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"Verständnisfach" zum Studieren
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R1
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Anmeldungsdatum: 27.09.2009
Beiträge: 931

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 13:38:36    Titel:

Honorardozent hat folgendes geschrieben:
Das Niveau hat an Universitäten tatsächlich stark abgenommen, woran das liegt kann ich Ihnen leider nicht sagen. Dennoch war ich ein wenig erschrocken, als ich mir mal ein paar aktuelle Mathematik-Klausuren angesehen habe.




Hallo Herr Honorardozent Dr. Dipl. Math. (FH) Oberschüler,

hier wird sich geduzt.....verstehste?

Cool


Und wenn ich Dir sagen darf: Wenn einer sich dermaßen produziert, wie Du und dann damit kommt, wie sehr ihn das "Niveau von heute" erschrickt, wird den Göttern übel.

Twisted Evil
R1
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 27.09.2009
Beiträge: 931

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 13:46:36    Titel:

Dies hier - von Dipl. Bio_d.NW -

AUSHALTEN - MAUL HALTEN - DURCHHALTEN!
Das Leben ist kein Ponyhof!

ist, finde ich, sehr aussagekräftig.

Shocked
Justav
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Anmeldungsdatum: 31.01.2006
Beiträge: 2147

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 13:48:22    Titel:

Oft ist das Problem bei Transferaufgaben, was ich zumindest an meiner Uni und meinen Klausuren feststelle, dass die Lehrstühle zu faul oder zu unterbesetzt sind, um richtig aufwändige Klausuren zu korrigieren. Zu Abiturzeiten gab es noch 5-Stündige Klausuren, die jeden einzeln mit z.T. mehreren Stunden Aufwand korrigiert wurden, Rechenwege nachvollzogen wurden, usw. An der Uni dauern die Prüfungen nun meist nur 60, 90, oder in wenigen Fällen 120 Minuten und die Transferleistung kommt oft zu kurz, es werden vor allem Sachen abgefragt, die "in der Kürze der Zeit" prüfbar sind, und auch nach Schema korrigierbar sind, d.h. Multiple Choice oder Rechenaufgaben ohne besonders große Transferleistung. Das ist allerdings in Mathematik, Thermodynamik, Mechanik, Regelungstechnik usw. ausreichend, um sehr viele daran scheitern zu lassen.

Auf der anderen Seite muss man besonders in den ersten Semestern erstmal ein Grundlagenwissen aufbauen. Da braucht der Studi nicht groß Transfer bringen, sondern erstmal kapiert haben wie man ein mechanisches System freischneidet, wie man die Entropieproduktion einer Turbine bestimmt, wie man eine Laplacetransformation vornimmt. Damit sind die meisten schon sehr gut ausgelastet. Wenn die ganzen Basics mal da sind, was in einigen Studiengängen schon 6-8 Semester dauern kann, dann kann darauf aufbauend Transfer geleistet werden. Es ist ja schön wenn sich die Studis eher für den neuen Hybridmotor interessieren als für die einzelnen Zahnräder, die verwendeten Werkstoffe, die Strömungen im Turbolader oder Lagerbelastung, aber man muss ja immer schön aufeinander aufbauen.
sarc
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Anmeldungsdatum: 21.09.2006
Beiträge: 2660

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 14:33:10    Titel:

Erst mal ne Anmerkung zum Eingangsposst:

Zitat:
Ohne arrogant klingen zu wollen denke ich dass ich von den geistigen Vorraussetzungen für fast jedes (künstlerisches müsste man streichen Wink ) Studium geeignet bin.


Zitat:
Es klingt immer so als könnten nur Genies in einem Mathematik Studium bestehen und selbst diese nur wenn sie alle anderen Interessen und Hobbys für die Studienzeit hinten anstellen.


Irgendwas passt da nicht zusammen, mit deinen Voraussetzungen dürftest du ja keine Angst vor der Mathematik haben...


Von der Vorstellung, dass du nur mit Verständnis weiterkommst, wirst du dich aber im Studium lösen müssen. Ich kenn einige Leute, die zu Schulzeiten stinkfaul waren und damit durchgekommen sind, weil sie den Stoff kapiert haben und damit auch nen Großteil der Aufgaben lösen konnten.
Die sind aber alle später zu Leuten mutiert, die sich dann mal ne gehörige Zeit vor der Klausur eingeschlossen und gelernt haben wie die Blöden. Die, dies nicht gemacht haben, sind ziemlich bös auf den Hintern gefallen.
Egal welches Fach, ohne Lernen kommst du einfach nicht durch. Der einzige Unterschied besteht vielleicht noch darin, ob ich stumpf Skripte auswendig lerne (worauf ich persönlich auch keinen Bock hätte) oder ob ich in der Mathematik halt Beweisverfahren und Beispiele lerne, weil das in der Klausur gefragt wird.

Und nebenbei bemerkt: Dafür, dass ich zu Schulzeiten Vokabeln (und ähnliches) lernen gehasst hab, hab ich mir für diverse Vordiplom- und Diplomprüfungen ne erstaunliche Menge Formeln in den Kopf prügeln dürfen. Das hätt ich vorher auch nicht vermutet, dass das mal notwendig sein wird...
_________________
Photonenkopf hat folgendes geschrieben:
Das klärt zwar die Frage nach dem warum nicht, aber es hört sich gut an Wink .


Was glauben Sie, was in Deutschland los wäre, wenn mehr Menschen begreifen würden, was hier los ist? - Volker Pispers
HarryMorgan
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Anmeldungsdatum: 08.08.2009
Beiträge: 248

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 15:02:22    Titel:

Nochmal an den Threadersteller: Hast du mal ein wenig in der Bib gestöbert, und dich in Bücher zu advanced Micro/Macro, Econometrics, Time Series, Quantitive Finance eingelesen? Und fühlst du dich dann immer noch so krass unterfordert? Es hält dich ja niemand davon ab, dich da schonmal selbstständig einzuarbeiten.
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"Our smartest students should go into engineering, not finance" (Paul Volcker)
chris08
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Anmeldungsdatum: 07.04.2008
Beiträge: 196

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 16:16:37    Titel:

Wenn dich stures auswendiglernen langweilt, studiere Mathe, Informatik oder Physik an einer Uni.

Auch wenn in den Klauseren die Aufgaben überwiegen, bei denen man Aufgaben aus den Übungen reproduzieren muss, muss man diese Aufgaben in den Übungen ja erstmal verstehen. Da wird dann auch sehr viel eigene Denkleistung erwartet. Und genau daran scheitern die meisten auch. Die Klauseren sind im Vergleich zu den Übungen eigentlich immer pillepalle. Es ist ja auch fast unmöglich in zwei Stunden den ganzen Stoff abzufragen und dann noch Aufgaben zu stellen bei denen man lange nachdenken muss.

