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Lafontaine tritt zurück - Wie gehts weiter mit der Linken?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Lafontaine tritt zurück - Wie gehts weiter mit der Linken?
 
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Asselmeier
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Anmeldungsdatum: 02.01.2010
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BeitragVerfasst am: 28 Jan 2010 - 02:34:17    Titel: @ludwig

Die Endlosdebatte über die Schuld bzw. deren Abgeltung ehemaliger Ostfunktionäre hab ich nicht vor hier loszutreten. Zumal ich aus Bayern komme^^. Aber im Ernst: Wenn eine Egalisierung der Vermögensunterschiede im Land nicht gelingt (wonach es aussieht, zumal unter Schwarz-Gelb), prognostiziere ich eine weitere Stärkung der Ränder. Selbst bei uns hier in Bayern kommt die Linke nach aktuellen Umfragen auf 5% (!). Die Alternative wäre die NPD. Wie Platzek über diese Partei denkt, ist seine Sache. Ich kann bei Betrachtung deren Parteiprogrammatik nur den Kopf schütteln. Das Experiment Ost-Sozialismus ist fehlgeschlagen (warum auch immer). Die Nazis haben ihr Programm durchgezogen. Inkl. Auschwitz und totalem Krieg. Zwischen Real"sozialismus" und Drittem Reich war eben doch ein gewaltiger Unteschied.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
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BeitragVerfasst am: 28 Jan 2010 - 07:22:16    Titel: Re: @ludwig

Asselmeier hat folgendes geschrieben:
Zwischen Real"sozialismus" und Drittem Reich war eben doch ein gewaltiger Unteschied.



stimmt, denn die NSDAP wurde verboten, ihre Ideoloie und Terminologie geächtet, Ihre Symbolik unter Strafe gestellt, an die Verbrechen, die im Namen dieser Partei stattfanden wird in vielen Gedenkstätten erinnert, diese Verbrechen zu leugnen stet ebenfalls unter Strafe, demonstrieren deren Anhänger stellen sich ihnen aufrechte Demokraten entgegen, auch wenn die Linke so tut als hätte sie dies für sich gepachtet. Und am Ende bleibt noch, dass sich z.B. im letzten DDR Politbüro 1989 mehr ehemalige NSDAP Mitglieder befanden als ehemalige SPD Mitglieder.
Tonka
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Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beiträge: 2263

BeitragVerfasst am: 29 Jan 2010 - 02:05:53    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Mir ist auch schleiherhaft wie die Grünen die Bündnis90 Bürgerrechtler an einen Tisch mit den ehemaligen Diktatoren kriegen möchte aber Cem Özdemir sagte heute, dass er sich 2013 eine rotdunkelrotgrüne Koalition vorstellen könne...


Das sagt Özdemir heute, aber konkret ist das Thema ja wohl noch nicht. Dafür müsste sich die Linke noch um einiges bewegen, vor allem in der Außen- und Wirtschaftspolitik. Tut sie dies nicht, können sie noch 20 Jahre in der Opposition verharren. An der Stelle der Grünen würde ich mich eher der CDU zuwenden, denn Schwarz-Grün käme für die Grünen wohl eher in Frage als Rot-Rot-Grün. Denn bei Rot-Rot-Grün macht der bürgerliche Grünen-Wähler sein Kreuz wohl auch woanders. Das kann nicht im Sinne der Grünen sein, die sich diese durchaus breite Wählerschicht mühsam erarbeitet haben.
koenig_ludwig73
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Beiträge: 11570
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BeitragVerfasst am: 29 Jan 2010 - 08:28:54    Titel:

und so gehts weiter...

http://de.news.yahoo.com/26/20100128/tde-unmut-in-linkspartei-ber-nachfolgere-e7455f6.html

Und Lügilanti bestätigt hier noch einmal, dass sie wohl tatsächlich nie ein anderes Ziel als eine rotrote Zusammenarbeit verfolgte. Der Vorwurf der Lüge ist somit verfestigt.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article6015930/Jetzt-wollen-Linke-und-SPD-systematisch-denken.html
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
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BeitragVerfasst am: 29 Jan 2010 - 08:31:04    Titel:

Tonka hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Mir ist auch schleiherhaft wie die Grünen die Bündnis90 Bürgerrechtler an einen Tisch mit den ehemaligen Diktatoren kriegen möchte aber Cem Özdemir sagte heute, dass er sich 2013 eine rotdunkelrotgrüne Koalition vorstellen könne...


