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Wirtschaftsfakten Polen vs Deutschland
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Wirtschaftsfakten Polen vs Deutschland
 
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lepper
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Anmeldungsdatum: 16.01.2006
Beiträge: 418

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2009 - 20:55:13    Titel:

Filzstift hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Das deutsch-polnische Verhältnis ist zwischen beiden Kriegen nicht immer so schlecht wie 1939. Der Start ist schlecht und auch das Ende. 1918 nehmen sich die Polen, nachdem das Deutsche Reich im Westen gegenüber den USA, Großbritannien und Frankreich hatte kapitulieren müssen, im Osten die bis dahin deutschen Provinzen Posen und Westpreußen. Das im Westen geschlagene Deutschland kann es militärisch und diplomatisch nicht verhindern. Die Polen nehmen sich die zwei Provinzen, ehe ihnen diese Gebiete durch die Siegermächte in Versailles zugestanden werden. Für die mehrheitlich von Polen bewohnte Provinz Posen wird das in Deutschland akzeptiert. Aber die Provinz Westpreußen ist zu 70% deutsch bevölkert, so daß dieser eigenmächtige Gewaltstreich Polens in der Weimarer Republik von keiner der demokratisch legitimierten Reichsregierungen anerkannt wird.

1918 und 1919 fordert Polen in Versailles außerdem Teile Pommerns, Schlesiens und ganz Ostpreußen für sich, was ihm jedoch nicht zugestanden wird, aber doch Ängste in Deutschland hinterläßt. 1921 startet Polen den Versuch, ganz Oberschlesien mit Milizen und den dort überwiegend in dritter Generation ansässigen polnischen Gastarbeitern zu erobern. Nach einer Volksabstimmung, die Polen zu verhindern versucht, erhält es das ostoberschlesische Industriegebiet von den Siegerstaaten zugesprochen. 1933 fordert Polen Frankreich dreimal zu einem Zweifrontenkrieg gegen Deutschland auf, was Frankreich allerdings ablehnt. Polen verfügt 1933 mit 298.000 Mann im Heer immerhin noch über dreimal so viel Militär wie Deutschland mit seinem 100.000-Mann-Heer. So wird Polen vor Hitlers Amtsantritt 1933 von allen demokratischen Parteien in Deutschland und von der Reichswehr als Bedrohung angesehen.

Erst unter den Diktatoren Hitler in Deutschland und Pilsudski in Polen gibt es eine Annäherung für ein paar Jahre, die auch nach Pilsudskis Tod 1935 noch für eine Weile anhält. Nach Pilsudskis Versuch von 1933, Frankreich zu einem Krieg gegen Deutschland aufzurufen - der ja gescheitert ist - lenkt Pilsudski ein. Er schließt 1934 mit Hitler einen Freund-schaftsvertrag. Das nun stabile deutsch-polnische Verhältnis führt dazu, daß die polnische Regierung sich 1938 ihre Landerwerbung in der damals zerfallenden Tschechoslowakei von Hitler billigen läßt. Polen annektiert daraufhin 1938 den tschechischen Teil des Industrie-gebiets von Teschen und dabei auch die weitgehend deutsch bevölkerte Stadt Oderberg. ( Das Teschener Gebiet liegt in südöstlicher Fortsetzung Oberschlesiens ) Die Stadt Oderberg wird im Fortgang der Geschichte noch eine Rolle spielen.

Da Polen von 1918 bis 1938 seine Nachbarn Sowjetunion, Litauen, Deutschland und die Tschechoslowakei je ein- oder mehrfach angegriffen und Grenzgebiete aller dieser Nachbarn annektiert hat, ist der Staat Polen bis Anfang 1939 für England das, was man heute als Schurkenstaat bezeichnet. Obwohl sich Deutschland und Polen bis 1938 angenähert haben, gibt es nach wie vor die drei deutsch-polnischen Probleme: 1. die Wahrung der Menschen-rechte der deutschen Minderheit in Polen, 2. den deutschen Wunsch, die Hansestadt Danzig wieder an Deutschland anzuschließen; schließlich fordert die zu 97% deutsche Bevölkerung der Stadt dies seit Jahren. Und Danzig ist Mandatsgebiet des Volkerbunds und mitnichten ein Teil des Staates Polen, aber die Sieger hatten den Polen in Danzig besondere Zoll-, Post-, Bahn- und Handelsrechte eingeräumt.

