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"Verständnisfach" zum Studieren
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Justav
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Anmeldungsdatum: 31.01.2006
Beiträge: 2147

BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 11:02:53    Titel:

Zitat:
Eine fünfstündige Klausur ist sowieso absoluter Unsinn. Ich kann auch innerhalb von 30 min prüfen ob Du den Stoff verstanden hast.


Ja und nein Wink Ich finde es immer ein wenig fairer und besser wenn eine möglichst breite Basis abgefragt wird. Die meisten Lehrstühle machen das auch so, aber dann zu Lasten der Tiefe. Da soll man ganz schnell was skizzieren oder einfache Rechnungen machen, aber ich fände z.B. in Konstruktionslehre die Auslegung eines gesamten Getriebes, in Thermodynamik die Berechnung eines komplizierteren Kraftwerksprozesses und in Bankenmanagement die Gesamtkalkulation von Transformationsergebnissen, Konditionsmargen, Risikokosten und Value at Risk interessanter und besser als immer nur kleine Stücke rauszupicken, weil es meistens das ist, was man auch später im Beruf eher braucht.
Letztlich kann ich verstehen, dass der Aufwand zur Korrektur dafür unermesslich zu groß wäre, und die Lehrstühle daher sowas nicht machen. Oder es gibt eben dafür Hausarbeiten, Projektarbeiten wie bei uns ein Getriebeentwurf oder andere Dinge.

Das Problem was ich bei Jura sehe ist nicht unbedingt, dass das Studium zu schwer ist, sondern dass die Abschlüsse "zu gut" sein müssen, um erfolgreich zu sein. Wo ein Maschinenbau- oder Elektrotechnikingenieur (Uni-Diplom) nach 12 statt 10 Semestern mit einer 2,8 noch gar nicht mal so übel ist, ist man als Jurist mit vergleichbarem Staatsexamen nicht besonders aussichtsreich auf einen guten Job. Zumal auch ein weiter Teil der Juristen Staatsdiener wird oder werden möchte, die haben da nochmal (unflexiblere und unsinnigere) Einstellungsrichtlinien.
Kingklein
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Anmeldungsdatum: 04.02.2009
Beiträge: 196

BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 11:09:04    Titel:

Jonsy hat folgendes geschrieben:
Btw., die Abbrecherquote bei BWL ist so hoch, weil haufenweise ungeeignete "Trottel" nach ihrem Abi nicht wissen, was sie machen sollen


Zwar hart ausgedrückt, sehe ich aber genauso!


Versteht mich nicht falsch, ich halte Jura für einen der schwierigsten Studiengänge die es gibt (vom Hörensagen). Im Einzelfall muss man es aber wohl mal selber probiert haben um zu sehen ob es einem liegt.

Ich halte nicht viel davon, einem von vornherein abzuraten etwas zu studieren denn ich bin der festen Überzeugung, dass man mit genug Fleiß jedes Studium packen kann. Es ist nur eine Frage der Motivation!
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
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BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 11:55:27    Titel:

Kingklein hat folgendes geschrieben:

Versteht mich nicht falsch, ich halte Jura für einen der schwierigsten Studiengänge die es gibt (vom Hörensagen). Im Einzelfall muss man es aber wohl mal selber probiert haben um zu sehen ob es einem liegt.

Ich halte nicht viel davon, einem von vornherein abzuraten etwas zu studieren denn ich bin der festen Überzeugung, dass man mit genug Fleiß jedes Studium packen kann. Es ist nur eine Frage der Motivation!


Ich halte auch nichts davon, jemandem von vornherein von etwas abzuraten! Habe ich aber auch nicht getan. Im Gegenteil: Ich bin sogar jemand, der sagt, klar kann man ERSTRECHT Jura mit Fleiß packen. Dann schaffen es auch "Karrieremenschen", die sich gar nicht so sehr für die Rechtsmaterie interesse. Darum ging es aber der Threadstellerin offenbar nicht.

Und deshalb Jura anzufangen, weil man davon die Vorstellung hat, "nur" nachdenken und Fälle lösen zu müssen, nicht nur etwas "stupide" für die Klausur zu lernen, das halte ich eben nicht für wirklich sinnvoll. Wenn man dann mal nach ein paar Jahren viel Wissen hat, ist es dann auch einfacher, aber diese Methodik zu erlernen, ist für die meisten ein langer Weg. Es sollte aber unbedingt ein Grundintersse vorhanden sein (wenn man sich eben gerade nicht nur mit Fleiß durchhangeln will); gerade bei Jura ist das ganz wichtig, da man sonst irgendwann nicht mehr den Elan hat, Dinge zu durchdringen, sondern quält sich nur zum Examen hin. Und dieses wird dann auch sehr schwierig, da es dabei hauptsächlich um Verständnis geht.

