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Antizyklische Fiskalpolitik - Liege ich da richtig?
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Erixxen
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Anmeldungsdatum: 23.11.2009
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 23 Nov 2009 - 19:16:12    Titel: Antizyklische Fiskalpolitik - Liege ich da richtig?

Hallo an alle,

nachdem ich versucht habe mich mit 3 verschiedenen Emailadressen anzumelden, weil zwei mal die Aktivierungsmail nicht kam und ein mal diese Emailadresse angeblich schon vom Administrator gesperrt war (ich hab mich hier noch nie angemeldet), hat es beim 4. Versuch zum Glück doch geklappt.


Hier ist mein "Anliegen":

Ich versuche nun die antizyklische Finanzpolitik in vollem Umfang zu verstehen, oder zumindest das zu verstehen, was in der elften Klasse (Leistungskurs) verlangt wird. Ich werde hier mal das zusammenfassen was ich weiß und bitte euch mir dann zu sagen ob etwas falsch ist bzw. fehlt.

Im Prinzip geht es bei der antizyklischen Fiskalpolitik darum, dass der Staat während der Hochkonjunktur die Ausgaben möglichst gering halten sollte (was normalerweise im Hoch nicht passiert) und die Steuern zu erhöhen. Da man sich im Hoch befindet ist es für die Haushalte nicht so tragisch. Wie schon gesagt werden die Ausgaben gering gehalten und ein Teil der Steuereinnahmen, die man nun zusätzlich noch hat, werden gespart. Der Staat bildet diese sog. Haushaltsrücklage.
Nach Keynes braucht man diese Haushaltsrücklage später im Tief, in der Rezession und Depression. Diese setzt man gezielt ein um den Konsum anzukurbeln und somit einen wirtschaftlichen Aufschwung zu gewährleisten.
Die Rücklage wird im Defizit "aufgelöst. Dies nennt man Deficit Spending.
Doch wie setzt der Staat diese Rücklage am besten ein? Im am 08.06.1967 erlassenen Stabilitätsgesetz sind bestimmte Punkte zur geschickten Umsetzung der Ziele.
Diese Umsetzung erfolgt durch folgende Instrumente:
Informationsinstrumente, Planungsinstrumente, Koordinationsinstrumente und Eingriffsinstrumente.
Im Tief sollen die Instrumente folgendermaßen eingesetzt werden:
Der Konsum des Staates (Cst) muss steigen. In der jetzigen Wirtschaftskrise geschah dies durch die Konjunkturpakete I und II.
Generell werden die Zuschüsse an die Haushalteerhöht.
In der jetzigen Wirtschaftskrise: Die Transferzahlungen werden erhöht, Kindergeld und Hartz-IV-Satz auch.
Die Steuern sollen gesenkt werden und der Steuer- und Kinderfreibetrag erhöht werden.
Die Abschreibungssätze sollen Angehoben werden und die Investitionen sollen grfördert werden. Dies erfolgt durch die Erhöhung der Fördersätze bei Investitionen (was genau diese Fördersätze sind weiß ich nicht).
Außerdem erfolgt zum Deficit Spending auch die Kreditaufnahme des Staates.

Das ganze kann natürlich nur erfolgen, wenn im Hoch eine Konjunkturausgleichsrücklage gebildet wurde.


Das Ganze wird aber, kann ich mir vorstellen, enorm durch die Hohe Staatsverschuldung gehemmt.



Wenn sich jemand die Zeit für eine Einschätzung oder Verbesserung der oben stehenden Fakten nimmt wäre ich wirklich dankbar.





_
Diplomierter
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 12.06.2007
Beiträge: 1988
Wohnort: Am Tor zum Allgäu

BeitragVerfasst am: 24 Nov 2009 - 01:16:55    Titel:

Funktioniert leider nicht, da der Staat keine Rücklagen hat.

Keynes ist graue Theorie! Ein Konjunkturprogramm mit neuer Staatsverschuldung angeschoben bringt max. 30-40% an Staatseinnahmen zurück!

Mit Steuersätzen ist es auch so eine Sache.

100% Steuer, da arbeitet keiner

0% Steuer, jeder schafft, aber der Staat sieht nichts davon!

Die Steuer verhält sich wie der Scheitelpunkt einer nach unter geöffneter Parabel (im verallgemeinlichen Sysetemvergleich gesehen). Das entspricht einem Oligopolzustand (vgl. Olipopol Gewinnmaximierung)!

Blöd ist nur, es gibt leider keine Welt- bzw. Staatswirtschaftsformel um die bestehenden theoretischen Modelle zu berechnen. Alles nur vage Annahmen und Prognossen!
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