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Psychotherapie für beruf nachteilig?
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 148

BeitragVerfasst am: 19 Mai 2005 - 11:07:10    Titel: Psychotherapie für beruf nachteilig?

Hallo.

Habe eine wichtige Frage!
Stimmt es, dass es später bei Einstellungen auch gefragt wird, ob man sich einer psychologischen behandlung unterzogen hat in seinem bisherigen leben?
habe gehört dass dies sich für den beruf später negativ auswirken kann!?
eine freundin wollte zum psychologen und als sie dies hörte, weiss sie nun nicht mehr was sie machen soll... stimmt das?
und: hat der arbeitgeber eigentlich das Recht dazu, so eine frage zu stellen? Kann man dies verschweigen bzw. ist es nicht gerechtfertigt in diesem fall zu lügen? ( ist ja eigentlich fast das gleiche, wenn sich eine schwangere bewirbt und lügt nicht schwanger zu sein; dann darf der arbeitgeber das arbeitsverhältnis oder den vertrag nicht anfechten aufgrzund täuschung; dort ist das gerechtfertigt)

Bitte um Antwort!
danke
Bente
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 19 Mai 2005 - 16:31:15    Titel:

Also, ich würde davon niemals abhängig machen, ob ich zum Psychiater gehe oder nicht. Wer als späterer Chef die Offenheit, zum Psychiater gegangen zusein und damit einen eindeutig starken Schritt zur Selbsthilfe getan zu haben, der hat mich als Arbeitnehmer eh nicht verdient. Ich kann zwar keine rechtliche Aussage darüber treffen, ob ein Chef befugt ist, nach so etwas zu fragen, aber ich kann es mir schwer vorstellen, solange jemand das Gestez nicht gebrochen hat, was dann ja im polizeilichen Führungszeugnis steht, bliebt so etwas wohl dem Bewerber überlassen, davon zu erzählen. Ich persönlich würde es davon abhängig machen, wo ich mich bewerbe, wie mir der Chef erscheint und wie sehr das Thema "Psychiater und die behandelten Probleme" in mein Leben eingreifen.
Fantasygirl
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Anmeldungsdatum: 13.04.2005
Beiträge: 525
Wohnort: Essen

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2005 - 17:55:04    Titel:

Also, soviel ich weiß, darf man nur Fragen stellen, die direkt im Zusammenhang mit der Stelle stehen. Alle anderen sind unzulässig und dürfen falsch beantwortet werden (genauso wie die Frage nach einer Schwangerscheft).

Mal ganz davon abgesehen, kann man ja auch aus jeder Schwäche eine Stärke machen. Deine Freundin könnte bei so einer Frage z.B. antworten, dass sie viel gelernt hat und seit dem viel ausgeglichener mit sich und er Welt ist, dass sie mit Problemen besser umgehen kann usw.

Aber dennoch würd auch ich wie mein Vorsprecher eine Therapie nicht davon abhängig machen, dass mal evtl. irgendwo so eine Frage gestellt werden könnte.
TagesPhobie
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Anmeldungsdatum: 06.06.2005
Beiträge: 7
Wohnort: Bielefeld

BeitragVerfasst am: 06 Jun 2005 - 13:38:21    Titel:

Huhu

Fantasygirl hat völlig Recht.

Danach darf deffinitiv nicht gefragt werden.

Auszug aus http://www.jobware.de/ra/rb/vg/4.html :

>Aktuelle Krankheiten gehen den Chef dann etwas an, wenn sie ansteckend sind. Schließlich soll ja nicht in Bälde die ganze Belegschaft flach liegen. >Ferner darf er nach chronischen Krankheiten fragen, die den Arbeitnehmer auf Dauer in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen können.
>Sonstige aktuelle Erkrankungen, die weder den Betriebsablauf noch die Arbeitsfähigkeit des Arbeitnehmers nachhaltig beeinträchtigen können, >brauchen den Chef nicht zu interessieren und dürfen deshalb nicht abgefragt werden.
>Frühere Krankheiten sind nur dann relevant, wenn sie eventuell wieder ausbrechen können (z. B. Malaria). Sonst braucht der Arbeitnehmer >darüber keine Auskunft geben!

Ein Bekannter von mir, war während seines Studiums für ca. 8 Wochen in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt. (Allerdings hat er sich dort selber einweisen lassen)
Heute verkauft er es, bei Nachfragen, als Selbststudium um die Sichtweise auch aus anderen Perspektiven beurteilen zu können.
Man sieht, es kommt nur auf die Interpretation an. Very Happy

MfG TagesPhobie
Innova
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Anmeldungsdatum: 08.04.2005
Beiträge: 1827
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 06 Jun 2005 - 15:31:16    Titel:

Da schließ ich mich an. Das ist wie die Frage ob man Familie haben will später... der zukünftige Chef darf sie nicht stellen.

Nur bei Heilberufen gibt es eine Einschränkung. Wer z. B. als Krankenschwester oder -pfleger arbeiten möchte, darf vorher nicht selbst in psychiatrischer Behandlung gewesen sein. Wobei ich denke, auch da gibt es Unterschiede welche Art von Behandlung das war. Stationär, ambulant, dauerhaft...
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 08 Jun 2005 - 11:58:48    Titel: Re: Psychotherapie für beruf nachteilig?

My hat folgendes geschrieben:

Stimmt es, dass es später bei Einstellungen auch gefragt wird, ob man sich einer psychologischen behandlung unterzogen hat in seinem bisherigen leben?
habe gehört dass dies sich für den beruf später negativ auswirken kann!?
eine freundin wollte zum psychologen und als sie dies hörte, weiss sie nun nicht mehr was sie machen soll... stimmt das?
und: hat der arbeitgeber eigentlich das Recht dazu, so eine frage zu stellen? Kann man dies verschweigen bzw. ist es nicht gerechtfertigt in diesem fall zu lügen?


Diese Frage kann man i.d.R. ohne Folgen falsch beantworten. Begründung: s. Postings meiner Vorschreiber (fehlender Bezug zur Stelle).

Sie gäbe mir aber doch zu denken. Was meint der Frager denn genau? Ein Großteil aller Führungskräfte (darunter fast alle Konzernmanager) Deutschlands befindet sich in "psychologischer Behandlung". Denn sie nehmen intern und extern Coaching, Karriere- und Strategieberatung etc. in Anspruch. Und das ist zum Großteil Anwendung psychologischer Kenntnisse.

(Konzerne legen bei der Rekrutierung von Leuten für ihre Coaching-Pools hohe Ansprüche an deren psychologische Ausbildung an)

Jeder der (meist unfreiwillig) TV-Werbung konsumiert, unterzieht sich dabei einer "psychologischen Behandlung". Denn konkrete Aussagen zu Produkteigenschaften und Preisen werden dort so gut wie nie gemacht. Stets geht es darum, den Konsumenten auf psychologischer Ebene zu beeinflussen.

Wer selbst eine Ausbildung mit psychologischen Komponenten macht oder in Sozialberufen tätig ist, dem ist auch Supervision kein Fremdwort. Auch das ist "psychologische Behandlung". Viele Berufsverbände schreiben sowas in ihren Statuten explizit vor (z.B. der DVNLP).

"Psychologische Behandlung" ist somit ein Qualitätsmerkmal dafür, dass man die Anforderungen seiner Profession ernst nimmt.

Ich würde auf die Frage antworten "Ja! Ebenso wie Sie hier wohl sowas wie Qualitätsmanagement betreiben".

Gruß, Guido
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