Klar weiß man vorher nie, ob etwas einem liegt, deshalb sage auch ich grundsätzlich: Jeder muss es mal selbst probiert haben. Nur ist das mit dem Probieren so eine Sache, wenn man vorher schon ein paar Jahre etwas anderes studiert hat... Dann noch gerade Jura zu probieren, wenn man nicht wirklich das Interesse dafür hat, halte ich eben aus genannten Gründen für gefährlich.
Zumal man bei Jura nicht in den ersten Semestern merkt, ob einem etwas liegt... Es kann sein, dass man am Anfang nur schlechte Noten schreibt, weil man den Gutachtenstil noch nicht drauf hat, aber eigentlich das Interesse hat und später dann auch richtig gut sein kann. Oder umgekehrt, man ist am Anfang durch Auswendiglernen gut, weil der Stoff noch sehr überschaubar ist, aber später dann total überfordert, weil das Auswendiglernen dann einfach nicht mehr genügt.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
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BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 12:07:00    Titel:

Kingklein hat folgendes geschrieben:
denn ich bin der festen Überzeugung, dass man mit genug Fleiß jedes Studium packen kann. Es ist nur eine Frage der Motivation!


Aber man braucht auch den Spaß daran... Davon hängt auch die Motivation ab. Und selbst wenn der da ist, kann es sein, dass man durch strenge Prüfungsordnungen - das gilt jetzt für alle Fächer - trotz vielen Lernens in Situationen gerät, in denen alles dann nur noch von einer Klausur abhängt... Glück und Pech gehören also auch dazu... Das kenne ich auch aus meinem nicht juristischen Umfeld... Bei Jura braucht man sogar verhältnismäßig wenig Scheine für die Zulassung zum Examen, aber dann hängt eben alles davon ab.
Und bei Jura ist eben die Sache noch, dass man einen strengen Stil des Gutachtenschreibens einhalten muss, und der Umgang mit der deutschen Sprache liegt eben nicht jedem. Sicher, den kann man auch trainieren. Aber allein vom Fleiß hängt das sicherlich nicht ab.

Und manche Fächer sind eben einfach auch sau schwer, wie z.B. sämtliche technische Studiengänge an der RWTH Aachen... Da kann man noch so viel Interesse haben und noch so viel lernen und schafft es am Ende vielleicht doch nicht (da Justav das Fach oben angesprochen hat, sei hier der Hinweis auf Thermodynamik erlaubt, worin eine mir nahestehende Person fit ist, aber trotzdem jetzt um ihren dritten Versuch bangt...).


Zuletzt bearbeitet von Marina85 am 08 März 2010 - 12:13:43, insgesamt einmal bearbeitet
Marina85
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BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 12:11:43    Titel:

E-Engineering-Student hat folgendes geschrieben:
Eine fünfstündige Klausur ist sowieso absoluter Unsinn. Ich kann auch innerhalb von 30 min prüfen ob Du den Stoff verstanden hast.


Eben das geht in Jura nicht Wink . Da musst du einen oftmals komplexen Fall lösen, und das geht nicht in 30 Minuten. Es gibt eben keine Fragenklausuren, sondern nur Fälle, in denen du Erlerntes wiederfinden und anwenden musst.
Marina85
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BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 12:14:49    Titel:

Justav hat folgendes geschrieben:

Das Problem was ich bei Jura sehe ist nicht unbedingt, dass das Studium zu schwer ist, sondern dass die Abschlüsse "zu gut" sein müssen, um erfolgreich zu sein. Wo ein Maschinenbau- oder Elektrotechnikingenieur (Uni-Diplom) nach 12 statt 10 Semestern mit einer 2,8 noch gar nicht mal so übel ist, ist man als Jurist mit vergleichbarem Staatsexamen nicht besonders aussichtsreich auf einen guten Job. Zumal auch ein weiter Teil der Juristen Staatsdiener wird oder werden möchte, die haben da nochmal (unflexiblere und unsinnigere) Einstellungsrichtlinien.


Richtig! Und gut sind bei dem strengen Notensystem eben nicht wirklich viele.
wima
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Anmeldungsdatum: 12.05.2006
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BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 12:39:21    Titel:

Ich las letztens, dass das Jurastudium reformiert wird und nicht nur das Examen am Ende zählt.

Zudem haben, glaube ich, in BW 30 Prozent der Leute schon heute Prädikat. Und was ist mit der privaten Bucerius LAw in HAmburg. Dort haben noch mehr das Prädikatsexamen. Gut, die Leute haben dort hervorragende Lernbedingungen und sind durch eine harte Selektion gegangen.

Ich denke Jura ist in vielen Fällen einfach abängig von der eigenen Lernsituation und der Willkür von den Korrekteuren.

