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linhle
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 21 Dez 2009 - 00:25:19    Titel: deutsch korrektur

kann jemand für mich korrigieren und mir sagen ob alles verständlich ist bitte Very Happy

3. Die Entwicklungsgeschichte der Uiguren seit der Mitte des 19. Jahrhunderts

Um die Entwicklungsgeschichte genauer erklären und verstehen zu können, ist es mitunter notwendig sich verschiedene Konflikte in der Geschichte der Uiguren anzuschauen.
Bis zum 8. Jahrhundert hatten die Uiguren eines der bedeutendsten asiatischen Großreiche aufgebaut. Dieses Reich wurde jedoch im 18. Jahrhundert unter der chinesischen Mandschu-Herrschaft (Qing- Dynastie – 1644 bis 1911 n. Chr.) unterworfen. Gegen Mitte des 18. Jahrhunderts kam es zu inneren Konflikten zwischen der chinesischen Regierung und den uigurischen Nationalisten, welche eine Republik ausrufen und somit ihre Unabhängigkeit deklarieren wollten. Diese Republik fiel nieder und war ab diesem Zeitpunkt an ständig unter russischer- und chinesischer Fremdherrschaft.
Durch den St. Petersburg Vertrag, welcher im Jahre 1881 in Kraft trat, waren beide Mächte legitimiert ein Teil des Gebietes in Anspruch zu nehmen. Das Heimatland der Uiguren „Turkestan“ wurde so in ein Ost - und Westteil voneinander getrennt. Die Sowjetunion bekam den Part westlich von Semirechye-Tal (das heutige Kasachstan) und China den östlichen Part. Ab da an gab es sehr viele Flüchtlingsbewegungen zwischen diese Grenzen.
Auch am Fergana Tal erfolgte eine Bevölkerungsbewegung, welche jedoch eine erhebliche Zahl an Uiguren involvierte. Kleine uigurische Gruppen aus Kashgar, Aksu und Yarkand (Semirechye-Gebiet) flüchteten aufgrund politischen, religiösen und wirtschaftlichen Gründe nach Fergana. Gegen Mitte des 19. Jahrhundert errichteten diese Gruppen zahlreiche Siedlungen entlang der Kara Darya und Naryn Flüssen. Auch hier führten die Uiguren ihre Traditionen fort.


3.2 Uigurische Migrationen durch zentralasiatische Grenzen

Die uigurische Populationsgröße des Semirechye-Gebietes (Kasachstan) wurde durch mehrere Faktoren stark beeinflusst.

Die erste Bewegung war das Ergebnis eines Massenmordes der bolschewistischen Revolutionsbewegung in Russland im Jahre 1918, welche sich zum Ziel setzte, den Kommunismus dort und in seinen Verwaltungsgebiete einzuführen. In der Annahme sie seien Anti-Sowjets wurden die Uiguren in Semirechye brutal und blutig von der Roten Arme niedergeschlagen. Man nannte das Jahr sogar „atu yili“ oder „year of the shooting/ killing“ . In diesem Jahr wurde jeder Aufständische „an Ort und Stelle getötet“ . Der bolschewistische Terror führte zu einer Massenflucht über die chinesischen Grenzen nach Westturkestan.

Die zweite Bewegung, der Höhepunkt der Ausreise nach Xinjiang, fand Ende der 20er bis Anfang der 30er Jahre statt. Diese Menschen wollten dem Terror des Stalin Regimes, der sich besonders stark gegen Kulaken und reiche Bauern richtete, entkommen.

Während der Regierungszeit Chiang Kaishek´s in den 30er Jahren wurden viele uigurisch russische Ausbilder und Berater nach Xinjiang gebracht, um die dortige Wirtschaftsentwicklung anzukurbeln.

Die letzte größte Bevölkerungsbewegung der Uiguren nach Zentralasien geschah zwischen 1950 und 1962. Den Anlass bot der Kollaps der Zusammenarbeit zwischen China und der Sowjetunion. Dies brachte weit reichende Folgen für die Uiguren mit sich. Die Grenzen wurden geschlossen und Familien und Clans, die auf beiden Seiten (Ost- sowie Westturkestan) siedelten, waren dadurch voneinander getrennt. Als Reaktion auf die Unterdrückung flohen im Frühjahr 1962 ungefähr 60.000 Uiguren über die sowjetischen Grenzen.
Nach 1963 wurden die Grenzen zwischen China und der Sowjetunion endgültig bis Ende 1980 geschlossen.