Zumindest bei Informatik wirst du auch wenig auswendig lernen müssen. Wir dürfen bei vielen Fächern in den Klausuren seitenweise Notizen mit rein nehmen. Da kommt es dann auch wirklich nur darauf an ob man den Stoff kapiert hat.
norbertino
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Anmeldungsdatum: 14.04.2007
Beiträge: 113

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 18:10:06    Titel:

Viviane21 hat folgendes geschrieben:

Also 10 Artikel zum gleichen Thema auf 15 Seiten kürzen. Großartig.


Nennt sich Review und eignet sich hervorragend, um die eigene Publikationsliste mit wenig Aufwand künstlich aufzupumpen. Das ist für einige Leute Wissenschaft. Wink
Kingklein
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Anmeldungsdatum: 04.02.2009
Beiträge: 196

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 20:07:40    Titel:

Das Wort heißt WissenSCHAFT


Ich ging bisher immer davon aus, dass man in Bacherlorabeiten etc. auch Wissen SCHAFFEN soll. Sonst ist es doch wohl kaum eine Wissenchaft!! Es erschüttert mich echt wenn ich hier so lese, um was es in Bachelorarbeiten eigentlich geht!!
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 6109

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 20:21:10    Titel:

Wenn du selbst erstmal an deiner Bachelorarbeit schreibst bzw. dich in der Einarbeitungsphase befindest, dann wirst du ziemlich froh darüber sein, dass man von dir keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse erwartet. Da sitzt du dann nämlich etwas länger dran, als ein paar Monate...

Das kannste dann während der Promotion machen. Im naturwissenschaftlichen Bereich einige Jahre lang...
Klunki
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Anmeldungsdatum: 09.10.2007
Beiträge: 2781

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 20:31:14    Titel:

Glaubt hier eigentlich jeder, dass jeder, der ein Bachelorstudium abgeschlossen hat, nen Mittel gegen Krebs erfindet, neue Werkstoffe entdeckt oder ne neue Legierung entwickelt?

Ich bitte euch, etwas weniger, entschuldigt die direkte Aussage, Naivität wäre schon angebracht, oder etwa nicht?

Zur Information lest euch doch einfach mal Bachelorarbeiten/Diplomarbeiten/Masterarbeiten etc. durch, welche meistens in Bibliotheken aufbewahrt werden. Dann bekommt man schon nen Eindruck was erwartet wird.

edit:
Aber mal ernsthaft, setzt euch doch einfach hin, wenn ihr unterfordert seid und schreibt eigene "Papers", führt Forschungsarbeiten durch, da ihr ja sowieso nix aus eurem Studium mitzunehmen scheint, dürfte das ja für euch kein Problem sein, dieses schon im 1. Semester zu bewerkstelligen. Die Grundlagen aus den ersten Semester benötigt ihr ja anscheinend nicht.

Dann seid ihr auch etwas mehr ausgelastet.


Zuletzt bearbeitet von Klunki am 07 März 2010 - 20:34:05, insgesamt einmal bearbeitet
Julia*86
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Anmeldungsdatum: 25.03.2008
Beiträge: 318

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 20:33:26    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:

Unsere Physikstudentin hier verschweigt nämlich, dass du in Physik in der Regel umfangreiche Laborpraktika zu absolvieren hat, deren tieferen Sinn man überhaupt nicht nachvollziehen kann, weil man die Theorie nicht hatte. Ich kann mich an entsprechende Beschwerdethreads von Physikstudenten hier im Forum erinnern...


Das mit den Praktika kann ich auch bestätigen, ging mir letztes Semester so...und wird mir nächstes Semester wohl auch wieder so gehen, es stehen nämlich wieder Praktika an Wink.
someDay
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Anmeldungsdatum: 04.09.2005
Beiträge: 3889

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 20:40:20    Titel:

Weder in Bachelor~ noch in Masterarbeiten werden signifikante neue Erkenntnisse erwartet. In Diplomarbeiten in den Naturwissenschaften war das einmal der Fall - weswegen sie über 3 Semester angesetzt waren - , inzwischen nicht mehr.

Das heisst aber nicht, dass diese Arbeiten wissenschaftlich völlig wertlos sind. Ideen werden kritisch überprüft, Ergebnisse vielleicht auf einem einfacherem Weg hergeleitet oder einfach nur ein Thema wesentlich einleuchtender präsentiert als dies zuvor der Fall war.

sD.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 6109

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 20:46:58    Titel:

In aller Regel haben diese Arbeiten vor allem einen Zweck:

Sie dienen Firmen dazu, bestimmte Probleme günstig von Diplomanden lösen zu lassen Wink

So sieht das zumindest im technischen Bereich aus. Die Abschlussarbeiten haben das primäre Ziel in der Anwendung und Lösung realer Probleme auf Basis von bestehenden Forschungsergebnissen...
someDay
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Anmeldungsdatum: 04.09.2005
Beiträge: 3889

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 20:54:47    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:

Sie dienen Firmen dazu, bestimmte Probleme günstig von Diplomanden lösen zu lassen Wink


Mag sein. Allerdings üblicherweise zum beiderseitigen Vorteil und auch die Hochschule freut sich.

sD.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 6109

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 20:58:22    Titel:

Klar... Wobei der beiderseitige Vorteil nur dann besteht, wenn nach Abschluss eine Übernahme erfolgt...

Ansonsten war man tatsächlich nur eine billige Arbeitskraft...
CarlosII
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Anmeldungsdatum: 21.11.2008
Beiträge: 493

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 21:49:00    Titel:

someDay hat folgendes geschrieben:
Weder in Bachelor~ noch in Masterarbeiten werden signifikante neue Erkenntnisse erwartet. In Diplomarbeiten in den Naturwissenschaften war das einmal der Fall - weswegen sie über 3 Semester angesetzt waren - , inzwischen nicht mehr.


Oftmals werden nicht mal in Dissertationen signifikant neue Ergebnisse erzielt. Schaut euch doch die Mediziner oder Chemiker an, wo die Promotion der "Regelabschluss" ist. Völlig abwegig, dass 90-95% aller Absolventen gute Forschungsleistungen erbringen können...
someDay
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Anmeldungsdatum: 04.09.2005
Beiträge: 3889

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 23:09:45    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Klar... Wobei der beiderseitige Vorteil nur dann besteht, wenn nach Abschluss eine Übernahme erfolgt...

Ansonsten war man tatsächlich nur eine billige Arbeitskraft...


