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Hedgefonds
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berniebaerchen
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Anmeldungsdatum: 09.04.2007
Beiträge: 1860

BeitragVerfasst am: 16 Jan 2010 - 21:10:17    Titel:

Ich weiss nicht, was da alles vorgefallen ist.
Grundsätzlich kann man natürlich eine GBR gründen, und mit den eingesammelten Geldern investieren in irgendetwas.
Ob Immobilien in Dubai, Zweitmarkt-Lebensversichungen in den USA,
Flugzeug_Leasing Fonds usw.
Das sind halt unternemerische Beteiligungen, und da hält sich der Staat raus.
Da hätte man höchstens Ansprüche aus dem Gesellschaftsrecht oder neuerdings nach dem Prospekthaftungsgesetz.
Das macht man aber in der Regel nicht über eine GBR sondern über eine KG.
So z.B. Stefan Recker, der den Dubai 1000 Fonds aufgelegt hat, und jetzt verschwunden ist:
http://www.welt.de/welt_print/article1886858/Statt_versprochener_Luxusherberge_nur_eine_Baugrube_im_Wuestensand.html
Darüber hinaus gibts natürlich auch noch mehr oder weniger seriöse anbieter solcher Geschlossenen Fonds.
Man kann von den eingesammelten Geldern natürlich auch in einen Hedge Fonds einsteigen. Wenn der in Deutschland nicht zugelassen ist, dann überweist man das Geld halt dorthin, wo der aufgelegt ist.
Der Staat hat sicherlich besseres zu tun, als darüber zuwachen, ob irgendwelche Leute meinen, sie müßten ihr Geld in einen Hedge Fonds auf den Caymands Island stecken über eine unternehmerische Beteiligung.
Das ganze heißt ja nicht umsonst Grauer Kapitalmarkt (ungeregelte unternehmerische Beteiligungen wie GBR; KG oder Stille Beteiligung) .
Abgesehen davon kann man sein Geld auch direkt als Anleger, ohne den Umweg über eine untenehmerische Beteiligung, auf die Caymands überweisen.
Ebenso kann man sich zusammentun, um gemeinsam eine Villa auf Mallorca zu erwerben. Wenn das sich nacher als bessere Hundhütte erweist, hat man eben Pech gehabt.
Alles darf man dabei natürlich nicht. Aber Geprellte müssen dann wie gesagt Ansprüche aus dem Gesellschaftrecht bzw. dem BGB oder neuerdings nach dem Prospekhaftungsgesetz geltend machen.

http://www.firmenpresse.de/pressinfo134002.html

Hier tut sich allerdings das Problem auf, dass bei überwiegender Investition in Wertpapiere eventuell ein unerlaubtes Finanzkommissionsgeschäft vorliegt.
lalelu2222
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Anmeldungsdatum: 09.01.2009
Beiträge: 132

BeitragVerfasst am: 17 Jan 2010 - 09:01:44    Titel:

berniebaerchen hat folgendes geschrieben:
Ich weiss nicht, was da alles vorgefallen ist.
Grundsätzlich kann man natürlich eine GBR gründen, und mit den eingesammelten Geldern investieren in irgendetwas.
Ob Immobilien in Dubai, Zweitmarkt-Lebensversichungen in den USA,
Flugzeug_Leasing Fonds usw.
Das sind halt unternemerische Beteiligungen, und da hält sich der Staat raus....



Danke für die vielen Infos schon mal!
Aber müssten bei einer GbR nicht alle Gesellschafter die gleichen Beiträge leisten? so hat er doch das Problem, dass er selbst erstmal ne Menge Geld aufwenden muss um in den Fonds zu investieren? oder kann er sich als Geschäftsführer ne Sonderstellung in der GbR ermöglichen ? (quasi keine oder geringere Beträge einzusetzen?) ..

und wie differenziert man bei den "Anlegern"? steht dann im Gesellschaftsvertrag "Beiträge ab 1000€" oder so? oder wie ist das geregelt?
hab mal mein BGB nach langem rausgekrempelt und find die ganze Sache recht spannend ...nachdem GbR ja irgendwann mal besprochen wurde im Studium Wink
berniebaerchen
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Anmeldungsdatum: 09.04.2007
Beiträge: 1860

BeitragVerfasst am: 17 Jan 2010 - 15:20:21    Titel:

Die GBR unterliegt keinen großartigen Reglementierungen, da kann man im Prinzip vereinbaren , was man will.
Kiener wird sich da auch nicht direkt beteiligt haben, sondern über eine seiner Gesellschaften die Geschäftsführung gesichert haben.
Die GBR gibts heute auch seltener bei geschlossenen Foinds, weil die Gesellschafter unbeschränkt persönlich haften.
Normalfall ist eine Gmbh u. Co KG. Der Initiator (oft bankenähnliche Emmissionshäuser) gründet mit 25.000 Euro die GmbH und hat die volle Geschäftsführung. 1000 Anleger beteiligen sich beispielsweise mit je 50.000 Euro als Kommanditisten.
Der Initiator mit 25.000 Euro hat dann zu sagen, und die Anleger, die 50 Millionen eingebracht haben, haben nichts zu sagen.
Solche Prospekte kann man aber auch im Internet einsehen:
http://www.mpc-capital.de/contell/cms/server/mpc-capital_de/index.html
http://www.hci-capital.de/
http://www.lloydfonds.de/

Das sind die größten Anbieter solcher geschlossenen Fonds.
Wie gesagt, dass Geld der Anleger kann man überall investieren.
Hauptsächlich sind es Geschlossene Immobilenfonds ,Schiffsbeteiligungen.
Darüber hinaus kann man die Gelder aber auch in gebrauchte amerikanische Lebensversicherungen investieren oder sonst was:
http://www.faz.net/s/Rub645F7F43865344D198A672E313F3D2C3/Doc~ED593B870965442D5979F46C2180D9826~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Ich weiss noch, wie der VCH US epert life 2004 auf den Markt gebracht wurde. Die haben ein Tram Tram gemacht, dass man selbst als durchchnittlicher Fachmann geblendet wurde. U. a. könne ja nichts schief gehen, weil alles von Prof. Finsnger von der Uni Wien berechnet wäre.
Heute blickt wohl keiner mehr so richtig durch, was mit dem Fonds los ist.
http://www.fondsprofessionell.at/upload/attach/230508.pdf
http://www.jahnundpartner.com/b_06_newsletter/b_0610_artikel/b_0610_artikel_2004/VCH_Expert_US_Life_I.pdf
http://www.anlegerschutzauskunft.de/newsticker/ABL_Group/DA0809A_ABL-Group.pdf
Ich vermute mal, mit dem Kiener ist das so ähnlich. Das sind halt begnadete Verkäufer, die den Leuten alles unterjubeln können.
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