4. Die Sowjetische Politik im Bezug auf Uiguren

Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der sowjetischen Besatzungspolitik im Bezug auf die Uiguren seit den 30er Jahren.
Das grundlegende Ziel der sowjetischen Politik gegenüber seinen Nachbarländern war es ein freundliches, pro-sowjetisches Regime entlang der Grenzen der Sowjetunion zu erschaffen. Dieses Ziel galt auch den chinesischen Gebieten in Zentralasien.
Im Jahre 19... konnte Chiang Kaishek, ein Kriegsherr aus der Han Familie und spätere Führer der Guomindang (GMD), mit Hilfe der Sowjetunion Xinjiang gewinnen und eine Diktatur gründen.
Er akzeptierte wohlwollend den Einfluss der Sowjetunion und baute mit ihrer Hilfe die Wirtschaft von Xinjiang erneut auf. Die Sowjetunion ihrerseits verfolgte mit diesem Schritt zwei Strategien. Die erste war eine Verbesserung der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Die zweite war es die lokale Regierung dazu zu ermutigen das sowjetische politische Modell zu akzeptieren und somit den Machteinfluss der Sowjetunion indirekt zu vergrößern. Durch die kommunistische Herrschaft wurden die Infrastruktur, das Gesundheits – und Bildungswesen, die wirtschaftlichen Entwicklungen, der Rückgang des Analphabetismus, sowie die Lebensverhältnisse verbessert und die den Kommunismus propagiert. Obwohl die Uiguren eine Sonderbehandlung genossen weigerte die Sowjetunion ihnen die Verwaltungsautonomie.

Die Sowjetunion verlor seinen Einfluss in Xinjiang nachdem dieses Gebiet der Volksrepublik China im Jahre 1949 durch chinesische Kommunisten unter der Führung Mao Zedongs eingegliedert worden war. Bevor die Russen dieses Gebiet verließen, arrangierten sie einen gewieften politischen Schritt, mit dem Ziel die Uiguren für sich zu gewinnen und sie gegen die Chinesen aufzuhetzen. Etliche Bücher wurden veröffentlicht, um die kulturellen sowie sozialen Errungenschaften während der russischen Besatzung zum Ausdruck zu bringen. Dieser Schritt verursachte große Probleme im Umgang mit Minderheitengruppen für die chinesische Regierung. Um die Immigrationsrate zu erhöhen, bot das russische Regime sogar Ausreisemöglichkeiten für Arbeiter nach Almaty und Umgebungsgebiete an.