Praxiserfahrung? Wer "billige Arbeitskraft" ausschliessen möchte, dem steht die Option einer nicht in einem Unternehmen verfassten Arbeit offen. Aus Unternehmenssicht ist es auch ein Risiko, dem Studenten Arbeitsplatz und Betreuer zu stellen. Hier ein "Ausnutzungsszenario" zu konstruieren ist in meinen Augen eine ziemliche Überschätzung der Qualität von Bachelor/Masterarbeiten.


CarlosII hat folgendes geschrieben:
Oftmals werden nicht mal in Dissertationen signifikant neue Ergebnisse erzielt. Schaut euch doch die Mediziner oder Chemiker an, wo die Promotion der "Regelabschluss" ist. Völlig abwegig, dass 90-95% aller Absolventen gute Forschungsleistungen erbringen können...


Eine Dissertation muss ausdrücklich keine gute Forschungsleistung sein. Mindestansprüche an "neue Erkenntnisse" variieren. In Chemie - und anderen Fächern - wird viel Zeit mit Sissifusarbeit im Labor verbracht und die Relevanz der Ergebnisse ist nicht viel mehr als Zufall. So insignifikant die Ergebnisse auch sei mögen, relevant ist am Schluss die methodische Arbeit und das Vorhandensein *irgendwelcher* neuen Ergebnisse. Ich finde es lässt sich gut vertreten, dass zumindest bei den Chemikern nach ein paar Jahren im Labor etwas verwertbares heraus kommt.

Viele der Studenten hier sind wohl noch nicht einmal bei ihrer Bachelorarbeit angekommen und könnten sehr falsche Vorstellungen von solchen Arbeiten oder gar Dissertationen haben. Wer eine Dissertation als intellektuelles Feuerwerk mit tatsächlicher wissenschaftlicher Relevanz auffasst, der täuscht sich massiv. In der Praxis geht es vor allem um das Erlernen von "Ideen finden" sowie handwerklichen Fähigkeiten. Dies führt zu vielen Misserfolgen und wenigen Erfolgen, die zwar meist herzhaft irrelevant aber wenigstens neu sind. Daraus destilliert man nun entweder 3-4 Paper ("The second author is a graduate student at ...") oder ein grösseres Werk, welche dann von ein paar Menschen gelesen und bewertet werden.

Es gibt sehr wenige Ausnahmen, die erkennt man dann daran dass sie mit 30 Prof sind.

sD.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 6109

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 23:21:50    Titel:

someDay hat folgendes geschrieben:

Praxiserfahrung? Wer "billige Arbeitskraft" ausschliessen möchte, dem steht die Option einer nicht in einem Unternehmen verfassten Arbeit offen. Aus Unternehmenssicht ist es auch ein Risiko, dem Studenten Arbeitsplatz und Betreuer zu stellen. Hier ein "Ausnutzungsszenario" zu konstruieren ist in meinen Augen eine ziemliche Überschätzung der Qualität von Bachelor/Masterarbeiten.


Nun, ich kann da natürlich nur über die Abschlussarbeiten urteilen, die ich kenne. Diese haben dem Unternehmen aber in der Tat einen deutlich erkennbaren Nutzen erbracht...

Den Absolventen wurde bzw. wird allerdings in der Regel auch ne Stelle angeboten. Aber es ist gerade im Ingenieursbereich durchaus so, dass Abschlussarbeiten einen nicht unerheblichen Teil der Wertschöpfung ausmachen. Billiger kriegt ein Unternehmen sowas nicht...

Ob man das nun als Ausnutzungsszenario bezeichnen möchte, lasse ich mal dahingestellt...
Klunki
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Anmeldungsdatum: 09.10.2007
Beiträge: 2781

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 23:33:35    Titel:

someDay hat folgendes geschrieben:
xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Klar... Wobei der beiderseitige Vorteil nur dann besteht, wenn nach Abschluss eine Übernahme erfolgt...

Ansonsten war man tatsächlich nur eine billige Arbeitskraft...


Aus Unternehmenssicht ist es auch ein Risiko, dem Studenten Arbeitsplatz und Betreuer zu stellen. Hier ein "Ausnutzungsszenario" zu konstruieren ist in meinen Augen eine ziemliche Überschätzung der Qualität von Bachelor/Masterarbeiten.


(Gesprochen aus meinen Erfahrungen)
Nun, des öfteren sind Leute, die ihre Diplomarbeit in Unternehmen schreiben schon vorher in dieser Firma als Praktikant oder ähnliches tätig gewesen. Daher hält sich das Risiko in Grenzen. Trotzdem muss ich "xmisterDx" recht geben. Die Diplomanden bekommen meist weniger als Praktikanten, selbst in der Firma wo ich gerade tätig bin. Diese setzen aber in der Tat reale Problemlösungen in die Tat um und erweitern das Angebot dieser Firma durch eigens entwickelte "Solver", unter anderem.
Zu Bachelorarbeiten würde ich deine Sichtweise unterstützen [edit: obwohl ich hinsichtlich dieser Abschlussarbeit, Bachelor, wirklich wenig Erfahrungen hab, daher mal als Kleingedrucktes interpretieren Wink], "someDay", aber bei Diplomarbeiten kann das ganze schon wieder anders aussehen.

Zudem muss ich noch anmerken, man muss wirklich unterscheiden zwischen Diplomarbeiten in der Industrie oder in der Hochschule. In der Industrie musst du wirklich was leisten, im Gegensatz bei Hochschulproblemen, die auch ab und zu mal "Gelaber" zulassen. Der Druck vom Chef, in einer Firma, gibt schon seinen Teil dazu bei. Selbst für Diplomanden sind Zeitpläne einzuhalten, für Resultate.

Wie gesagt, eigene Erfahrungen. Du magst andere Erfahrungen gemacht haben, aber trotzdem kann ich "xmisterDx" Kommentar schon nachvollziehen.
teeri
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BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 23:52:10    Titel:

Die gleichen frustrierenden Gedanken wie den Threadersteller plagen mich auch seit Studienbeginn. Es heißt doch "Hochschulreife". Eigentlich müsste es naheliegend sein, dass man die Fähigkeiten, die man im Abitur beweist, an der Uni ab dem 1. Semester braucht.

Ich habe gelernt fünf Stunden am Stück eine Klausur zu schreiben. Wozu? Jetzt dauern die Klausuren höchstens 90 Minuten.

Ich habe vor allem in den Naturwissenschaften gelernt, Faktenwissen auf neue Problemstellungen anzuwenden. Beschriebene Szenarien zu interpretieren. Brauche ich alles seit Jahren nicht mehr.

Ich habe in den Sprachen und in Musik gelernt, Texte anhand von Hintergrundwissen zu Geschichte und Rhetorik zu interpretieren. Dazu bin ich an der Uni nicht kompetent genug.