Das 3. Problem ist der deutsche Wunsch nach exterritorialen Verkehrswegen vom Reichs-gebiet in das seit 1918 abgetrennte Ostpreußen; die so genannte Korridor-Frage. Dieser deutsche Wunsch kommt nicht von ungefähr. Ostpreußen ist nach zwei Verträgen durch 8 Eisenbahnverbindungen über nun polnisches Gebiet mit Pommern und Schlesien verbunden. Nach den Verträgen sind die Transitgebühren in Zloty zu bezahlen, was zunächst keine Schwierigkeiten bereitet. Während und nach der Weltwirtschaftskrise nimmt Deutschland im Außenhandel jedoch nicht mehr genug Zloty ein. Um die Gebühren zu entrichten, überweisen die deutschen Behörden die an Zloty fehlende Beträge monatlich in Reichsmark. Doch Polen sieht darin einen Vertragsbruch, was es streng nach dem Vertragstext ja auch ist, und schließt zur Strafe ab 1936 eine Eisenbahnverbindung nach der anderen. 67% der Eisenbahntransporte jedoch dienen der Energieversorgung Ostpreußens. Sie fahren Kohle aus Oberschlesien für Industrie, Gewerbe, den Hausbrand und die Stromerzeugung in die abgeschnittene Provinz. Die Kohle ist zu jener Zeit der Energieträger, den heute Erdöl und Erdgas darstellen. Schließlich droht die polnische Seite einmal damit, bei weiterhin unvollständigen Zloty-Zahlungen auch die letzten Strecken zwischen Ostpreußen und dem Reichsgebiet zu schließen. Damit wäre Ostpreußen von seiner Energieversorgung abgeschnitten und dem wirtschaftlichen Ruin preisgegeben, wie zwei Jahrzehnte später beinahe die Stadt Berlin während der sowjetischen Blockade. So kommt im Reichswirtschaftsministerium die Idee auf, mit den Polen statt über Zloty-Zahlungen über exterritoriale Verkehrsverbindungen in deutscher Hoheit und Regie zu verhandeln.

Damit stehen 1939 die drei deutsch-polnischen Differenzen auf der Tagesordnung: das Los der deutschen Minderheit in Polen, die Transitwege nach Ostpreußen und die Zukunft der Stadt Danzig.
...
http://www.vorkriegsgeschichte.de/content/view/28/44/


Dass Geschichte nicht nur im schwarz-weiß/gut-böse Schema zu begreifen ist, ist keine neuere Erkenntnis und auch nicht nur meine. Wink

und was willst du mir damit sagen ? dass das böse, kriegslüsternde Polen das friedliebende Nazi-Deutschland überfallen hat ? diese Faktenverdrehung willst du mir als Wahrheit verkaufen ?

Die (angeblichen) Massaker und Übergriffe von Polen auf Deutsche in den Monaten vor dem Ausbruch des Krieges sind vielfach nicht belegbar und basieren auf der Propaganda-Maschine der Nazis - natürlich kam es in zwischen 1918 und 1939 im Gebiet Posen, Westpreusen und Danzig immer wieder zu Zusammenstößen von Polen und Deutschen - erst als Folge des 1.Weltkriegs, dann als Folge der Pariser friedenskonferenz; später kam es zu einer aggressiven "Nationalisierung" der deutschen Minderheiten in diesen Gebieten durch die Nazis… das Ganze gipfelte in der Inszinierung des Überfalls auf den Sender Gleiwitz, der ja bekanntlich als „Aufhänger“ des Überfalls auf Polen diente.

Das Hitler von Anfang an auf Krieg als Mittel zum Raumgewinn aus war, zeigt z.B. sehr deutlich das sog. Hosbach-Protokoll - auch andere Reden Hitlers noch weit vor dem Kriegsausbruch ließen seine eigentlichen Absichten erkennen...
lepper
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Anmeldungsdatum: 16.01.2006
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BeitragVerfasst am: 04 Dez 2009 - 20:58:42    Titel:

Tja - die Geschichtsverdreher sind eben sehr fleissig mit dem Zurechtbiegen ihrer "Argumente" - und je länger der Krieg und das Nazi-Regime her sind, umso fleissiger werden sie, in der Hoffnung, dass wenn erst mal alle Zeitzeugen verstorben sind, man endlich ungestört eine neue Version der Geschichte unter's Volk bringen kann...

