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was genau bedeutet agile Softwareentwicklung?
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Felix2000
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Anmeldungsdatum: 19.08.2006
Beiträge: 251

BeitragVerfasst am: 19 Jan 2010 - 12:07:15    Titel: was genau bedeutet agile Softwareentwicklung?

Könnte mir das vielleicht jemand erläutern? Vielleicht auch, worin genau der Unterschied zu einer Vorgehensweise nach dem Wasserfallmodell besteht.

Bitte verweist jetzt nicht auf den Wikipedia-Artikel, den habe ich bereits schon teilweise durchgelesen und trotzdem bin ich nicht auf den Punkt genau schlauer geworden. Der Artikel ist viel zu komplex.

Könnte das vielleicht jemand kurz versuchen, mit seinen eigenen Worten zu beschreiben.

Vielen Dank für eure Unterstützung !
Smutje
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Anmeldungsdatum: 18.07.2008
Beiträge: 3004
Wohnort: Gießen

BeitragVerfasst am: 19 Jan 2010 - 18:32:35    Titel:

Wasserfall = Analyse, Entwurf, Implementierung, Test, Auslieferung
Agil = Analyse, Entwurf, Implementierung, Test, Auslieferung, Analyse, Entwurf, Implementierung, Test, Auslieferung, ...

Agile Entwicklung wird dabei meist in Iterationen von 1-2 Wochen Dauer betrieben.
Felix2000
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Anmeldungsdatum: 19.08.2006
Beiträge: 251

BeitragVerfasst am: 19 Jan 2010 - 19:02:52    Titel:

Zitat:
Wasserfall = Analyse, Entwurf, Implementierung, Test, Auslieferung
Agil = Analyse, Entwurf, Implementierung, Test, Auslieferung, Analyse, Entwurf, Implementierung, Test, Auslieferung, ...


Danke für Deinen Beitrag.

Ich habe zu Deinem Beitrag nochmal drei Fragen:

1. Verstehe ich das richtig, dass ein IT-Projekt (wenn es mithilfe des Wasserfallmodels abgewickelt wird) alle Phasen einmal durchläuft und danach erst endgültig beendet ist und das Projekt dann dem Kunden übergeben wird. Es kommt also auch nicht mehr zurück zur Softwarefirma und ist somit erledigt. Hier dauert eine Iteration vermutlich mehrere Monate oder auch Jahre oder?

2. Wie genau sehen die "Sprungmöglichkeiten" in dem Wasserfallmodel aus? Ich vermute mal, dass ich nur eine Phase zurückgehen kann wenn es überhaupt möglich ist. Ich bin somit sehr unflexibel.

3. Wie genau sehen die Sprungmöglichkeiten bei der agilen Softwareentwicklung aus? Kann ich hier mehr als eine Phase zurückspringen, also z.B. von Test zu Entwurf?

4. Kann man den agilen Softwareprozess auch so gestalten:
Agil = Analyse, Entwurf, Implementierung, Test, Analyse, Entwurf, Implementierung, Test, Auslieferung, ...

Also nur die Auslieferung später umsetzen, als in deinem geposteten Beispiel?

Vielen Dank für die Unterstützung
Smutje
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Anmeldungsdatum: 18.07.2008
Beiträge: 3004
Wohnort: Gießen

BeitragVerfasst am: 19 Jan 2010 - 19:22:49    Titel:

Felix2000 hat folgendes geschrieben:
1. Verstehe ich das richtig, dass ein IT-Projekt (wenn es mithilfe des Wasserfallmodels abgewickelt wird) alle Phasen einmal durchläuft und danach erst endgültig beendet ist und das Projekt dann dem Kunden übergeben wird. Es kommt also auch nicht mehr zurück zur Softwarefirma und ist somit erledigt. Hier dauert eine Iteration vermutlich mehrere Monate oder auch Jahre oder?


Im Wasserfall spricht man deshalb nicht von "Iteration", weil die Entwicklung nicht "iteriert" sondern sequenziell abgearbeitet wird. Ansonsten ja, jede Phase wird ein mal durchlaufen (Ausnahmen siehe 2.).

Felix2000 hat folgendes geschrieben:
2. Wie genau sehen die "Sprungmöglichkeiten" in dem Wasserfallmodel aus? Ich vermute mal, dass ich nur eine Phase zurückgehen kann wenn es überhaupt möglich ist. Ich bin somit sehr unflexibel.


Richtig, die einzige Möglichkeit der Einflussnahme ist das Zurückfallen auf die vorherige Phase.

Felix2000 hat folgendes geschrieben:
3. Wie genau sehen die Sprungmöglichkeiten bei der agilen Softwareentwicklung aus? Kann ich hier mehr als eine Phase zurückspringen, also z.B. von Test zu Entwurf?


Da du iterativ, also in kleinen Schritten entwickelst, kannst du auch "zurückspringen", wobei das nicht wirklich gemacht wird -- eher werden die Teile der aktuellen Iteration, die nicht gelöst werden konnten, in die nächste Iteration übertragen.

Felix2000 hat folgendes geschrieben:
4. Kann man den agilen Softwareprozess auch so gestalten:
Agil = Analyse, Entwurf, Implementierung, Test, Analyse, Entwurf, Implementierung, Test, Auslieferung, ...

Also nur die Auslieferung später umsetzen, als in deinem geposteten Beispiel?


Natürlich, aber die "reine Lehre" sieht am Ende jeder Iteration eine auslieferbare Variante der Software vor -- deshalb wird u.a. die Thematik "Continuous Integration" so propagiert (M. Fowler u.a.).
Felix2000
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Anmeldungsdatum: 19.08.2006
Beiträge: 251

BeitragVerfasst am: 19 Jan 2010 - 19:36:42    Titel:

Besten Dank für Deine Hilfe!

Dennoch eine letzte (hoffentlich) Frage zu dem Thema:

Werden User Stories zur Anforderungssammlung und Aufwandseinschätzung eigentlich nur bei agiler Softwareentwicklung benutzt?

Oder werden diese auch bei einem IT Projekt eingesetzt, dass sequentiell nach dem Wasserfallmodell abgewickelt wird? Oder werden hier evtl. nur solche Dinge wie die Delphi-Methode eingesetzt? Oder vielleicht noch andere Methoden?

Danke für die Unterstützung !
Smutje
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Anmeldungsdatum: 18.07.2008
Beiträge: 3004
Wohnort: Gießen

BeitragVerfasst am: 19 Jan 2010 - 22:12:12    Titel:

Puh, ich denke, dass ist einfach eine Frage der Begrifflichkeit -- "User Stories" inklusive Akzeptanztests sind einfach in der agilen Entwicklung gebräuchlich, da sie einerseits eine abgeschlossene Aufgabe bezeichnen und gleichzeitig aber auch als "Geschichte" eines Benutzers aufgefasst werden können, die er gerne von der Anwendung abgearbeitet sähe. Da das Wasserfallmodell aber nicht auf solche User-Stories zentriert ist, sondern die Anforderungsanalyse eher als "ganzes" gilt, ist dort wohl eher der Begriff "Use-Case" (also ein Anwendungsfall) angebracht.
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