Ich denke der Grund liegt wie schon mal hier geäußert nur daran, dass niemand das Geld hat, solche Klausuren erstellen und korrigieren zu lassen. Es verlangt doch niemand, das Rad neu erfinden zu dürfen, sondern einfach ein paar Anwendungsaufgaben wie in der Schule.


Nächstes Semester wechsle ich meinen Studiengang von Geisteswissenschaften Richtung Naturwissenschaften. Ein wichtiger Schritt zu dieser Entscheidung war ein Kurs, den ich so zum Spaß gemacht habe: Recht für Nichtjuristen. Ich habe keine Ahnung, was man bei Jura tut, aber in diesem Kurs mussten wir denken. Und das richtig schnell. Wir bekamen einen Gesetzestext und einen fiktiven Fall und mussten dann überlegen, was zu tun ist. Es war, als wäre mein Gehirn aus dem Tiefschlaf erwacht! Meine Gedanken wurden wieder schneller. Ein wunderbares Gefühl.
E-Engineering-Student
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BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 00:01:28    Titel:

Eine fünfstündige Klausur ist sowieso absoluter Unsinn. Ich kann auch innerhalb von 30 min prüfen ob Du den Stoff verstanden hast.

Zitat:

Ich habe vor allem in den Naturwissenschaften gelernt, Faktenwissen auf neue Problemstellungen anzuwenden. Beschriebene Szenarien zu interpretieren. Brauche ich alles seit Jahren nicht mehr.

Ich habe in den Sprachen und in Musik gelernt, Texte anhand von Hintergrundwissen zu Geschichte und Rhetorik zu interpretieren. Dazu bin ich an der Uni nicht kompetent genug.


Was Du in der Schule gemach hast, das waren Fingerübungen und die hatten nichts mit Wissenschaft zu tun.
_________________
"Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistung.”

Albert Einstein
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 6109

BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 00:01:44    Titel:

Gerade in den Geisteswissenschaften kann ich das auch gut nachvollziehen. Es muss für einen Professor, der sich mit seinem Fachgebiet seit Jahrzehnten beschäftigt und mehr Ahnung hat, als alle Erstis im Audimax zusammen, einfach nur nervig sein Klausuren zu korrigieren, in denen die Studenten ihre eigene Meinung zu einem Thema kundtun...

Und zwar eine Meinung, die jeder fachlichen Kompetenz hinsichtlich aktueller Forschungsergebnisse oder auch nur der rudimentärsten Grundlagen der Disziplin entbehrt, einfach weil man diese Kompetenz erst im Grundstudium vermittelt bekommt bzw. sie sich selbst erarbeiten muss...

Ich kann Professoren verstehen, die solche Aufgaben nicht stellen, damit sie nicht jedes Semester aufs Neue wirre Ideen von Erstis lesen und aufwendig korrigieren müssen, die meinen sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen und wüssten es besser als die Fachleute...

Und du hast auch vollkommen Recht... Du bist dazu nicht kompetent genug, einfach weil du an der Universität in eine komplett neue Welt eintauchst. Nämlich in eine Welt, in der es darauf ankommt, was du tatsächlich belegen kannst... Und in der es keinen Pfifferling wert ist, was du glaubst oder denkst...


Zuletzt bearbeitet von xmisterDx am 08 März 2010 - 00:03:37, insgesamt einmal bearbeitet
E-Engineering-Student
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Anmeldungsdatum: 28.07.2006
Beiträge: 1608
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 00:02:21    Titel:

Eine fünfstündige Klausur ist sowieso absoluter Unsinn. Ich kann auch innerhalb von 30 min prüfen ob Du den Stoff verstanden hast.

Zitat:

Ich habe vor allem in den Naturwissenschaften gelernt, Faktenwissen auf neue Problemstellungen anzuwenden. Beschriebene Szenarien zu interpretieren. Brauche ich alles seit Jahren nicht mehr.

Ich habe in den Sprachen und in Musik gelernt, Texte anhand von Hintergrundwissen zu Geschichte und Rhetorik zu interpretieren. Dazu bin ich an der Uni nicht kompetent genug.


Was Du in der Schule gemach hast, das waren Fingerübungen und die hatten nichts mit Wissenschaft zu tun.

Zitat:
Ich habe keine Ahnung, was man bei Jura tut, aber in diesem Kurs mussten wir denken. Und das richtig schnell. Wir bekamen einen Gesetzestext und einen fiktiven Fall und mussten dann überlegen, was zu tun ist. Es war, als wäre mein Gehirn aus dem Tiefschlaf erwacht! Meine Gedanken wurden wieder schneller.


Dann studiere mal Jura, da wirst Du erstmal Paragraphen pauken dürfen.

Was bringt es, wenn ich dir irgendwelche Anwendungsaufgaben stelle, aber Du nicht einmal die Grundlagen kennst?
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"Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistung.”

Albert Einstein
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2203

BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 00:26:38    Titel:

Zitat:

Nämlich in eine Welt, in der es darauf ankommt, was du tatsächlich belegen kannst... Und in der es keinen Pfifferling wert ist, was du glaubst oder denkst..


Wobei der Beleg in Sprachen ja oft nichts anderes ist als ein: "xyz, der Professor und sehr gelehrt ist, hat dasselbe auch schonmal gedacht. Der hatte zwar keine Belege dafür, aber macht ja nix, der ist ja Professor."

Irgendwann werde ich dann auch Professor, darf alles Mögliche schreiben und DANN ist es auch ohne Belege in Ordnung. Oder ich muss DANN eben die Professoren zitieren, die vor mir da waren.

Versteht mich nicht falsch, ich finde das Belegsystem in sehr vielen Fällen in Ordnung. Bei sowas wie einer Gedichtinterpretation aber teilweise etwas unglücklich.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4760
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 06:30:04    Titel:

E-Engineering-Student hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Ich habe keine Ahnung, was man bei Jura tut, aber in diesem Kurs mussten wir denken. Und das richtig schnell. Wir bekamen einen Gesetzestext und einen fiktiven Fall und mussten dann überlegen, was zu tun ist. Es war, als wäre mein Gehirn aus dem Tiefschlaf erwacht! Meine Gedanken wurden wieder schneller.


Dann studiere mal Jura, da wirst Du erstmal Paragraphen pauken dürfen.

Was bringt es, wenn ich dir irgendwelche Anwendungsaufgaben stelle, aber Du nicht einmal die Grundlagen kennst?


