"Verständnisfach" zum Studieren
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xmisterDx Senior Member

Anmeldungsdatum: 11.11.2008 Beiträge: 6109
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Verfasst am: 06 März 2010 - 15:25:20 Titel: |
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| Viviane21 hat folgendes geschrieben: |
Schön und gut, aber warum schreibt man das nicht wenigstens in die Leitfäden zur Erstellung einer Hausarbeit?
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Keine Ahnung.
Wahrscheinlich ist den meisten Studenten dann doch irgendwie klar, dass sie in wenigen Wochen oder Monaten unmöglich neue wissenschaftliche Erkenntnisse produzieren, sondern allerhöchstens den aktuellen Forschungsstand zusammentragen und zusammenfassen können...
Wirklich neue wissenschaftliche Erkenntnisse wirst du in deiner Bachelorarbeit nicht produzieren. Auch da reicht die Zeit wahrscheinlich gerademal aus, um das Thema halbwegs zu durchdringen und auf eine konkrete Problemstellung anzuwenden bzw. anzupassen... |
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FH-Spacken Senior Member

 Anmeldungsdatum: 20.04.2009 Beiträge: 918
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Verfasst am: 06 März 2010 - 15:32:22 Titel: |
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Da muss misterXD recht geben. Ich musste z.B. im Rahmen des Faches "Netzwerke" eine Arbeit darüber schreiben, wie das Netzwerk eines konkreten Unternehmens aufgebaut werden sollte. Keiner verlangt da, dass ich mir selber Netzwerkprotokolle-/Topologien oder neuartige Router ausdenken, sondern, dass ich die aktuellen Kentnisse und Best Practices einfließen lasse.
Höchstens in der Dissertation wird man wohl eigene wissenschaftliche Leistungen erbringen. (Ausnahme Medizin) _________________ B.Sc. Wirtschaftsinformatik (7 Semester)
Software-Ingenieur/IT-Consultant
Forum Informatiker für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. |
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Viviane21 Senior Member

 Anmeldungsdatum: 08.02.2007 Beiträge: 2203
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Verfasst am: 06 März 2010 - 15:35:10 Titel: |
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| Zitat: |
Wahrscheinlich ist den meisten Studenten dann doch irgendwie klar, dass sie in wenigen Wochen oder Monaten unmöglich neue wissenschaftliche Erkenntnisse produzieren, sondern allerhöchstens den aktuellen Forschungsstand zusammentragen und zusammenfassen können... |
Das geht damit weiter, dass man nichtmal weiß, was wissenschaftliche Erkenntnisse sind. Im ersten Semester war ich so naiv zu meinen meine Denkleistung wäre sowas, nicht unbedingt neu, aber schon eine wissenschaftliche Erkenntnis.
Und ich war nicht die Einzige die so auf die Nase gefallen ist,
| Zitat: |
Wirklich neue wissenschaftliche Erkenntnisse wirst du in deiner Bachelorarbeit nicht produzieren | .
Wieso sagt einem die Uni dann, man MÜSSE das?
FH-Spacken: Ok, Du hast Deine Kenntnisse, aber Du kopierst da nicht 1 zu 1 irgendein System oder?
Bei den Naturwissenschaften finde ich das auch irgendwie sinnvoller gehandhabt.
In Politik war es bei mir so, dass ich eine Fragestellung bekommen habe (Warum hat Staat x in der und der Situation das und das gemacht?), teilweise auch selbst gesucht, dann mir alle Artikel suchen dürfte, wo IRGENDJEMAND schonmal EXAKT das gleiche gemacht hat, also nicht was ähnliches, sondern wo jemand sich damit beschäftigt hatte, warum genau dieser Staat in genau dieser Situation genau das gemacht hat (also im Prinzip alle wissenschaftlichen Artikel zu GENAU meinem Hausarbeitsthema) und dürfte das dann zusammenfassen. Also 10 Artikel zum gleichen Thema auf 15 Seiten kürzen. Großartig.
Einzig in den Internationalen Beziehungen wurde es dann etwas besser, da dürfte man die erlernten Konzepte selbst auf einen neuen Konflikt anwenden, aber der Rest? 1 zu 1 Übertragung.
Zuletzt bearbeitet von Viviane21 am 06 März 2010 - 15:39:42, insgesamt einmal bearbeitet |
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FH-Spacken Senior Member

 Anmeldungsdatum: 20.04.2009 Beiträge: 918
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Verfasst am: 06 März 2010 - 15:39:28 Titel: |
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| Viviane21 hat folgendes geschrieben: |
Wieso sagt einem die Uni dann, man MÜSSE das? |
Tun sie das? In den meisten Prüfungsordnungen steht, dass der Bachelor "lediglich" ein berufsqualifizierender Abschluss ist. Man soll also sein Handwerk verstehen bzw. damit arbeiten können.
Beim Master sieht das vielleicht anders aus, aber der soll auch nur auf die wissenschaftliche Arbeit vorbereiten. _________________ B.Sc. Wirtschaftsinformatik (7 Semester)
Software-Ingenieur/IT-Consultant
Forum Informatiker für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. |
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Viviane21 Senior Member

 Anmeldungsdatum: 08.02.2007 Beiträge: 2203
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Verfasst am: 06 März 2010 - 15:40:48 Titel: |
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| Zitat: |
Tun sie das? In den meisten Prüfungsordnungen steht, dass der Bachelor "ledigliche" ein berufsqualifizierender Abschluss ist. Man soll also sein Handwerk verstehen. | Bei uns wurde immer wieder betont, wie wichtig die eigene wissenschaftliche Leistung denn sei.
Das wurde schon bei jeder kleinen Hausarbeit betont, aber wehe, man hat genau das versucht.
Ich bin wirklich froh dass ich aus dem PoWi-Studium raus bin. |
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FH-Spacken Senior Member

 Anmeldungsdatum: 20.04.2009 Beiträge: 918
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Verfasst am: 06 März 2010 - 15:44:06 Titel: |
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| Viviane21 hat folgendes geschrieben: |
FH-Spacken: Ok, Du hast Deine Kenntnisse, aber Du kopierst da nicht 1 zu 1 irgendein System oder?
Bei den Naturwissenschaften finde ich das auch irgendwie sinnvoller gehandhabt.
In Politik war es bei mir so, dass ich eine Fragestellung bekommen habe (Warum hat Staat x in der und der Situation das und das gemacht?), teilweise auch selbst gesucht, dann mir alle Artikel suchen dürfte, wo IRGENDJEMAND schonmal EXAKT das gleiche gemacht hat, also nicht was ähnliches, sondern wo jemand sich damit beschäftigt hatte, warum genau dieser Staat in genau dieser Situation genau das gemacht hat (also im Prinzip alle wissenschaftlichen Artikel zu GENAU meinem Hausarbeitsthema) und dürfte das dann zusammenfassen. Also 10 Artikel zum gleichen Thema auf 15 Seiten kürzen. Großartig.
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So groß unterscheidet sich das nicht. Ich hol mir ein paar Bücher, um die theoretischen Grundlagen zu verstehen. Schau mir an, wie sowas aktuell umgesetzt wird, schnapp mir ne Software und simuliere mein System und am Ende fasse ich meine Ergebnisse zusammen.
| Zitat: | Bei uns wurde immer wieder betont, wie wichtig die eigene wissenschaftliche Leistung denn sei.
Das wurde schon bei jeder kleinen Hausarbeit betont, aber wehe, man hat genau das versucht.
Ich bin wirklich froh dass ich aus dem PoWi-Studium raus bin. |
Na gut, ich studiere natürlich nicht an einer Uni, deswegen versucht mir auch keiner einzureden, ich müsse wissenschaftlich arbeiten - im Gegenteil. Einer der häufig gehörtesten Sprüche ist: "Sie müssen das Rad nicht neu erfinden.". _________________ B.Sc. Wirtschaftsinformatik (7 Semester)
Software-Ingenieur/IT-Consultant
Forum Informatiker für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. |
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Klunki Senior Member

