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Private und staatliche Spitzenunis - Ein Vergleich
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Don_Carlos
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Anmeldungsdatum: 11.08.2005
Beiträge: 263

BeitragVerfasst am: 01 Dez 2009 - 23:47:46    Titel:

Zitat:
Don Carlos, wo sinnt denn die Leute aus deinem Jahrgang hingegangen? An der LSE beispielsweise hab ich schon eine Menge Mannheimer und HSG'ler kennengelernt, von der WHU/EBS & Co. noch nicht einen..
z.B. LSE Accounting&Finance, LSE Management, LBS, Esade, HEC, HSG, CBS, ESCP Europe, Rotterdam, SSE, Cass - also so ziemlich alles was Rang und Namen hat in Europa... - plus Viele (auch der sehr guten Studenten) wollten gar nicht weg - also dass die WHU einem (natürlich BWL-nahe) Mastertüren nicht öffen würde halte ich für Unsinn...
Aloha08
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Anmeldungsdatum: 11.07.2008
Beiträge: 1001

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2009 - 00:33:51    Titel:

LBS, SSE, HEC, ESSEC, Esade, Rotterdam, Dartmouth, Columbia sind alles Parterunis. Sooo schlecht kann die Ausbildung an der WHU dann ja wohl nicht sein. Rolling Eyes Und die Auflistung von Don_Carlos kann ich größtenteils von Bekannten bestätigen.
don_farzado_de_la_noche
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Anmeldungsdatum: 27.02.2007
Beiträge: 933

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2009 - 01:29:24    Titel:

Natuerlich ist die Ausbildung an der WHU in BWL nicht schlecht (aber auch nicht herausragend). Der Knackpunkt ist: Top in BWL ist nicht top overall. Die besten Unis auf diesem Planeten bieten zum Grossteil gar keinen Business-Undergrad an. Die WHU kooperiert also mit den besten Unis aus einem Subset von Unis, die allgemein einfach nicht krass sind (glaubt irgend jemand hier allen Ernstes, z.B. die ESCP-EAP, einer der besseren Auslandspartner der WHU, sei weltweit renommiert?!).

By the way, ich weiss gar nicht, was hier Columbia und Dartmouth gross aufgezaehlt werden -- diese Austauschpartner standen in den letzten zehn Jahren ungefaehr dreimal zur Auswahl. Michigan dagegen jedes Jahr, und das macht jene Uni in meinen Augen zum besten WHU-typischen Austauschpartner.

Zu guter Letzt: Die Master-Programme Management und Accounting & Finance sind alles andere als elitaer (soweit ich weiss, hatten auch einige WHUler Zusagen fuer den MSc Finance, der als absolute Cash-Cow der LSE gilt). Als ich an der LSE studiert habe, gab es noch keine WHU-BSc-Absolventen, aber es waren bereits Leute z.B. von der ESB Reutlingen (ich betone, das ist eine FH, bei der man Credits angerechnet bekommt, wenn man in einem Projektteam eine web-site errichtet -- true story) in solchen Programmen vertreten, die auch noch Noten jenseits von Gut und Boese hatten (explizit: ich meine damit katastrophal schlechte Noten schlechter als 2,0, was in BWL an Schulen wie ESB, WHU etc. recht schwach ist, zumindest im Diplom). Enough said.

Vielleicht noch eine "intime" Sicht auf Master-Programme an Business-Schools: LBS, MIT etc. haben nun konsekutive Master-Programme in Finance, Management etc. eingefuehrt (die strikt getrennt sind vom MBA-Programm). Diese Programme sind unfassbar teuer (vgl. auch LSE MSc Finance). Warum fuehren diese Unis solche Masterprogramme ein? Das ist die leichteste Geldquelle fuer die Forschung. Fakt. Am Ende des Tages muss man nicht mal gross unter den Kandidaten auswaehlen -- es bewerben sich zwar einige, aber kaum jemand, der einen Platz angeboten bekommt, geht hin, eben weil es sehr teuer ist. Das bedeutet, dass viele Angebote rausgehauen werden (bis zu 50% der Bewerber erhalten ein Angebot -- glaubt es oder nicht), von denen dann ungefaehr 1/3 bis 1/6 von den Bewerbern auch tatsaechlich angenommen werden. Da wundert es mich absolut nicht, dass WHUler locker in diese Programme kommen. Im Gegenteil, ich denke, dass WHUler durchaus in kompetitivere Programme reinkommen koennten, will heissen, dass WHUler unter typischen BWL-Bewerbern eigtl. gut bis sehr gut abschneiden sollten, zumindest als ich noch dort studiert habe. Dem ist aber offenbar nicht der Fall, seitdem dort BSc und MSc eingefuehrt wurden -- conclude from here.

Am Ende vielleicht noch etwas Konstruktives: Was sollten BWL-Absolventen also nach dem Bachelor anstellen, wenn sie wirklich top sind? Einfache Antwort: es so wie die Absolventen der weltweit besten Unis machen -- zwei bis fuenf Jahre bei einem renommierten Arbeitgeber schuften (ob Beratung, Bank oder fuehrende Rolle bei einem Industriegiganten, ist egal) und danach einen Top-MBA absolvieren.
drohdeifl
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Anmeldungsdatum: 27.11.2006
Beiträge: 2224

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2009 - 01:51:20    Titel:

mg_london hat folgendes geschrieben:
Der WHU Term endet Anfang Mai, wenn in England traditionellerweise gerade die Hochphase der Examen anfängt. Bis die regulären Summer-Internship Programme im Juli/August bei den Londonder IBs anfangen, bleibt im Mai/Juni jede Menge Zeit und Platz für Off-Term und Off-Peak Internships...