Naja, Paragraphen pauken ist einfach das falsche Wort für die "Grundlagen" in Jura. Man muss keine §§ pauken... Man muss natürlich, bevor man Fälle lösen kann, den Gutachtenstil lernen und die Systematik von Normen und wie du dein Gutachten gestalten MUSST (es gibt da einen sehr strengen Aufbaustil). Aber die Gesetze darfst du ja eh in jeder Klausur mitnehmen.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4760
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 06:45:05    Titel: Re: "Verständnisfach" zum Studieren

Felerlos hat folgendes geschrieben:

Ich suche also einen Studiengang der möglichst logisch aufgebaut ist, den man mit Verständnis durchdringt statt mit ewigem Auswendiglernen, der seine Tücken in geistigen Herausforderungen setzt statt in der puren Menge des Stoffes. Sicher wird man überall ein paar Grundlagen auswendiglernen müssen, aber dann will ich es auch unmittelbar in Berechnungen oder Analysen anwenden können und müssen und nicht nur deshalb im Kopf haben, weil es in der Klausur gebraucht wird und man sowas als *Berufsbezeichnung hier* eben wissen muss. Am liebsten wäre es mir wenn die Elemente Sprach- bzw. Textverständnis und Mathematik darin irgendwie vereint werden könnten. Aber da gibt es leider nicht wirklich viel zu finden, also ist das kein Muss. Ich dachte das wäre am ehesten in der VWL der Fall, deshalb habe ich mich ja für das Studium entschieden.


Hab jetzt nicht den ganzen Thread gelesen. Jura wurde zwar in deiner Aufzählung im ersten Beitrag nicht erwähnt, aber scheint hier auch mal ins Gespräch gekommen zu sein. Bei Jura wird man zwar, wenn man echtes Interesse und Verständnis dafür aufbringt, geistig auch sehr herausgefordert, allerdings ist die Stoffmenge EXTREM hoch. D.h. du musst sehr viel wissen. Im Studium selbst wird es dir kaum erspart bleiben, viele Dinge auch auswendig zu lernen (Streistände z.B.). Zum Examen hin muss dann immer mehr mit Verständnis gemacht werden, da im Examen der Prüfungsstoff nicht mehr eingegrenzt wird. Das geschieht durch ständiges Klausurtraining (nur Fälle lösen) und Wiederholen/Vertiefen. Wenn man allerdings nicht so viel Verständnis für die Materie hat, endet es auch schnell mal im massenweisen Auswendiglernen, was du ja erstens nicht möchtest und was zweitens fürs Examen tötlich sein kann, da du da auch schnell mal neue Sachen bekommst, mit denen du mittels deines juristischen Handwerkszeugs klarkommen musst...
Ansonsten ist eine sehr gute Ausdrucksfähigkeit und generell ein sehr guter Umgang mit der deutschen Sprache wichtige Voraussetzung, außerdem der Wille, Dinge wirklich zu verstehen und logisches Denken, um z.B. im Zivilrecht das Zusammenspiel der Normen zu verstehen.

Bei Jura kommen dann noch die ganzen Sachen hinzu wie die sehr strenge Benotung, dass immer - wenn es gut läuft - mind. 30 % durch die Klausuren fallen, dass es einfach nicht jedem liegt. Ich weiß nicht, ob ich das wagen würde würde, wenn ich schonmal ein Studium geschmissen hätte. Nicht weil Jura viel schwerer wäre als alles andere, sondern weil die Chance, dass man nicht mit dem Fach klarkommt im Vergleich zu anderen Fächern relativ hoch ist und man das auch nicht nach dem ersten Semester feststellen. Und die Chance, dass man einen guten Abschluss macht (und nur mit dem stehen dir später alle Türe offen), ist relativ gering (nur 10-15 %). Außerdem dauert die Ausbildung ca. 7 Jahre, wenn es gut läuft (inkl. Referendariat).

Trotzdem ein nützlicher Artikel zum Anforderungen an das Jurastudium:
http://www.jurawelt.com/aufsaetze/methodik/8691

Ach ja, und bei Jura musst du sehr viel wissen, was nur in der Klausur gebraucht wird Wink ... Du musst einen Fall nicht zum "richtigen" Ergebnis der Praxis führen, nein, es gibt in der Klausur meistens gar kein richtiges Ergebnis (in der Praxis vielleicht auch nicht, da gibt es dann eine herrschende Meinung). Du musst häufig viele Meinungen aufführen, dich dann für eine argumentativ entscheiden, um so zu einer vertretbaren Lösung zu gelangen.
Kingklein
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Anmeldungsdatum: 04.02.2009
Beiträge: 196

BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 09:11:00    Titel: Re: "Verständnisfach" zum Studieren

Marina85 hat folgendes geschrieben:
Wenn man allerdings nicht so viel Verständnis für die Materie hat, endet es auch schnell mal im massenweisen Auswendiglernen


Ich behaupte mal, dass das in jedem Studiengang so ist

Marina85 hat folgendes geschrieben:
Bei Jura kommen dann noch die ganzen Sachen hinzu wie die sehr strenge Benotung, dass immer - wenn es gut läuft - mind. 30 % durch die Klausuren fallen, dass es einfach nicht jedem liegt.


Auch Durchfallquoten von 30% sind je nach Fach und Uni noch sehr niedrig!


Marina85 hat folgendes geschrieben:
Nicht weil Jura viel schwerer wäre als alles andere, sondern weil die Chance, dass man nicht mit dem Fach klarkommt im Vergleich zu anderen Fächern relativ hoch ist


Ist das so? Soweit ich weiß hat BWL die höchste Abbrecherquote oder schau dir mal die naturwissenschaftlichen Fächer an! Da merken auch viele, dass es "nicht ihr Fach" ist!


Marina85 hat folgendes geschrieben:
Ach ja, und bei Jura musst du sehr viel wissen, was nur in der Klausur gebraucht wird Wink


Auch das ist wohl überall so

Also mit den Gründen würde ich nicht gegen ein Jura-Studium sprechen, da sie doch auf fast jedes Studium zutreffen (Durchfallquoten, Abbrecherquoten, kurzfristig viel an Wissen aneignen)
Jonsy
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 11.02.2007
Beiträge: 3099

BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 10:39:30    Titel:

Marina hat ja nicht versucht, Jura von anderen Studiengaengen abzuheben, sondern wollte einen falschen Eindruck vom Fach vermeiden.
30% in einem guten Fall finde ich in hoeheren Semestern schon irgendwie viel.