 Anmeldungsdatum: 09.10.2007 Beiträge: 2781
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Verfasst am: 06 März 2010 - 15:58:24 Titel: |
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| Viviane21 hat folgendes geschrieben: | | Zitat: |
Wo is das Problem 4 Semester nochma Grundlagen zu pauken was natürlich, wie soll es auch anders ablaufen, nur durch "Auswendiglernen" und anwenden der Kenntnisse, geschehen kann. |
Das Problem ist, dass einem keiner sagt, dass der eigene Verstand auf einmal piepegal ist! |
Was? Wo ist denn der eigene Verstand egal? Du sollst Informationen sammeln können und verarbeiten. Das ist wissenschaftliches Arbeiten.
Wie sollen denn sonst Grundlagen gelegt werden, außer durch anwenden von gelerntem Wissen.
Ich hab jetzt nun schon einige Beispiele genannt, also, möchtest du im Ernst, dass wir gleich die Veranstaltungen aus dem, sagen wir, 9. Semester ins 1. legen? Aber bitte komm mir nicht mit "selbst da muss man nicht wissenschaftlich arbeiten". Ich frage noch einmal, wie möchtest du wissenschaftlich arbeiten, ohne zu wissen, wie dein Fach/Stoffgebiet funktioniert? Ich versteh einfach nicht, was von den Studenten im ersten Semester erwartet werden soll. Ich lass doch keinen Abiturienten auf die Impulserhaltungsgleichung los, obwohl er noch nix von partiellen Differentialgleichungen gehört hat, oder auf die Simulation von Strömungen, wenn diese Leute noch nie was Turbulenzmodellen gehört haben ...
Also mal "Butter bei die Fische", was erwartest du, soll denn von Erstis verlangt werden, außer die Grundlagen nachzuvollziehen, so dass diese "ausgelastet" sind?
edit: Es kann mir doch kein Abturient erzählen, dass er denkt, dass er gleich in der ersten Woche seine eigenen "Papers" schreibt.
Wenn jemand, der aus der Schule kommt, das denken sollte, is er ebenso naiv wie die Leute, die denken, dass man mit einem Hochschuleabschluss, egal in welchem Fach, einen sicheren Job hat.
edit2:
Oder möchtest du jetzt auf der Homepage der Uni stehen haben "Vorsicht, liebe Studenten, sie werden in den ersten Semestern lediglich Grundlagen lernen und keine Eigenleistung bringen, also keine neuen Theorien entwickeln. Bitte haben sie dafür Verständnis." ... oder wie darf ich mir deinen Gegenvorschlag vorstellen? |
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Magister Ludi Junior Member

Anmeldungsdatum: 03.02.2010 Beiträge: 41
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Viviane21 Senior Member

 Anmeldungsdatum: 08.02.2007 Beiträge: 2203
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Verfasst am: 06 März 2010 - 18:03:10 Titel: |
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| Zitat: |
So groß unterscheidet sich das nicht. | Naja komm, Du überträgst wirklich eins zu eins? Wenn also ein System bei rauskommen soll, das x, y und z kann musst Du Dir wirklich eines suchen, das auch x, y und z kann, und wehe, Du erweiterst eines was nur x und y kann oder kürzt eines was außer x, y und z auch w kann? |
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Viviane21 Senior Member

 Anmeldungsdatum: 08.02.2007 Beiträge: 2203
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Verfasst am: 06 März 2010 - 18:14:01 Titel: |
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| Zitat: |
Was? Wo ist denn der eigene Verstand egal? Du sollst Informationen sammeln können und verarbeiten. Das ist wissenschaftliches Arbeiten. |
Weiß ich mittlerweile auch. Für mich ist das immer noch Abschreiben (denn das Verarbeiten wird nicht wirklich verlangt), aber gegen Ende habe ich es halt dann gemacht, nachdem ich einmal begriffen habe, dass das verlangt wurde.
| Zitat: | | Wie sollen denn sonst Grundlagen gelegt werden, außer durch anwenden von gelerntem Wissen. |
Es ist ja noch nichtmal ANWENDEN von erlerntem Wissen, es ist ABSCHREIBEN von erlerntem Wissen. Um das mal anhand einer Matheaufgabe (in Mathe war es nicht so) zu erklären, war es folgendermaßen: Du hast irgendwann mal die Kettenregel gelernt, Du kriegst eine Aufgabe zum Ableiten, und anstatt dass Du einfach die Kettenregel anwendest musst Du hingehen und Dir irgendeinen Wissenschaftler suchen, der GENAU DIESE Aufgabe schonmal gemacht hat und die Lösung von ihm abschreiben!
| Zitat: | | Ich hab jetzt nun schon einige Beispiele genannt, also, möchtest du im Ernst, dass wir gleich die Veranstaltungen aus dem, sagen wir, 9. Semester ins 1. legen? |
Mir würde ja schon völlig reichen, wenn man den Leuten SAGT dass es ums Abschreiben geht. "Denken Sie selbstständig, gebrauchen Sie Ihren Verstand." - und wenn man dann mal eine Aussage macht, für die man keine Quelle hat weil selbst draufgekommen wird die nicht gewertet weil kein Beleg. | Zitat: |
Ich frage noch einmal, wie möchtest du wissenschaftlich arbeiten, ohne zu wissen, wie dein Fach/Stoffgebiet funktioniert? |
Für sowas wäre eine Erklärung, was wissenschaftliches Arbeiten ist halt ganz gut.
Übrigens dürften wir in Latein selbst denken. So extrem habe ich das nur in Politik erlebt.
| Zitat: |
Also mal "Butter bei die Fische", was erwartest du, soll denn von Erstis verlangt werden, außer die Grundlagen nachzuvollziehen, so dass diese "ausgelastet" sind? |
WENN man schon nur die Ansichten anderer zusammenschreiben soll, dann wäre es sinnvoll, den Leuten, die von der Schule kommen und es nur so kennen, dass sie ihre EIGENEN Gedanken aufschreiben, zu sagen dass sie von nun an in erster Linie die Gedanken ANDERER Leute aufschreiben sollen.
| Zitat: | | edit: Es kann mir doch kein Abturient erzählen, dass er denkt, dass er gleich in der ersten Woche seine eigenen "Papers" schreibt. |
Keine zum Veröffentlichen. Aber die Hausarbeiten schreibt man ja nun nach 3 Monaten. Da rechnet man schon irgendwie damit, dass eigenes Gedankengut dabeisein darf.
| Zitat: | | Wenn jemand, der aus der Schule kommt, das denken sollte, is er ebenso naiv wie die Leute, die denken, dass man mit einem Hochschuleabschluss, egal in welchem Fach, einen sicheren Job hat. |
Diese Denkweise hat ein Lateindozent von mir mal kommentiert mit "die Arroganz dessen, der mehr weiß". Woher soll man denn als Anfänger wissen, was man an der Uni tun soll, insbesondere ohne Akademikerverwandtschaft?
| Zitat: | | ... oder wie darf ich mir deinen Gegenvorschlag vorstellen? |
Einfach etwas deutlichere Worte am Anfang. Ich studiere nun ein MINT-Fach, und was da läuft, finde ich in Ordnung. In Politik fand ich es schon arg unglücklich, dass einem ständig gesagt wurde, das wichtigste bei einer Arbeit sei die eigene wissenschaftliche Leistung, und wenn man dann mal einen eigenen Gedanken ohne Quellenangabe drinhatte wurde er rausgestrichen WEIL eigene Denkleistung.
Hätte man von Anfang an gesagt: "Es geht darum, den Krams den andere zu ihrem Thema geschrieben haben zusammenzufassen und in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen" hätte das ganz anders ausgesehen. |
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Jo84 Senior Member

Anmeldungsdatum: 28.11.2007 Beiträge: 255
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Verfasst am: 06 März 2010 - 18:16:01 Titel: |
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Man kann sich auch auf die einfachen Schema F-Klausuren freuen, wenig lernen, sehr gute Noten schreiben und sich in der so gesparten Zeit mit richtiger Wissenschaft beschäftigen. Wenn man so eigenständig denken und studieren möchte, ist das doch kein Problem. In der Bibiliothek steht ja alles, was man dazu braucht. Und die Professoren freuen sich auch, wenn jemand dadurch echtes Interesse am Fach zeigt.
Übrigens: Wer fähig ist, Transferaufgaben zu lösen, sollte mit Schema-F Aufgaben keine Probleme haben. |
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xmisterDx Senior Member