Ich weiß, dass in der Zeit mal jemand nie in eine Vorlesung gegangen ist, einfach 10000 Karteikarten angefertigt hat und Musterfaälle gepaukt hat und trotzdem prädikat bekommen hat.

Gut für dich MArina, die alles verstehen will, ist das zuwenig.

Diese Relativierung kann man aber für jedes Fach machen.
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Um eine Frau oder einen Edelstein kennenzulernen, muss man beide zuerst einmal aus der Fassung gebracht haben.
wima
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Beiträge: 1168

BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 12:48:36    Titel:

Zu den Abrecherquoten. Da hat Mathematik wirklich den Vorteil, dass man nach 2 Monaten weiß, ob es sinnvoll ist weiterzumachen. Wenn man sich von Übungsblatt zu Übungsblatt nur quält und die ganze Woche daran sitzt und trotzdem nicht seine 50 Prozent der Übungspunkte erreicht und die Klausurzulassung in Gefahr ist, ja dann brechen viele ab. Ist auch sinnvoll, wenn man sich die Denkweise nicht aneignen kann.
Später wird es nicht besser.

Klar kann man das auch relativieren, indem man Glück hat und die Vorlesung ist um 12 Uhr und man schreibt alles vorher ab.

Ich musste mindestens 2 mal vorrechnen an der Tafel im 1-2 Semester. Dann hat man halt einen Übungsleiter, den man persönlich kennt und der das von einem nicht verlangt.

Klausur wird dann schwierig, aber mit Abschreiben oder was weiß ich, klappt das auch.
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Zuletzt bearbeitet von wima am 08 März 2010 - 12:53:10, insgesamt einmal bearbeitet
someDay
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Anmeldungsdatum: 04.09.2005
Beiträge: 3889

BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 12:50:34    Titel:

@wima: Nicht böse gemeint, aber ich glaube du solltest dich auf deine Kernkompetenz konzentrieren. Ich prophezeie dir bösen Widerspruch von den Juristen hier...

sD.
wima
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Anmeldungsdatum: 12.05.2006
Beiträge: 1168

BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 12:58:14    Titel:

Very Happy

Wollte halt mal alles bisschen relativieren. Ich denke man kann sich schon einwenig durch jedes Studium schlängeln.

Wie ist es in England. Sind sie dort streng, was abschreiben oder vorrechnen angeht oder zählt nur die Klausur.

Jeder Prof ist anders, aber unser 30 jähriger russischer Prof in Wahrscheinlichkeitsrechnung sagte, dass bei zwei gleichen Übungsblätter beide Blätter 0 Punkte bekommen.

Andere handhabten das lockerer und die Klausur sieht recht ähnlich zu der, in den Vorjahren aus.
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Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4760
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 13:07:12    Titel:

wima hat folgendes geschrieben:
Ich las letztens, dass das Jurastudium reformiert wird und nicht nur das Examen am Ende zählt.

Zudem haben, glaube ich, in BW 30 Prozent der Leute schon heute Prädikat. Und was ist mit der privaten Bucerius LAw in HAmburg. Dort haben noch mehr das Prädikatsexamen. Gut, die Leute haben dort hervorragende Lernbedingungen und sind durch eine harte Selektion gegangen.

Ich denke Jura ist in vielen Fällen einfach abängig von der eigenen Lernsituation und der Willkür von den Korrekteuren.

Ich weiß, dass in der Zeit mal jemand nie in eine Vorlesung gegangen ist, einfach 10000 Karteikarten angefertigt hat und Musterfaälle gepaukt hat und trotzdem prädikat bekommen hat.

Gut für dich MArina, die alles verstehen will, ist das zuwenig.

Diese Relativierung kann man aber für jedes Fach machen.


Mit Musterfällen pauken lernt man automatisch die Methodik und das Verstehen Wink . Vorlesungsbesuch ist bei Jura völlig unwichtig (außer im 1. Semester). Und eine gute Klausur benotet niemand willkürlich mit 4/5 Punkten. 30 % hat kein Prädikat. Da geht es auch nicht um Glauben, sondern um Fakten, siehe Statistiken BMJ:
http://www.bmj.bund.de/enid/Statistiken/Ausbildung_67.html

Sicher, durch die Schwerpunktprüfung, durch die 30 % in die Endnote eingeht, wird der Schnitt vielleicht etwas erhöht. Blöd nur, wenn die potentiellen Arbeitgeber dann trotzdem nur auf die Staatsnote schauen Wink... und die hat sich mitnichten im Schnitt verbessert...
Und selbst wenn es so wäre, das wäre sogar noch schlimmer für alle Juristen, da man dann noch schlechter einen guten Job fände. Es geht hier jetzt auch nicht um die einzige Privatuni in Deutschland für Jura... Dass die Ausbildung dort bekanntlich andere Ergebnisse "produziert", ist klar.

