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Lafontaine tritt zurück - Wie gehts weiter mit der Linken?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Lafontaine tritt zurück - Wie gehts weiter mit der Linken?
 
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koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11588
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 29 Jan 2010 - 14:45:47    Titel:

Hallo Cyrix,

gut das Du die Programmdebatte erwähnst, schließlich hat die Linke völlig ohne Programm über 10 Prozent der Wähler überzeugen können....

Spricht das nun für die Linke oder gegen den Verstand des deutschen Wählers der ja immer wieder behauptet, dass er es besser finden würde wenn nach der Wahl das umgesetzt wird was zuvor versprochen wurde. Nur eben ohne Programm keine nachprüfbaren Versprechen. Was also sollte eine Linke einhalten?
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24256

BeitragVerfasst am: 29 Jan 2010 - 16:41:09    Titel:

Rein begrifflich besitzt die Linke ein Parteiprogramm; sonst hätte sie nicht zur letztjährigen Bundestagswahl antreten können. Denn dieses ist beim Bundeswahlleiter zu hinterlegen.


Cyrix
Tonka
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Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beiträge: 2263

BeitragVerfasst am: 29 Jan 2010 - 18:55:53    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Rein begrifflich besitzt die Linke ein Parteiprogramm; sonst hätte sie nicht zur letztjährigen Bundestagswahl antreten können. Denn dieses ist beim Bundeswahlleiter zu hinterlegen.


Das sehe ich auch so. Man kann den Linken jetzt nicht vorwerfen, dass sie kein Programm hätten. Ob einem das Programm zusagt, ist noch einmal eine andere Sache.

Wenn man mal die drei linken Parteien im Bundestag nimmt, könnte man mal folgende Rechnung aufstellen: Der rechte Flügel der SPD will nicht mit den Linken koalieren, der linke Flügel schon. Bei den Grünen ist das wohl ähnlich. Bei der Linken selbst will ja auch nur ein Flügel regieren, der andere Teil nur sofern die eigenen Forderungen umgesetzt werden.
Wie kann man jetzt aus den unterschiedlichsten Flügeln eine rot-rot-grüne Regierung formen? Irgendwer wird ja mit seiner Einstellung keine Berücksichtigung finden. Diese Leute müssten die Entscheidung der Parteispitze dann hinnehmen ode sie wenden sich enttäuscht der Partei ab?!
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2134

BeitragVerfasst am: 29 Jan 2010 - 18:59:20    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Hallo Cyrix,

gut das Du die Programmdebatte erwähnst, schließlich hat die Linke völlig ohne Programm über 10 Prozent der Wähler überzeugen können....

Spricht das nun für die Linke oder gegen den Verstand des deutschen Wählers der ja immer wieder behauptet, dass er es besser finden würde wenn nach der Wahl das umgesetzt wird was zuvor versprochen wurde. Nur eben ohne Programm keine nachprüfbaren Versprechen. Was also sollte eine Linke einhalten?


Die CDU wurde ganz ohne Programm die stärkste Partei.
Tonka
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Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beiträge: 2263

BeitragVerfasst am: 29 Jan 2010 - 19:04:25    Titel: Re: Lafontaine tritt zurück - Wie gehts weiter mit der Linke

cyrix42 hat folgendes geschrieben:

Wobei ich Lafontaine zutraue auch immer mal von Saarbrücken aus noch sich einzumischen...

Jedenfalls wird es schon im Mai spannend, wie sich das auf die Landtagswahl in NRW auswirkt. Denn im Westen der Republik wurde die Linke hauptsächlich aus Frust gegenüber der SPD, den Lafontaine als Person allein schon zum Ausdruck gebracht hat, gewählt.


Ich kann mir gut vorstellen, dass Lafontaine sich noch einmal einmischt in die Politik, wenn die NRW-Wahl ansteht.
Natürlich nur, sofern sein Gesundheitszustand das zulässt.

cyrix42 hat folgendes geschrieben:

Umgekehrt wird man in NRW als Person, die sich gegen Schwarz-Gelb ausspricht, vor die Gewissensfrage gestellt werden: Diese (bisherige) Regierungskonstellation wird man am ehesten dadurch torpedieren können, dass man die Linken in den Landtag hievt.


... oder man wählt stattdessen verstärkt die Piratenpartei, die dann statt der Linken in den Landtag einzieht! Laughing
Das wird aber wohl nicht passieren und die Linke wird sicher einziehen, davon gehe ich aus. Die Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen ist ja meistens sehr niedrig, das kommt dann wohl der Linken entgegen.