Anmeldungsdatum: 11.11.2008 Beiträge: 6109
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Verfasst am: 06 März 2010 - 19:00:50 Titel: |
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| Jo84 hat folgendes geschrieben: |
Übrigens: Wer fähig ist, Transferaufgaben zu lösen, sollte mit Schema-F Aufgaben keine Probleme haben. |
Ja, genau dieser Punkt wundert auch mich...
Jemand der nach Transferaufgaben schreit, müsste doch so fit in der Materie sein, dass er bei Schema-F-Klausuren mit ner glatten 1,0 durchmarschiert? |
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cyrix42 God of Posting

 Anmeldungsdatum: 14.08.2006 Beiträge: 21410
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Verfasst am: 06 März 2010 - 19:11:39 Titel: |
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Nuja, ganz so einfach ist es nicht.
Es ist ja z.B. durchaus möglich, dass jemand bei schwerer werdenden Aufgaben deutlich lansamer abbaut als sein Umfeld, relativ zu diesem also besser wird.
Konkret: Vielleicht bin ich bei Schema-F-Aufgaben niht schnell genug um die alle in der vorgegebenen Zeit zu lösen (obwohl ich sie inhaltlich kann), während ich bei Transferaufgaben (für die auch wesentlich mehr Bearbeitungszeit vorgesehen sind) mit diesen besser zurecht komme (weil ich eben nicht so lang brauche, wie vorgesehen; eben nicht viel länger als für Schema-F-Aufgaben)?
Cyrix _________________ Die Wurzel
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Vorschlag im Bürgerdialog der Kanzlerin |
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xmisterDx Senior Member

Anmeldungsdatum: 11.11.2008 Beiträge: 6109
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Verfasst am: 06 März 2010 - 19:20:06 Titel: |
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Nun, das halte ich nicht für besonders realistisch...
Letztlich bestehen Transferaufgaben auch zu einem Großteil aus Schema-F-Rechnerei. Nämlich genau ab dem Zeitpunkt, an dem man den Ansatz gefunden hat...
Nehmen wir ein, zugegeben recht triviales, Beispiel:
In der Vorlesung kam beispielsweise ein Transformater mit einem stinknormalen UI-Kern (zwei Schenkel) dran, also einem rechteckigen Kern. Den rechnet man stur herunter, weil man ihn zig mal geübt hat...
Nun gibts die Klausur... und siehe da... es ist ein Ringkern oder ein EI-Kern. Der Transfer würde nun darin bestehen, die Gesetzmäßigkeit vom rechteckigen Kern auf den Ringkern oder den EI-Kern (drei Schenkel) zu übertragen. Hat man diesen Ansatz erst einmal geschafft bzw. die Formel für den Ringkern aufgestellt, ist es wieder Schema-F...
Der Transfer liegt in aller Regel einzig und allein im Ansatz. Der Rest ist dann wieder Schema-F. Denn die bekannten Gesetzmäßigkeiten gelten natürlich auch für das neue System... |
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cyrix42 God of Posting

 Anmeldungsdatum: 14.08.2006 Beiträge: 21410
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Felerlos Full Member

Anmeldungsdatum: 12.04.2008 Beiträge: 164
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Verfasst am: 06 März 2010 - 19:53:19 Titel: |
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| xmisterDx hat folgendes geschrieben: | | Jo84 hat folgendes geschrieben: |
Übrigens: Wer fähig ist, Transferaufgaben zu lösen, sollte mit Schema-F Aufgaben keine Probleme haben. |
Ja, genau dieser Punkt wundert auch mich...
Jemand der nach Transferaufgaben schreit, müsste doch so fit in der Materie sein, dass er bei Schema-F-Klausuren mit ner glatten 1,0 durchmarschiert? |
Nein, das verhindert der Zeitdruck. Uni Klausuren sind so auslegt, dass man während der Klausur NICHT nachdenken darf. Wenn man sich das Schema in der Klausur selbst erschließen möchte ist man also schon raus und wird nicht die ganze Klasur schaffen. Man wird es im Vorfeld auswendig lernen müssen, an statt es zu verstehen. Je nach persönlicher Veranlagung kann das erheblich länger dauern und ist meiner Meinung nach längst nicht so nachhaltig. Es ging mir auch nicht darum im ersten Semester neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu veröffentlichen. Das ist mir durchaus klar dass das nicht geht. Aber ich will den bisherigen Forschungsstand auf eine Weise vermittelt bekommen, dass ich ihn durchdringen und Verstehen muss, dass ich meinen eigenen Verstand einsetzen muss und nicht einfach nur alles was im Skript steht auswendig lernen muss. Wie soll ich denn später damit arbeiten? Ich muss doch spätestens im Beruf oder in der Forschung die Kenntnisse so verstanden haben, dass ich sie auch auf unbekannte Fälle anwenden kann. Das lehrt die Universität bisher nicht. In dieser Form sehe ich das erlangte Wissen nicht als sinnvoll an. Ansonsten fehlt mir auch völlig der Talentfaktor. Im Vorfeld habe ich so oft gehört, man solle sein Studienfach nach Eignung und Neigung auswählen. Jetzt sehe ich Eignung spielt keine Rolle. Über Studienerfolg entscheidet ausschließlich Motivation und Arbeitsbereitschaft, Dinge wie Intelligenz oder Talent für ein Fach scheinen keine Rolle zu spielen. Jeder kann jeden Abschluss machen wenn er bereit ist viel dafür zu arbeiten. Individualität wird durch das Prüfungssystem bestraft.[/b] |
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xmisterDx Senior Member

Anmeldungsdatum: 11.11.2008 Beiträge: 6109
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Verfasst am: 06 März 2010 - 19:54:06 Titel: |
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Wie auch immer das vorgesehen sein mag, derjenige, der zu Transferleistungen in der Lage ist, befindet sich nie im Nachteil...
Wer den Ansatz nicht findet, der kann nämlich auch sein Schema-F-Können nicht unter Beweis stellen...
Derjenige, der auch aufs Verständnis setzt, findet den Ansatz und kann selbstverständlich auch die nachfolgende Rechnung durchführen...
Wer sich ausschließlich aufs Verständnis ODER aufs schnelle Schema-F-rechnen verlässt, der hat selbst schuld, wenn er in der Klausur keine Chance hat. Für eine Klausur ist BEIDES wichtig. Im Berufsalltag übrigens genauso. Der schönste Ansatz für ein hochkomplexes System bringt überhaupt nichts, wenn man danach nicht in der Lage ist, die Berechnung korrekt durchzuführen. Und zwar möglichst schnell und wirtschaftlich... |
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cyrix42 God of Posting

 Anmeldungsdatum: 14.08.2006 Beiträge: 21410
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Verfasst am: 06 März 2010 - 19:57:43 Titel: |
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| xmisterDx hat folgendes geschrieben: | Wie auch immer das vorgesehen sein mag, derjenige, der zu Transferleistungen in der Lage ist, befindet sich nie im Nachteil...
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Falsch. Eigentlich habe ich das doch schon ausformuliert: Wenn ich - relativ zu anderen - langsam in Routine-Aufgaben bin, aber schneller in Transferaufgaben, so befinde ich mich klar im Vorteil, wenn zweitere komen und im Nachteil bei ersteren...
| Zitat: |
Wer den Ansatz nicht findet, der kann nämlich auch sein Schema-F-Können nicht unter Beweis stellen...
Derjenige, der auch aufs Verständnis setzt, findet den Ansatz und kann selbstverständlich auch die nachfolgende Rechnung durchführen...
Wer sich ausschließlich aufs Verständnis ODER aufs schnelle Schema-F-rechnen verlässt, der hat selbst schuld, wenn er in der Klausur keine Chance hat. Für eine Klausur ist BEIDES wichtig. Im Berufsalltag übrigens genauso. Der schönste Ansatz für ein hochkomplexes System bringt überhaupt nichts, wenn man danach nicht in der Lage ist, die Berechnung korrekt durchzuführen. Und zwar möglichst schnell und wirtschaftlich... |
Hat das jemand bestritten? Ich habe mich nur gegen die Folgerung "Wer das eine kann, kann auch das andere" verwehrt, weil sie so einfach falsch ist.
Cyrix _________________ Die Wurzel
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Vorschlag im Bürgerdialog der Kanzlerin |
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xmisterDx Senior Member

