"Verständnisfach" zum Studieren
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Marina85 Senior Member

 Anmeldungsdatum: 22.06.2005 Beiträge: 4760 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 08 März 2010 - 14:07:12 Titel: |
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| wima hat folgendes geschrieben: | Ich las letztens, dass das Jurastudium reformiert wird und nicht nur das Examen am Ende zählt.
Zudem haben, glaube ich, in BW 30 Prozent der Leute schon heute Prädikat. Und was ist mit der privaten Bucerius LAw in HAmburg. Dort haben noch mehr das Prädikatsexamen. Gut, die Leute haben dort hervorragende Lernbedingungen und sind durch eine harte Selektion gegangen.
Ich denke Jura ist in vielen Fällen einfach abängig von der eigenen Lernsituation und der Willkür von den Korrekteuren.
Ich weiß, dass in der Zeit mal jemand nie in eine Vorlesung gegangen ist, einfach 10000 Karteikarten angefertigt hat und Musterfaälle gepaukt hat und trotzdem prädikat bekommen hat.
Gut für dich MArina, die alles verstehen will, ist das zuwenig.
Diese Relativierung kann man aber für jedes Fach machen. |
Mit Musterfällen pauken lernt man automatisch die Methodik und das Verstehen . Vorlesungsbesuch ist bei Jura völlig unwichtig (außer im 1. Semester). Und eine gute Klausur benotet niemand willkürlich mit 4/5 Punkten. 30 % hat kein Prädikat. Da geht es auch nicht um Glauben, sondern um Fakten, siehe Statistiken BMJ:
http://www.bmj.bund.de/enid/Statistiken/Ausbildung_67.html
Sicher, durch die Schwerpunktprüfung, durch die 30 % in die Endnote eingeht, wird der Schnitt vielleicht etwas erhöht. Blöd nur, wenn die potentiellen Arbeitgeber dann trotzdem nur auf die Staatsnote schauen ... und die hat sich mitnichten im Schnitt verbessert...
Und selbst wenn es so wäre, das wäre sogar noch schlimmer für alle Juristen, da man dann noch schlechter einen guten Job fände. Es geht hier jetzt auch nicht um die einzige Privatuni in Deutschland für Jura... Dass die Ausbildung dort bekanntlich andere Ergebnisse "produziert", ist klar.
Ja, es gibt Reformüberlegungen, und jeder, der mal Jura studiert hat, wird hoffen, dass das schnell geht... Nur ich denke, in den nächsten Jahren wird das noch nichts, es ist noch nichts konkret. Das liegt daran, dass die Staatsprüfung eben noch der Abschluss ist, und die wird eben außeruniversitär absolviert. |
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HarryMorgan Senior Member

Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 250
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Verfasst am: 13 März 2010 - 00:50:39 Titel: Re: "Verständnisfach" zum Studieren |
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| Marina85 hat folgendes geschrieben: |
Jura(...)Ansonsten ist eine sehr gute Ausdrucksfähigkeit und generell ein sehr guter Umgang mit der deutschen Sprache wichtige Voraussetzung, außerdem der Wille, Dinge wirklich zu verstehen und logisches Denken, um z.B. im Zivilrecht das Zusammenspiel der Normen zu verstehen.
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Du hast vergessen, den extrem hohen Snob- Faktor bei Jura zu erwähnen. Ralph Lauren, Lacoste, Burbery- Schal und grüne Daunenjacke sind fast schon ein must- have. Offenkundig gilt für die Versnobtheit von Studiengängen: Jura>BWL>VWL>Rest _________________ "Our smartest students should go into engineering, not finance" (Paul Volcker) |
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FH-Spacken Senior Member

 Anmeldungsdatum: 20.04.2009 Beiträge: 926
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Verfasst am: 13 März 2010 - 01:07:19 Titel: |
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Du hast die Timberland Segelschuhe vergessen. _________________ B.Sc. Wirtschaftsinformatik (7 Semester)
Software-Ingenieur/IT-Consultant
Forum Informatiker für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. |
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michael.wi Senior Member

Anmeldungsdatum: 18.07.2007 Beiträge: 802
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Verfasst am: 14 März 2010 - 07:43:24 Titel: |
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@harrymorgan:
du hast schon recht.
aber eines lässt sich auch nicht leugnen: juristinnen sind die hübschesten studentinnen  |
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Kingklein Full Member

Anmeldungsdatum: 04.02.2009 Beiträge: 196
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Verfasst am: 14 März 2010 - 21:35:56 Titel: |
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Mhh hab mir sagen lassen an Sportfakultäten soll es auch recht gute geben
Leider bin ich mit VWL und Mathe nicht so gut bedient Ach ja, immer diese Vorurteile |
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ManuelD Full Member

Anmeldungsdatum: 22.04.2007 Beiträge: 120
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Verfasst am: 17 März 2010 - 18:41:42 Titel: |
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Ich kann allen Leuten, die ein ,,Verständnisstudium" wollen, auch nur zu Jura raten. Man kann sich sein Lernmaterial völlig frei auswählen, ist nicht an Vorlesungen gebunden und muss höchstens Definitionen wirklich auswändig lernen, was im Vergleich zur sonstigen Stoffülle ein vernachlässigbarer Aufwand ist.
Man kommt auch sehr schnell zumindest mit wissenschaftlicher Arbeitstechnik in Kontakt. Bei mir war zB direkt nach dem ersten Semester eines der Hauptprobleme in einer Hausarbeit ein aktuelles Problem zum Schadensrecht. Weil ich damals noch übermotiviert war, habe ich 3 Wochen fast alle aktuellen Aufsätze dazu ausgewertet, die Lehrmeinung des Ersteller-Professors "widerlegt" und aus Kombination von zwei anderen Meinungen einen neuartigen Lösungsansatz entwickelt. Hat mir eine Note und einen Vorschlag für ein Stipendium gebracht.
Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass ein aktuelles Urteil wie zB jetzt Hartz-4 Rechtsprechung als Thema einer Anfängerhausarbeit oder eines Seminars genommen wird. Dort gibt es weniger Veröffentlichungen, sodass man zum Teil auf jeden Fall auf eigene Gedanken angewiesen ist.
Da der Stoff für das Examen aufgrund seines Umfanges sowieso zu viel zu lernen ist und zumindest in Süddeutschland gezielt fast nur absurde Transferaufgaben gestellt werden, ist für den Lernerfolg letztlich entscheidend, inwieweit einem die eigenständige systematische Durchdringung von Rechtsgebieten gelingt.
Sachen wie Karteikarten oder Klausurschreiben sind letztlich nur Lernhilfen, um fehlendes Verständnis zu kompensieren. Klar für die meisten Stundenten (auch mich) sind sie unverzichtbar, weil nur einige wenige Genies sich völlig auf ihr systematisches Verständnis verlassen können. Es gibt aber auch einige bekannte Fälle, die vor dem Examen keine einzige Probeklausur geschrieben haben etc... |
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