Meine Frage ist nur - wie argumentieren diese Geschichtsrevisionisten denn, wenn es um den deutschen Überfall auf die Niederlande, Luxemburg und Belgien geht, oder um die Besetzung Dänemarks und Norwegens ??!!!
Filzstift
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BeitragVerfasst am: 04 Dez 2009 - 21:10:36    Titel:

lepper hat folgendes geschrieben:

und was willst du mir damit sagen ? dass das böse, kriegslüsternde Polen das friedliebende Nazi-Deutschland überfallen hat ?


Es gab zwar damals Drohungen von Seiten Polens dieser Art, nur waren die der polnischen Großmannssucht geschuldet und wurden belächelt. Laughing
Selbst noch anfangs der Kampfhandlungen glaubten viele Polen, dass Polen in Deutschland einmarschiert wäre und polnische Zeitungen berichteten darüber:
Zitat:

Eines der Lieblingsthemen der Medien waren schwere Angriffe polnischer Flugzeuge auf die deutsche Hauptstadt. Nach
Angaben der Krakauer Zeitung gab es diese täglich. Regelmäßig kehrten die "Bomber" ohne eigene Verluste nach Polen
zurück, obwohl einzelne Piloten sich später auch schon mal beklagten von Scheinwerfern deutscher Flaggeschütze
geblendet worden zu sein. Die Standardmeldung sah in etwa so aus: "Unsere Piloten kehrten gesund und mit heiler Haut
zu ihren Basen zurück, nur ein Korporal wurde am Bein verletzt". Gleichartige Meldungen über deutsche Verluste lasen
sich so: "Die Deutschen waren wie gewöhnlich überrascht vom plötzlichen Auftauchen unserer Flugzeuge und schossen
ziellos durch die Gegend. Neben der Reichshauptstadt bombardierten unsere Flugzeuge heute auch Frankfurt/Oder,
Danzig und vernichteten einen Stützpunkt der deutschen Luftwaffe in Posen sowie einen Flughafen in Breslau" - schrieb
die "Krakauer Zeitung" am 11.9.1939. Die Zeitung "Morgen-Express" berichtete am 8.9.39, dass polnische Bomber nun
auch den Briten zur Hilfe geeilt seien in ihrem Kampf um die Zerstörung deutscher Industrieanlagen. Der bedeutende Teil
Berliner Industrieanlagen sei vernichtet worden, hierunter auch diese von Krupp nach zwei schweren Angriffen.
Schlachtschiff "Gneisenau" versenkt
Das "Lodscher Echo" meldete schon am 4 September die erste große Niederlage der deutschen Luftwaffe in Polen: "64
allerneuste Flugzeuge des Eindringlings wurden abgeschossen, über 180 Piloten werden nicht mehr nach Deutschland
zurückkommen". Deutsche Bomber sind ein leichtes Ziel sowohl für die Flugzeugabwehrartillerie, als auch für unsere
Jagdflugzeuge die mit einer Geschwindigkeit von über 450 km/h den Feind stellen und dann vernichten" - schrieb ein
Journalist "des Echos". Am 14. September liess auch der "Morgenexpress" seiner Einbildungskraft freien Lauf und
behauptete, dass die deutsche Luftwaffe nun wegen Mangels am Benzin garnicht mehr angreife, denn den notwendigen
Kraftstoff habe man irrtümlich an die Westfront geschickt. Viele historische Indizien weisen daraufhin, dass sogar
Regierungsmitglieder den Lügen der Medien und anderer Politiker auf den Leim gingen. Der damalige Vize-
Ausenminister Polens an der Seite von Józef Beck, Jan Szembek, trug in seinem Tagebuch am 4. September 1939 ein:
"In der Kaserne behaupten Offiziere, dass die Engländer Hamburg bombardieren, und die Franzosen in Deutschland
einmarschiert sind. Eine Reihe von Nachrichten sind diesbezüglich auch im Ministerium eingegangen, so sollen 60
polnische Flugzeuge Berlin bombardiert haben und alle unversehrt zurückgekehrt sein. Auch Kiel wurde angegriffen und
das Schlachtschiff "Gneisenau" versenkt".

http://polskaweb.eu/index2.php?option=com_content&do_pdf=1&id=2817


Fakt ist: Das Polen der Zwischenkreigszeit war nicht das Unschuldslamm, als das es sich später darstellte.

Die Polen haben, sicher auch auf Grund ihrer Geschichte, hoch gepokert, aber anschließend umso höher verloren, da sie immer zwischen den Fronten standen. Sie hatten ihr Staatsgebiet auf Kosten ihrer Nachbarstaaten erhalten und es dazu später noch aggressiv erweitert.
Sowas schafft immer die Wurzeln für neues Leid.