Ja, es gibt Reformüberlegungen, und jeder, der mal Jura studiert hat, wird hoffen, dass das schnell geht... Nur ich denke, in den nächsten Jahren wird das noch nichts, es ist noch nichts konkret. Das liegt daran, dass die Staatsprüfung eben noch der Abschluss ist, und die wird eben außeruniversitär absolviert.
HarryMorgan
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Anmeldungsdatum: 08.08.2009
Beiträge: 248

BeitragVerfasst am: 12 März 2010 - 23:50:39    Titel: Re: "Verständnisfach" zum Studieren

Marina85 hat folgendes geschrieben:

Jura(...)Ansonsten ist eine sehr gute Ausdrucksfähigkeit und generell ein sehr guter Umgang mit der deutschen Sprache wichtige Voraussetzung, außerdem der Wille, Dinge wirklich zu verstehen und logisches Denken, um z.B. im Zivilrecht das Zusammenspiel der Normen zu verstehen.



Du hast vergessen, den extrem hohen Snob- Faktor bei Jura zu erwähnen. Ralph Lauren, Lacoste, Burbery- Schal und grüne Daunenjacke sind fast schon ein must- have. Offenkundig gilt für die Versnobtheit von Studiengängen: Jura>BWL>VWL>Rest
_________________
"Our smartest students should go into engineering, not finance" (Paul Volcker)
FH-Spacken
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Anmeldungsdatum: 20.04.2009
Beiträge: 917

BeitragVerfasst am: 13 März 2010 - 00:07:19    Titel:

Du hast die Timberland Segelschuhe vergessen.
_________________
B.Sc. Wirtschaftsinformatik (7 Semester)
Software-Ingenieur/IT-Consultant

Forum Informatiker für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V.
michael.wi
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 18.07.2007
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 14 März 2010 - 06:43:24    Titel:

@harrymorgan:

du hast schon recht.
aber eines lässt sich auch nicht leugnen: juristinnen sind die hübschesten studentinnen Smile
Kingklein
Full Member
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Anmeldungsdatum: 04.02.2009
Beiträge: 196

BeitragVerfasst am: 14 März 2010 - 20:35:56    Titel:

Mhh hab mir sagen lassen an Sportfakultäten soll es auch recht gute geben Wink

Leider bin ich mit VWL und Mathe nicht so gut bedient Very Happy Ach ja, immer diese Vorurteile
ManuelD
Full Member
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Anmeldungsdatum: 22.04.2007
Beiträge: 120

BeitragVerfasst am: 17 März 2010 - 17:41:42    Titel:

Ich kann allen Leuten, die ein ,,Verständnisstudium" wollen, auch nur zu Jura raten. Man kann sich sein Lernmaterial völlig frei auswählen, ist nicht an Vorlesungen gebunden und muss höchstens Definitionen wirklich auswändig lernen, was im Vergleich zur sonstigen Stoffülle ein vernachlässigbarer Aufwand ist.

Man kommt auch sehr schnell zumindest mit wissenschaftlicher Arbeitstechnik in Kontakt. Bei mir war zB direkt nach dem ersten Semester eines der Hauptprobleme in einer Hausarbeit ein aktuelles Problem zum Schadensrecht. Weil ich damals noch übermotiviert war, habe ich 3 Wochen fast alle aktuellen Aufsätze dazu ausgewertet, die Lehrmeinung des Ersteller-Professors "widerlegt" und aus Kombination von zwei anderen Meinungen einen neuartigen Lösungsansatz entwickelt. Hat mir eine Note und einen Vorschlag für ein Stipendium gebracht.

Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass ein aktuelles Urteil wie zB jetzt Hartz-4 Rechtsprechung als Thema einer Anfängerhausarbeit oder eines Seminars genommen wird. Dort gibt es weniger Veröffentlichungen, sodass man zum Teil auf jeden Fall auf eigene Gedanken angewiesen ist.

Da der Stoff für das Examen aufgrund seines Umfanges sowieso zu viel zu lernen ist und zumindest in Süddeutschland gezielt fast nur absurde Transferaufgaben gestellt werden, ist für den Lernerfolg letztlich entscheidend, inwieweit einem die eigenständige systematische Durchdringung von Rechtsgebieten gelingt.

Sachen wie Karteikarten oder Klausurschreiben sind letztlich nur Lernhilfen, um fehlendes Verständnis zu kompensieren. Klar für die meisten Stundenten (auch mich) sind sie unverzichtbar, weil nur einige wenige Genies sich völlig auf ihr systematisches Verständnis verlassen können. Es gibt aber auch einige bekannte Fälle, die vor dem Examen keine einzige Probeklausur geschrieben haben etc...
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