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UCL vs. Uni Heidelberg
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AnwaltInSpe
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Anmeldungsdatum: 24.01.2010
Beiträge: 275

BeitragVerfasst am: 13 März 2010 - 02:36:04    Titel:

nein hab ich nicht. wieso? weil die ne partner uni der ucl is?

natuerlich mein ich das ernst. warum faengst du jetzt an, das Ganze ins Laecherliche ziehen zu wollen?
EinHeinzelmännchen
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Anmeldungsdatum: 08.02.2009
Beiträge: 97
Wohnort: Jena

BeitragVerfasst am: 13 März 2010 - 19:04:54    Titel:

Hatte keine Lust euren Dialog zu lesen, also wurde es hoffentlich noch nicht gesagt.

An deiner Stelle würde ich auf jeden Fall mal nach HD gehen, Studienberatung aufsuchen und deinen Fall schildern. An der Uni gibt es mit Sicherheit auch etliche Dozenten, die in GB/USA studiert haben (bspw mein Erasmus Prof hat in London studiert). Da wird dir vielleicht etwas Honig ums Maul geschmiert von wegen beste staatliche Uni Deutschlands, weltweit in den Rankings solide vertreten - aber die wichtigen Infos wirst du schon herausfiltern können. Bei der Gelegenheit kannst du ja direkt die Stadt anschauen, ist im Frühjahr ganz hübsch.

Allerdings versteh ich ehrlich gesagt nicht, was es zu überlegen gibt. Wenn man das Geld hat, eh in den USA arbeiten will (wobei ich dann direkt in den Staaten studieren würde) dann hat man in HD nix verloren. Die Sprache lernst du dort mit Sicherheit nicht (beim besten willen aber die Sprache ist das wichtigste an der juristischen Arbeit - wenn man kein Muttersprachler ist...puh). Was das Staatsexamen wert ist kann ich nicht sagen, ich denke aber, dass international vorallem europäisches Recht von Bedeutung bzw. an Bedeutung gewinnt.

Viel Erfolg und Glück bei der Entscheidung. Wink
AnwaltInSpe
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Anmeldungsdatum: 24.01.2010
Beiträge: 275

BeitragVerfasst am: 13 März 2010 - 19:46:44    Titel:

@ Heinzel Man ^^:

Das ist in der Tat ein sehr guter Ratschlag und ich wuerde ihn auch liebend gerne annehmen, bzw. haette es schon laengst gemacht. Dabei gibt es nur folgendes Problem. Ich bin derzeit in Suedamerika und kann nicht einfach mal schnell nach Europa. Sonst haette ich mir laengst schon die beiden Unis angeschaut und mit den Leuten dort geredet. Ich komme auch erst Ende Juli wieder. Mein Angebot fuer UCL steht aber nur bis Anfang Mai. Das heisst, ich muss allein mit Hilfe des Internets, befreundeten Juristen/Freunden/Verwandten und meinem Verstand eine Entscheidung treffen. Leider.

Ich studiere deshalb nicht direkt in den USA, weil man, um dort Jura studieren zu koennen, bereits einen Hochschulabschluss braucht.
Ein US-College fuer einen Bachelorabschluss zu besuchen, scheint mir erstens eine unnoetig hohe Ausgabe und bringt mich zweitens auch nicht wirklich der Rechtswissenschaft naeher.
Deshalb habe ich mich fuer England als moegliche Alternative entschieden. Dort will ich allerdings nicht zwingend meine Leben verbringen, sondern nur vom Englisch und der hervorragenden Ausbildung profitieren.

Ich denke, das deutsche Rechtssystem in Verbindung mit dem US-Recht (spaeter dann) zu kennen, wuerde mir einen grossen Vorteil bringen. Allerdings zweifle ich daran, ob es sich lohnen wuerde ca. 7 Jahre die anspruchsvolle deutsche Juristenausbildung zu durchlaufen ohne diese mit Sicherheit jemals anzuwenden. Deshalb tendiere ich zu England, das nur 3-4 Jahre in Anspruch nehmen wuerde.
Auf der anderen Seite sage ich aber auch Deutschland damit mehr oder weniger fuer immer Lebewohl, was den Menschen, die mir nahe stehen nicht sehr zusagt und mich auch betruebt.
Ich zweifle nicht daran, dass diese Entscheidung die vermutlich weitreichendste meines Lebens sein koennte.
Daher bin ich jeglichen Kommentaren hierzu sehr dankbar, die mir vll einen Reality Check geben koennen, da ich bestimmte Aspekte bei meinen Ueberlegungen vielleicht vergesse.
rOYAL.
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 2093
Wohnort: Heidelberg

BeitragVerfasst am: 14 März 2010 - 03:53:45    Titel:

Um einen meiner Profs zu zitieren:

In Jura lernt man juristisch zu denken, manche lernens dabei nie, andere recht schnell. Und es ist kein Zufall, dass deutsche Juristen in ausländischen Programmen stets top abschneiden, sondern es ist deren hervorragender juristischer Ausbildung geschuldet, dem Umstand, dass sie den Umgang mit abstrakten Normen gelernt haben.