Btw., die Abbrecherquote bei BWL ist so hoch, weil haufenweise ungeeignete "Trottel" nach ihrem Abi nicht wissen, was sie machen sollen und BWL zur Standardausbildung fuer diese Menschen mutiert ist.
Da BWL mittlerweile "NC-belastet" ist an vielen Unis folgt ganz dicht VWL in Sachen Standardausbildung, was zumindest zu 2/3 (dem Namen nach) das gleiche ist Smile

Jonsy
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Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
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BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 10:51:34    Titel:

Erstens: Ich habe überhaupt keine Vergleiche zu anderen Fächern angestellt. Ich habe nur geschrieben, dass man auch bei Jura nicht meinen muss, nichts auswendig lernen zu mussen und alles für die Zukunft zu brauchen. Dass sie also auch mit Jura nicht das Fach findet, das sie sich vorstellt (sofern es das überhaupt gibt...).

Im Übrigen: Ich sprach überhaupt nicht von Abbrecherquoten. Ich sprach nur davon, dass bei Jura die Wahrscheinlichkeit, dass man nicht klarkommt, höher ist als in anderen Fächern (ich sage nicht: allen anderen). Damit meinte ich das Risiko, dass man schlechte Noten schreibt, im Studium und im Examen. Die Notengebung im Jurastudium ist extrem streng. Und ein schwächerer Abschluss ist bei Jura sehr wohl um einiges schlimmer als in anderen Fächern, da die Note im Examen dort alles entscheidet (überfüllter Arbeitsmarkt). Damit wollte ich einfach nur sagen, dass man es sich nach einem abgebrochenen Studium gut überlegen sollte, ob man dieses "Risiko" eingehen möchte.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
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BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 10:55:58    Titel:

Jonsy hat folgendes geschrieben:
Marina hat ja nicht versucht, Jura von anderen Studiengaengen abzuheben, sondern wollte einen falschen Eindruck vom Fach vermeiden.


Genau so ist es.
Justav
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Anmeldungsdatum: 31.01.2006
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BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 11:02:53    Titel:

Zitat:
Eine fünfstündige Klausur ist sowieso absoluter Unsinn. Ich kann auch innerhalb von 30 min prüfen ob Du den Stoff verstanden hast.


Ja und nein Wink Ich finde es immer ein wenig fairer und besser wenn eine möglichst breite Basis abgefragt wird. Die meisten Lehrstühle machen das auch so, aber dann zu Lasten der Tiefe. Da soll man ganz schnell was skizzieren oder einfache Rechnungen machen, aber ich fände z.B. in Konstruktionslehre die Auslegung eines gesamten Getriebes, in Thermodynamik die Berechnung eines komplizierteren Kraftwerksprozesses und in Bankenmanagement die Gesamtkalkulation von Transformationsergebnissen, Konditionsmargen, Risikokosten und Value at Risk interessanter und besser als immer nur kleine Stücke rauszupicken, weil es meistens das ist, was man auch später im Beruf eher braucht.
Letztlich kann ich verstehen, dass der Aufwand zur Korrektur dafür unermesslich zu groß wäre, und die Lehrstühle daher sowas nicht machen. Oder es gibt eben dafür Hausarbeiten, Projektarbeiten wie bei uns ein Getriebeentwurf oder andere Dinge.

Das Problem was ich bei Jura sehe ist nicht unbedingt, dass das Studium zu schwer ist, sondern dass die Abschlüsse "zu gut" sein müssen, um erfolgreich zu sein. Wo ein Maschinenbau- oder Elektrotechnikingenieur (Uni-Diplom) nach 12 statt 10 Semestern mit einer 2,8 noch gar nicht mal so übel ist, ist man als Jurist mit vergleichbarem Staatsexamen nicht besonders aussichtsreich auf einen guten Job. Zumal auch ein weiter Teil der Juristen Staatsdiener wird oder werden möchte, die haben da nochmal (unflexiblere und unsinnigere) Einstellungsrichtlinien.
Kingklein
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BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 11:09:04    Titel:

Jonsy hat folgendes geschrieben:
Btw., die Abbrecherquote bei BWL ist so hoch, weil haufenweise ungeeignete "Trottel" nach ihrem Abi nicht wissen, was sie machen sollen


Zwar hart ausgedrückt, sehe ich aber genauso!


Versteht mich nicht falsch, ich halte Jura für einen der schwierigsten Studiengänge die es gibt (vom Hörensagen). Im Einzelfall muss man es aber wohl mal selber probiert haben um zu sehen ob es einem liegt.

Ich halte nicht viel davon, einem von vornherein abzuraten etwas zu studieren denn ich bin der festen Überzeugung, dass man mit genug Fleiß jedes Studium packen kann. Es ist nur eine Frage der Motivation!
Marina85
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BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 11:55:27    Titel:

Kingklein hat folgendes geschrieben:

Versteht mich nicht falsch, ich halte Jura für einen der schwierigsten Studiengänge die es gibt (vom Hörensagen). Im Einzelfall muss man es aber wohl mal selber probiert haben um zu sehen ob es einem liegt.

Ich halte nicht viel davon, einem von vornherein abzuraten etwas zu studieren denn ich bin der festen Überzeugung, dass man mit genug Fleiß jedes Studium packen kann. Es ist nur eine Frage der Motivation!


Ich halte auch nichts davon, jemandem von vornherein von etwas abzuraten! Habe ich aber auch nicht getan. Im Gegenteil: Ich bin sogar jemand, der sagt, klar kann man ERSTRECHT Jura mit Fleiß packen. Dann schaffen es auch "Karrieremenschen", die sich gar nicht so sehr für die Rechtsmaterie interesse. Darum ging es aber der Threadstellerin offenbar nicht.

Und deshalb Jura anzufangen, weil man davon die Vorstellung hat, "nur" nachdenken und Fälle lösen zu müssen, nicht nur etwas "stupide" für die Klausur zu lernen, das halte ich eben nicht für wirklich sinnvoll. Wenn man dann mal nach ein paar Jahren viel Wissen hat, ist es dann auch einfacher, aber diese Methodik zu erlernen, ist für die meisten ein langer Weg. Es sollte aber unbedingt ein Grundintersse vorhanden sein (wenn man sich eben gerade nicht nur mit Fleiß durchhangeln will); gerade bei Jura ist das ganz wichtig, da man sonst irgendwann nicht mehr den Elan hat, Dinge zu durchdringen, sondern quält sich nur zum Examen hin. Und dieses wird dann auch sehr schwierig, da es dabei hauptsächlich um Verständnis geht.