Falls die Linke nicht einzieht und es nur vier Parteien sind, würde das dann ja vermutlich Schwarz-Gelb in die Regierung verhelfen, oder? Dann hätten die sonstigen Parteien rund 8% und bei vielen sonstigen Stimmen kommt das immer der stärksten Partei zu Gute, was wohl wieder die CDU sein wird bei der NRW-Wahl?
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11588
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 30 Jan 2010 - 10:11:05    Titel:

Tonka hat folgendes geschrieben:
cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Rein begrifflich besitzt die Linke ein Parteiprogramm; sonst hätte sie nicht zur letztjährigen Bundestagswahl antreten können. Denn dieses ist beim Bundeswahlleiter zu hinterlegen.


Das sehe ich auch so. Man kann den Linken jetzt nicht vorwerfen, dass sie kein Programm hätten. Ob einem das Programm zusagt, ist noch einmal eine andere Sache.

Wenn man mal die drei linken Parteien im Bundestag nimmt, könnte man mal folgende Rechnung aufstellen: Der rechte Flügel der SPD will nicht mit den Linken koalieren, der linke Flügel schon. Bei den Grünen ist das wohl ähnlich. Bei der Linken selbst will ja auch nur ein Flügel regieren, der andere Teil nur sofern die eigenen Forderungen umgesetzt werden.
Wie kann man jetzt aus den unterschiedlichsten Flügeln eine rot-rot-grüne Regierung formen? Irgendwer wird ja mit seiner Einstellung keine Berücksichtigung finden. Diese Leute müssten die Entscheidung der Parteispitze dann hinnehmen ode sie wenden sich enttäuscht der Partei ab?!


könnt Ihr das bitte verlinken??
Asselmeier
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Anmeldungsdatum: 02.01.2010
Beiträge: 181

BeitragVerfasst am: 30 Jan 2010 - 10:35:27    Titel: @ludwig

Oh Ludwig. Die Linke=DDR-Nummer zieht vllt noch bei ein paar Hinterweltlern. Den Durchschnittsarbeiter kann man mit solch hohlen Phrasen nicht täuschen. Da unterschätzt du den Intellekt des einfachen Mannes. Und im Osten sind die blühenden Landschaften weitgehend ausgeblieben. So konnte sich die PDS dort nach dem Ende der Sowjetdiktatur und nachdem die Westparteien ihre Strahlkraft veroren hatte, als einzig glaubwürdige Alternative positionieren. Die Vermögensungleichverteilung im Land wächst. Die Angst vor Hartz IV zieht sich bis weit in die Mittelschicht. In Deutschland zieht die "vom Tellerwäscher zum Millionär"-Nummer nicht.
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Anmeldungsdatum: 03.05.2009
Beiträge: 714

BeitragVerfasst am: 30 Jan 2010 - 12:21:37    Titel:

koneig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Sind ehemalige NSDAP Mitglieder Nazis?? Sollte man eine NPD, die anteilmäßig naturgemäß weniger ehemalige NSDAP Mitglieder beherbergt einen entspannten, oder wie Platzeck sagte versöhnlichen Umgang zum Beispiel im sächsischen Landtag pflegen??? Inwieweit hat sich eine heutige Linke von damaligen Taten distanziert?? Wenn ich mich recht erinnere war es doch eine Abgeordnete der linken niedersäcsischen Landtagsfraktion, die davon sprach, dass eine Stasi durchaus wieder zu beleben sei um konterrevolutionäre Tendenzen bekämpfen zu können und eine Mauer, dieses Mal um ganz Deutschland ja zum Schutz ganz sinnvoll wäre?
You made my day, koenig_ludwig73. Inwieweit haben sich die Christen denn von ihrer Vergangenheit, die aus Raub, Massenmord, Folter, und jahrtausendelanger gesellschaftlicher Stagnation bestand, distanziert? Die haben es ja nicht einmal für nötig gehalten, eine Nachfolgeorganisation zu gründen. (Vielleicht war das der Fehler der Sozis? Immerhin stehen die Christen immer noch mitten in der Gesellschaft.)

Zitat:
man stelle sich vor, ein Dr. Mengele würde heute Medizin lehren oder ein Göbbels für den Geschichtsteil des 3. Reiches an unseren Schulen zuständig sein....
So weit weg sind wir davon gar nicht. Die "staatliche Gesundheitsreform" wird von Lobbyisten erarbeitet, das "Hotelier-Reichtumsbeschleunigungsgesetz" wird von Lobbyisten bezahlt, "Leistungsträger" degradieren sich selbst zum "Sozialhilfeadel 2.0 auf Zeit", die Atomlobby plante ihre Wahlkampfunterstützung wie einen Feldzug und - last but not least - die Energiekonzerne diktieren ihre Gesetze selbst.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Aber nur mal so, die Lasten die uns diese Partei hinterlassen hat, aus einer Alleinregierung heraus überwiegen bei wweitem die Lasten die uns durch die Krise auferlegt werden.
Die Lasten der Krise lassen sich - noch - nicht beziffern. Immerhin ist sie noch gar nicht beendet, sondern sickert momentan erst allmählich zum Bodensatz der Gesellschaft durch. Insofern stehen uns die tatsächlichen Kosten erst noch bevor. Warten wir es also einfach ab...