Die absolute Wahrheit wird dir keiner hier präsentieren können, und wenn er das tut, wird er durch eine Menge von abweichenden Meinungen überschattet werden.

Ich jedenfalls bin davon überzeugt, dass die deutsche Juristenausbildung, sofern ich sie bisher kennenlernen durfte, und soweit ich Unterschiede zu konkreten Ausbildungsansätzen anderer Nationen beurteilen kann, eine durchaus herausragende ist.

Einarbeiten kann man sich in fremde Rechtsgebiete ohne Probleme recht schnell. Das wird sowieso von jedem Praktiker erwartet, steigt er denn einmal ins Berufsleben ein. Entscheident für dich ist nun, wo du die besten Mittel an die Hand gegeben bekommst, um dies zu bewerkstelligen. Und da ist eine britische juristische Ausbildung, in einem System, welches im Endeffekt sogar Quereinsteigern nach einem einjährigen 'Crashkurs' den Weg zum Rechtsberater offen hält, in meinen Augen der deutschen Ausbildung, welche einem Rechtsanwalt die Perspektive eines Richters und eines Staatsanwalts wie eines Rechtsanwalts gleichermaßen kennenlernen lässt, unterlegen.

Jst my 2 cnts.
AnwaltInSpe
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Anmeldungsdatum: 24.01.2010
Beiträge: 275

BeitragVerfasst am: 22 März 2010 - 03:46:42    Titel:

thx 4 ur 2 cnts! ^^

Aber dieser Crashkurs, den du ansprichst, macht diejenigen Juristen, die er hervorbringt ja auch nicht besonders bemerkenswert in Hinblick auf ihre Konkurrenzfaehigkeit. Sie werden, aehnlich wie Auslaender mit LLM in New York, grosse Probleme haben sich gegen althergebrachte Juristen durchzusetzen.
Dazu muss auch gesagt werden, dass die Teilnehmer an einem 1-Jahreskurs meines Wissens nach dennoch ihren Training Contract bzw. Pupillage absolvieren muessen, was ja der praktische Teil ist, den jeder andere angehende britische Jurist ebenfalls durchlaeuft.
Was ich hiermit sagen will ist, dass man das britische System nicht als minderwertiger ansehen sollte, weil es Quereinsteiger erlaubt.
Wir alle wissen wie rigide Deutschland an seinem betagten Staatsexamenssystem festhaelt. Das vermittelt den Eindruck von Superiorietaet. Allerdings hat das veschulte System bewiesen, dass es im Allgemeinen, an mit Endnoten gemessen, groessere Erfolge bringt (siehe Bucerius Law School).

Was ist das fuer ein System, in dem es eine 18-Punkte Skala gibt und ein Student als ueberdurchschnittlich leistungsstark gilt, wenn er 9 Punkte erreicht, waehrend die oberen Punktzahlen nie beruehrt werden (koennen!)?

Das Bachelorsystem mit Firsts, Seconds etc. ist meines Erachtens nach fortschrittlicher, da man die Skala auch tatsaechlich ausnutzt.
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 22 März 2010 - 03:52:55    Titel:

AnwaltInSpe hat folgendes geschrieben:
Allerdings hat das veschulte System bewiesen, dass es im Allgemeinen, an mit Endnoten gemessen, groessere Erfolge bringt (siehe Bucerius Law School).


Die BCS ist eine teure Eliteschule für Perlenpaulas und Polohemdenfuzzis. Sie als Beispiel für erfolgreiche Juraausbildung zu nehmen ist ungefähr so dämlich wie ihre Studenten als eine repräsentative Stichprobe für die Verbreitung von 3er BMW-Cabrios unter deutschen Studenten zu betrachten.
Wenn dir die verschulte Tretmühle gefällt, dann geh nach England. Dort kriegst du den Stoff vorgekaut und in den Mund gekotzt. Dafür bleibst du dort auch erstmal Schüler.
AnwaltInSpe
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Anmeldungsdatum: 24.01.2010
Beiträge: 275

BeitragVerfasst am: 22 März 2010 - 04:16:13    Titel:

Vielen Dank fuer deinen erfrischend objektiven Beitrag, S.S. Oder magst du die Abkuerzung vielleicht nicht so? Ich finde sie passt hervorragend zu deiner propagandistischen und generalisierenden Wortwahl. Wink

Die BLS war nur als Beispiel fuer eine Verschulung im Jura-Bereich gedacht und da sie bisher die Einzige ihrer Art in Deutschland ist, fuehrte ich sie an. Man koennte sicher auch Vergleiche aus anderen Lehrgebieten mit Bachelorabschluss heranziehen, aber ich wollte bei der Rechtswissenschaft bleiben, da dies hier ja das Hauptthema hier sein soll.