Das sagt Özdemir heute, aber konkret ist das Thema ja wohl noch nicht. Dafür müsste sich die Linke noch um einiges bewegen, vor allem in der Außen- und Wirtschaftspolitik. Tut sie dies nicht, können sie noch 20 Jahre in der Opposition verharren. An der Stelle der Grünen würde ich mich eher der CDU zuwenden, denn Schwarz-Grün käme für die Grünen wohl eher in Frage als Rot-Rot-Grün. Denn bei Rot-Rot-Grün macht der bürgerliche Grünen-Wähler sein Kreuz wohl auch woanders. Das kann nicht im Sinne der Grünen sein, die sich diese durchaus breite Wählerschicht mühsam erarbeitet haben.


Die Linke muß sich gar nicht bewegen solange ihr rotgrün hinterherrennt...

http://www.welt.de/politik/deutschland/article6015476/Der-linke-Genuss-einzige-SPD-Machtoption-zu-sein.html
Asselmeier
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Anmeldungsdatum: 02.01.2010
Beiträge: 181

BeitragVerfasst am: 29 Jan 2010 - 10:35:25    Titel: @ludwig

Schon lustig, wie du uns hier alle davon zu überzeugen versuchst, dass die Linke das Böse schlechthin ist. Nur: Dank der Finanzkrise, die immer mehr zur Wirtschaftskrise wird und einer FDP, die just in diesem Moment mit ihren neoliberalen-Reformen anrückt, wird die Linke für immer mehr Menschen zur einzigen Alternative (neben der NPD vllt, wobei viele Arbeitnehmer auch ausländische Kollegen hatten, die mit ihnen den Job verloren haben bzw. in Zeitarbeit mussten). Wie gesagt: Wer hätte noch vor ein paar Jahren für möglich gehalten, dass die Linke im Westen jemals auch nur den Hauch einer Chance hat? Und jetz steht sie sogar in Bayern bei 5% Wink .
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11570
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BeitragVerfasst am: 29 Jan 2010 - 11:11:17    Titel:

Das eigentlich Schlimme ist, dass man tatsächlich Menschen davon überzeugen muß.

Aber nur mal so, die Lasten die uns diese Partei hinterlassen hat, aus einer Alleinregierung heraus überwiegen bei wweitem die Lasten die uns durch die Krise auferlegt werden. Von daher ist mir auch dort schleiherhaft wie man diese auch ohne Krise mehr als gescheiterte politische Alternative heute als Rettungsanker betrachten kann.
erobique
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Anmeldungsdatum: 08.08.2009
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BeitragVerfasst am: 29 Jan 2010 - 15:29:58    Titel:

Du zitierst Tag und Nacht Springer-Presse, ist das nicht irgendwann peinlich?
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24256

BeitragVerfasst am: 29 Jan 2010 - 15:33:35    Titel: Re: Lafontaine tritt zurück - Wie gehts weiter mit der Linke

Um mal vom Lamentieren wieder zum Inhalt dieses Threads zurückzukehren:

Tonka hat folgendes geschrieben:
Am Wochenende hat Oskar Lafontaine seinen Rückzug aus der Bundespolitik erklärt. Er legt den Parteivorsitz und sein Bundestagsmandat nieder. Lafontaine wird dann nur noch als Abgeordneter im Landtag des Saarlands politisch tätig sein. Unbestritten war und ist Oskar Lafontaine die Gallionsfigur der Linken in Westdeutschland. Ohne Lafontaine hätte die Linke nicht so große Wahlerfolge in Westdeutschland gehabt.