Anmeldungsdatum: 11.11.2008 Beiträge: 6109
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Verfasst am: 06 März 2010 - 19:58:16 Titel: |
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| Felerlos hat folgendes geschrieben: | | Aber ich will den bisherigen Forschungsstand auf eine Weise vermittelt bekommen, dass ich ihn durchdringen und Verstehen muss, dass ich meinen eigenen Verstand einsetzen muss und nicht einfach nur alles was im Skript steht auswendig lernen muss. Wie soll ich denn später damit arbeiten? Ich muss doch spätestens im Beruf oder in der Forschung die Kenntnisse so verstanden haben, dass ich sie auch auf unbekannte Fälle anwenden kann. Das lehrt die Universität bisher nicht. |
Das ist auch nicht unbedingt die Aufgabe der Universität, sondern die Deine...
Du bist jetzt Student und bist selbst dafür verantwortlich, wie, wann und ob du den in der Vorlesung vermittelten Stoff vertiefst, um ihn zu verstehen und später anwenden zu können... oder ob du das nicht tust...
Die Vorlesung soll dir bloss ne grobe Einführung geben und nen roten Faden durch die Thematik legen... |
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xmisterDx Senior Member

Anmeldungsdatum: 11.11.2008 Beiträge: 6109
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Verfasst am: 06 März 2010 - 20:00:43 Titel: |
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| cyrix42 hat folgendes geschrieben: |
Falsch. Eigentlich habe ich das doch schon ausformuliert: Wenn ich - relativ zu anderen - langsam in Routine-Aufgaben bin, aber schneller in Transferaufgaben, so befinde ich mich klar im Vorteil, wenn zweitere komen und im Nachteil bei ersteren...
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Ja... So ist das Leben... Es besteht nunmal nicht nur aus Transfer und auch nicht nur aus Schema-F. Daher sollte eine Klausur auch Beides beinhalten und Beides bewerten...
| Zitat: |
Hat das jemand bestritten? Ich habe mich nur gegen die Folgerung "Wer das eine kann, kann auch das andere" verwehrt, weil sie so einfach falsch ist.
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Wer Ansätze findet und sie danach nicht lösen kann, sollte sich ernsthafte Gedanken darüber machen, wie er sich im Berufsleben später mal behaupten will  |
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Tantus Senior Member

Anmeldungsdatum: 23.04.2006 Beiträge: 565
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Verfasst am: 06 März 2010 - 20:05:59 Titel: |
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| Viviane21 hat folgendes geschrieben: | | Übrigens durften wir in Latein selbst denken. |
Wie sahen dann Hausarbeiten o.ä. darin aus? |
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Viviane21 Senior Member

 Anmeldungsdatum: 08.02.2007 Beiträge: 2203
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Verfasst am: 06 März 2010 - 20:10:55 Titel: |
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Ich habe mal für eine Hausarbeit eine 2 kassiert wo praktisch die einzigen Quellen Fachlexika waren, dadraus hatte ich dann so Sachen wie Jahreszahlen. Ansonsten halt der zu interpretierende Text, über den die HA ging, war etwas von Seneca.
Praktisch die komplette Interpretation ging auf MEIN Konto, war also eigene Denkleistung und nicht Zusammenfassung von alten Forschern. |
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wima Senior Member

Anmeldungsdatum: 12.05.2006 Beiträge: 1168
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Verfasst am: 06 März 2010 - 20:40:29 Titel: |
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Also, ohne die Diskussion zu verfolgen, möchte ich was anmerken. Habe halt die letzte Seite gelesen.
Natürlich muss man erstmal, wenn man etwas wissenschaftlich erreichen will, einen Überblick über die aktuelle Forschung haben. Das hat man frühestens nach dem Studium.
In der Mathematik muss man aber natürlich schon zu Beginn selbstständig denken, indem man Übungsblätter löst und Beweise für Annahmen herzuleiten versucht.
Für eine Lösung eines Problems gibt es oft viele verschiedene Arten an das Ziel zu kommen und meine Lösung ist nur selten die der Musterlösung. In anderen Fächern ist es doch genauso.
Ein Doktorand einer Übung sagte gangz klar zu Beginn im 3 Semester, das die Diplomarbeit nur aus abschreiben besteht und erst in der Promotion "versucht" wird wissenschaftliche Erkenntnis zu erlangen.
Mal im Ernst. Viele Paper, wissenschaftliche Artikel von Professor, sind auch nur abgeschrieben, bisschen verändert, einige marginale Erkenntnis hinzugefügt usw. So einfach ist es nicht, immer was neues zu produzieren.
Zu den Klausuren. 3 recht verschiedene Szenarien sind doch möglich:
1.Tranferaufgaben auf hohem Niveau.
Nachteil: Es muss sehr viel Zeit für wenige Aufgaben verwendet werden. Manchmal kommt jemand gutes einfach nicht auf den Ansatz, obwohl er den Stoff verstanden hat und jemand, der sehr wenig gelernt hat, aber genau die wenigen Aufgaben getroffen hat, kommt durch.
2."Schema -F" Aufgaben.
Nachteil: Die fleißigen Leute, die nur Übungsaufgaben rechnen, hoffen das ähnliche Aufgaben drankommen. Die Theorie in der Vorlesung wird nicht angeschaut, sondern nur Aufgaben gerechnet.
Vorteil: Man kann sehr viele Aufgaben stellen und eine große Bandbreite an Wissen abfragen.
3. Kombination.
Das ist für mich der beste Ansatz. Man kann relativ viel Wissen und Basics abfragen. In einer Klausur soll man die wichtigsten Grundlagen verstanden haben und das sind viele, somit viele verschiedene einfache Aufgben möglich. Zudem wird auf einigen Aufgaben aufgebaut durch schwierigere Aufgaben um zu sehen, wer neben den Grundlagen weiteres komplexes Wissen hat.
| Zitat: | | Über Studienerfolg entscheidet ausschließlich Motivation und Arbeitsbereitschaft, Dinge wie Intelligenz oder Talent für ein Fach scheinen keine Rolle zu spielen. |
Auf unseren Matheklausuren stand oft:)
Excellenz besteht aus.
50 Prozent Talent
50 Prozent Fleiß
50 Prozent Glück _________________ Um eine Frau oder einen Edelstein kennenzulernen, muss man beide zuerst einmal aus der Fassung gebracht haben. |
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Jo84 Senior Member

Anmeldungsdatum: 28.11.2007 Beiträge: 255
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Verfasst am: 06 März 2010 - 21:38:53 Titel: |
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Was ist bei der Klausur wichtig? Doch wohl Schein und gute Note.
Alles andere ist doch vollkommen egal.
Wenn ich meine gute Note mit Schema-F bekomme gut, wenn ich sie durch Transfer bekomme auch gut.
Übrigens habe ich nie einen Prof. getroffen, der von Klausuren überzeugt war.
Wenn ich eigenständig Denken will, dann nehme ich das Skript und arbeite es sorgfältig durch und lese die Literaturangaben des Professors.
Im höheren Semester hat sich der Klausurenterror eh erledigt. Wobei ich mir manchmal eine Klausur wünsche. Eigenständiges Denken mach nämlich nicht nur Freude (vor allem als Master mit großem Scheindruck). |
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Viviane21 Senior Member

 Anmeldungsdatum: 08.02.2007 Beiträge: 2203
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Verfasst am: 07 März 2010 - 01:04:41 Titel: |
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| wima hat folgendes geschrieben: |
Auf unseren Matheklausuren stand oft:)
Excellenz besteht aus.
50 Prozent Talent
50 Prozent Fleiß
50 Prozent Glück |
Das stand SO ausgerechnet auf einer MATHEKLAUSUR?!? |
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Klunki Senior Member

