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Doppelstudium mit Jura zu schaffen?
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VioletteLila
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Anmeldungsdatum: 12.12.2009
Beiträge: 5
Wohnort: Nähe Bodensee

BeitragVerfasst am: 06 Jan 2010 - 10:46:29    Titel: Doppelstudium mit Jura zu schaffen?

Hat jemand soviel Erfahrung (und nicht den Kopf vollgespickt mit Vorurteilen) um eine Aussage dazu zu treffen?

Jura und Theologie würde mich in Kombination reizen.

Die Frage ist, ob das machbar ist.

Was meint ihr?
Schnapsidee?
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 08.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 06 Jan 2010 - 13:24:11    Titel:

ich persönlich könnte es jedenfalls nicht
das jurastudium ist schon sehr zeitintensiv
insbesondere wenn sich das examen nähert

vielleicht geht es, aber wohl eher nicht mit zufriedenstellenden resultaten
aber vielleicht gibt es ja irgendwo schwerpunktmäßig staateskirchenrecht oder so, so dass du es wenigstens ein bisschen drin hättest

alternativ nacheinander, aber naja
Krawallbiene
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Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beiträge: 5181

BeitragVerfasst am: 06 Jan 2010 - 17:35:16    Titel:

Ronnan hat folgendes geschrieben:

vielleicht geht es, aber wohl eher nicht mit zufriedenstellenden resultaten
aber vielleicht gibt es ja irgendwo schwerpunktmäßig staateskirchenrecht oder so, so dass du es wenigstens ein bisschen drin hättest



In Köln. Ich hatte selbst den Schwerpunkt. Schimpft sich Religion, Kultur und Recht. Evangelisches und kazholisches Kirchenrecht, Kirchenrechtsgeschichte, Staatskirchenrecht um einige Vorlesungen zu nennen. Es saßen mehr Theologen bei uns in den Vorlesungen Wink
Gregsen
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Anmeldungsdatum: 30.01.2006
Beiträge: 523

BeitragVerfasst am: 06 Jan 2010 - 20:33:08    Titel:

Rein neugierhalber, wie kommt man auf die idee diese beiden studiengänge zu kombinieren? Die meisten die hier nach nem doppelstudium fragen kombinieren es eher mit bwl/vwl oder ähnlichen Wink

Ich kenne den lernaufwand bei Theologie nicht genau, aber allein weil man wohl fremdsprachen wie hebräisch lernen muss wird er doch ordentlich sein.

Daher gilt das von Ronnan zu vor geschriebene: Studium durchziehen, im Sinne von Examen überhaupt bestehen sollte mit einigem arbeitsaufwand durchaus möglich sein. Da man als jurist mit nem 4-6punkte examen aber meist aufgeschmissen ist, würde ich genauso empfehlen beides lieber nacheiander zu machen, denn wenn du einen VB abschluß in jura anstrebst ist es imho mit überhaupt nix anderem kombinierbar.
VioletteLila
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Anmeldungsdatum: 12.12.2009
Beiträge: 5
Wohnort: Nähe Bodensee

BeitragVerfasst am: 08 Jan 2010 - 14:13:59    Titel:

Vielen Dank für eure Antworten!
Bin jetzt ja schon ein Stück weiter..

Wie man auf so eine Kombination kommt? Ich war auf einem Studientag und beide Fächer haben mich fasziniert..

wird aber wohl doch darauf hinauslaufen mich zu entscheiden.
Ich geh mal noch zur Studienberatung Wink Dachte mir nur viell. ist hier ja jemand angemeldet der das gerade studiert.. aber er hätte wahrscheinlich gar keine Zeit für so ein Forum...
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 08 Jan 2010 - 15:56:16    Titel:

Ich würde dir auch dringend davon abraten, Jura und Theologie parallel zu studieren... manche schaffen das vielleicht, aber da gehört sehr viel Planung und eine extrem große Arbeitsmotivation dazu.

Jura ist wegen der enormen Stoffmenge, die man zum Examen auf einen Schlag abrufbereit parat haben muss, ein sehr arbeitsintensiver Studiengang, insbesondere in den letzten zwei, drei Semestern vor dem Examen.
Daneben noch ein anderes Fach zu studieren ist ohnehin schon etwas, das nur wenige Leute tun, und wenn, dann sind es meist Fächer wie BWL, die man im späteren Berufsleben oft durchaus brauchen kann und die auch keinen sehr hohen zusätzlichen Arbeitsaufwand erfordern. In den meisten Theologie-Studiengängen dagegen muss man ja neben dem Latinum auch das Graecum sowie Hebräisch-Kenntnisse erwerben - allein das dürfte doch schon einiges an Zeit in Anspruch nehmen, die du neben einem Jura-Studium aller Voraussicht nach nicht haben wirst.

