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Fundamentalanalyse
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Goodwill
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Anmeldungsdatum: 25.06.2009
Beiträge: 896

BeitragVerfasst am: 20 Nov 2009 - 22:40:05    Titel: Fundamentalanalyse

Vielleicht weiß ja jemand weiter. Hänge gerade etwas.

In der fundamentalen Aktienanalyse versucht man den "inneren Wert einer Aktie" zu bestimmen. Durch Vergleich mit dem aktuellen Börsenkurs kann man daraufhin feststellen, ob die Aktie unter- oder überbewertet ist um dadurch ein Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung zu begründen.

So. Jetzt ist natürlich die Frage wie man diesen inneren Wert berechent. In meinen Büchern steht, dass es im Grunde analog zur Unternehmensbewertung geschieht, da man dort z.B. mittels DCF-Verfahren den "inneren Wert eines Unternehmens" berechnet. Durch Division mit der Anzahl der Aktien erhält man daraufhin den innern Wert einer Aktie.

Jetzt gibt es natürlich mehrere Verfahren den inneren Unternehmenswert zu berechnen. Hier im Lehrbuch werden neben dem DCF-Modell u.a. Dividendendiskontierungsmodell sowie Gewinndiskontierungsmodell genannt. Jetzt aber die Stelle wo s bei mir hapert: Wenn die Grundformel zur Berechnung in etwa so lautet:

Barwert der Summe aus D (Dividende) bzw. G (Gewinne),

ist dann die Dividende je Aktie bzw. der Gewinn je Aktie gemeint, oder ihre absoluten Größen? In den 3 Büchern die ich dazu habe ist es niegends verständlich erklärt.

Ist es richtig anzunehmen dass es die absoluten Beträge sind, d.h. der komplette Gewinn bzw. die komplette Dividendenausschüttung? weil...durch die Berechnung des Barwertes habe ich ja lediglich den inneren Wert des Unternehmens. Der müsste ja prinzipiell nochmal duch die Anzahl der Aktien dividiert werden um zum inneren Aktienwert zu gelangen.

Freue mich über Antworten.
berniebaerchen
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Anmeldungsdatum: 09.04.2007
Beiträge: 1860

BeitragVerfasst am: 21 Nov 2009 - 00:05:52    Titel:

Wenns einen Sinn ergeben soll, kann der innere Wert nur der Unternehmenswert sein im Sinne eines Verfahrens wie DCF oder
Ertragswertverfahren. Diskontierung der zukünftigen Zahlungen
an die Aktionäre. Kursgewinne plus Ausschüttungen.
Diskontierung der Dividenden ist völlig abwegig, diskontierung der
gewinne geht auch ein bisschen am Ziel vorbei.
Ob man das ganze jetzt noch durch die zahl der Aktien teilt, ist jetzt
ja nur eine partielle Betrachtung, ändert nichts am grundsätzlchen
Unternehmenswert.
Zur Unternehmensbewertung und Fundamentalanalys gibts viel
Literatur und verschiedene Meinungen, teilweise auf sehr niedrigem'niveau.
Um sich da eine Meinung zu bilden , muss man sich viel damit beschäftigen
bzw. lesen.
Nicht unterschätzten darf man auch, dass es bei der Unternehmensbewertung um viel Geld geht (z.B. Abfindungen für Kleinaktionäre) und in dem Rahmen auch bewußt versucht wird,
falsche Bewertungsmodelle an den Mann bzw. die Frau zu bringen.
Z.B. der objektivierte Unternehmenswert des IDW. Verständliche
Weise trauen sich aber nur wenige in der Literatur, daran Kritik zu
äußern.
eco510
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Anmeldungsdatum: 27.07.2009
Beiträge: 109

BeitragVerfasst am: 21 Nov 2009 - 00:20:54    Titel:

Prinzipiell ist es latte ob du nun die Gesamte Dividenenausschüttung nimmst oder die pro Aktie Ausschüttung ist wie bereits erwähnt egal. Die Betrachtungsweise ändert sich halt.

Ich würde im übrigen eine Bewertung auf Basis der Dividenenausschüttung nicht als vollkommen abwegig betrachten. (vor allem weil es in der Praxis durchaus Anwendung findet) In Gewisser Weise ist ne Aktie ja nichts weiter als ein Anrecht auf zukünftige Dividendenzahlungen. Natürlich ist ein solches Modell extrem vereinfacht dargestellt, nur muss man auch irgendwo Zeitaufwand bzw Kosten/Nutzen sehen. Ne ordentliche Unternehmensbewertung nach IDW ist sicher idealer, nur unglaublich Zeit und eben Kostenaufwendig (was grade im Anlagebereich wohl eher weniger gegeben ist). Ne Bewertung per Dividenenausschüttung kann jeder in ner Minute erstellen. Letztendlich ist auch ne IDW Unternehmensbewertung auf Extrem vielen Annahmen gestützt (Plan) und mit Sicherheit nicht perfekt. Also zur Orientierung kann man imho durchaus auf Divideneden und Faktoren wie KGV schauen.
Goodwill
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Anmeldungsdatum: 25.06.2009
Beiträge: 896

BeitragVerfasst am: 21 Nov 2009 - 00:20:57    Titel:

Danke der Antwort. Beantwortet meine Frage aber leider nicht.
eco510
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Anmeldungsdatum: 27.07.2009
Beiträge: 109

BeitragVerfasst am: 21 Nov 2009 - 00:23:55    Titel:

Wenn du die gesamte Dividendenausschüttung als Größe verwendest kriegst du den Firmenwert. Da kannst du noch durch die Aktien teilen um auf einen pro Aktie Wert zu kommen.
Nimmst du Div/pro Aktie kriegst du direkt den Aktienwert und kannst demenstprechend *Aktienanzahl die Gesamtwert bestimmen.
Goodwill
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Anmeldungsdatum: 25.06.2009
Beiträge: 896

BeitragVerfasst am: 21 Nov 2009 - 00:38:12    Titel:

eco510 hat folgendes geschrieben:
Wenn du die gesamte Dividendenausschüttung als Größe verwendest kriegst du den Firmenwert. Da kannst du noch durch die Aktien teilen um auf einen pro Aktie Wert zu kommen.
Nimmst du Div/pro Aktie kriegst du direkt den Aktienwert und kannst demenstprechend *Aktienanzahl die Gesamtwert bestimmen.


super, danke.
habs mir fast schon gedacht.

die bücher die ich hier nämlich zum thema habe (Perridon/Steiner und Steiner/Bruns) gehen beide so vor, dass sie einerseits sagen, dass der innere Aktienwert eng mit der Unternehemnsbewerung zusammenhängt und fokussieren sich dann grundsätzlich darauf ohne wieder zum Grundproblem (Vergleich innerer Aktienwert mit aktuellem Börsenkurs) zurückzukehren. Die späteren Notationen sagen auch einfach nur "Gewinn" oder "Dividende", d.h. sie sagen mir nciht ob es sich um absolute oder pro Aktie Werte handelt.

Aber dann hätte sich dass ja geklärt. danke.
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