Klar weiß man vorher nie, ob etwas einem liegt, deshalb sage auch ich grundsätzlich: Jeder muss es mal selbst probiert haben. Nur ist das mit dem Probieren so eine Sache, wenn man vorher schon ein paar Jahre etwas anderes studiert hat... Dann noch gerade Jura zu probieren, wenn man nicht wirklich das Interesse dafür hat, halte ich eben aus genannten Gründen für gefährlich.
Zumal man bei Jura nicht in den ersten Semestern merkt, ob einem etwas liegt... Es kann sein, dass man am Anfang nur schlechte Noten schreibt, weil man den Gutachtenstil noch nicht drauf hat, aber eigentlich das Interesse hat und später dann auch richtig gut sein kann. Oder umgekehrt, man ist am Anfang durch Auswendiglernen gut, weil der Stoff noch sehr überschaubar ist, aber später dann total überfordert, weil das Auswendiglernen dann einfach nicht mehr genügt.
Marina85
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BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 12:07:00    Titel:

Kingklein hat folgendes geschrieben:
denn ich bin der festen Überzeugung, dass man mit genug Fleiß jedes Studium packen kann. Es ist nur eine Frage der Motivation!


Aber man braucht auch den Spaß daran... Davon hängt auch die Motivation ab. Und selbst wenn der da ist, kann es sein, dass man durch strenge Prüfungsordnungen - das gilt jetzt für alle Fächer - trotz vielen Lernens in Situationen gerät, in denen alles dann nur noch von einer Klausur abhängt... Glück und Pech gehören also auch dazu... Das kenne ich auch aus meinem nicht juristischen Umfeld... Bei Jura braucht man sogar verhältnismäßig wenig Scheine für die Zulassung zum Examen, aber dann hängt eben alles davon ab.
Und bei Jura ist eben die Sache noch, dass man einen strengen Stil des Gutachtenschreibens einhalten muss, und der Umgang mit der deutschen Sprache liegt eben nicht jedem. Sicher, den kann man auch trainieren. Aber allein vom Fleiß hängt das sicherlich nicht ab.

Und manche Fächer sind eben einfach auch sau schwer, wie z.B. sämtliche technische Studiengänge an der RWTH Aachen... Da kann man noch so viel Interesse haben und noch so viel lernen und schafft es am Ende vielleicht doch nicht (da Justav das Fach oben angesprochen hat, sei hier der Hinweis auf Thermodynamik erlaubt, worin eine mir nahestehende Person fit ist, aber trotzdem jetzt um ihren dritten Versuch bangt...).


Zuletzt bearbeitet von Marina85 am 08 März 2010 - 12:13:43, insgesamt einmal bearbeitet
Marina85
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BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 12:11:43    Titel:

E-Engineering-Student hat folgendes geschrieben:
Eine fünfstündige Klausur ist sowieso absoluter Unsinn. Ich kann auch innerhalb von 30 min prüfen ob Du den Stoff verstanden hast.


Eben das geht in Jura nicht Wink . Da musst du einen oftmals komplexen Fall lösen, und das geht nicht in 30 Minuten. Es gibt eben keine Fragenklausuren, sondern nur Fälle, in denen du Erlerntes wiederfinden und anwenden musst.
Marina85
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BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 12:14:49    Titel:

Justav hat folgendes geschrieben:

Das Problem was ich bei Jura sehe ist nicht unbedingt, dass das Studium zu schwer ist, sondern dass die Abschlüsse "zu gut" sein müssen, um erfolgreich zu sein. Wo ein Maschinenbau- oder Elektrotechnikingenieur (Uni-Diplom) nach 12 statt 10 Semestern mit einer 2,8 noch gar nicht mal so übel ist, ist man als Jurist mit vergleichbarem Staatsexamen nicht besonders aussichtsreich auf einen guten Job. Zumal auch ein weiter Teil der Juristen Staatsdiener wird oder werden möchte, die haben da nochmal (unflexiblere und unsinnigere) Einstellungsrichtlinien.


Richtig! Und gut sind bei dem strengen Notensystem eben nicht wirklich viele.
wima
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BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 12:39:21    Titel:

Ich las letztens, dass das Jurastudium reformiert wird und nicht nur das Examen am Ende zählt.

Zudem haben, glaube ich, in BW 30 Prozent der Leute schon heute Prädikat. Und was ist mit der privaten Bucerius LAw in HAmburg. Dort haben noch mehr das Prädikatsexamen. Gut, die Leute haben dort hervorragende Lernbedingungen und sind durch eine harte Selektion gegangen.

Ich denke Jura ist in vielen Fällen einfach abängig von der eigenen Lernsituation und der Willkür von den Korrekteuren.

Ich weiß, dass in der Zeit mal jemand nie in eine Vorlesung gegangen ist, einfach 10000 Karteikarten angefertigt hat und Musterfaälle gepaukt hat und trotzdem prädikat bekommen hat.

Gut für dich MArina, die alles verstehen will, ist das zuwenig.

Diese Relativierung kann man aber für jedes Fach machen.
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wima
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BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 12:48:36    Titel:

Zu den Abrecherquoten. Da hat Mathematik wirklich den Vorteil, dass man nach 2 Monaten weiß, ob es sinnvoll ist weiterzumachen. Wenn man sich von Übungsblatt zu Übungsblatt nur quält und die ganze Woche daran sitzt und trotzdem nicht seine 50 Prozent der Übungspunkte erreicht und die Klausurzulassung in Gefahr ist, ja dann brechen viele ab. Ist auch sinnvoll, wenn man sich die Denkweise nicht aneignen kann.
Später wird es nicht besser.

Klar kann man das auch relativieren, indem man Glück hat und die Vorlesung ist um 12 Uhr und man schreibt alles vorher ab.

Ich musste mindestens 2 mal vorrechnen an der Tafel im 1-2 Semester. Dann hat man halt einen Übungsleiter, den man persönlich kennt und der das von einem nicht verlangt.

Klausur wird dann schwierig, aber mit Abschreiben oder was weiß ich, klappt das auch.
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Zuletzt bearbeitet von wima am 08 März 2010 - 12:53:10, insgesamt einmal bearbeitet
someDay
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BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 12:50:34    Titel:

@wima: Nicht böse gemeint, aber ich glaube du solltest dich auf deine Kernkompetenz konzentrieren. Ich prophezeie dir bösen Widerspruch von den Juristen hier...

sD.
wima
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Anmeldungsdatum: 12.05.2006
Beiträge: 1168

BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 12:58:14    Titel:

Very Happy

Wollte halt mal alles bisschen relativieren. Ich denke man kann sich schon einwenig durch jedes Studium schlängeln.

Wie ist es in England. Sind sie dort streng, was abschreiben oder vorrechnen angeht oder zählt nur die Klausur.

Jeder Prof ist anders, aber unser 30 jähriger russischer Prof in Wahrscheinlichkeitsrechnung sagte, dass bei zwei gleichen Übungsblätter beide Blätter 0 Punkte bekommen.