Des Weiteren halte ich es fuer die Verantwortung eines jeden Einzelnen sich vor uebermaessiger Indoktrination zu schuetzen. An angeleitetes Studium bedeutet noch lange nicht, dass man seine Denkweise aufgeben muss oder gar aufhoert zu reflektieren und sich eigene Gedanken zu machen; ganz besonders nicht im rechtswissenschaftlichen Milieu. Vielmehr, denke ich, gewaehrleistet es eine kontinuierliche Betreuung, die bei Bedarf hilft, Unklarheiten zu beseitigen und somit bessere Leistungen zu ermoeglichen.
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 22 März 2010 - 04:22:40    Titel:

AnwaltInSpe hat folgendes geschrieben:
Vielen Dank fuer deinen erfrischend objektiven Beitrag, S.S. Oder magst du die Abkuerzung vielleicht nicht so? Ich finde sie passt hervorragend zu deiner propagandistischen und generalisierenden Wortwahl. Wink


Ich denke, dass ich mich nicht mit der SS vergleichen lassen muss.
Ansonsten ist der Vergleich mit der BLS völliger Unsinn aus den o. g. Gründen. Die BLS ist eine sehr besondere Hochschule; aus ihr lassen sich keine Gesetzmäßigkeiten für staatliche Universitäten ableiten.

Zitat:
An angeleitetes Studium bedeutet noch lange nicht, dass man seine Denkweise aufgeben muss oder gar aufhoert zu reflektieren und sich eigene Gedanken zu machen; ganz besonders nicht im rechtswissenschaftlichen Milieu. Vielmehr, denke ich, gewaehrleistet es eine kontinuierliche Betreuung, die bei Bedarf hilft, Unklarheiten zu beseitigen und somit bessere Leistungen zu ermoeglichen.


Ein angeleitetes Studium bedeutet häufig vor allem, dass man nie anfängt, eine eigene Denkweise zu entwickeln. Das benötigt nämlich Muße, Zeit und den Mut und die Möglichkeit, Fehler zu machen. All das gibt es in einem verschulten System kaum.

Du weißt offenbar ziemlich genau, was du willst und das hat ja auch seine Vorteile. Nur ist dir da irgendwo die Leichtigkeit verloren gegangen. Ich hoffe für dich, dass du sie wiederfindest.
AnwaltInSpe
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Anmeldungsdatum: 24.01.2010
Beiträge: 275

BeitragVerfasst am: 22 März 2010 - 04:40:10    Titel:

Tatsaechlich muss ich dir danken, dass du mir die Situation aus deiner Sichtweise schilderst und ich denke, dass das verschulte System tatsaechlich u.a. die von dir genannten Gefahren in sich birgt, aber ebenso auch Vorteile mit sich bringt, die nicht von der Hand zu weisen sind.

Sicherlich ist die BLS kein Prototyp der perfekten juristischen Fakultaet, allerdings kopiert sie ja auch nur das US/UK-System soweit es ihr mit den deutschen Regelungen moeglich ist.

Im Endeffekt kommt es auf die Person selbst an, ob sie in der Lage ist selbststaendig zu denken.


Ich denke auch, dass es etwas rasch von dir ist ein Urteil ueber meine geistige Flexibilitaet zu faellen auch wenn ich deinen Gedankengang teilweise nachvollziehen kann.
Letztendlich laesst sich niemals alles planen, aber das was man steuern kann, sollte man, meiner bescheidenen Meinung nach, bestmoeglichst und wohlbedacht fuer die Zukunft ausrichten.
rOYAL.
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 2093
Wohnort: Heidelberg

BeitragVerfasst am: 22 März 2010 - 14:29:27    Titel:

AnwaltInSpe hat folgendes geschrieben:

Was ist das fuer ein System, in dem es eine 18-Punkte Skala gibt und ein Student als ueberdurchschnittlich leistungsstark gilt, wenn er 9 Punkte erreicht, waehrend die oberen Punktzahlen nie beruehrt werden (koennen!)?

Das Bachelorsystem mit Firsts, Seconds etc. ist meines Erachtens nach fortschrittlicher, da man die Skala auch tatsaechlich ausnutzt.

http://www.qedlaw.co.uk/just-another-llb-league-table/

Ja, wenn 70, 80, 90% der Graduierten einer Uni 2.1 oder besser haben, spiegelt das vorhandene Leistungsunterschiede natürlich sehr viel besser wider.

Außerdem, ausgenutzt wird die Skala ja auch. Immerhin etwa 5% schaffen schließlich ein Examen 'gut' oder besser, und besonders herausragende Absolventen bekommen ab und an mal ein 'sehr gut'. Dass der Großteil der Studenten eine 'trotz ihrer Mängel durchschnittlichen Leistungen entsprechende' oder 'in jeder Hinsicht durchschnittlichen Anforderungen entsprechende' Arbeit abgibt ist m.E. sehr viel realitätsnäher, als wenn sich die Hälfte der Leute die besten Noten teilt.
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