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
schließlich hat die Linke völlig ohne Programm über 10 Prozent der Wähler überzeugen können....

Spricht das nun für die Linke oder gegen den Verstand des deutschen Wählers der ja immer wieder behauptet, dass er es besser finden würde wenn nach der Wahl das umgesetzt wird was zuvor versprochen wurde.
Die FDP hat - völlig ohne Programm - knapp 15% überzeugen können. Spricht es nun für die FDP oder gegen den Verstand des deutschen Wählers, der schon kurz nach der Wahl gar nichts mehr von den Wahlversprechen "Steuersenkung auf Pump und Ungewissheit" wissen will?

koneig_ludwig hat folgendes geschrieben:
könnt Ihr das bitte verlinken??
Bitte schön.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11588
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 30 Jan 2010 - 12:35:01    Titel:

Na die Christen haben ja immerhin nun schon festgestellt, dass die Erde doch rund ist. Allerdings bin ich nicht getauft insofern also der falsche Ansprechpartner. Ich finde es allerdings bemerkenswert von Dir die Linke mit Raub, Massenmord, Folter und sagen wir doch gleich heilige Inquisition in Zusammenhang zu bringen. Wir stellen also fest, linke Ideologie ist für Anhänger wie Gegner in einer Reihe mit den schlimmsten menschlichen Entgleisungen zu sehen. Danke. Sag ich doch von Anfang an, nur eben ne Inquisition würde heut keiner mehr wollen, die Faschisten auch nur noch ein paar Irre, nur die Sozialisten durchwuchern weiterhin mit ihren kranken Ideen unsere Gesellschaft.

Wann war noch mal in einem Land dieser Erde die letzte Dikatur mit den oben von Dir treffend beschrieben Folgen für die Menschen durch eine PKV???

Die Lasten für den Aufbau Ost ja auch noch nicht. Gucken wir mal, wie lange läuft der Solidarpakt noch?

Na dann, wenn die FDP eh kein Programm hatte, was wirft man ihr dann vor??? Gebrochene Vesprechen gibts dann wohl nicht.
Tonka
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Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beiträge: 2263

BeitragVerfasst am: 30 Jan 2010 - 13:38:47    Titel: Re: @ludwig

Asselmeier hat folgendes geschrieben:
Oh Ludwig. Die Linke=DDR-Nummer zieht vllt noch bei ein paar Hinterweltlern. Den Durchschnittsarbeiter kann man mit solch hohlen Phrasen nicht täuschen. Da unterschätzt du den Intellekt des einfachen Mannes. Und im Osten sind die blühenden Landschaften weitgehend ausgeblieben. So konnte sich die PDS dort nach dem Ende der Sowjetdiktatur und nachdem die Westparteien ihre Strahlkraft veroren hatte, als einzig glaubwürdige Alternative positionieren. Die Vermögensungleichverteilung im Land wächst. Die Angst vor Hartz IV zieht sich bis weit in die Mittelschicht. In Deutschland zieht die "vom Tellerwäscher zum Millionär"-Nummer nicht.


Wenn eine Partei in ihrem Programm hat, dass große private Unternehmen verstaatlichen werden sollen, dann ist das doch wie in der DDR oder? Ich bin auch kein Freund davon, ständig die DDR-Keule in Bezug auf die Linke zu schwingen, aber man darf ja wohl erwähnen, dass diese Partei unsere Freie Marktwirtschaft grundsätzlich umkrempeln will. Und das kann und will ich nicht gutheißen, dass unser Wirtschaftssystem von irgendwelchen System-Kritikern zerstört wird. Frau Wagenknecht und Co. haben da ja ganz abstruse Ansichten. Ich habe auch keine Lust, dass Deutschland jetzt komplett zum alimentierenden Sozialstaat umgebaut wird, Stichwort "Bedingungsloses Grundeinkommen". Da wird der Leistungsgedanke mit Füßen getreten, wenn jeder schon Geld bekommt, ohne irgendwann einmal eine Gegenleistung erbringen zu müssen. Wenn eine Partei mit Zielen wie Verstaatlichung antritt, dann muss sie sich nicht wundern, wenn sie ständig mit dem System der DDR in Verbindung gebracht wird.
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