 Anmeldungsdatum: 09.10.2007 Beiträge: 2781
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Verfasst am: 07 März 2010 - 02:47:05 Titel: |
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| xmisterDx hat folgendes geschrieben: | | Felerlos hat folgendes geschrieben: | | Aber ich will den bisherigen Forschungsstand auf eine Weise vermittelt bekommen, dass ich ihn durchdringen und Verstehen muss, dass ich meinen eigenen Verstand einsetzen muss und nicht einfach nur alles was im Skript steht auswendig lernen muss. Wie soll ich denn später damit arbeiten? Ich muss doch spätestens im Beruf oder in der Forschung die Kenntnisse so verstanden haben, dass ich sie auch auf unbekannte Fälle anwenden kann. Das lehrt die Universität bisher nicht. |
Das ist auch nicht unbedingt die Aufgabe der Universität, sondern die Deine...
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Genauso ist es, normalerweise sollst du selber Nachforschungen durchführen, in den Themengebieten, in denen du dich vertiefst, was aber natürlich erst nach den Grundlagen kommt, nämlich ab ca dem Master/Diplom (Schätzungsweise 6-7. Semester). Dieses schon in den ersten Semestern zu fordern, darum geht es doch im Grunde hier, ist einfach absurd. |
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Felerlos Full Member

Anmeldungsdatum: 12.04.2008 Beiträge: 164
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Verfasst am: 07 März 2010 - 05:40:16 Titel: |
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Finde ich nicht. Wenn ich also im Endeffekt aus den Vorlesungen der ersten 4 Semester nichts mitnehme, warum starte ich dann nicht gleich im 5. Semester? Hat der Staat soviel Geld über meine Ausbildung 2 Jahre lang zu absolvieren, obwohl das Studium erst danach "anfängt".
Ich finde eher diese Vorstellung absurd, dass an die ersten Unisemester angeblich weder der Anspruch gestellt wird, mir verwertbares Wissen für zukünftige Veranstaltung zu vermitteln, noch mich auf eine berufliche Tätigkeit vorzubereiten, noch irgendeine Relevanz für eine wissenschaftliche Karriere haben. Dann frage ich mich aber wirklich: Wozu das ganze? |
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Dipl.Bio_d.NW Senior Member

 Anmeldungsdatum: 19.03.2009 Beiträge: 616
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Verfasst am: 07 März 2010 - 07:25:15 Titel: |
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| Felerlos hat folgendes geschrieben: | Finde ich nicht. Wenn ich also im Endeffekt aus den Vorlesungen der ersten 4 Semester nichts mitnehme, warum starte ich dann nicht gleich im 5. Semester? Hat der Staat soviel Geld über meine Ausbildung 2 Jahre lang zu absolvieren, obwohl das Studium erst danach "anfängt".
Ich finde eher diese Vorstellung absurd, dass an die ersten Unisemester angeblich weder der Anspruch gestellt wird, mir verwertbares Wissen für zukünftige Veranstaltung zu vermitteln, noch mich auf eine berufliche Tätigkeit vorzubereiten, noch irgendeine Relevanz für eine wissenschaftliche Karriere haben. Dann frage ich mich aber wirklich: Wozu das ganze? |
du bist für einen erstsemester ganz schön anmaßend und gebärst dich, als hättest du die weisheit mit löffeln gefressen...
ich kann natürlich nur für meinen studiengang - bio auf diplom - sprechen.. im grundstudium haben wir in bio, chemie und physik einen thematischen rundumschlag über alle allgemeinen themengebiete der fachbereiche bekommen - sowohl theoretisch als auch praktisch. ich musste unmengen (für mich uninteressantes) zeugs lernen - von hunderten blütenformeln und lateinischen namen von blümchen und viechern, bis hin zu einem fragenkatalog mit 350 fragen, den man nur auswendig lernen musste, da der prof in seiner klausur etwa 70 dieser fragen 1:1 so gestellt hat. btw, es lässt sich wesentlich besser und schneller auswendig lernen, wenn man das prinzip dahinter verstanden hat und sich nur noch einen haufen variablen merken muss...
bei mir waren allerdings in allen fächern - besonders bei den protokollen der praktikas (wenn man sie alleine geschrieben hat und sich nicht einfach einer vorlage der höheren semester bedient hat) durchaus transferleistungen gefragt - und wenn du mal bei ein paar absolventen nachfragst (mediziner ausgenommen), wirst du feststellen, dass es bei allen im grundstudium/bachelor ein mix aus auswendiglernen und anwenden ist und dass ALLE (ja, auch die mediziner ) zeugs lernen müssen, was sie eigentlich nicht interessiert oder langweilt - das gehört im studium dazu und ist auch gut so, da es wenigstens eine wirkliche vorbereitung auf das arbeitsleben darstellt, weil es gerade im arbeitsleben oft genug vorkommt, dass du aufgaben auf den tisch bekommst, die dir nicht so spass machen oder dir liegen - selbst wenn dir der job an sich spass macht... so what, je früher du lernst, damit umzugehen und dich auch zügig und effektiv da durchzubeissen, desto einfacher fällt es dir später auch im job.
nochmal zum prinzip unseres bildungssystems (im optimalfall! bitte keine OT-diskussion über das bildungssystem und seine mängel): in der oberstufe hat man viele themenbereiche oberflächlich angekratzt - das schafft allgemeinbildung und hilft bei der orientierung und interessens- und persönlichkeitsfindung. hat man einen themenbereich für sich gefunden, bei dem man interesse daran hat, mehr darüber zu erfahren, sollte man es studieren. im studium angekommen, wird man erstmal von informationen überflutet und muss sich in kürzester zeit die grundlagen aller themengebiete reinprügeln. auch das schafft ein grundverständnis der prinzipien, denn selbst wenn ich dir heute keine einzige blütenformel mit konkreten zahlen mehr nennen könnte, weiß ich doch, wie ein botaniker an die bestimmung einer pflanze herangeht, was die blütenformel bedeutet und was der unterschied zwischen familie, gattung und art ist, usw... im grundstudium sind wir in allen themengebieten eine ebene tiefer in die materie eingestiegen als in der oberstufe, aber auch hier diente das grundstudium dazu, eine allgemeinbildung in einer bestimmten fachrichtung zu schaffen und auch zur persönlichen orientierung der interessen, was die spezialisierung im hauptstudium/master angeht - dabei geht es um die frage, wo möchte man sich weiter in die spezielle materie vertiefen und an die grenzen des aktuellen wissens stoßen, damit man eine ansatzstelle hat, um weiter zu boren... denn ganau das passiert in der wissenschaft: man schafft grundlagen, um möglichst viele prinzipien, methoden und herangehensweisen kennen zu lernen, verschafft sich einen überblick über den aktuellen wissensstand eines speziellen gebietes und überlegt sich, aufgrund dieser basis, herangehensweisen/modelle/(lösungs-)ansätze für offene fragen dieses gebietes.
es ist nunmal so im leben - es gibt keine abkürzung auf dem weg zum erfolg, sonst wäre es keiner!
ich persönlich habe die tatsächliche und alltägliche arbeit als wissenschaftler erst während meiner diplomarbeit kennengelernt und danach für mich entschieden, dass das forscherdasein nichts für mich ist. trotzdem bereue ich die wahl meines studiums nicht, da ich das studiert habe, was mich interessiert und mir spass gemacht hat und ich der meinung bin (und auch die erfahrung gemacht habe), dass man in fast jedem bereich die möglichkeit hat, sein wissen in anderen berufszweigen als dem klassischen wissenschaftler einzubringen und erfolgreich damit zu sein... _________________ AUSHALTEN - MAUL HALTEN - DURCHHALTEN!
Das Leben ist kein Ponyhof! |
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Klunki Senior Member

 Anmeldungsdatum: 09.10.2007 Beiträge: 2781
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Verfasst am: 07 März 2010 - 09:48:14 Titel: |
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| Felerlos hat folgendes geschrieben: | Finde ich nicht. Wenn ich also im Endeffekt aus den Vorlesungen der ersten 4 Semester nichts mitnehme, warum starte ich dann nicht gleich im 5. Semester? Hat der Staat soviel Geld über meine Ausbildung 2 Jahre lang zu absolvieren, obwohl das Studium erst danach "anfängt".
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Was heißt denn nichts mitnehmen? Du, als Ersti, kannst doch noch gar nicht beurteilen, was für die Vertiefungen relevant ist. Nochma die Frage, was soll ich einem Ersti die aktuellen Forschungsergebnisse in der Grenzschichtforschung nahe bringen, wenn dieser noch nix von partiellen Differentialgleichungen gehört hat?
Zudem ist es absolut sinnlos, einem Erstsemester, der in 3 Jahren frühestens in den Beruf geht, den AKTUELLEN Stand aufzuzeigen? Dir ist schon klar, dass innerhalb von 3 Jahren enorme Veränderungen stattfinden können. Mit den Grundlagen bist du später im Stande die aktuellen Forschungsergebnisse selber zu interpretieren und nun erzähl mir net, dass du aktuelle Papers zur Hand nimmst und diese als Nachtlektüre im ersten Semester liest. |
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xmisterDx Senior Member