Man kommt als WHUler auch in die regulären IB Summer Internship Programme von Jun.-Sep. in London.


Zitat:
Am Ende vielleicht noch etwas Konstruktives: Was sollten BWL-Absolventen also nach dem Bachelor anstellen, wenn sie wirklich top sind? Einfache Antwort: es so wie die Absolventen der weltweit besten Unis machen -- zwei bis fuenf Jahre bei einem renommierten Arbeitgeber schuften (ob Beratung, Bank oder fuehrende Rolle bei einem Industriegiganten, ist egal) und danach einen Top-MBA absolvieren.


Da bietet doch die WHU beste Voraussetzungen für (z.B. diverse On-Campus Recruiting Events etc.).
don_farzado_de_la_noche
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Anmeldungsdatum: 27.02.2007
Beiträge: 933

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2009 - 01:52:30    Titel:

mtobi, habe ich das angezweifelt? Nein. Mein Kommentar war aber CONDITIONAL darauf, dass Leute bereits einen Bachelor in BWL absolvieren. Unconditionally, empfehle ich weiterhin, ueberhaupt nicht dieses Fach anzufangen, spaeter abzuwaegen, ob man in die Wirtschaft will, um dann ggfs. einen Top-MBA zu absolvieren. Viele Wege fuehren nach Rom, gell.
drohdeifl
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Anmeldungsdatum: 27.11.2006
Beiträge: 2224

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2009 - 02:00:33    Titel:

don_farzado_de_la_noche hat folgendes geschrieben:
mtobi, habe ich das angezweifelt? Nein.


Nein - es diente lediglich der Hervorhebung des einzig Konstruktiven neben vieler und inzwischen allseits bekannter WHU-Polemik deinerseits.
don_farzado_de_la_noche
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Anmeldungsdatum: 27.02.2007
Beiträge: 933

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2009 - 02:07:50    Titel:

Das siehst Du falsch, mtobi. Du nennst hier etwas Polemik, wovon viele Bewerber nur profitieren koennen: Ich habe als einziger Ex-WHUler keinen stake in der WHU, da mein Diplom fuer meine Karriere nichts wert ist. Daher kann ich offen ueber solche Beobachtungen sprechen, Themen ansprechen, die von Marketing-Traegern wie Don_Carlos etc. (fuer die der Abschluss der WHU eben etwas wert ist) verzerrt bzw. einseitig dargestellt werden. Ganz einfach.
mg_london
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Anmeldungsdatum: 24.06.2008
Beiträge: 43
Wohnort: London

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2009 - 02:42:14    Titel:

@mtobi und Don_Carlos: Ich möchte gerne klarstellen, dass ich keineswegs die Fähigkeit der WHUler (oder auch Mannheimer, Kölner, Ingolstädter, Reutlinger...) anzweifle, in die Londoner Summer Internships der üblichen Verdächtigen zu kommen, sondern lediglich darauf hinweisen, dass die WHU nicht zwangsweise die bessere Ausgangslage für ein Investment Banking-Praktikum verschafft als beispielsweise die Uni Mannheim.

Den notwendigen quantitativen Background haben sicherlich auch die Studenten anderer, staatlicher Hochschulen und wie man sich in extremen Stresssituationen verkauft (die ja den Interviewrunden nachgesagt werden), kann man eh nur zum Teil lernen...

Bezüglich der erwähnten LSE Master (alias "Cash Cows"): Farzad hat Recht und in jedem Budget der LSE kann mans auch schriftlich nachschauen, wenn man die Gebührentabelle direkt nebendran legt: Die Einnahmen aus Masterstudiengängen und der Summer School decken einen erheblichen Teil der Ausgaben...
chrischih
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Anmeldungsdatum: 16.03.2009
Beiträge: 96

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2009 - 12:47:34    Titel:

Hat man mit einem Bachelor einer nicht hier genannten Universität überhaupt Chancen bei größeren Banken?
sharerde
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Anmeldungsdatum: 11.10.2007
Beiträge: 65

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2009 - 13:56:37    Titel:

Farzado, ich bezweifle dass sich in Deutschland der amerikanische MBA-Hype durchgesetzt hat bzw. durchsetzen wird (Lassen wir die das amerikanisch geprägte Investmentbanking außen vor). Es gibt keine Nation auf der Welt, die sowohl in Forschung, Wirtschaft als auch in der Gesellschaft so titelgeil auf den Doktor ist, wie die Deutschen. Ein Dr. Mustermann genießt beim Gros der Gesellschaft einfach traditionell mehr Respekt als jeder "ausländische" Abschluss. Ganz anders in Frankreich z.B., wo die Promotion in der Wirtschaft ein Signal ist, keinen guten Job auf Anhieb bekommen zu haben.

Auch wenn in Jura beispielsweise die Promotion noch eine gesonderte Stellung genießt, ist es doch bezeichnend dass bei Gleiss Lutz die Promotion notwendig ist um eingestellt zu werden (und eben nicht der LLM), oder McKinsey dich für einen MBA ODER Promotion freistellt. Ich diskutiere hier bestimmt nicht die Sinnhaftigkeit der Promotion hinsichtlich vermitteltem Wissen (welches beim LLM & MBA ohne Zweifel praxisrelevanter ist), ich stelle nur den Engelsweg Bachelor+Arbeit+MBA für die deutsche Wirtschaft in Frage. In Deutschland (!) ist man mit einem Diplom bzw. Master + Promotion oftmals besser bedient.
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