre) ebenfalls hunger(te)n. Und das, das sage ich aus eigener Erfahrung, ist ganz sicher nicht der Fall. Und auch die Schweden 1980 (75,7) 2007 (81,7) saufen sich nicht minder tot oder essen mehr.

Zitat:
Es hängt also im wesentlichen von den politischen Verhältnissen ab und weniger vom Wollen anderer Staaten.
Auch das ist blinde - und haltlose - Spekulation, aloa5.

Deine eigene Tabelle bescheinigt Kuba eine annähernd gleiche Lebenserwartung, wie Deutschland, USA, etc.; allerdings wissen wir vom Hörensagen, dass die politischen Verhältnisse, sagen wir, etwas different sind.

Was auch immer du da rausdeutest: Es steht so nicht drin.

Allerdings gibt es durchaus einen Punkt, der dort drin steht: Nahezu alle Staaten, die extrem niedrige Lebenserwartungen verzeichnen, werden von Diktatoren regiert. Und nahezu alle dieser Staaten kaufen Waffen in Deutschland, den USA, Frankreich und Großbritannien. Mithin halte ich die Frage "Wie würde die Lebenserwartung aussehen, wenn wir auf ein bisschen Blut-Profit verzichten?" durchaus für legitim.
Michael_WeCan
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
Beiträge: 718

BeitragVerfasst am: 19 Nov 2009 - 00:12:14    Titel: China ein sinnvoller Vergleich ?

China ist ein mächtiger Markt !
Daran kommt keiner vorbei.

China erscheint mir als Beispiel nicht sinnoll,
da es ein Selbstläufer ist.

Politische Verhältnisse sind sicherlich ein wichtiger Faktor.

Aber faire Wirtschaft ist auch bei uns eher ein Mythos.
Vieles funktioniert nach schlichter Marktmacht, gegenseitigem Wohlwollen
und den Interessen der Profiteure.

Die Abschattung der Industriestaaten,
soweit sie es nicht mit Sondermärkten wie China zu tun haben,
ist ja nun leider traurige Realität.



aloa5 hat folgendes geschrieben:
Entscheidende Frage: was ist das für eine Dritte Welt welche es zulässt, das Diktatoren nichts zum besseren wenden?

Ich gehe einmal davon aus das es beispielsweise den Chinesen in Bezug auf Hunger und Gesundheit immer besser geht, besser als beispielsweise noch vor 30 Jahren. Wenn man sich einmal die historischen Daten des HADi ansieht: Klick, Excel-Tabelle kann man sich z.B. China ansehen (Rang 92 des HDI). Man sieht deutlich den kleinen Sprung alleine schon seit 1990/1995 wenn man sich die Kindersterblichkeit und das erreichbare Durchschnittsalter ansieht. Beim Life expectancy (welche Nahrungsversorgung recht gut widerspiegeln sollte) sieht die Reihe so aus:
China: 0,71(1990) - 0,74(1995) - 0,77(2000) - 0,79(2007)

Es hängt also im wesentlichen von den politischen Verhältnissen ab und weniger vom Wollen anderer Staaten.

Grüße
ALOA
HigherConsciousness
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Anmeldungsdatum: 18.09.2008
Beiträge: 2986

BeitragVerfasst am: 19 Nov 2009 - 15:26:50    Titel: Re: Welthunger steigt an trotz enormen Welteinsatz ?

empty space hat folgendes geschrieben:
Allerdings gibt es durchaus einen Punkt, der dort drin steht: Nahezu alle Staaten, die extrem niedrige Lebenserwartungen verzeichnen, werden von Diktatoren regiert. Und nahezu alle dieser Staaten kaufen Waffen in Deutschland, den USA, Frankreich und Großbritannien. Mithin halte ich die Frage "Wie würde die Lebenserwartung aussehen, wenn wir auf ein bisschen Blut-Profit verzichten?" durchaus für legitim.


Die wäre noch niedriger. Mit Panzern und Maschinengewehren lässt es sich jedenfalls auch gut einschüchtern. Bei Stöcken und Steinen wird es da schon schwieriger. Da muss man schon so lange auf einander eindreschen, bis alle Feinde in Blutlachen auf dem Boden liegen.

Und was da noch so kommt, von wegen aggressiver Welt und schmausenden Vorständen. Warum trittst du nicht zurück vom Chefposten und wirst zum Azubi in Uganda? Westliche Fachkundige können die dort immer gebrauchen. Und wir hier, wir können Schreibtischmoralisten nicht gebrauchen.
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Anmeldungsdatum: 03.05.2009
Beiträge: 714

BeitragVerfasst am: 19 Nov 2009 - 17:51:08    Titel:

HigherConsciousness hat folgendes geschrieben:
Die wäre noch niedriger. Mit Panzern und Maschinengewehren lässt es sich jedenfalls auch gut einschüchtern. Bei Stöcken und Steinen wird es da schon schwieriger. Da muss man schon so lange auf einander eindreschen, bis alle Feinde in Blutlachen auf dem Boden liegen.
Was bedeuten würde, dass sich reguläre Armeen gegenüber treten. Dummerweise ist das - zumindest in der Dritten Welt - nur äußerst selten der Fall. Meistens geht es um die Frage "Wie schlachtet man am effektivsten möglichst viele Menschen ab?"
Und in Ruanda wurde das beispielsweise so gelöst, dass man, weil Gewehre zu teuer waren, hunderttausende Macheten in Europa bestellte. Geliefert aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien; mit dem Segen der katholischen Kirche und gegen den Widerstand des leitenden UN-Generals, der die Katastrophe kommen sah. Aber was ist schon ein bisschen Blut, wenn man dafür 3 Dollar 70 zusätzlich einstecken kann, nicht wahr?!

Gott sei's gedankt: Selbst Moral ist käuflich!

HigherConsciousness hat folgendes geschrieben:
Warum trittst du nicht zurück vom Chefposten und wirst zum Azubi in Uganda?
Alter Wein in neuen Schläuchen?
"Ignoranz statt Auseinandersetzung"? Woher kommt es eigentlich, dass manche so schnell mit Vertreibungsgelüsten bei der Hand sind?
Atticus07
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Anmeldungsdatum: 20.08.2009
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 19 Nov 2009 - 18:16:36    Titel:

@TS,

was meinst du bitte mit "enormen Welteinsatz"???
HigherConsciousness
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Anmeldungsdatum: 18.09.2008
Beiträge: 2986

BeitragVerfasst am: 19 Nov 2009 - 18:22:13    Titel:

empty space hat folgendes geschrieben:
Meistens geht es um die Frage "Wie schlachtet man am effektivsten möglichst viele Menschen ab?"


Über Leichen hat man keine Macht. Die o.g. Frage stellt sich eher ein Wahnsinniger denn ein machtgieriger Despot.

empty space hat folgendes geschrieben:
Gott sei's gedankt: Selbst Moral ist käuflich!


Da muss ich mich doch glatt an Picabias Worte erinnern: "Moral ist das Rückgrat der Schwachsinnigen."

empty space hat folgendes geschrieben:
Alter Wein in neuen Schläuchen?
"Ignoranz statt Auseinandersetzung"? Woher kommt es eigentlich, dass manche so schnell mit Vertreibungsgelüsten bei der Hand sind?


Woher kommt denn die Einbildung, dass Gefasel in einem Internetforum mehr als nur zum Zeitvertreib beiträgt? Glaubst du, dass auch nur ein User hier wegen dieses Postings zur nächsten Hilfeorganisation rennt und ihr aufopferungsvoll seine Dienste anbietet? Rolling Eyes
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