Anmeldungsdatum: 11.11.2008 Beiträge: 6109
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Verfasst am: 07 März 2010 - 10:36:07 Titel: |
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| Felerlos hat folgendes geschrieben: | Finde ich nicht. Wenn ich also im Endeffekt aus den Vorlesungen der ersten 4 Semester nichts mitnehme, warum starte ich dann nicht gleich im 5. Semester? Hat der Staat soviel Geld über meine Ausbildung 2 Jahre lang zu absolvieren, obwohl das Studium erst danach "anfängt".
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Wenn du aus den ersten 4 Semestern nichts mitnimmst, dann wirst du im 5. Semester sehr wahrscheinlich ganz mächtig auf die Schnauze fallen...
Aber es hat keinen Sinn weiter mit dir zu diskutieren, da du offenbar ohnehin alles besser weisst...
Wechsle halt zu Mathematik oder Physik. Du wirst sehen, dass es auch dort Themengebiete gibt, die dich furchtbar langweilen, deren Sinn du nicht erkennst und die du später möglicherweise nicht brauchst...
Unsere Physikstudentin hier verschweigt nämlich, dass du in Physik in der Regel umfangreiche Laborpraktika zu absolvieren hat, deren tieferen Sinn man überhaupt nicht nachvollziehen kann, weil man die Theorie nicht hatte. Ich kann mich an entsprechende Beschwerdethreads von Physikstudenten hier im Forum erinnern... |
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R1 Gesperrter User

 Anmeldungsdatum: 27.09.2009 Beiträge: 931
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Verfasst am: 07 März 2010 - 13:38:36 Titel: |
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| Honorardozent hat folgendes geschrieben: | | Das Niveau hat an Universitäten tatsächlich stark abgenommen, woran das liegt kann ich Ihnen leider nicht sagen. Dennoch war ich ein wenig erschrocken, als ich mir mal ein paar aktuelle Mathematik-Klausuren angesehen habe. |
Hallo Herr Honorardozent Dr. Dipl. Math. (FH) Oberschüler,
hier wird sich geduzt.....verstehste?
Und wenn ich Dir sagen darf: Wenn einer sich dermaßen produziert, wie Du und dann damit kommt, wie sehr ihn das "Niveau von heute" erschrickt, wird den Göttern übel.
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R1 Gesperrter User

 Anmeldungsdatum: 27.09.2009 Beiträge: 931
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Verfasst am: 07 März 2010 - 13:46:36 Titel: |
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Dies hier - von Dipl. Bio_d.NW -
AUSHALTEN - MAUL HALTEN - DURCHHALTEN!
Das Leben ist kein Ponyhof!
ist, finde ich, sehr aussagekräftig.
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Justav Moderator

Anmeldungsdatum: 31.01.2006 Beiträge: 2147
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Verfasst am: 07 März 2010 - 13:48:22 Titel: |
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Oft ist das Problem bei Transferaufgaben, was ich zumindest an meiner Uni und meinen Klausuren feststelle, dass die Lehrstühle zu faul oder zu unterbesetzt sind, um richtig aufwändige Klausuren zu korrigieren. Zu Abiturzeiten gab es noch 5-Stündige Klausuren, die jeden einzeln mit z.T. mehreren Stunden Aufwand korrigiert wurden, Rechenwege nachvollzogen wurden, usw. An der Uni dauern die Prüfungen nun meist nur 60, 90, oder in wenigen Fällen 120 Minuten und die Transferleistung kommt oft zu kurz, es werden vor allem Sachen abgefragt, die "in der Kürze der Zeit" prüfbar sind, und auch nach Schema korrigierbar sind, d.h. Multiple Choice oder Rechenaufgaben ohne besonders große Transferleistung. Das ist allerdings in Mathematik, Thermodynamik, Mechanik, Regelungstechnik usw. ausreichend, um sehr viele daran scheitern zu lassen.
Auf der anderen Seite muss man besonders in den ersten Semestern erstmal ein Grundlagenwissen aufbauen. Da braucht der Studi nicht groß Transfer bringen, sondern erstmal kapiert haben wie man ein mechanisches System freischneidet, wie man die Entropieproduktion einer Turbine bestimmt, wie man eine Laplacetransformation vornimmt. Damit sind die meisten schon sehr gut ausgelastet. Wenn die ganzen Basics mal da sind, was in einigen Studiengängen schon 6-8 Semester dauern kann, dann kann darauf aufbauend Transfer geleistet werden. Es ist ja schön wenn sich die Studis eher für den neuen Hybridmotor interessieren als für die einzelnen Zahnräder, die verwendeten Werkstoffe, die Strömungen im Turbolader oder Lagerbelastung, aber man muss ja immer schön aufeinander aufbauen. |
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sarc Senior Member

 Anmeldungsdatum: 21.09.2006 Beiträge: 2660
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Verfasst am: 07 März 2010 - 14:33:10 Titel: |
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Erst mal ne Anmerkung zum Eingangsposst:
| Zitat: | Ohne arrogant klingen zu wollen denke ich dass ich von den geistigen Vorraussetzungen für fast jedes (künstlerisches müsste man streichen ) Studium geeignet bin. |
| Zitat: | | Es klingt immer so als könnten nur Genies in einem Mathematik Studium bestehen und selbst diese nur wenn sie alle anderen Interessen und Hobbys für die Studienzeit hinten anstellen. |
Irgendwas passt da nicht zusammen, mit deinen Voraussetzungen dürftest du ja keine Angst vor der Mathematik haben...
Von der Vorstellung, dass du nur mit Verständnis weiterkommst, wirst du dich aber im Studium lösen müssen. Ich kenn einige Leute, die zu Schulzeiten stinkfaul waren und damit durchgekommen sind, weil sie den Stoff kapiert haben und damit auch nen Großteil der Aufgaben lösen konnten.
Die sind aber alle später zu Leuten mutiert, die sich dann mal ne gehörige Zeit vor der Klausur eingeschlossen und gelernt haben wie die Blöden. Die, dies nicht gemacht haben, sind ziemlich bös auf den Hintern gefallen.
Egal welches Fach, ohne Lernen kommst du einfach nicht durch. Der einzige Unterschied besteht vielleicht noch darin, ob ich stumpf Skripte auswendig lerne (worauf ich persönlich auch keinen Bock hätte) oder ob ich in der Mathematik halt Beweisverfahren und Beispiele lerne, weil das in der Klausur gefragt wird.
Und nebenbei bemerkt: Dafür, dass ich zu Schulzeiten Vokabeln (und ähnliches) lernen gehasst hab, hab ich mir für diverse Vordiplom- und Diplomprüfungen ne erstaunliche Menge Formeln in den Kopf prügeln dürfen. Das hätt ich vorher auch nicht vermutet, dass das mal notwendig sein wird... _________________
| Photonenkopf hat folgendes geschrieben: | Das klärt zwar die Frage nach dem warum nicht, aber es hört sich gut an . |
Was glauben Sie, was in Deutschland los wäre, wenn mehr Menschen begreifen würden, was hier los ist? - Volker Pispers |
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HarryMorgan Full Member

Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 248
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Verfasst am: 07 März 2010 - 15:02:22 Titel: |
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Nochmal an den Threadersteller: Hast du mal ein wenig in der Bib gestöbert, und dich in Bücher zu advanced Micro/Macro, Econometrics, Time Series, Quantitive Finance eingelesen? Und fühlst du dich dann immer noch so krass unterfordert? Es hält dich ja niemand davon ab, dich da schonmal selbstständig einzuarbeiten. _________________ "Our smartest students should go into engineering, not finance" (Paul Volcker) |
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chris08 Full Member