Anmerkung:
Für die zitierten Zeitungen gibt es sicher Archive, die du aufgrund deiner Sprachkenntnisse überprüfen kannst.

Tu das besser, bevor du wieder über Geschichtsverdrehung oder Verschwörungen sinierst.

Wink
lepper
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Anmeldungsdatum: 16.01.2006
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BeitragVerfasst am: 04 Dez 2009 - 21:17:35    Titel:

Und schon wieder eine obskure Quelle.
Die Domain polskaweb.eu gehört einem Herrn Herbert Porsch in Berlin (sicher ein Pole ...). Registriert über die Firma Cronon AG aus Regensburg (bestimmt auch eine polnische Firma). Die Seite ist komplett in deutsch (sicher ein neuer polnischer Dialekt).
Auf der Seite findet man esoterischen Klimbim, Tips zur Sozialhilfe (der polnischen???) und noch einigen anderen Kram, der nichts mit Polen zu tun hat.
Nun ja, einige Hinweise auf Reisen nach Polen gibt es. Und auf polnische Frauen.
Also eine wirklich erstklassige und zuverlässige Quelle, wenn es um Fragen der Geschichte geht.

Und vorkriegsgeschichte.de Seite gehört Gerd Schultze-Rhondorf, Verfasser des Buches "Der Krieg der viele Väter hatte". Alles klar Rolling Eyes
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2009 - 21:33:26    Titel:

lepper hat folgendes geschrieben:
Und schon wieder eine obskure Quelle.
Die Domain polskaweb.eu gehört einem Herrn Herbert Porsch in Berlin (sicher ein Pole ...). Registriert über die Firma Cronon AG aus Regensburg (bestimmt auch eine polnische Firma). Die Seite ist komplett in deutsch (sicher ein neuer polnischer Dialekt).
Auf der Seite findet man esoterischen Klimbim, Tips zur Sozialhilfe (der polnischen???) und noch einigen anderen Kram, der nichts mit Polen zu tun hat.
Nun ja, einige Hinweise auf Reisen nach Polen gibt es. Und auf polnische Frauen.
Also eine wirklich erstklassige und zuverlässige Quelle, wenn es um Fragen der Geschichte geht.

Und vorkriegsgeschichte.de Seite gehört Gerd Schultze-Rhondorf, Verfasser des Buches "Der Krieg der viele Väter hatte". Alles klar Rolling Eyes


Warum widerlegst du nicht das, was dort berichtet wird mit Fakten, sondern behauptest pauschal, dass die Autoren lügen?

Das erinnert mich fatal an das, was Sowjetführung zu den Ereignissen von Katyn tat.

und da du vorhin auch das Leiden der Juden, vor allem in Osteuropa und Polen ansprachst, noch ein Zitat aus einem Interview mit Jan Grosz, einem Landsmann von dir:
Zitat:
STANDARD: In der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, in Jerusalem werden 22.000 „Gerechte der Völker" geehrt, weil sie Juden gerettet haben. Darunter sind mehr als 6000 Polen, fast 5000 Niederländer, 460 Deutsche und 85 Österreicher.

Gross: Die jüdische Bevölkerung in Polen war zahlenmäßig die größte der Welt nach den USA, es lebten 3,5 Mio. Juden dort. So war es nur natürlich, dass auch die Zahl jener, die halfen, Juden zu verstecken, höher als anderswo war.

STANDARD: Die Beziehungen waren aber schon seit Jahrhunderten gespannt gewesen?

Gross: Das waren sie überall. Aus Polen weiß man aus dem genannten Grund mehr davon: weil es da mehr Juden gab.

STANDARD: Hier in Wien sprechen sie über die Ermordung und Plünderung von Juden durch ihre Nachbarn auch noch nach 1945, nicht nur in Polen.

Gross: Hauptsächlich Polen, aber nicht nur. Einer der schrecklichen Aspekte des Holocaust hat mit dem Faktum zu tun, dass es eine sich zunehmend verschärfende Entwicklung war. Juden wurden verfolgt, isoliert und wirtschaftlich enteignet, das verlief stufenweise und eine Reihe von Institutionen und Menschen in dem (von den Nazis - Anm.) besetzen Europa wurde darin verwickelt. Es gab schon vor dem Krieg antisemitische politische Programme in Frankreich, Holland, in Rumänien und Polen usw. Die Nazis stießen mit ihrem Programm auf ein aufnahmebereites Publikum, noch bevor es zur Vernichtung kam. Und als es menschenvernichtend wurde, waren die schon involviert. Ich spreche natürlich von einem marginalen Aspekt des Holocaust; die große Mehrheit der Juden wurde von den Deutschen getötet. Aber jene, die sich versteckten, waren dem Verhalten der lokalen Bevölkerung ausgeliefert - in Frankreich, in Holland oder in Polen.