Jep. Wobei ich Lafontaine zutraue auch immer mal von Saarbrücken aus noch sich einzumischen...

Jedenfalls wird es schon im Mai spannend, wie sich das auf die Landtagswahl in NRW auswirkt. Denn im Westen der Republik wurde die Linke hauptsächlich aus Frust gegenüber der SPD, den Lafontaine als Person allein schon zum Ausdruck gebracht hat, gewählt. Ob man wirklich diese Fundamentalopposition will?

Umgekehrt wird man in NRW als Person, die sich gegen Schwarz-Gelb ausspricht, vor die Gewissensfrage gestellt werden: Diese (bisherige) Regierungskonstellation wird man am ehesten dadurch torpedieren können, dass man die Linken in den Landtag hievt. Und das hat sogar bundespolitische Relevanz, weil mit NRW auch die Bundesratsmehrheit der Schwarz-Gelöben Bundesregierung fallen würde, was bedueten würde, dass die von der FDP so sehr gewünschte Steuerreform (Nebenbemerkung: Es müssen so schon von diesem zum nächsten Jahr 60 Milliarden Euro im Bundeshaushalt eingespart werden; die FDP möchte gern noch weitere Mindereinnahmen von 24 Milliarden Eurpo produzieren...), welche als DAS große Projekt eben jener Bundesregierung in den Koalitionsverhandlungen und im Wahlkampf hingestellt wurde, dann ersteinmal ad acta zu legen ist, weil durch den Bundesrat zustimmungspflichtig.


Zitat:

Wie geht es nun weiter in der Linkspartei? Entweder wird Gysi alleiniger Parteichef oder eine zweite Person übernimmt das Amt von Lafontaine.
Im Gespräch sind unter anderem Klaus Ernst und Gesine Lötzsch. Die Frage wird auch sein, ob sich die beiden Lager in der Linken auf einen gemeinsamen Kurs einigen können: Hier die Pragmatiker aus dem Osten und auf der anderen Seite der linke Flügel aus dem Westen.


Nun, das Personaltableau steht ja nun. Aber unumstritten ist es nicht. Im Hintergrund toben weiter Machtkämpfe. Welche Strömung wird sich durchsetzen? Die "jungen Pragmatiker" wie Bartsch oder Ramelow gehen ersteinmal ein wenig in Deckung, sehen ihre Chance für 2013 und danach. Wagenknecht hat man etwas entschärft, in dem man sie als Partei-Vize vorgeschlagen hat und damit zwingt in keiner partei-internen Arbeitsgruppe (in ihrem Fall der kommunistischen Plattform) tätig zu sein. Aber dennoch fordern gerade die Westverbände, die als Mitglieder eher Fundis besitzen, ihre Macht, die sie durch Lafontaine erhalten haben ein...

Zitat:

Die Linke hat sich schon als Partei in Deutschland etabliert und wird dies wohl auch bleiben. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass sie im Westen bei Wahlen ein paar Prozent weniger bekommt, weil Lafontaine als Zugpferd nicht mehr dabei ist. Man darf gespannt sein, wie die Linke sich bei der nächsten Bundestagswahl 2013 aufstellen wird und ob sie versucht, mit pragmatischeren Inhalten eine Regierungskoalition anzustreben oder ob sie weiterhin versucht, mit ihren unrealistischen Forderungen in der Opposition zu bleiben.


Die nun folgende Programm-Debatte in der Linken wird es zeigen, wer sich durchsetzt. Oder ob die Partei wieder zerfällt...


Cyrix
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
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BeitragVerfasst am: 29 Jan 2010 - 15:39:36    Titel:

erobique hat folgendes geschrieben:
Du zitierst Tag und Nacht Springer-Presse, ist das nicht irgendwann peinlich?


Naja solange Du an Klischees festhälst, die durch einen Mord an einem Studenten, durchgeführt von einem Stasispitzel, ihre Ursprünge haben, in keinster Weise.
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