Anmeldungsdatum: 07.04.2008 Beiträge: 196
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Verfasst am: 07 März 2010 - 16:16:37 Titel: |
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Wenn dich stures auswendiglernen langweilt, studiere Mathe, Informatik oder Physik an einer Uni.
Auch wenn in den Klauseren die Aufgaben überwiegen, bei denen man Aufgaben aus den Übungen reproduzieren muss, muss man diese Aufgaben in den Übungen ja erstmal verstehen. Da wird dann auch sehr viel eigene Denkleistung erwartet. Und genau daran scheitern die meisten auch. Die Klauseren sind im Vergleich zu den Übungen eigentlich immer pillepalle. Es ist ja auch fast unmöglich in zwei Stunden den ganzen Stoff abzufragen und dann noch Aufgaben zu stellen bei denen man lange nachdenken muss.
Zumindest bei Informatik wirst du auch wenig auswendig lernen müssen. Wir dürfen bei vielen Fächern in den Klausuren seitenweise Notizen mit rein nehmen. Da kommt es dann auch wirklich nur darauf an ob man den Stoff kapiert hat. |
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norbertino Full Member

Anmeldungsdatum: 14.04.2007 Beiträge: 113
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Verfasst am: 07 März 2010 - 18:10:06 Titel: |
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| Viviane21 hat folgendes geschrieben: |
Also 10 Artikel zum gleichen Thema auf 15 Seiten kürzen. Großartig. |
Nennt sich Review und eignet sich hervorragend, um die eigene Publikationsliste mit wenig Aufwand künstlich aufzupumpen. Das ist für einige Leute Wissenschaft.  |
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Kingklein Full Member

Anmeldungsdatum: 04.02.2009 Beiträge: 196
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Verfasst am: 07 März 2010 - 20:07:40 Titel: |
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Das Wort heißt WissenSCHAFT
Ich ging bisher immer davon aus, dass man in Bacherlorabeiten etc. auch Wissen SCHAFFEN soll. Sonst ist es doch wohl kaum eine Wissenchaft!! Es erschüttert mich echt wenn ich hier so lese, um was es in Bachelorarbeiten eigentlich geht!! |
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xmisterDx Senior Member

Anmeldungsdatum: 11.11.2008 Beiträge: 6109
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Verfasst am: 07 März 2010 - 20:21:10 Titel: |
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Wenn du selbst erstmal an deiner Bachelorarbeit schreibst bzw. dich in der Einarbeitungsphase befindest, dann wirst du ziemlich froh darüber sein, dass man von dir keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse erwartet. Da sitzt du dann nämlich etwas länger dran, als ein paar Monate...
Das kannste dann während der Promotion machen. Im naturwissenschaftlichen Bereich einige Jahre lang... |
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Klunki Senior Member

 Anmeldungsdatum: 09.10.2007 Beiträge: 2781
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Verfasst am: 07 März 2010 - 20:31:14 Titel: |
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Glaubt hier eigentlich jeder, dass jeder, der ein Bachelorstudium abgeschlossen hat, nen Mittel gegen Krebs erfindet, neue Werkstoffe entdeckt oder ne neue Legierung entwickelt?
Ich bitte euch, etwas weniger, entschuldigt die direkte Aussage, Naivität wäre schon angebracht, oder etwa nicht?
Zur Information lest euch doch einfach mal Bachelorarbeiten/Diplomarbeiten/Masterarbeiten etc. durch, welche meistens in Bibliotheken aufbewahrt werden. Dann bekommt man schon nen Eindruck was erwartet wird.
edit:
Aber mal ernsthaft, setzt euch doch einfach hin, wenn ihr unterfordert seid und schreibt eigene "Papers", führt Forschungsarbeiten durch, da ihr ja sowieso nix aus eurem Studium mitzunehmen scheint, dürfte das ja für euch kein Problem sein, dieses schon im 1. Semester zu bewerkstelligen. Die Grundlagen aus den ersten Semester benötigt ihr ja anscheinend nicht.
Dann seid ihr auch etwas mehr ausgelastet.
Zuletzt bearbeitet von Klunki am 07 März 2010 - 20:34:05, insgesamt einmal bearbeitet |
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Julia*86 Senior Member

Anmeldungsdatum: 25.03.2008 Beiträge: 318
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Verfasst am: 07 März 2010 - 20:33:26 Titel: |
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| xmisterDx hat folgendes geschrieben: |
Unsere Physikstudentin hier verschweigt nämlich, dass du in Physik in der Regel umfangreiche Laborpraktika zu absolvieren hat, deren tieferen Sinn man überhaupt nicht nachvollziehen kann, weil man die Theorie nicht hatte. Ich kann mich an entsprechende Beschwerdethreads von Physikstudenten hier im Forum erinnern... |
Das mit den Praktika kann ich auch bestätigen, ging mir letztes Semester so...und wird mir nächstes Semester wohl auch wieder so gehen, es stehen nämlich wieder Praktika an . |
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someDay Senior Member

Anmeldungsdatum: 04.09.2005 Beiträge: 3889
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Verfasst am: 07 März 2010 - 20:40:20 Titel: |
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Weder in Bachelor~ noch in Masterarbeiten werden signifikante neue Erkenntnisse erwartet. In Diplomarbeiten in den Naturwissenschaften war das einmal der Fall - weswegen sie über 3 Semester angesetzt waren - , inzwischen nicht mehr.
Das heisst aber nicht, dass diese Arbeiten wissenschaftlich völlig wertlos sind. Ideen werden kritisch überprüft, Ergebnisse vielleicht auf einem einfacherem Weg hergeleitet oder einfach nur ein Thema wesentlich einleuchtender präsentiert als dies zuvor der Fall war.
sD. |
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xmisterDx Senior Member

Anmeldungsdatum: 11.11.2008 Beiträge: 6109
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Verfasst am: 07 März 2010 - 20:46:58 Titel: |
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In aller Regel haben diese Arbeiten vor allem einen Zweck:
Sie dienen Firmen dazu, bestimmte Probleme günstig von Diplomanden lösen zu lassen
So sieht das zumindest im technischen Bereich aus. Die Abschlussarbeiten haben das primäre Ziel in der Anwendung und Lösung realer Probleme auf Basis von bestehenden Forschungsergebnissen... |
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someDay Senior Member

Anmeldungsdatum: 04.09.2005 Beiträge: 3889
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Verfasst am: 07 März 2010 - 20:54:47 Titel: |
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| xmisterDx hat folgendes geschrieben: |
Sie dienen Firmen dazu, bestimmte Probleme günstig von Diplomanden lösen zu lassen  |
Mag sein. Allerdings üblicherweise zum beiderseitigen Vorteil und auch die Hochschule freut sich.
sD. |
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xmisterDx Senior Member

Anmeldungsdatum: 11.11.2008 Beiträge: 6109
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Verfasst am: 07 März 2010 - 20:58:22 Titel: |
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Klar... Wobei der beiderseitige Vorteil nur dann besteht, wenn nach Abschluss eine Übernahme erfolgt...
Ansonsten war man tatsächlich nur eine billige Arbeitskraft... |
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CarlosII Senior Member

Anmeldungsdatum: 21.11.2008 Beiträge: 493
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Verfasst am: 07 März 2010 - 21:49:00 Titel: |
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| someDay hat folgendes geschrieben: | | Weder in Bachelor~ noch in Masterarbeiten werden signifikante neue Erkenntnisse erwartet. In Diplomarbeiten in den Naturwissenschaften war das einmal der Fall - weswegen sie über 3 Semester angesetzt waren - , inzwischen nicht mehr. |
Oftmals werden nicht mal in Dissertationen signifikant neue Ergebnisse erzielt. Schaut euch doch die Mediziner oder Chemiker an, wo die Promotion der "Regelabschluss" ist. Völlig abwegig, dass 90-95% aller Absolventen gute Forschungsleistungen erbringen können... |
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someDay Senior Member