Andere handhabten das lockerer und die Klausur sieht recht ähnlich zu der, in den Vorjahren aus.
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Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
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Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 13:07:12    Titel:

wima hat folgendes geschrieben:
Ich las letztens, dass das Jurastudium reformiert wird und nicht nur das Examen am Ende zählt.

Zudem haben, glaube ich, in BW 30 Prozent der Leute schon heute Prädikat. Und was ist mit der privaten Bucerius LAw in HAmburg. Dort haben noch mehr das Prädikatsexamen. Gut, die Leute haben dort hervorragende Lernbedingungen und sind durch eine harte Selektion gegangen.

Ich denke Jura ist in vielen Fällen einfach abängig von der eigenen Lernsituation und der Willkür von den Korrekteuren.

Ich weiß, dass in der Zeit mal jemand nie in eine Vorlesung gegangen ist, einfach 10000 Karteikarten angefertigt hat und Musterfaälle gepaukt hat und trotzdem prädikat bekommen hat.

Gut für dich MArina, die alles verstehen will, ist das zuwenig.

Diese Relativierung kann man aber für jedes Fach machen.


Mit Musterfällen pauken lernt man automatisch die Methodik und das Verstehen Wink . Vorlesungsbesuch ist bei Jura völlig unwichtig (außer im 1. Semester). Und eine gute Klausur benotet niemand willkürlich mit 4/5 Punkten. 30 % hat kein Prädikat. Da geht es auch nicht um Glauben, sondern um Fakten, siehe Statistiken BMJ:
http://www.bmj.bund.de/enid/Statistiken/Ausbildung_67.html

Sicher, durch die Schwerpunktprüfung, durch die 30 % in die Endnote eingeht, wird der Schnitt vielleicht etwas erhöht. Blöd nur, wenn die potentiellen Arbeitgeber dann trotzdem nur auf die Staatsnote schauen Wink... und die hat sich mitnichten im Schnitt verbessert...
Und selbst wenn es so wäre, das wäre sogar noch schlimmer für alle Juristen, da man dann noch schlechter einen guten Job fände. Es geht hier jetzt auch nicht um die einzige Privatuni in Deutschland für Jura... Dass die Ausbildung dort bekanntlich andere Ergebnisse "produziert", ist klar.

Ja, es gibt Reformüberlegungen, und jeder, der mal Jura studiert hat, wird hoffen, dass das schnell geht... Nur ich denke, in den nächsten Jahren wird das noch nichts, es ist noch nichts konkret. Das liegt daran, dass die Staatsprüfung eben noch der Abschluss ist, und die wird eben außeruniversitär absolviert.
HarryMorgan
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Anmeldungsdatum: 08.08.2009
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BeitragVerfasst am: 12 März 2010 - 23:50:39    Titel: Re: "Verständnisfach" zum Studieren

Marina85 hat folgendes geschrieben:

Jura(...)Ansonsten ist eine sehr gute Ausdrucksfähigkeit und generell ein sehr guter Umgang mit der deutschen Sprache wichtige Voraussetzung, außerdem der Wille, Dinge wirklich zu verstehen und logisches Denken, um z.B. im Zivilrecht das Zusammenspiel der Normen zu verstehen.



Du hast vergessen, den extrem hohen Snob- Faktor bei Jura zu erwähnen. Ralph Lauren, Lacoste, Burbery- Schal und grüne Daunenjacke sind fast schon ein must- have. Offenkundig gilt für die Versnobtheit von Studiengängen: Jura>BWL>VWL>Rest
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FH-Spacken
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Anmeldungsdatum: 20.04.2009
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BeitragVerfasst am: 13 März 2010 - 00:07:19    Titel:

Du hast die Timberland Segelschuhe vergessen.
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B.Sc. Wirtschaftsinformatik (7 Semester)
Software-Ingenieur/IT-Consultant

Forum Informatiker für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V.
michael.wi
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Anmeldungsdatum: 18.07.2007
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 14 März 2010 - 06:43:24    Titel:

@harrymorgan:

du hast schon recht.
aber eines lässt sich auch nicht leugnen: juristinnen sind die hübschesten studentinnen Smile
Kingklein
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Anmeldungsdatum: 04.02.2009
Beiträge: 196

BeitragVerfasst am: 14 März 2010 - 20:35:56    Titel:

Mhh hab mir sagen lassen an Sportfakultäten soll es auch recht gute geben Wink

Leider bin ich mit VWL und Mathe nicht so gut bedient Very Happy Ach ja, immer diese Vorurteile
ManuelD
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Anmeldungsdatum: 22.04.2007
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BeitragVerfasst am: 17 März 2010 - 17:41:42    Titel:

Ich kann allen Leuten, die ein ,,Verständnisstudium" wollen, auch nur zu Jura raten. Man kann sich sein Lernmaterial völlig frei auswählen, ist nicht an Vorlesungen gebunden und muss höchstens Definitionen wirklich auswändig lernen, was im Vergleich zur sonstigen Stoffülle ein vernachlässigbarer Aufwand ist.

Man kommt auch sehr schnell zumindest mit wissenschaftlicher Arbeitstechnik in Kontakt. Bei mir war zB direkt nach dem ersten Semester eines der Hauptprobleme in einer Hausarbeit ein aktuelles Problem zum Schadensrecht. Weil ich damals noch übermotiviert war, habe ich 3 Wochen fast alle aktuellen Aufsätze dazu ausgewertet, die Lehrmeinung des Ersteller-Professors "widerlegt" und aus Kombination von zwei anderen Meinungen einen neuartigen Lösungsansatz entwickelt. Hat mir eine Note und einen Vorschlag für ein Stipendium gebracht.

Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass ein aktuelles Urteil wie zB jetzt Hartz-4 Rechtsprechung als Thema einer Anfängerhausarbeit oder eines Seminars genommen wird. Dort gibt es weniger Veröffentlichungen, sodass man zum Teil auf jeden Fall auf eigene Gedanken angewiesen ist.

Da der Stoff für das Examen aufgrund seines Umfanges sowieso zu viel zu lernen ist und zumindest in Süddeutschland gezielt fast nur absurde Transferaufgaben gestellt werden, ist für den Lernerfolg letztlich entscheidend, inwieweit einem die eigenständige systematische Durchdringung von Rechtsgebieten gelingt.

Sachen wie Karteikarten oder Klausurschreiben sind letztlich nur Lernhilfen, um fehlendes Verständnis zu kompensieren. Klar für die meisten Stundenten (auch mich) sind sie unverzichtbar, weil nur einige wenige Genies sich völlig auf ihr systematisches Verständnis verlassen können. Es gibt aber auch einige bekannte Fälle, die vor dem Examen keine einzige Probeklausur geschrieben haben etc...
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