STANDARD: Sie sprechen auch von Ukrainern und Litauern.

Gross: Sicher. Überall östlich von Deutschland war die Verwicklung der lokalen Bevölkerung sehr sichtbar und brutal. Das Muster der Tötungen durch die Deutschen war dort anders als im Westen. Juden wurden nicht nur in Vernichtungslagern getötet, sondern auch in Dörfern, wo die lokale Bevölkerung das sah. Sie wurden da auch als zur Beihilfe hineingezogen.
http://derstandard.at/1256744301321/Wenn-Nachbarn-zu-Moerdern-werden


Zuletzt bearbeitet von Filzstift am 04 Dez 2009 - 21:48:26, insgesamt einmal bearbeitet
janna16
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Anmeldungsdatum: 12.12.2008
Beiträge: 293

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2009 - 21:47:30    Titel:

naja, Polen hat völkerrechtlich durchaus Mitschuld am 2wk.
ZB hat Polen an der Westernplatte auf Gebieten auf die Polen eigentlich keine Zugriffsrechte hatte (die Zugriffsrechte auf die Westernplatte hat man Danzig ja mehr doer weniger abgepresst) Bäume gefällt um bessere Schussbahn zu haben ) - und das alles zu einen Zeitpunkt in den Polen (im gegensatz zum DR mobil gemacht hat (Danzig selbst besaß keine regulären Streitkräfte))

Und die Währungsreserven hat sich Polen auch erst nachdem 2Wk einverleiben können...

Laut wikipedia
"Die polnischen Postgebäude am Heveliusplatz wurden mit polnischem militärischen Schutz unter Leitung der Offiziere Konrad Guderski und Alfons Flisykowski versehen. Die Gebäude wurden vertragswidrig befestigt. Bäume wurden gefällt, um freies Schussfeld zu haben. Es wurde ein Waffendepot angelegt: 40 Pistolen, drei leichte Maschinengewehre Typ Browning wz.1928 und drei Kisten voller Handgranaten. Der Plan war, wie bei der Westerplatte, sich so lange zu verteidigen, bis die reguläre polnische Armee zum Entsatz eintrifft."

das könnte durch aus krigerisch gewertet werden!
zumindest könnte man darin eine Mitschuld Polens am 2Wk und den damit verbunden Gräueltaten sehen
lepper
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Anmeldungsdatum: 16.01.2006
Beiträge: 418

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2009 - 21:55:24    Titel:

gut, dass die meisten Historiker, Politiker und Bürger anders denken. Gott sein Dank!

Hier zu deinem "Massaker von Bromberg":
Zitat:
Der "Bromberger Blutsonntag"

Ein "revisionistischer" Beitrag zur Entlastung des Naziregimes

Mitunter behaupten Hitler-Apologeten, das Hitler-Regime sei durch fortgesetzte polnische Provokationen zu einer Strafaktion gegen das Nachbarland geradezu gezwungen worden. In diesem Zusammenhang wird gelegentlich der so genannte "Bromberger Blutsonntag" erwähnt.

Ungefähr 58000 Deutsche, so heißt es in der Propaganda der Auschwitzleugner, seien in der Stadt Bromberg vor dem Krieg auf bestialische Weise ermordet worden. Diese Geschichtslüge findet sich beispielsweise auch in Jan van Helsings Geheimgesellschaften 2 auf Seite 92f.

Der "Bromberger Blutsonntag" war allerdings erst am 3. September 1939, also zwei Tage nach Hitlers Überfall auf Polen am 1. September 1939. Aus diesem Grund kann dieses Ereignis keine Provokation gewesen sein, die den Krieg ausgelöst hat.