Anmeldungsdatum: 04.09.2005 Beiträge: 3889
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Verfasst am: 07 März 2010 - 23:09:45 Titel: |
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| xmisterDx hat folgendes geschrieben: | Klar... Wobei der beiderseitige Vorteil nur dann besteht, wenn nach Abschluss eine Übernahme erfolgt...
Ansonsten war man tatsächlich nur eine billige Arbeitskraft... |
Praxiserfahrung? Wer "billige Arbeitskraft" ausschliessen möchte, dem steht die Option einer nicht in einem Unternehmen verfassten Arbeit offen. Aus Unternehmenssicht ist es auch ein Risiko, dem Studenten Arbeitsplatz und Betreuer zu stellen. Hier ein "Ausnutzungsszenario" zu konstruieren ist in meinen Augen eine ziemliche Überschätzung der Qualität von Bachelor/Masterarbeiten.
| CarlosII hat folgendes geschrieben: | | Oftmals werden nicht mal in Dissertationen signifikant neue Ergebnisse erzielt. Schaut euch doch die Mediziner oder Chemiker an, wo die Promotion der "Regelabschluss" ist. Völlig abwegig, dass 90-95% aller Absolventen gute Forschungsleistungen erbringen können... |
Eine Dissertation muss ausdrücklich keine gute Forschungsleistung sein. Mindestansprüche an "neue Erkenntnisse" variieren. In Chemie - und anderen Fächern - wird viel Zeit mit Sissifusarbeit im Labor verbracht und die Relevanz der Ergebnisse ist nicht viel mehr als Zufall. So insignifikant die Ergebnisse auch sei mögen, relevant ist am Schluss die methodische Arbeit und das Vorhandensein *irgendwelcher* neuen Ergebnisse. Ich finde es lässt sich gut vertreten, dass zumindest bei den Chemikern nach ein paar Jahren im Labor etwas verwertbares heraus kommt.
Viele der Studenten hier sind wohl noch nicht einmal bei ihrer Bachelorarbeit angekommen und könnten sehr falsche Vorstellungen von solchen Arbeiten oder gar Dissertationen haben. Wer eine Dissertation als intellektuelles Feuerwerk mit tatsächlicher wissenschaftlicher Relevanz auffasst, der täuscht sich massiv. In der Praxis geht es vor allem um das Erlernen von "Ideen finden" sowie handwerklichen Fähigkeiten. Dies führt zu vielen Misserfolgen und wenigen Erfolgen, die zwar meist herzhaft irrelevant aber wenigstens neu sind. Daraus destilliert man nun entweder 3-4 Paper ("The second author is a graduate student at ...") oder ein grösseres Werk, welche dann von ein paar Menschen gelesen und bewertet werden.
Es gibt sehr wenige Ausnahmen, die erkennt man dann daran dass sie mit 30 Prof sind.
sD. |
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xmisterDx Senior Member

Anmeldungsdatum: 11.11.2008 Beiträge: 6109
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Verfasst am: 07 März 2010 - 23:21:50 Titel: |
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| someDay hat folgendes geschrieben: |
Praxiserfahrung? Wer "billige Arbeitskraft" ausschliessen möchte, dem steht die Option einer nicht in einem Unternehmen verfassten Arbeit offen. Aus Unternehmenssicht ist es auch ein Risiko, dem Studenten Arbeitsplatz und Betreuer zu stellen. Hier ein "Ausnutzungsszenario" zu konstruieren ist in meinen Augen eine ziemliche Überschätzung der Qualität von Bachelor/Masterarbeiten. |
Nun, ich kann da natürlich nur über die Abschlussarbeiten urteilen, die ich kenne. Diese haben dem Unternehmen aber in der Tat einen deutlich erkennbaren Nutzen erbracht...
Den Absolventen wurde bzw. wird allerdings in der Regel auch ne Stelle angeboten. Aber es ist gerade im Ingenieursbereich durchaus so, dass Abschlussarbeiten einen nicht unerheblichen Teil der Wertschöpfung ausmachen. Billiger kriegt ein Unternehmen sowas nicht...
Ob man das nun als Ausnutzungsszenario bezeichnen möchte, lasse ich mal dahingestellt... |
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Klunki Senior Member

 Anmeldungsdatum: 09.10.2007 Beiträge: 2781
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Verfasst am: 07 März 2010 - 23:33:35 Titel: |
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| someDay hat folgendes geschrieben: | | xmisterDx hat folgendes geschrieben: | Klar... Wobei der beiderseitige Vorteil nur dann besteht, wenn nach Abschluss eine Übernahme erfolgt...
Ansonsten war man tatsächlich nur eine billige Arbeitskraft... |
Aus Unternehmenssicht ist es auch ein Risiko, dem Studenten Arbeitsplatz und Betreuer zu stellen. Hier ein "Ausnutzungsszenario" zu konstruieren ist in meinen Augen eine ziemliche Überschätzung der Qualität von Bachelor/Masterarbeiten. |
(Gesprochen aus meinen Erfahrungen)
Nun, des öfteren sind Leute, die ihre Diplomarbeit in Unternehmen schreiben schon vorher in dieser Firma als Praktikant oder ähnliches tätig gewesen. Daher hält sich das Risiko in Grenzen. Trotzdem muss ich "xmisterDx" recht geben. Die Diplomanden bekommen meist weniger als Praktikanten, selbst in der Firma wo ich gerade tätig bin. Diese setzen aber in der Tat reale Problemlösungen in die Tat um und erweitern das Angebot dieser Firma durch eigens entwickelte "Solver", unter anderem.
Zu Bachelorarbeiten würde ich deine Sichtweise unterstützen [edit: obwohl ich hinsichtlich dieser Abschlussarbeit, Bachelor, wirklich wenig Erfahrungen hab, daher mal als Kleingedrucktes interpretieren ], "someDay", aber bei Diplomarbeiten kann das ganze schon wieder anders aussehen.
Zudem muss ich noch anmerken, man muss wirklich unterscheiden zwischen Diplomarbeiten in der Industrie oder in der Hochschule. In der Industrie musst du wirklich was leisten, im Gegensatz bei Hochschulproblemen, die auch ab und zu mal "Gelaber" zulassen. Der Druck vom Chef, in einer Firma, gibt schon seinen Teil dazu bei. Selbst für Diplomanden sind Zeitpläne einzuhalten, für Resultate.
Wie gesagt, eigene Erfahrungen. Du magst andere Erfahrungen gemacht haben, aber trotzdem kann ich "xmisterDx" Kommentar schon nachvollziehen. |
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teeri Full Member

 Anmeldungsdatum: 29.07.2009 Beiträge: 138 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 07 März 2010 - 23:52:10 Titel: |
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Die gleichen frustrierenden Gedanken wie den Threadersteller plagen mich auch seit Studienbeginn. Es heißt doch "Hochschulreife". Eigentlich müsste es naheliegend sein, dass man die Fähigkeiten, die man im Abitur beweist, an der Uni ab dem 1. Semester braucht.
Ich habe gelernt fünf Stunden am Stück eine Klausur zu schreiben. Wozu? Jetzt dauern die Klausuren höchstens 90 Minuten.
Ich habe vor allem in den Naturwissenschaften gelernt, Faktenwissen auf neue Problemstellungen anzuwenden. Beschriebene Szenarien zu interpretieren. Brauche ich alles seit Jahren nicht mehr.
Ich habe in den Sprachen und in Musik gelernt, Texte anhand von Hintergrundwissen zu Geschichte und Rhetorik zu interpretieren. Dazu bin ich an der Uni nicht kompetent genug.
Ich denke der Grund liegt wie schon mal hier geäußert nur daran, dass niemand das Geld hat, solche Klausuren erstellen und korrigieren zu lassen. Es verlangt doch niemand, das Rad neu erfinden zu dürfen, sondern einfach ein paar Anwendungsaufgaben wie in der Schule.
Nächstes Semester wechsle ich meinen Studiengang von Geisteswissenschaften Richtung Naturwissenschaften. Ein wichtiger Schritt zu dieser Entscheidung war ein Kurs, den ich so zum Spaß gemacht habe: Recht für Nichtjuristen. Ich habe keine Ahnung, was man bei Jura tut, aber in diesem Kurs mussten wir denken. Und das richtig schnell. Wir bekamen einen Gesetzestext und einen fiktiven Fall und mussten dann überlegen, was zu tun ist. Es war, als wäre mein Gehirn aus dem Tiefschlaf erwacht! Meine Gedanken wurden wieder schneller. Ein wunderbares Gefühl. |
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