Du musst auch bedenken, dass sich ein Parallelstudium oft schon rein von der Organisation her kaum bewerkstelligen lässt - häufig werden Vorlesungen/Veranstaltungen beider Studiengänge parallel laufen, so dass du ohnehin nur eine besuchen könntest, und die Gefahr ist auch groß, dass Prüfungen beider Fächer für denselben Termin angesetzt werden.
Auch wären deine Semesterferien wahrscheinlich völlig vollgestopft... du müsstest Hausarbeiten für Theologie und für Jura gleichzeitig schreiben, und bei Jura gibt es auch fast überall Pflichtpraktika (in NRW z.B. insgesamt zwölf Wochen), die du noch mit dazustopfen müsstest.

Ich glaube auch, dass deine Herangehensweise vielleicht nicht ganz glücklich ist... du sagst, dass dich beide Fächer interessieren, und das ist ja auch schön und gut (mir geht's genauso, ich finde Theologie auch sehr interessant).
Aber du solltest dir vielleicht lieber erstmal überlegen, in welcher Richtung du nach dem Studium tatsächlich tätig sein möchtest. Willst du in einen klassischen juristischen Beruf wie Rechtsanwalt, dann wird dir ein Abschluss in Theologie kaum etwas bringen... da würde es mehr Sinn machen, Theologie nur als Hobby zu betreiben. Zieht es dich dagegen in einen klassischen theologischen Beruf, ist wiederum die Frage, ob du dir dafür wirklich daneben noch ein (schweres) Jura-Studium antun musst. Überleg dir besser erstmal, was du nach dem Studium eigentlich machen willst... und schau dann, welcher Studiengang dazu am besten passt.
W0lle
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Anmeldungsdatum: 02.01.2006
Beiträge: 46

BeitragVerfasst am: 09 Jan 2010 - 11:59:16    Titel:

Es gibt einen Prof der das gemacht hat (Prof. Dr. Michael Ling). Nur ist das natürlich schon ein Weilchen her und da lag die Regelstudienzeit noch bei 12 Semestern oder so Wink
Heute sagt er, würde er das wohl auch nicht mehr machen.
pe
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Anmeldungsdatum: 03.03.2006
Beiträge: 525

BeitragVerfasst am: 09 Jan 2010 - 17:31:41    Titel:

Die ganz überwiegende Anzahl der Jurastudenten wird es nicht schaffen, zumindest nicht mit ordentlichen Examina.

Grds. zu schaffen ist es aber auf jeden Fall. Genauso wie bei einem normalen Jurastudium nur nicht für jeden.

Wenn du sehr intelligent bist, entsprechende Begabungen hast, ein hohes Lernpensum schaffst, organisiert und motiviert bist, dann hast du mit Sicherheit keine Probleme.
Siniver
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Anmeldungsdatum: 15.05.2006
Beiträge: 252

BeitragVerfasst am: 09 Jan 2010 - 18:40:02    Titel:

Im Grundsatz: Machbar. Auch mit zufriedenstellenden Ergebnissen.

Hauptgrund: Jura lässt sich nahezu komplett im Selbststudium absolvieren. Man sollte nur zu Übungs- und Scheinzwecken an den Klausuren teilnehmen. Man hätte also die Zeit, theologische Veranstaltungen zu besuchen.

Aber: Als Student will man leben. Antun muss man sich das Doppelstudium nicht wirklich. Deshalb empfehle ich auch, ein Studium auszuwählen und das andere hobbymäßig zu betreiben (wobei sich Theologie leichter hobbymäßig betreiben lässt als Jura).
Nanette
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Anmeldungsdatum: 09.03.2009
Beiträge: 309

BeitragVerfasst am: 11 Jan 2010 - 08:36:36    Titel:

Stimmt.
Unser Prof. in Strafrecht III (Prof. Dr. Ling) hat beides zusammen studiert und sogar noch 1 Auslandsjahr oder so gemacht. Examen hätte er am Ende der Regelstudienzeit gemacht.
Jura und Theologie zusammen ist einfach zu viel. Auch können die Klausuren und die Vorlesungen am gleichen Terminen liegen etc.
Grüße
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