Sehen wir uns an, was in Bromberg wirklich passiert ist. Am 3. September, zwei Tage nach dem Einmarsch deutscher Truppen nach Polen zogen sich bespannte Einheiten der polnischen Armee durch Bromberg zurück, zwischen ihnen immer wieder polnische Zivilisten, die vor dem Kriege flohen. Gleichzeitig lief das Gerücht um, die deutschen Truppen stünden unmittelbar vor der Einnahme der Stadt.
Benz, Legenden, Lügen, Vorurteile, S. 47

Als jedoch klar geworden war, dass die deutschen Truppen noch nicht vor Bromberg standen, gingen die Soldaten
in kleinen Gruppen auf eigene Faust vor gegen ... Häuser und ihre Bewohner, die überwiegend der deutschen Minderheit angehörten.
Benz, S. 47

Major Albrycht, der polnische Befehlshaber, zog seine Soldaten am Abend ab; allerdings hatte er
vorher noch eine Bürgerwehr zur Aufrechterhaltung der Ordnung ins Leben gerufen und bewaffnet. Es war eine vom militärischen und zivilen Standpunkt aus unsinnige, ja unglaublich leichtfertige Maßnahme
(...)
Doch nun ging die Bürgerwehr zusammen mit neuangekommenen Soldaten gegen angebliche Diversanten vor (...) Wer verdächtig erschien, wurde auf der Stelle erschossen. Häuser wurden geplündert, eine Kirche wurde in Brand gesetzt.
Benz, S. 47/48

Am 8. September 1939 prägte die Deutsche Rundschau den Begriff "Bromberger Blutsonntag". Die nationalsozialistische Propaganda benutzte diesen Begriff
und verzehnfachte die Gesamtzahl der Opfer unter den Volksdeutschen in Polen, die noch in einer Dokumentation des Auswärtigen Amtes vom November 1939 mit 5437 Toten angegeben worden war, Anfang Februar 1940 auf 58000. Benz, S. 48

Das Reichsinnenministerium verfügte am 7. Februar 1940, dass in Zukunft ausschließlich die (gefälschte) Zahl von 58000 Opfern zu erwähnen sei:
"... diese Zahl ... ist allein als verbindlich anzusehen, und nur von dieser Zahl ist in allen Verlautbarungen, Reden usw. auszugehen."
Benz, S. 48

Ereignisse wie dieses spielen in der Argumentation der Hitler-Apologeten und Auschwitzleugner eine nicht unbedeutende Rolle. Ein wahrer Kern (hier die Gewalttaten gegenüber Deutschen) wird herangezogen, übersteigert und instrumentalisiert, um die Grausamkeiten des nationalsozialistischen Regimes zu entschuldigen oder zu relativieren.
http://www.h-ref.de/krieg/polen/bromberg/bromberger-blutsonntag.php


Alles, was polskaweb.eu schreibt, kann von der NPD vorbehaltlos unterschrieben werden.
janna16
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Anmeldungsdatum: 12.12.2008
Beiträge: 293

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2009 - 22:16:46    Titel:

bei wikipedia siehts etwas anders aus
"Pogrom kamen nach Schätzungen auf dem Bromberger Stadtgebiet zwischen 100 und 300 deutsche Einwohner ums Leben"
diese dt. Bevölkerung waren alles polnische Staatsbürger - dh doch das Polenfaschisten waren und teile ihrer eigene Bevölkerung ermordet haben nur weil sie einer anderen Ethnie angehörten! Das dürfte wohl eines furchtbarsten Menschenrechtsverletzungen des 2Wk sein.Und vermutlich einer der größten Völkermorde im 20Jahunder in Europa
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2009 - 22:42:36    Titel:

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lepper hat folgendes geschrieben:
schon wieder kann ich prahlen


Grund zum Prahlen gibt es sicher nicht.
Aber freuen kannst du dich sicher, dass Polen auf einem guten Wege ist, sich wirtschaftlich den wirtschaftlichen Standards im Westen anzunähern.

Aber eine Mentalität, die durch jahrhundertelange Fremdherrschaft dadurch geprägt ist, immer die Schuld bei anderen zu suchen, stellt sich noch nicht so schnell um.

Und - kaum gestohlen -schon in Polen - ist leider immer noch ne Tatsache, auch wenn das die Polen nicht gern hören. Es liegt an ihnen selbst, das zu ändern.
Wink
janna16
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Anmeldungsdatum: 12.12.2008
Beiträge: 293

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2009 - 22:53:53    Titel:

ja, hat man ja auch schön beim eu Verhandlungen zum stimmen Gewicht in der eu gesehen;) ( da wollten die Polen anfangen Generation von nicht geborenen Polen mit zuzahlen )... (eigentlich recht lustig deren Gedanken Welt)
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