Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Warum wurde die soziale Marktwirtschaft eingeführt?
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Warum wurde die soziale Marktwirtschaft eingeführt?
 
Autor Nachricht
x-x-x
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 12.08.2007
Beiträge: 824

BeitragVerfasst am: 05 Jan 2010 - 02:30:10    Titel:

Was willst du eigentlich, Bauchfett? Anarchie und dadruch einen freien Markt?
Bauchfett
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 25.02.2009
Beiträge: 996

BeitragVerfasst am: 05 Jan 2010 - 02:40:45    Titel:

Ich will nur in Ruhe gelassen werden, aber das steht hier nicht zur Debatte.
Asselmeier
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 02.01.2010
Beiträge: 181

BeitragVerfasst am: 05 Jan 2010 - 10:31:51    Titel: ...

Wie gesagt: Der Manchasterkspitalismus hat deinen Anspruch von Staatsferne zu 100% erfüllt. Es war aber wohl eher eine kapitalistische Vorhölle, als ein Paradies. Kapitalismus braucht -wenn man das Zeitalter der Weltkriege hinter sich lassen will- auf jeden Fall einen starken Staat.
empty space
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 03.05.2009
Beiträge: 714

BeitragVerfasst am: 05 Jan 2010 - 11:41:35    Titel:

wurstwasser hat folgendes geschrieben:
Jeder entscheidet selber, ob er die Klos putzt oder Ackermanns Nachfahre wird.
Folgen wir spaßeshalber deiner These, wurstwasser, und nehmen einmal an, alle Menschen dieser Erde würden entscheiden, auch reich sein zu wollen. Deshalb studieren sie fleißig und wollen Chef einer der größten Banken werden. Wie viele Anwärter, glaubst du, werden es dann auch? 6 Milliarden? 1 Milliarde? 100 Millionen? Oder doch nur höchstens ein paar Dutzend, weil man eben einfach nicht mehr braucht?

Und was ist mit den anderen? Die wollten doch auch. Sie haben sich zumindest dafür entschieden. Bekommen die nach deiner Definition Entschädigungen? Oder ist "selbst entscheiden" ein eher unrealististisches Mantra?

Könnte man also annehmen, dass eine Baustelle, die 273 Bauleiter, aber keinen Bauarbeiter hat, eine "ewige Baustelle" bleibt? Könnte man sagen, dass ein Krankenhaus, das 196 Chirurgen, aber keine Krankenschwestern hat, nur Tote produziert? Könnte man sagen, dass eine Kfz-Werkstatt, die 11 Geschäftsführer, aber keine Monteure hat, keine Autos repariert? Könnte man sagen, dass ohne Bäcker, Fleischer oder LKW-Fahrer das Leben ausgesprochen schwierig wäre?

Eigentlich sagen doch sonst nur die Sozis dass "alle Menschen gleich sind". Die anderen jaulen eigentlich spätestens dann laut auf und sagen "Eben nicht!" Warum gilt das hier auf einmal mit umgekehrten Vorzeichen? Warum vergisst du, dass es Menschen gibt, denen einfach die Voraussetzungen abgehen, ganz gleich, ob wir von Beziehungen, Geld oder Fähigkeiten reden?
HigherConsciousness
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 18.09.2008
Beiträge: 2986

BeitragVerfasst am: 05 Jan 2010 - 12:05:29    Titel:

empty space hat folgendes geschrieben:
Folgen wir spaßeshalber deiner These, wurstwasser, und nehmen einmal an, alle Menschen dieser Erde würden entscheiden, auch reich sein zu wollen. Deshalb studieren sie fleißig und wollen Chef einer der größten Banken werden. Wie viele Anwärter, glaubst du, werden es dann auch? 6 Milliarden? 1 Milliarde? 100 Millionen? Oder doch nur höchstens ein paar Dutzend, weil man eben einfach nicht mehr braucht?


Wohl eher ein paar Dutzend, weil der Rest sein Studium gar nicht packt.
Bauchfett
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 25.02.2009
Beiträge: 996

BeitragVerfasst am: 05 Jan 2010 - 13:00:01    Titel:

HigherConsciousness hat folgendes geschrieben:
empty space hat folgendes geschrieben:
Folgen wir spaßeshalber deiner These, wurstwasser, und nehmen einmal an, alle Menschen dieser Erde würden entscheiden, auch reich sein zu wollen. Deshalb studieren sie fleißig und wollen Chef einer der größten Banken werden. Wie viele Anwärter, glaubst du, werden es dann auch? 6 Milliarden? 1 Milliarde? 100 Millionen? Oder doch nur höchstens ein paar Dutzend, weil man eben einfach nicht mehr braucht?


Wohl eher ein paar Dutzend, weil der Rest sein Studium gar nicht packt.


Um Chef einer echten Bank zu werden, braucht man überhaupt nicht studieren, man muss vorher nur genug Teller waschen um an das Kapital zu kommen, damit man vertrauenswürdiger Banker werden kann. Was empty meint, sind die gerissenen Casino-Funktionäre seines selbst bevorzugten parasitären Systems. Die müssen natürlich studieren.
Bauchfett
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 25.02.2009
Beiträge: 996

BeitragVerfasst am: 05 Jan 2010 - 19:57:07    Titel: Re: ...