5. Politische Bewegungen in Westturkestan seit dem 20. Jahrhundert

Dieser Abschnitt geht besonders auf die Probleme der uigurischen Gemeinden ein, die nun separat voneinander in den neuen zentralasiatischen Ländern leben. Trotz der kulturellen Unterschieden sind sich die Uiguren in ihren verschiedenen Regionen in einer Sache einig: Sie wollen die Wiederherstellung der Beziehungen zu ihren ethnischen Vorfahren in Xinjiang und ihrer Unabhängigkeit bzw. ihrem Selbstbestimmungsrecht. Dabei wehren sich die Uiguren mit friedlichen, aber auch mit militanten Mitteln.
Als sich die sowjetisch-chinesische Beziehung zwischen den 60er und 70er Jahren verschlechterte, nutzte die Sowjetunion das anti-chinesische Gedankengut der Uiguren aus. Es war nun erlaubt anti chinesische Aktivitäten in Westturkestan zu verfolgen. Einer der wichtigsten Aktivisten war Yusufbek Mukhlisi (1920-2004).
Die Ausweitung des anti-chinesischen Gedankenguts unter den uigurischen Intellektuellen führten zur Gründungen politischer Organisationen, die für die Unabhängigkeit Ostturkestan kämpften. So wurde die Organisation UNFRET (United National Revolutionary Front of East Turkestan) im Jahre 1984 von Yusufbek Mukhlisi gegründet. Ihre Ziele waren ziemlich radikal: „a restoration of the Uyghur state on the territory of the so-called Xinjiang Uyghur Autonomous Region“.
Durch den Zusammenbruch der Sowjetunion und der Unabhängigkeit der zentralasiatischen Republiken begann eine neue Phase des Umbruchs für die Uiguren. Dadurch wurden die Uiguren nicht nur, wie schon vorher geographisch, sondern nun auch politisch voneinander differenziert. Eine Koordination der Aktivitäten verschiedener Uiguren-Verbände in Zentral Asien wurde zunehmend wichtiger, woraus sich schließlich die „IROU – Inter-Republican Organization of Uyghurs“, eine Organisation von 300 Repräsentanten der unterschiedliche Regionen am 26. Januar 1992 in Almaty, entwickelte. Anders als ihr politischer Vorgänger, war die Hauptaufgabe der IROU eine kulturelle Aufklärung der Uiguren.
Anders als die IROU kämpften die Organisation „Uyghurstan Aztlilq Tashkilati“ (UAT oder „Organisation of the Freedom of Uyghurstan“), welche von dem Aktivisten Hashi-Vahidi (122-9Cool 1992 in Almaty ins Leben gerufen worden war und eine breite Palette an Anhängern aus der ganzen Welt hatte, für die Wiederherstellung der uigurischen Unabhängigkeit. Diese Organisation erklärte ihr Konzept als nicht gewalttätig im Gegensatz zu der UNFRET.

Von den drei oben genannten Organisationen war die IROU, die am meisten legitimierte Organisation, da sie im Gegensatz zu den anderen kein direkt politisch bezogenes Programm hatte.

Mit der Gründung der „Shanghai Five“ im Jahre 1996 (SCO – „Shanghai Cooperation Organisation“ - seit 2001), mussten alle lokale uigurischen politischen Organisationen unter dem Druck der chinesischen Regierung abgeschafft werden.
Porfavor
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Anmeldungsdatum: 18.11.2008
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BeitragVerfasst am: 21 Dez 2009 - 01:38:44    Titel: Re: deutsch korrektur

3. Die Entwicklungsgeschichte der Uiguren seit der Mitte des 19. Jahrhunderts

Um die Entwicklungsgeschichte genauer erklären und verstehen zu können, ist es mitunter notwendig, sich verschiedene Konflikte in der Geschichte der Uiguren anzuschauen.
Bis zum 8. Jahrhundert hatten die Uiguren eines der bedeutendsten asiatischen Großreiche aufgebaut. Dieses Reich wurde jedoch im 18. Jahrhundert unter der chinesischen Mandschu-Herrschaft (Qing- Dynastie – 1644 bis 1911 n. Chr.) unterworfen. Gegen Mitte des 18. Jahrhunderts kam es zu inneren Konflikten zwischen der chinesischen Regierung und den uigurischen Nationalisten, welche eine Republik ausriefen und somit ihre Unabhängigkeit deklarieren wollten. Diese Republik fiel nieder und war ab diesem Zeitpunkt an ständig unter Russischer und Chinesischer Fremdherrschaft.
Durch den St. Petersburg Vertrag, welcher im Jahre 1881 in Kraft trat, waren beide Mächte dazu be(voll)mächtigt, einen Teil des Gebietes in Anspruch zu nehmen. Das Heimatland der Uiguren „Turkestan“ wurde so in einen Ost - und einen Westteil voneinander getrennt. Die Sowjetunion bekam den Part westlich von (vom? - das Tal) Semirechye-Tal (das heutige Kasachstan) und China den östlichen Part. Von da an gab es sehr viele Flüchtlingsbewegungen zwischen diesen Grenzen.
Auch am Fergana Tal erfolgte eine Bevölkerungsbewegung, welche jedoch eine erhebliche Zahl an Uiguren involvierte. Kleine uigurische Gruppen aus Kashgar, Aksu und Yarkand (Semirechye-Gebiet) flüchteten aufgrund politischer, religiöser und wirtschaftlicher (oder "aufgrund VON politischeN...GründeN") Gründe nach Fergana. Gegen Mitte des 19. Jahrhundert errichteten diese Gruppen zahlreiche Siedlungen entlang der Kara Darya und Naryn Flüsse. Auch hier führten die Uiguren ihre Traditionen fort.


So hiermit der erste Teil korrigiert. Eventuell habe ich nicht alles fett markiert.
ballanda
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Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 54

BeitragVerfasst am: 21 Dez 2009 - 10:09:44    Titel: Re: deutsch korrektur

Porfavor hat folgendes geschrieben:
Diese Republik fiel nieder und war ab diesem Zeitpunkt an ständig unter Russischer und Chinesischer Fremdherrschaft.


Cool Nur auf die Schnelle: Hier haste verschlimmbessert: es muss natürlich von "russischer und chinesischer Fremdherrschaft" die Rede sein, wir sind ja nicht im Englischen!
Mehr Zeit hab ich gerade nicht.
Rhyeira
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BeitragVerfasst am: 21 Dez 2009 - 10:24:01    Titel: Re: deutsch korrektur

Porfavor hat folgendes geschrieben:
welche eine Republik ausriefen und somit ihre Unabhängigkeit deklarieren wollten.

Die Korrektur hier ist auch fraglich - wenn mit dem Satz ausgedrückt werden sollte, dass sie eine Republik ausrufen wollten, dann ist der Satz völlig richtig, denn das "ausrufen" kann sich ja auch auf das "wollten" beziehen.

Nur wenn ausgedrückt werden sollte, dass auch tatsächlich eine Republik ausgerufen wurde (man dies also nicht nur wollte, sondern auch wirklich tat), dann könnte bzw. sollte man vielleicht sogar "ausriefen" verwenden.

Und wie mein Vorredner schon sagte: Das mit der "russischen und chinesischen Fremdherrschaft" war schon richtig, beides wird kleingeschrieben, weil es ja ganz normale Adjektive sind.
Porfavor
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BeitragVerfasst am: 21 Dez 2009 - 16:53:04    Titel:

Ja das mit "riefen" sehe ich jetzt auch. Hatte einen anderen Sinn darin gesehen.

Aber "Russischer" und "Chinesischer" schreibt man groß. Alle Herkunftsbezeichnungen, die auf -er enden, schreibt man groß.
Glaub mir;) Ist sinnlos, aber ist so.

http://www.canoo.net/services/GermanSpelling/Regeln/Gross-klein/Eigennamen.html#Anchor-47857
ballanda
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Anmeldungsdatum: 05.10.2009
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BeitragVerfasst am: 21 Dez 2009 - 20:13:36    Titel:

Nein, russisch und chinesisch sind flektierbare Adjektive, deren korrekte Endung vom Bezugswort abhängig ist. Sie haben mit den in deinem Link beschriebenen "unveränderlichen" Adjektiven nichts zu tun. Anders läge der Fall, wenn von Moskauer oder Pekinger Fremdherrschaft die Rede wäre.
Porfavor
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Anmeldungsdatum: 18.11.2008
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BeitragVerfasst am: 21 Dez 2009 - 22:57:03    Titel:

Ok du hast Recht. In dem Fall heißt das ja: unter der russischen

Wenn es aber heißen würde: Ein Russischer Mann...dann würde man es groß schreiben.
ballanda
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Anmeldungsdatum: 05.10.2009
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BeitragVerfasst am: 22 Dez 2009 - 07:31:32    Titel:

Moin, Porfavor!

Auch beim "russischen Mann" wird das Adjektiv klein geschrieben, unabhängig davon, ob ein unbestimmter Artikel wie "ein" davor steht. Adjektive wie "russisch" werden immer klein geschrieben, einzige Ausnahme sind feststehende Ausdrücke, die so etwas wie Eigennamen bilden, z.B. beim Französischen Dom in Berlin oder der Russischen Revolution.

Vielleicht macht es ein Beispiel klar:
Es heißt: "Dufte" ist ein Berliner Ausdruck für prima.
Aber auch: "Dufte" ist eine berlinerischer Ausdruck für prima.

Fall 1 ist der in deinem obigen Canoo-Link beschriebene, beim zweiten Fall handelt es sich um ein stinknormales, flektierbares Adjektiv, das selbstverständlich immer klein geschrieben werden muss.

Guten Gruß
ballanda
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