Asselmeier hat folgendes geschrieben:
Wie gesagt: Der Manchasterkspitalismus hat deinen Anspruch von Staatsferne zu 100% erfüllt. Es war aber wohl eher eine kapitalistische Vorhölle, als ein Paradies. Kapitalismus braucht -wenn man das Zeitalter der Weltkriege hinter sich lassen will- auf jeden Fall einen starken Staat.


Ist das Geschichtsverklitterung oder was? Manchesterkapitalismus war eine soziale Bewegung gegen Corns Laws und Protektion von Marktwirtschaftlern zum Wohle der Armen. Die ind. Rev. hat die Leute langsam aus der Scheiße rausgeholt und nicht hineingeführt.
Asselmeier
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 02.01.2010
Beiträge: 181

BeitragVerfasst am: 06 Jan 2010 - 14:11:02    Titel: @bauchfett

Ich meine mich erinnern zu können, dass die durchschnittliche Lebenserwartung mit Beginn der Industriellen Revolution massiv eingebrochen ist und erst später wieder vorindustrielle Werte erreicht hat. Es gab Regionen, in denen die Menschen im Schnitt (!) unter 20 starben. Neoliberale think-tanks kultivieren gern den Mythos der sich gegen schwierige Umstände zur Wehr setzenden Frühkapitalisten. Dabei muss aber folgendes stutzig machen: Zum einen zeugen pompöse Bauwerke und die Entstehung der ersten Großindustriellendynastien (die ihren Reichtum teils bis heute konservieren können) vom enormen Reichtum, der in dieser Zeit entstand. Zum anderen konnte aber bis zum Gipfeln in der Blockkonfrontation bzw. vorangehender Auseinandersetzungen die sozialistische bzw kommunistische Idee stark an Zuspruch gewinnen. Es scheint also innerhalb des kapitalistisch dominierten Tagesablaufs der meisten Menschen ein Mangel an echten Perspektiven vorgelegen zu haben. Denn entweder der Mensch ist auf seinen Nutzen bedacht, dann kann nur eine absolute und dauerhafte Unterprivilegierung den Gedanken ans Kollektiv schmackhaft machen, oder er ist es nicht und dann müssen sich die Wirtschaftswissenschaftler, die mit solchen Prämissen arbeiten, ein paar unangenehme Fragen stellen lassen. Wie dem auch sei. Hinter einen gewissen Standard wirst du -auch mit einem Beharren auf dem "Sachzwang"- die an Wohlstand gewöhnten Massen nicht wieder zurückdrängen können. Man sollte nicht die Militanz des einfachen Arbeiters unterschätzen, wenn man versucht, ihn zu verarschen ^^. Im übrigen würde ich dir mal persönlich die Erfahrung der Fließbandarbeit empfehlen. Du wirst sehen, dass Marx mit dem Selbstentfremdungsgedanken gar nicht so daneben lag...
zeem
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 03.07.2009
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 07 Jan 2010 - 20:01:27    Titel:

hbr hat folgendes geschrieben:
Der Threadtitel passt nicht. Immerhin kann man in Deutschland schon lange nicht mehr von der sozialen Marktwirtschaft sprechen. Radikale Privatisierungspolitik, immer neue Arbeitsmarktreformen, diverse Sozialkürzungen und gleichzeitig Freigaben von Zeitarbeit, Hedgefonts und andere Deregulierungen haben dazu geführt, dass aus der sozialen Marktwirtschaft ein turbokapitalistisches System geworden ist. FDP, CDU, SPD sei dank Twisted Evil


Meine Frage war ja auch warum die soziale Marktwirtschaft vor knapp 60 Jahren eingeführt wurde.
Terrismus
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 01.05.2006
Beiträge: 395

BeitragVerfasst am: 07 Jan 2010 - 22:59:23    Titel:

zeem hat folgendes geschrieben:
hbr hat folgendes geschrieben:
Der Threadtitel passt nicht. Immerhin kann man in Deutschland schon lange nicht mehr von der sozialen Marktwirtschaft sprechen. Radikale Privatisierungspolitik, immer neue Arbeitsmarktreformen, diverse Sozialkürzungen und gleichzeitig Freigaben von Zeitarbeit, Hedgefonts und andere Deregulierungen haben dazu geführt, dass aus der sozialen Marktwirtschaft ein turbokapitalistisches System geworden ist. FDP, CDU, SPD sei dank Twisted Evil


Meine Frage war ja auch warum die soziale Marktwirtschaft vor knapp 60 Jahren eingeführt wurde.


Also noch einmal.
Weil die Kapitalisten Angst vom Sozialismus gehabt haben.

Denn: Hausinhaber wählen keine Kommunisten.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Warum wurde die soziale Marktwirtschaft eingeführt?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11  Weiter
Seite 4 von 11

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum