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Harvard, Yale, Camebridge, Oxford?
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Harvard, Yale, Camebridge, Oxford?
 
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someDay
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Anmeldungsdatum: 04.09.2005
Beiträge: 3889

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2010 - 23:50:16    Titel:

Das Wort "Wechsel" ist hier wohl etwas irreführend. Die meisten "Wechsler" an amerikanische Unis bewerben ganz regulär sich mit Vordiplom + ein bisschen mehr zur Aufnahme in die Promotionsprogramme. Inzwischen benötigt man allerdings einen Bachelor.

Hier wird je nach Fach und Professorengusto mehr/weniger nach Uni sortiert; relevanter sind Empfehlungsschreiben, Veröffentlichungen [und GRE-Ergebnisse]. Die meisten deutschen Unis sind sowieso völlig unbekannt, aber wenn bekannte Profs gute Empfehlungsschreiben erstellen, kann einem das durchaus die Tür öffnen.

sD.
Smutje
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Anmeldungsdatum: 18.07.2008
Beiträge: 3004
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BeitragVerfasst am: 04 Feb 2010 - 13:54:30    Titel:

Clubmaster hat folgendes geschrieben:
Wenn es so wäre, dann wäre das wirklich höchst enttäuschend und auch höchst ungerecht, dass Harvard immer als eine der besten Unis gerankt wird und die deutschen kennt keiner.


Vielleicht verstehst du jetzt auch, wieso CHE und Co die "Ökonomisierung" der Bildung hierzulande propagieren -- mehr Geld führt zu besseren Professoren führt zu besserer Lehre führt zu besseren Absolventen und besserer Reputation. Ist zwar nicht die ganze Wahrheit, aber einfach gedacht lebt sichs besser. Wink
Zzono
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Anmeldungsdatum: 25.10.2008
Beiträge: 260

BeitragVerfasst am: 04 Feb 2010 - 14:35:06    Titel:

So ein Quatsch!!!....
Mein Bekannter hat zwar wohlhabende Eltern, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man nur mit Geld in Harvard oder sonst woanders studieren kann.
Einfach solche Vorurteile in einen Topf zu werfen, ist auch nicht richtig.
Außerdem hast du ordentliche Leistungen und willst du nach Harvard. Aber du hast kein nötiges Geld. Dann kannst du Bafög beantragen (Auch wenn du eine hohe Summe nachher zurückzahlen musst). Oder es gibt auch immer Fälle, wo Harvard selber Studierende finanziert.

Dass Bush jetzt IQ von 125 hat und MBA in Harvard abgeschlossen hat, zeigt nur, dass es halt sehr geringe Korrelation zwischen dem Studium und der beruflichen Leistung bzw. Inhalten in der Realität.
Er ist sicher kein dummer Idiot. Nur seine Persönlichkeit ist halt abgef*****.
erdbeere_
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Anmeldungsdatum: 01.07.2008
Beiträge: 1357

BeitragVerfasst am: 04 Feb 2010 - 14:54:36    Titel:

sorry, mit bafoeg kommt man in Harvard nicht weit ...

Harvard liegt gut im ranking, weil man es sich dort leisten kann, die besten forscher der welt einzukaufen .... nicht weil die lehre dort so toll ist. unirankings beruhen hoechst selten auf der faehigkeit der lehrenden zu lehren. das sieht man auch gut in CHE ranking - unis, die von profs empfohlen werden (=gute forschungsqualitaeten) sind oft bei den studenten nicht beliebt (=forscher moegen oft keine lehre)

ein weiteres beispiel: ein kollege von mir hat nach seinem doktor an einer 'normalen' uni in europa einen postdoc in stanford bekommen - das ging nicht etwa mit rueberfliegen, endlose vorstellungsgespraeche & co, nein, das war einfach ein halbstuendiges telefongespraech mit dem chef der arbeitsgruppe und schon war er dabei. diese unis koennen es sich leisten auch mal 30 neue forscher in einem rutsch anzustellen und nach 1-2 jahren die wirklich guten dazubehalten. und genau deshalb schneiden sie in den rankings so gut ab. die wenigsten forscher an den spitzenunis sind "hauseigene" gewaechse, in fact, die wenigstens sind amerikanische eigengewaechse, die unis wildern viel im europaeischen und asiatischen raum.
Smutje
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Anmeldungsdatum: 18.07.2008
Beiträge: 3004
Wohnort: Gießen

BeitragVerfasst am: 04 Feb 2010 - 15:02:26    Titel:

Hey, der Bafög-Vorschlag ist gut:

ausgehend von einem momentanen Höchssatz von 648€ (http://www.bafoeg-rechner.de/Glossar/Hoechstsatz.php) und Studiengebühren in Höhe von 47.000 USD / Jahr (http://de.wikipedia.org/wiki/Harvard_University#Finanzierung.2C_Verm.C3.B6gensverwaltung), die in etwa 33 953€ entsprechen, bleiben etwa 26177€ pro Jahr an Finanzierung übrig, die der Studierende aufbringen muss. Von Kleinigkeiten, wie dass der Bafög-Höchstsatz nur in höchst seltenen Fällen ausbezahlt wird, mal ganz abgesehen.
drake90
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Anmeldungsdatum: 12.05.2008
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: 04 Feb 2010 - 15:43:40    Titel:

Naja, die amerikanischen "Elite-Unis" bieten alle sehr gut financial aid Pakete für ärmere Studenten an. Mittlerweile sind viele Unis dazu übergegangen, die Stipendien als Vollzuschuss zu vergeben, also muss man, wenn die Eltern auf Hartz IV Nievaue liegen, gar nichts mehr zurückzahlen. Für Ausländer ist die Lage da etwas schlechter, aber warum sollten amerikansiche Unis auch massenhaft Stipendien an nicht-Amsi verteilen?
Ich denke auch nicht, dass es reicht "nur " vermögende Eltern zu haben. Da müsste der Papa wohl schon einen neuen Bibliotheksflügel spendieren oder so etwas ind er Größenordnung. Wenn der papa aktueller Präsident der USA ist, ist das natürlich auch nicht schlecht. Aber ich denke, die große Mehrheit der Studenten wird schon nach Leistung ausgewählt. Und erst durch solche Großspender werden die Stipendien für Mittellose finanziert.
Alias18
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Anmeldungsdatum: 20.12.2005
Beiträge: 236

BeitragVerfasst am: 04 Feb 2010 - 17:50:31    Titel:

Ich wollte mich ja nicht einmischen, aber bei diesen Vorurteilen kann man einfach nicht ruhig bleiben.

Also, der Harvard Undergrad-Bewerbungsprozess läuft folgendermaßen ab: Du bewirbst dich (zusammen mit ca. 30,000 anderen) ohne irgendwelche Informationen über deine Fähigkeiten das Studium zu finanzieren zu machen - und ca. 7% der Leute werden aufgenommen. Und er JEDER der aufgenommen wird, bekommt von Harvard die finaziellen Mittel um dort zu studieren. Wenn deine Eltern unter 60,000$ verdienen, zahlt Harvard alles, ziwschen 60,000 and ungefähr 200,000 Antelig und erst jenseits dieser grenze musst dine Familie dafür aufkommen. Ca. 70% der Studenten bekommen Financial Help.

Und dieser Punkt ist es auch, der Harvard einmalig macht: Es kommen wirklich di besten Leute dorthin, unabhägig vom Geldbeutel der Eltern. Und diese Leute werden zusammengebracht mit den besten Forschern der Welt - und diese Forscher lehren auch. Du kannst z.B. ohne Probleme Vorlesungn von aktuellen Nobelpreisträgern besuchen, sei es Economics (z.B, Sen oder Merton) oder Medicine, oder von Leuten, die die internationalle Debatten in den Bereichen Geschichte (Fergusson, früher Huntington), Philospohie (früher Rawls, jetzt z.B. Sandel), Ethik, Psychologie (z.B. Gilbert), Biologie (Wilson), etc. bestimmen. Und diese Möglichkeiten sind einfach einzigartig. Dazu kommen unglaubliche Gastredner, die dort wirklich jede Woche auftreten, von Forschern, über Staatschefs, Unternehmenschefs. Diese Mischung bekommst du mit wenigen Ausnahmen an anderen sehr guten Ost- und Westküstenunis nirgendwo sonst.
bimbo_nr_1
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Anmeldungsdatum: 16.09.2007
Beiträge: 1009

BeitragVerfasst am: 04 Feb 2010 - 19:22:36    Titel:

Kann es nicht total egal wo ein begabter Mensch studiert? Ich glaube die Studenten werden nicht automatisch so viel kompetenter , nur weil sie in Harvard studieren.

An deutschen Unis studieren auch genug Hochbegabte mit 1er Abi oder halt einem ungewöhnlich hohen Talent für ihr Fach.

Deutsche Professoren sind sowieso seltsam, vor allem an Universitäten gibt es oft noch dieses sozialdarwinistische Denken, die wirklich Guten werden auch unter schlechten Bedingungen bestehen.

Das heißt viele Hochschullehrer sind gar nicht so sehr daran interessiert, ihre Lehre möglichst kompetent zu vermitteln. Das war auch eine beliebte Ausrede des Oberstufenlehrers meiner Schwester. Wenn er mal wieder keine Lust hatte diesen achso einfachen Stoff auch tatsächlich verständlich zu erklären, sagte er "An der Uni müsst ihr euch das auch selber beibringen , da kaut euch das niemand vor" da war es ihm auch egal, wenn die Hälfte der Klasse nichtmal eine 3 in der letzten Chemieklausur erreicht hat, während er natürlich trotzdem seinen Beamtenstatus und seine üppige Besoldung genoss.


Aber ein bischen stimmt es schon, die die es dann trotz dieser miesen Bedingungen autodidaktisch hinbekommen, sind wirklich gut. War das nicht an der Uni Dortmund oder Köln so, dass der Fachbereich Wirtschaft sich im Prinzip nur dadurch auszeichnete, dass die Studienbedingungen so miserabel waren und jene, die es trotzdem schafften, den nötigen Biss und die Selbstständigkeit bewiesen haben, die die Arbeitgeber beeindruckt haben?


Ich denke mal das ist der Punkt, wer wirklich gut ist, braucht nicht die besten Professoren, die schönsten Gebäude oder Liegestühle für mehrere hundert Euro pro Stück, um es sich Nachmittags am Pool gemütlich zu machen.
Smutje
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Anmeldungsdatum: 18.07.2008
Beiträge: 3004
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BeitragVerfasst am: 04 Feb 2010 - 19:39:27    Titel:

Erinnert mich spontan an diesen Artikel:

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,675629,00.html

Karriere bis zum Umfallen, aber das "vernünftige Denken" bleibt auf der Strecke.
Zzono
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Anmeldungsdatum: 25.10.2008
Beiträge: 260

BeitragVerfasst am: 04 Feb 2010 - 20:02:02    Titel:

Okay.Da ich keine Zeit hatte, habe ich einfach mal das Wort "Bafoeg" hingeschmissen. Aber ich bin mir 100% sicher, dass es in Deutschland halt Möglichkeiten, Finanzielle Sorgen zu klären. An einem Punkt habe ich aber Recht, dass Harvard auch Studierende finanziert bzw. zahlt.

@Alias18

Danke noch mal für die bessere Erklärung.
Definiere mal bitte "die Besten".
Mein Bekannter studierte Mathe in Deutschland und hatte VWL als Beifach. Er ist halt einer gewesen, der auch durch Fleiß und Disziplin geschafft hat. Er war kein Überflieger in seinem Studiengang. Seine Note war auch nicht unter 1,8. Außerdem kann ich mich genau an eine Geschichte erinnern, wo er mal sagte, dass er immer seine Klausur in Spieltheorie argh und krach schaffte. Letztendlich hat er eine ordentliche Leistung bekommen. Aber der Weg dahin war steinhart.
Komm mal zu uns und besuch mal Vorlesungen in Mathe. Da sind einige Überflieger, die seit dem ersten Semester nichts machen außer Mathe und sie finden selber Fehler, die Professoren während der Vorlesung machen. Dann sagen sie: "Prof. sie haben da was falsch gemacht. Sie müssen das und das machen. Dann ist der Beweis korrekt". Dann überlegt sich der Prof.: "ja, das stimmt".
Solche Überflieger haben wir genug und sind immer noch bei uns und nicht in Amerika oder anderswo.

@bimbo_nr_1

Es geht nur um den Ruf und um die Karriere.
Welche Uni halt dein Leben nach dem Studium leichter macht , ist die bessere Uni.

Trotzdem sind nicht alle Harvardstudenten CEOs von morgen oder Multimullionäre von morgen.
krawallschachtel
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Anmeldungsdatum: 06.06.2009
Beiträge: 648

BeitragVerfasst am: 05 Feb 2010 - 22:36:12    Titel:

Cambridge ist toll... ich war oft in der Stadt und auch in den Unigebäuden, über die Lehre an sich kann ich aber nichts sagen Wink Aber schon ein tolles Flair Smile
_________________
Menschen die Sätze gerne mit drei Punkten beenden...
Brockän
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Anmeldungsdatum: 05.02.2010
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 05 Feb 2010 - 22:52:01    Titel:

Wow, Jungs. Hat hier irgendeiner (von ein paar Ausnahmen abgesehen) auch nur im Entferntesten eine Ahnung, wovon genau er da spricht? Ich weiß gar nicht, wo man da anfangen soll.

Zitat:
Mit einfach so meine ich: Wenn Harvard auch nicht besser ist, als die deutschen Unis müsste ja eigentlich jeder x-beliebige Student von jeder deutschen Uni nach Harvard gehen können ohne irgendwelche Leistungsnachweise bringen zu müssen. Ist aber wahrscheinlich nicht so, nehme ich an.


Nein. Die Anforderungen, die das gehobene amerikanische Universitätssystem (speziell das höchste Perzentil der Institutionen - ergo Ivy, MIT, Stanford et cetera) an seine Studenten stellt, sind deutlich höher als die an Feld-und-Wiesen-Unis in Deutschland. Natürlich wird derselbe Stoff gelehrt; aber die Jungs, die da studieren, bringen alle außerordentliche Kompetenzen und Eigenschaften mit. Ein großer Teil ist schlicht verflucht gut in dem, was er tut; ein anderer höchst engagiert; ein anderer wiederum mit einem künstlerischen Talent gesegnet; ein wieder anderer reich und gut vernetzt; und so weiter und so fort. Von Durchschnitt fehlt da jede Spur.

In Oxford/Cambridge/an der LSE gilt das nur im beschränkten Maße. Stattdessen hatte da jeder makellose akademische Schulleistungen.

Zitat:
ja es ist einfach, wenn du genuegend kleingeld hast - die 40.000 dollar, die der spass pro jahr kostet, bringt der durchschnittliche deutsche student nun mal nicht mit. bei nem schlechten abi muss man auch noch ne spende rueberreichen (siehe George W. Bush und diverse leutchen aus verschiedenen mehr oder weniger bekannten zirkeln) und voila, schon biste in Harvard.


Joa, das ist eine der Standardfehler. Klar gibt's Legacy-Studenten und die, bei denen Vati eine Bibliothek hat bauen lassen. Aber das ist ein Bruchteil.

Zitat:
Harvard liegt gut im ranking, weil man es sich dort leisten kann, die besten forscher der welt einzukaufen .... nicht weil die lehre dort so toll ist.


Völlig unstimmige Argumentation! Klar kaufen reiche Universitäten gute Professoren ein. Na und? Das ist doch der Punkt: Je besser die Lehrenden, umso besser die Lehre. Gilt nicht uneingeschränkt, aber das Umfeld an der LMU in München liegt Lichtjahre hinter dem in Harvard - von Ausstattung bis Betreuung bis (meist) Lehrqualität. In Oxford und Cambridge gibt's das Tutorialsystem, bei dem alle Studenten 2-3x die Woche Einzelstunden mit Professoren und Dozenten haben. One on one. Wo bekommt man das in der Heimat?

Keiner behauptet, dass sog. Eliteunis der Weisheit letzter Schluss sind. Aber ihre eindeutigen Qualitäten herunterzuspielen, das ist lächerlich. Keiner von euch Moserern würde die Gelegenheit ausschlagen. Natürlich verhindert eine schwache Universität keine Karriere, aber völlig irrelevant ist das alles nicht!

Zitat:
Kann es nicht total egal wo ein begabter Mensch studiert? Ich glaube die Studenten werden nicht automatisch so viel kompetenter , nur weil sie in Harvard studieren.


Nein. Absolutes Talent setzt sich durch. Aber normale Studenten profitieren immens von ihrem Umfeld. Und da sind chronisch unterfinanzierte Massenuniversitäten deutlichst hinterher.

BTW: Cambridge ist wunderschön. (Oxford im Stadtkern ebenfalls.) Klischees stimmen: Efeu allerorten, alte Gebäude, nicht immer top in Schuss. Hinter St. John's und manch anderer architektonischen Schönheit lauern grauslig graue Zweckbauten, auch richtig. Trinity College, Bibliotheken, King's Chapel usw.? Da kommt nichts hinterher.

PS: Das Lehrsystem in Oxbridge? Das beste, das man weltweit bekommen kann... Punkt.
Klunki
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Anmeldungsdatum: 09.10.2007
Beiträge: 2781

BeitragVerfasst am: 05 Feb 2010 - 23:02:54    Titel:

Brockän hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Harvard liegt gut im ranking, weil man es sich dort leisten kann, die besten forscher der welt einzukaufen .... nicht weil die lehre dort so toll ist.


Völlig unstimmige Argumentation! Klar kaufen reiche Universitäten gute Professoren ein. Na und? Das ist doch der Punkt: Je besser die Lehrenden, umso besser die Lehre.


Du hast anscheinend noch nie eine Hochschule von innen gesehen, oder?
Jeder, der schonma ne Lehrveranstaltung besucht hat weiß, dass die besten Forscher/Professoren nicht unbedingt die sein müssen, die auch pädagogisch was drauf haben. Darauf kommt es aber bei der LEHRE an, nämlich, wie jemand sein Wissen mitteilen kann, nicht welches Wissen er überhaupt besitzt.
Die Professoren werden hauptsächlich eingestellt, damit sie forschen, nur sehen die "normalen" Studenten nix von der eigentlichen Tätigkeit dieser Angestellten und somit kommt, zum Beispiel, deine Aussage zustande,falls du doch schonma eine Lehrveranstaltung besucht haben solltest ^^.
Brockän
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Anmeldungsdatum: 05.02.2010
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 05 Feb 2010 - 23:24:22    Titel:

Ich habe jede der Hochschulen, von denen ich rede, von Innen gesehen - sonst wäre meine Frustration nicht so ausgeprägt. Dazu zwei Punkte:

1) Beinahe 90% der Lehrveranstaltungen, an die ich mich erinnere, wurden von absoluten Koryphäen gehalten. Putnam, Blackburn, Chomsky, Sen... Natürlich gibt es keine felsenfeste Korrelation zwischen Forschungs- und Lehrqualität, aber hier wird es gerne so präsentiert, als gäbe es einen negativen Zusammenhang. Fakt ist: Wer in seinem Feld etwas drauf hat, dem vertraue ich, wenn es um das Herstellen von Zusammenhängen und Materialauswahl geht. Klar, wer sich durch das ach-so-supi-gemeine Einführungssemester Logik/Statistik/Wirtschaftsmathematik/wieauchimmer schlängelt, der profitiert von einer grauen, pädagogisch gewieften und zumindest soliden Maus. Wer intellektuell profitieren möchte, der klammert sich an Könner; auch wenn sie spröde oder wirr referieren. Universität kann keine Schule sein! Wer das will, muss an die gute alte FH.

Erarbeitet wird der Kram eh in der Bibliothek...

2) Wer akademische Ambitionen hat, der kann auf Pädagogik völlig verzichten. Referenzen! Die zählen. Durch den Stoff beißt man sich so oder so.

Der Fehler, der oft gemacht wird, ist der folgende: Nicht jeder Held seiner akademischen Zunft ist groß darin, seine Zunft zu vermitteln. Akzeptiert. Aber der Umkehrschluss, der dann beinahe immer gezogen wird, ist trügerisch. Unbekannte Professoren gleichen ihre mediokren akademischen Bemühungen nicht immer mit umwerfender Didaktik aus.

Ganz im Gegenteil.
Klunki
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Anmeldungsdatum: 09.10.2007
Beiträge: 2781

BeitragVerfasst am: 05 Feb 2010 - 23:53:40    Titel:

Brockän hat folgendes geschrieben:

Wer intellektuell profitieren möchte, der klammert sich an Könner; auch wenn sie spröde oder wirr referieren.

Wenn jemand wirr redet, dann nützt es auch nix, dass er in seinem Oberstübchen den Sinn des Lebens kennt. Profitieren kann man dann nämlich nicht von dem Wissen.

Zitat:


Erarbeitet wird der Kram eh in der Bibliothek...


2) Wer akademische Ambitionen hat, der kann auf Pädagogik völlig verzichten. Referenzen! Die zählen. Durch den Stoff beißt man sich so oder so.


Ganz recht, erarbeitet wird der "Kram" allein in der Bibo und auf Pädagogik kann man auch verzichten, nur leider hat das nix damit zu tun, worum es mir ging. Wenns um den Stoff an sich geht, brauch man net mal ne Uni, aber es ging gerade um die Lehre und wenn man über diese sprechen möchte, dann sind diese Argumente recht nutzlos.

Referenzen sind in der Arbeitswelt hilfreich, doch leider reicht es nicht zu sagen "Ich war an der Uni von Mayer eingeschrieben, daher nimm mich für den Posten ..." ... sondern es zählt nur, ob du auch von seinen Erfahrungen profitieren konntest, ansonsten nützt dir der Name von den "Koryphäen" recht wenig. Ich hab mir auch mal Dokumentationen von "Hawking" angesehen und seinen Äußerungen gelauscht, bin ich nun der "Super-Physiker"? Brauch ich demnächst nur im Vorstellungsgespräch sagen "ich war der beste Kumpel von ihm" und bekomm den Job?

Ansonsten hast du natürlich recht, auch sind mittelmäßige Profs nicht immer die besten im vermitteln des Stoffs, hat aber auch niemand behauptet, sondern nur, dass die besten auf einem Gebiet nicht immer ihre "Lehrtätigkeit" verdient haben, darüber sollten man mal nachdenken.
someDay
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Anmeldungsdatum: 04.09.2005
Beiträge: 3889

BeitragVerfasst am: 05 Feb 2010 - 23:56:29    Titel:

Brockän hat folgendes geschrieben:
In Oxford und Cambridge gibt's das Tutorialsystem, bei dem alle Studenten 2-3x die Woche Einzelstunden mit Professoren und Dozenten haben. One on one. Wo bekommt man das in der Heimat?


Das ist ein bisschen übertrieben - üblicherweise sind es 3-4 Studenten und der Tutor ist meist ein PhD Student oder Postdoc. Es mag den gelegentlichen Fall des 1-1 mit Senior Faculty geben, aber das ist nicht der Standardfall.

90% deiner Lehrveranstaltungen wurden von Koryphäen gehalten? Hu? Hast du dir deine Lehrveranstaltungen danach ausgesucht, wahnsinniges Glück oder bezeichnest du einfach (fast) jeden Dozenten aus Oxbridge & Ivy als "Koryphäe"?

sD.
wima
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Anmeldungsdatum: 12.05.2006
Beiträge: 1168

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 00:24:14    Titel:

Zitat:
Ansonsten hast du natürlich recht, auch sind mittelmäßige Profs nicht immer die besten im vermitteln des Stoffs, hat aber auch niemand behauptet, sondern nur, dass die besten auf einem Gebiet nicht immer ihre "Lehrtätigkeit" verdient haben, darüber sollten man mal nachdenken.


Stimmt, aber warum sind die in der Regel sehr guten Profs an Top Universitäten viel besser in der Lehre als hier in Deutschland?
Ich kann nur wiedergeben, was ich gehört habe

1.Sie haben in den USA (viel) weniger Lehrverpflichtungen. Während mancher Prof darüber stöhnt, dass er 2-3 Vorlesungen in der Woche halten muss, halten die Profs in den USA an Ivy selten mehr als eine Vorlesung.
Dadurch macht es natürlich viel mehr Spass und ist Abwechlung so eine Vorlesung zu halten.

2.Die Studenten dort sind motivierter und fordernder, weil sie hohe Studiengebühren zahlen. Dies schlägt sich auf den Professor nieder, was sicherlich in kleinen motivierten Vorlesungen jeder mal erlebt hat.

3. Die Professoren sind einfach zufriedener(mehr Gehalt, bessere Umgebung, Staff usw.)

Klar gibt es Professoren, die ihren Stoff schlecht vermitteln, aber die Studenten beschweren sich viel schneller, weil sie einfach viel Zahlen dafür.

Das waren halt Eindrücke von jemanden, der in den USA war.
_________________
Um eine Frau oder einen Edelstein kennenzulernen, muss man beide zuerst einmal aus der Fassung gebracht haben.
Brockän
Newbie
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Anmeldungsdatum: 05.02.2010
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 00:51:24    Titel:

Zitat:
Das ist ein bisschen übertrieben - üblicherweise sind es 3-4 Studenten und der Tutor ist meist ein PhD Student oder Postdoc. Es mag den gelegentlichen Fall des 1-1 mit Senior Faculty geben, aber das ist nicht der Standardfall.


In drei Jahren kein einziges Gruppentutorial gehabt, davon mindestens zwei Drittel mit Lecturer aufwärts. In den Naturwissenschaften (und an manchen Colleges!) mitunter anders. Aber: Selbst mit Doktoranden schlägt das jedes Vorlesungs/Seminar-basierte System um Längen!

Zitat:
90% deiner Lehrveranstaltungen wurden von Koryphäen gehalten? Hu? Hast du dir deine Lehrveranstaltungen danach ausgesucht, wahnsinniges Glück oder bezeichnest du einfach (fast) jeden Dozenten aus Oxbridge & Ivy als "Koryphäe"?


Nein, nein, nein, hier verstehst du mich leider falsch. Neunzig Prozent der Vorlesungen, an die ich mich heute (!) erinnern (!) kann, weil sie mich massiv weitergebracht/geprägt haben, wurden von "Koryphäen" oder relevanten Akademikern gehalten. Es ist irrelevant, ob die Grundlagen der modalen Logik oder Kognitionswissenschaften 101 von Lewis und Palmer oder Max und Moritz gelesen werden; und zwar, weil hier das Lehrprofil eh keine Rolle spielt. Das ist Kram, für den niemand Vorlesungen benötigt...

Ich betreibe hier keine artifizielle Glorifizierung dieser Universitäten. Allenfalls eine Lobhudelei auf akademische Qualität & (wichtiger noch) adäquate Atmosphäre - die man an einer guten Institution geballter antrifft. Universitäten leben von sich selbst verstärkenden Schleifen, von self-fulfilling prophecies. Gestandene Wissenschaftler ziehen gestandene Wissenschaftler heran, ziehen sie an, scharen sie um sich. Ambitionierte Studenten schaffen ein Umfeld, in dem man aus sich herausgeht. Niemand erzählt mir, dass das nicht entscheidend ist!

Mein Fazit ist keineswegs das, das man mir hier in den Mund legen möchte. Es gibt kein unüberwindbares Gefälle zwischen, meinetwegen, Princeton und der University of Hull. Durchbeißen geht immer. Aber wer die Qualitäten guter Unis klein redet, der weiß entweder nicht, was zur Debatte steht, oder hegt anderweitig begründeten Groll.
Smutje
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Anmeldungsdatum: 18.07.2008
Beiträge: 3004
Wohnort: Gießen

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 12:24:44    Titel:

Niemand redete die Qualität genannter Unis klein, aber es ist klar, dass sich mit entsprechenden finanziellen Mitteln natürlich bessere Qualität kaufen lässt -- insofern handelt es sich nicht um Hexenwerk oder "besonderer Atmosphäre", sondern zuallererst um einen finanziellen Vorteil.
erdbeere_
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Anmeldungsdatum: 01.07.2008
Beiträge: 1357

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 13:51:12    Titel:

wima hat folgendes geschrieben:

2.Die Studenten dort sind motivierter und fordernder, weil sie hohe Studiengebühren zahlen. Dies schlägt sich auf den Professor nieder, was sicherlich in kleinen motivierten Vorlesungen jeder mal erlebt hat.

in der hinsicht kann ich von meinen amerikanischen kollegen nur das gegenteil berichten: laut denen fordern die studenten supernoten ohne gross was zu machen eben WEIL die studenten 40.000 dollar pro jahr rueberreichen und sich somit als "kunden" sehen. wer da nen B oder C bekommt, marschiert schon mal mit eltern im schlepptau zum prof um sich zu beschweren.

Zitat:

3. Die Professoren sind einfach zufriedener(mehr Gehalt, bessere Umgebung, Staff usw.)

das trifft bei den tenured professoren zu, der rest hetzt von publication zu publication um dem gefuerchteten "publish or perish" zu umgehen. zufrieden sind die nicht-tenured leute selten, die stehen eher kurz vor ner herzattacke

Zitat:

Klar gibt es Professoren, die ihren Stoff schlecht vermitteln, aber die Studenten beschweren sich viel schneller, weil sie einfach viel Zahlen dafür.

eben nicht. die studenten beschweren sich nur, wenns am ende kein A gibt ...

disclaimer: die aussagen treffen nur auf einen teilbereich der informatik zu, in dem ich arbeite, profs anderer fachgebiete kenne ich nicht
Zzono
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Anmeldungsdatum: 25.10.2008
Beiträge: 260

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 16:19:20    Titel:

Vor 3 Jahren war der User "ppoldi" in diesem Forum aktiv. Er hat auch von Elite-Unis klar und ausführlich erzählt.
Sein Kumpel oder er war selbst in Princeton und hat dort sein Auslandssemester gemacht. Aber einen Unterschied der Qualität der Lehre bzw. des Lernniveaus zwischen deutschen Unis und Princeton konnte man nicht wirklich feststellen.
Clubmaster
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Anmeldungsdatum: 02.02.2010
Beiträge: 76

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 17:04:41    Titel:

krawallschachtel hat folgendes geschrieben:
Cambridge ist toll... ich war oft in der Stadt und auch in den Unigebäuden, über die Lehre an sich kann ich aber nichts sagen Wink Aber schon ein tolles Flair Smile


Ich kenne die Stadt zwar nur aus Fotos, aber ja, das stimmt definitiv.
eagle05
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Anmeldungsdatum: 30.05.2006
Beiträge: 2482
Wohnort: Essen [NRW]

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 19:57:40    Titel:

Clubmaster hat folgendes geschrieben:
krawallschachtel hat folgendes geschrieben:
Cambridge ist toll... ich war oft in der Stadt und auch in den Unigebäuden, über die Lehre an sich kann ich aber nichts sagen Wink Aber schon ein tolles Flair Smile


Ich kenne die Stadt zwar nur aus Fotos, aber ja, das stimmt definitiv.


was interessieren euch die tollen gebäuden, wenn die lehre scheisse ist und ihr um das bestehen kämpfen müsst. Keine Ahnung wieso viele Studis von diesen Unis träumen. Die Mathematik oder Physik verändert sich nicht wenn ich an einer anderen Uni studiere, ja unglaublicherweise bleibt sie sogar gleich. Wer gut ist wird überall gut sein, wer schlecht ist wird überall schlecht sein
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Brockän
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BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 21:01:43    Titel:

@eagle05:

Zu argumentieren, dass das "Eliteuni"-Schildchen oft keinen realen Vorteil bringt - in Ordnung. Ich halte aus Erfahrung dagegen. Aber das Gegenteil zu behaupten? Dass die Lehre an diesen Universitäten scheiße sei und der Druck zu stark? Dass man in Berlin, München oder Hamburg bessere Bedingungen antrifft? Absolut ahnungs- und verantwortungslos.

In Harvard und Hannover lernt man dasselbe über Tensoren, ja. Aber das macht das Studium nicht zu einhundert Prozent aus.
eagle05
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Anmeldungsdatum: 30.05.2006
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BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 21:23:44    Titel:

aha
Ich studiere Physik in NRW und behaupte, dass wir das gleiche machen, wie die TU München oder LMU. Habe mir klausuren angeschaut und konnte keine abweichungen feststellen. Das Studium der Physik und Mathematik besteht nunmal darin die Mathematik und die Physik zu lernen. Man braucht nichtmal eine Uni dafür, dass ist ja gerade dass tolle an diesen Fächern. Geh in eine Bibliothek und leih dir Bücher über Quantenmechanik oder Elektrodynamik und eigne dir das Wissen an. Wer also damit protzt, dass er an einer Eliteuni studiert der hat nicht begriffen, dass es nicht darauf ankommt. Klar Leute die Karriere machen wollen, müssen auf solche Unis schauen. Was nützt dir der beste Dozent wenn du einfach schlecht bist.
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Brockän
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BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 21:30:32    Titel:

Zitat:
Was nützt dir der beste Dozent wenn du einfach schlecht bist.


Das ist eine völlig triviale Aussage. Wenn man einem Narren perfekte Bedingungen in die Hand drückt, dann passiert natürlich nichts. Aber ceteris paribus kann die Wahl der Universität entscheidend sein. Das muss man nicht grundlos auf bekannte Namen beschränken, aber einem angehenden Physiker bietet das Forschungsnetzwerk München dutzendfach interessantere Möglichkeiten als eine Kleinstuniversität fern der echten Wissenschaft. Bei einem Professor Praktika zu machen, der etwas zu sagen hat, ist Gold wert. Und wer sich durch den Rekrutierungsprozess bei einer Londoner Großbank durchbeißen möchte, der braucht schlicht Namen. Ganz klar.

Wo bestreite ich denn, dass de Stoff überall derselbe ist? Nirgendwo. Aber all die anderen Faktoren, die wissenschaftliche (und Wirtschafts-)Karrieren determinieren, zu ignorieren - das ist schlicht ignorant! Wer nur wissen will, wie Feldgleichungen funktionieren, der konsultiert seine örtliche Bibliothek. Wer etwas daraus machen will, der braucht ein spezifisches Umfeld...

Ob er das in München, Essen oder eben am MIT findet - gleichgültig. Aber echte Institutionsparität findet man im akademischen Bereich nirgendwo.
eagle05
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BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 21:34:02    Titel:

Wer gut ist wird von allen angeworben, wer normal begabt ist muss um solche Stellen kämpfen und wer schlecht ist und reiche eltern hat geht auf elite Unis
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• √ ∠ ∞ ≈ ∫ ≡ α β γ δ ε η κ λ π ρ σ φ ω Γ Δ ∇ Θ Λ Σ Φ Ω
Smutje
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BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 23:12:43    Titel:

Die Frage ist doch auch, wann sich die Ansprüche, die sog. "Elite"-Unis stellen, in für die Uni negative Folgen umschlagen -- erdbeere_ hat da schon ein paar Punkte genannt. Klar ist die Argumentation schlüssig, dass ideale Lehr- und Lernbedingungen und auch entsprechender Umgang mit Personen des wissenschaftlich-gesellschaftlichen Lebens eben für die Karriere förderlich sind (entsprechende Soft-Skills vermitteln Studentenverbindungen und Privathochschulen ja auch), aber solange es eben nicht nur auf Leistung, sondern im Falle der Privathochschulen eben um fünfstellige (!) Summen jährlich geht, wird nicht mehr rein nach Talent und Intelligenz selektiert -- und wer das verneint ist, blendet schlichtweg den Druck der Wirtschaftlichkeit aus.

Vergleichbar ist das übrigens teilweise mit der Einführung der Studienbeiträge in vielen Bundesländern hier: kaum mussten die Studierenden die (vergleichsweise!) lächerliche Summe von 1000€ pro Jahr zahlen, gab es plötzlich Anspruchsdenken par excellence und die Hochschulen mussten sich mühen, die Gelder entsprechend auszugeben und die Studierenden hatten plötzlich Druckmittel gegenüber der Hochschulen, von denen sie vorher nur geträumt haben.
Alias18
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BeitragVerfasst am: 07 Feb 2010 - 07:36:52    Titel:

Und nochmal und diesmal langsam:
In z.B. Harvard bewirbt man sich für das Undergrad-Programm völlig "need blind" - sobald du aufgenommen wirst, kannst du auch dort studieren weil die Uni sich um die Finanzierung kümmert - und das gilt sowohl für In- als auch Ausländer (ca. 70% der Studenten erhalten Stipendien). Und von den ca. 30.000 Bewerbern werden am Ende ca. 6-7% genommen, von denen wiederum ca. 95-97% den Studienplatz annehmen (wenn sie Studenten verlieren, dann an Princeton und Yale) - alleine das sollte zeigen, dass Geld keine Rolle spielt. Und man kann sich auch einfach die durchschnittlichen Aufnahmestatistiken der Studenten anschauen - fast alle mit perfekten oder fast perrfekten SAT Scores, die im obersten Ende ihres High-School-Jahrganges graduiert haben.

Und wegen des Arguments, dass der Stoff überall der gleiche ist: Das mag stimmen, und trotzdem macht es einen gewaltigen Unterschied. Ich kann dies nur für wenige Felder beurteilen, aber ob man etwas über Time-Series Finance von einem Nobelpreisträger gelehrt bekommt, der das Feld revolutioniert hat oder jemand anderes macht einen Unterschied (wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann) - weil diese Person einem oftmals völlig neue Blickwinkel eröffnen kann. Und selbst völlig unabhängig von der Lehre, macht es einen Unterschied von hoch motivierten Komilitonen umgeben zu sein (oder nicht). Wenn du dich für physik interessierst: Gehe einfach mal ans MIT und erlebe die Atmospähre dort, welche unglaublichen Gastredner sie haben, welche Mittel und Möglichkeiten, sie schon jungen Studenten einräumen, usw. (ich gehe davon aus, dass dies bei Physik auch der Fall ist, ich kenne es persönlich von Ingenieuren). Das ist eine völlig andere Dimension. Und weil sehr viel der aktuellsten Forschung hier betrieben wird, ist man auch einfach näher dran.

Natürlich ist auch hier nicht alles Gold was glänzt - auch hier gibt es, wie übrall, unmotivierte Professoren oder langweilige Veranstaltungen. Meinem Eindruck nach aber weniger als andernorts, weil man als Student dies nicht tollerieren muss - man kann ja schließlich einfach eine andere Vorlesung wählen aus dem Angebot von Harvard oder MIT Kursen.
Smutje
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BeitragVerfasst am: 07 Feb 2010 - 12:49:05    Titel:

Alias18 hat folgendes geschrieben:
Und nochmal und diesmal langsam:
In z.B. Harvard bewirbt man sich für das Undergrad-Programm völlig "need blind" - sobald du aufgenommen wirst, kannst du auch dort studieren weil die Uni sich um die Finanzierung kümmert - und das gilt sowohl für In- als auch Ausländer (ca. 70% der Studenten erhalten Stipendien). Und von den ca. 30.000 Bewerbern werden am Ende ca. 6-7% genommen, von denen wiederum ca. 95-97% den Studienplatz annehmen (wenn sie Studenten verlieren, dann an Princeton und Yale) - alleine das sollte zeigen, dass Geld keine Rolle spielt.


Ich könnte mir eben gut vorstellen, dass Studierende, die ob ihrer guten Studienleistungen ihr Studium finanziert bekommen (ob sie das Geld persönlich aufbringen oder nicht), erst recht einen Anspruch auf gute Noten haben -- mit guten Leistungen kämen sie ja auch an anderen Hochschulen unter, warum nicht dann ein wenig Konkurrenzkampf um die besten Köpfe anfachen?

Also nochmal und diesmal langsam:
Es geht ausschließlich um das durch Bezahlung erzeugte Kunden- bzw. Anspruchsdenken und nicht um die (Un-)Möglichkeit eines Studiums an einer Elite-Hochschule aufgrund unzureichender finanzieller Mittel.
Brockän
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BeitragVerfasst am: 07 Feb 2010 - 15:02:18    Titel:

Hier muss man die Situation differenziert betrachten:

1) Niemand hier redet über teure, aus dem Boden gestampfte Privatakademien wie sie derzeit gerade in Deutschland im Kommen liegen - Zeppelin und Konsorten. Dort gelten andere Regeln. Ivy & Oxbridge sehen ihre Studenten nicht als Kunden.
2) Das Anspruchsdenken, das du beschreibst, findet man in den USA erstaunlich selten; und zwar weil kostenlose Bildung nie den Status hatte, den sie hier genießt. Es ist dort völlig natürlich, fürs (gehobene!) College recht große Summen zu berappen.
3) Noteninflation findet in der Ivy League durchaus statt, allerdings rudern die ersten Institutionen auch wieder zurück. Princeton schöpft die Skala seit einiger Zeit wieder voll aus.
4) Preis korreliert nicht eindeutig mit Bildungsqualität. Auch mittelprächtige Universitäten verlangen in den USA horrende Summen, während Oxford und Cambridge absolut bezahlbare finanzielle Hürden aufstellen. Vor allem in England würde man nur Gelächter kassieren, wenn man sich über schlechte Zensuren echauffiert, weil man ja ach-so-viel berappt.
erdbeere_
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Anmeldungsdatum: 01.07.2008
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BeitragVerfasst am: 07 Feb 2010 - 17:37:11    Titel:

Brockän hat folgendes geschrieben:

1) Niemand hier redet über teure, aus dem Boden gestampfte Privatakademien wie sie derzeit gerade in Deutschland im Kommen liegen - Zeppelin und Konsorten. Dort gelten andere Regeln. Ivy & Oxbridge sehen ihre Studenten nicht als Kunden.

haha! warum glaubst du hat die harvard university 26 MILLIARDEN DOLLAR stiftungsgeld rumzuliegen???? weil sie sich auf die intelligenten ARMEN studenten stürzen? wach bitte mal auf und komme in der realen welt an. diese unis leben von den reichen und berühmten, die ihre unfähigen kinder für viel geld dort unterbringen.

Zitat:

2) Das Anspruchsdenken, das du beschreibst, findet man in den USA erstaunlich selten; und zwar weil kostenlose Bildung nie den Status hatte, den sie hier genießt. Es ist dort völlig natürlich, fürs (gehobene!) College recht große Summen zu berappen.

falsch. "natürlich" ist das auch in den USA nicht - es gibt jede menge diskussionen über die tuition fees und deren anstieg in den letzten jahren. man schaue sich nur mal California an - da wurden die tution fees gerade um 32% erhöht. denkst du wirklich das die amerikaner das normal finden??

Zitat:

3) Noteninflation findet in der Ivy League durchaus statt, allerdings rudern die ersten Institutionen auch wieder zurück. Princeton schöpft die Skala seit einiger Zeit wieder voll aus.

wow, eine uni vergibt statt 50% A's nur noch 30% ... ich wünschte, das hätte es an meiner uni auch gegeben.

Zitat:

4) Preis korreliert nicht eindeutig mit Bildungsqualität. Auch mittelprächtige Universitäten verlangen in den USA horrende Summen, während Oxford und Cambridge absolut bezahlbare finanzielle Hürden aufstellen. Vor allem in England würde man nur Gelächter kassieren, wenn man sich über schlechte Zensuren echauffiert, weil man ja ach-so-viel berappt.

ähem, du kennst wohl auch die aktuelle debatte in GB nicht, oder? da gehts genauso hoch her - die unis leben von den ausländischen nicht-EU studenten, die pro jahr zwischen 10.000 und 30.000 pfund berappen. Und daher werden diese studenten auch ohne jegliche Englischkenntnisse durch die Kurse geschleift, denn sie bringen das Geld rein. Das sind Vorgaben der Universitätsleitungen, man darf diese leute nicht durchfallen lassen! Dementsprechend bekommen die britischen Studenten fast alle A's und B's, weil sie eben nicht schlechter sein können als die nicht-Englisch-sprechenden Kommilitonen ....

die bbc hat dazu viele nette artikel, unter anderem:

http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/education/7483330.stm
http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/education/7358528.stm
JanP
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BeitragVerfasst am: 07 Feb 2010 - 20:48:17    Titel:

erdbeere_ hat folgendes geschrieben:

haha! warum glaubst du hat die harvard university 26 MILLIARDEN DOLLAR stiftungsgeld rumzuliegen???? weil sie sich auf die intelligenten ARMEN studenten stürzen? wach bitte mal auf und komme in der realen welt an. diese unis leben von den reichen und berühmten, die ihre unfähigen kinder für viel geld dort unterbringen.


Der Grossteil des Einkommens in Harvard kommt nicht von den Studierenden, nur etwa 18% trugen die Studierenden in der Form von Studiengebuehren 2009 zum operating revenue der Harvard Universitaet bei: http://vpf-web.harvard.edu/annualfinancial/

Die reichen Unis in US leben v.a. von ihrem Stiftungskapital, dass die Alumni spenden. In Amerika ist eine ganz andere Mentalitaet was Almini und die Finanzierung von Unis angeht. Oxbridge versuchen das auch in UK, allerdings auf ganz anderem Level als in US.

erdbeere_ hat folgendes geschrieben:

ähem, du kennst wohl auch die aktuelle debatte in GB nicht, oder? da gehts genauso hoch her - die unis leben von den ausländischen nicht-EU studenten, die pro jahr zwischen 10.000 und 30.000 pfund berappen. Und daher werden diese studenten auch ohne jegliche Englischkenntnisse durch die Kurse geschleift, denn sie bringen das Geld rein. Das sind Vorgaben der Universitätsleitungen, man darf diese leute nicht durchfallen lassen! Dementsprechend bekommen die britischen Studenten fast alle A's und B's, weil sie eben nicht schlechter sein können als die nicht-Englisch-sprechenden Kommilitonen ....

die bbc hat dazu viele nette artikel, unter anderem:

http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/education/7483330.stm
http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/education/7358528.stm


Das stimmt schon, die Unis hier setzen auf die Internationals, da dort die Fees fuer Undergraduates nicht begrenzt sind (fuer Postgraduates koennen UK Unis so viel nehmen, wie sie wollen).

Der BBC Artikel bezieht sich auf die Manchester Metropolitan University, wahrhaftig keine Top-Uni. In meinem MSc Programm an der LSE haben weniger als 10% ein "sehr gut" bekommen. Daher teile ich die Ansicht so nicht. Und bislang habe ich weder in Oxford noch an der LSE Studierende mt schlechtem Englisch getroffen. Es mag sie geben, ja. Aber sie sind die Ausnahme, zumindest an UK Top-Unis.
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BeitragVerfasst am: 07 Feb 2010 - 21:59:40    Titel:

JanP hat folgendes geschrieben:
Und bislang habe ich weder in Oxford noch an der LSE Studierende mt schlechtem Englisch getroffen. Es mag sie geben, ja. Aber sie sind die Ausnahme, zumindest an UK Top-Unis.


Das gibt es doch hier in D. übrigens auch... Austauschstudenten, die kein Wort deutsch sprechen wohnen in meinem Wohnheim in Scharen. Ich will aber nicht behaupten, dass die immer unqualifiziert sind. Ich denke in Mathe, Physik, chemie und so weiter können die trotzdem gute Leistungen bringen.
erdbeere_
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Anmeldungsdatum: 01.07.2008
Beiträge: 1357

BeitragVerfasst am: 08 Feb 2010 - 10:30:30    Titel:

JanP hat folgendes geschrieben:

erdbeere_ hat folgendes geschrieben:

ähem, du kennst wohl auch die aktuelle debatte in GB nicht, oder? da gehts genauso hoch her - die unis leben von den ausländischen nicht-EU studenten, die pro jahr zwischen 10.000 und 30.000 pfund berappen. Und daher werden diese studenten auch ohne jegliche Englischkenntnisse durch die Kurse geschleift, denn sie bringen das Geld rein. Das sind Vorgaben der Universitätsleitungen, man darf diese leute nicht durchfallen lassen! Dementsprechend bekommen die britischen Studenten fast alle A's und B's, weil sie eben nicht schlechter sein können als die nicht-Englisch-sprechenden Kommilitonen ....

die bbc hat dazu viele nette artikel, unter anderem:

http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/education/7483330.stm
http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/education/7358528.stm


Das stimmt schon, die Unis hier setzen auf die Internationals, da dort die Fees fuer Undergraduates nicht begrenzt sind (fuer Postgraduates koennen UK Unis so viel nehmen, wie sie wollen).

Der BBC Artikel bezieht sich auf die Manchester Metropolitan University, wahrhaftig keine Top-Uni. In meinem MSc Programm an der LSE haben weniger als 10% ein "sehr gut" bekommen. Daher teile ich die Ansicht so nicht. Und bislang habe ich weder in Oxford noch an der LSE Studierende mt schlechtem Englisch getroffen. Es mag sie geben, ja. Aber sie sind die Ausnahme, zumindest an UK Top-Unis.


wenn du mal in den artikeln weiterliest gibts unten eine nette kommentar-section. du wirst feststellen, das das auch an deren unis der fall ist. ich persönlich habe es an 2 UK unis (in den Top 20 in den rankings), an denen ich studiert/gearbeitet habe, erlebt, wo auch schon mal die lecturerer zugegeben haben, ihre internationals durchzuwinken .... kommt aber vielleicht auch auf die fachrichtung an. internationals studieren eher sciences als "softe" fächer, vielleicht hattest du glück in deinem fach.
JanP
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BeitragVerfasst am: 08 Feb 2010 - 10:43:57    Titel:

Die Kommentare habe ich auch gelesen. Und ich bestreite auch nicht, dass es solche Faelle gibt. Allerdings bezweifle ich, dass es ein grosser Anteil ist. Zumindest entspricht das ueberhaupt nicht meiner eigenen Erfahrung. Eine Statistik ueber die Anzahl der Faelle gibt es meines Wissens nicht. Keine Frage, es gibt Faelle, wo Studierende mit mangelhaftem Englisch an UK Top-Unis aufgenommen wurden. Und ja, es gibt auch Faelle, wo die Spende der Eltern der Bewerbung der Tochter/ des Sohnes geholfen hat. Aber ich waere vorsichtig, das zu verallgemeinern.
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BeitragVerfasst am: 10 Feb 2010 - 02:29:36    Titel:

wow, dieser thread hat die gemueter ja ganz schoen ins wallen gebracht. ich bin aber froh, dass brockaen und alias18 ein bisschen klarheit in die sache gebracht haben.

ich habe mir jetzt nicht alles durchgelesen, aber zwei dinge wuerde ich gerne bemerken.

1. das Trinity in Dublin ist sicherlich eine gute uni aber nicht die art von institut die der TE angesprochen hat.
2. das gleiche gilt fuer den beitrag bzgl. der kanadischen uni.

wenn jemand noch ne konkrete frage bzgl. dem britischen oder amerikanischen system haben sollte, bitte nicht zoegern mich zu pm'en! Smile

was das englisch der auslaender im uk angeht, der TOEFL und IELTS sorgen schon dafuer, dass keine absoluten beginner aufgenommen werden.
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erdbeere_
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BeitragVerfasst am: 10 Feb 2010 - 14:11:06    Titel:

ja nee, beim toefl test kann man ja auch sooo schlecht schummeln, wenn man den in china & co ablegt Rolling Eyes Rolling Eyes
da gibts ganze geschaeftsfelder, die sich darauf spezialisieren, angehenden studenten einen uniplatz im ausland zu sichern, inklusive bestandenem toeflest und telefoninterview....

fakt ist nun mal, das viele der auslaender an den UK unis nur genommen werden, weil sie geld bringen, nicht weil ihre leistungen stimmen. und bei wem die leistung im master nicht stimmt, naja, da drueckt man 3 augen zu, weil man sonst vom dekan einen auf den deckel bekommt.
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Anmeldungsdatum: 24.01.2010
Beiträge: 275

BeitragVerfasst am: 11 Feb 2010 - 00:47:54    Titel:

Ich stimme JanP absolut zu.
Selbst wenn diese Schattenwirtschaft existieren sollte, haben die Leute mit Zugang und Know-How zum Cheaten oft auch leicht die Faehigkeit einen IELTS zu meistern. Jeder Lk'ler sollte in der Lage sein mindestens eine 6 zu schaffen.
Und Leute die bei den Top-Unis aufgenommen werden, brauchen noch ganz andere Faehigkeiten, um sich zu distinguieren. Studenten dort sind derart begabt, dass ihnen so eine Kleinigkeit wie ein Sprachtest gar nichts ausmacht. Und das sollte sie auch nicht. Mit einer 7 kommt man fast ueberall rein.
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Anmeldungsdatum: 12.01.2010
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 05 März 2010 - 22:08:49    Titel:

also dann will ich doch auch mal mitmachen:
ich will aber keinen flamewar anfangen, sondern einfach ma meine Sicht reinbringen:

Ich selbst habe mich in diesem Jahr an einigen sogenannten Eliteunis auf der ganzen Welt beworben, an einer sogar mit einem großzügigem Stipendium angenommen. Was ich generell festgestellt habt ist, dass es sehr viele Neider und andere Leute gibt, die denken, dass sie es besser wissen, dabei aber einfach nur extreme Vorurteile gegenüber den genannten Unis haben. Ich möchte dabei keinen angreifen und auch nicht das Studium an den Unis verteidigen, aber ich bin der Meinung, dass eigentlich nur jemand, der sich das vergangene Jahr intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt hat, weiß worum es geht.

Jedesmal wenn ich sone flame wars lese, dann bricht es mir in irgendeinerweise das Herz wie viel Unwissen und Vorurteile durch den Raum fliegen. Ich weiß, der College application ist ein schwerer, undurchsichtiger, manchmal magischer Prozess, und bevor wir uns alle gegenseitig zerfleischen, sollten wir vielleicht überlegen, ob wir nicht vielleicht falsch liegen, oder zumindest Versuchen Beweise für unsere Thesen zu finden ...
just my 2 cents
Zzono
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Anmeldungsdatum: 25.10.2008
Beiträge: 260

BeitragVerfasst am: 05 März 2010 - 23:23:35    Titel:

@ssss

Du hast eine PN
Smutje
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Anmeldungsdatum: 18.07.2008
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BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 14:26:44    Titel:

Hier ging es doch erst gegen Ende um die Zugangsvoraussetzungen, oder nicht?
Der_Hans_von_hier
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Anmeldungsdatum: 09.06.2008
Beiträge: 190

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 17:47:05    Titel:

Hallo
ich kann vieles hier im Thread nicht nachvollziehen.

Aus meiner Sicht ist es gerechtfertigt, dass es an Spitzenunis überproportional viele gute Noten gibt, da eben das "Rohmaterial" zum Besten des Lades/ der Weltgehört.

Legacy bedeutet noch lange nicht, dass jedes Kind eines reichen Alumnus angenommen wird. Nur die Wahrscheinlichkeit ist höher im Vergleich zu non-Legacy Applicants.
Was Unis in US/UK auf jeden Fall besser beherrschen als Deutsche Uni ist ein "Zugehörigkeitsgefühl" zu erzeugen. Die Studenten identifizieren sich viel mehr mit ihrer Uni als hierzulande.
Solch ein Versuchsergebnis wäre wohl in Deutschland nicht zustande gekommen: siehe ab Minute 11:
http://www.ted.com/talks/dan_ariely_on_our_buggy_moral_code.html

Meiner Erfahrung nach sind die Studienbedingungen im Ausland deutlich besser als in Deutschland.
In "Massenveranstaltungen" sitze ich dann schon mal mit 20 Rolling Eyes Studis in einem Raum. Ansonsten sind es überwiegend kleine Gruppen von 5-12 Studenten in den Vorlesungen. Viele Profs kennen ihre Studenten beim Namen. Tutorial Scheme: 2 (!) Studenten teilen sich einen Prof (nein, nicht PhD Student; senior faculty!). Das Ziel ist Studenten zu "Wissenschaftler" zu erziehen, nicht einfach Textbuchwissen zu lehren. usw usf
Smutje
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Anmeldungsdatum: 18.07.2008
Beiträge: 3004
Wohnort: Gießen

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 18:37:16    Titel:

Das ist doch alles schon bekannt. Mehr Geld machts möglich.

Zitat:
Aus meiner Sicht ist es gerechtfertigt, dass es an Spitzenunis überproportional viele gute Noten gibt, da eben das "Rohmaterial" zum Besten des Lades/ der Weltgehört.


Das ist natürlich Blödsinn, denn eine Hochschule die das ihr zur Verfügung stehende Notenspektrum nicht ausnutzt, sondern im Gegenzug sogar staucht, macht die Unterschiede zwischen den Studierenden gleich. Passt aber zum zweiten Teil deiner Behauptung, eben das die Studierenden immer öfter (leider auch hier) als Rohstoff und Produktionsergebnis des Wirtschaftsbetriebes "Hochschule" gesehen werden.
AnwaltInSpe
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Anmeldungsdatum: 24.01.2010
Beiträge: 275

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 22:51:06    Titel:

@ Der Hans: Darf man fragen, wo du studierst? Denn selbst an den vermeintlichen Top-Unis koennen derart kleine Gruppen nicht immer gewaehrleistet werden. Wenn dus nicht oeffentlich sagen moechtest, schick me ne PN.
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Anmeldungsdatum: 09.06.2008
Beiträge: 190

BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 00:24:19    Titel:

Smutje hat folgendes geschrieben:


Zitat:
Aus meiner Sicht ist es gerechtfertigt, dass es an Spitzenunis überproportional viele gute Noten gibt, da eben das "Rohmaterial" zum Besten des Lades/ der Weltgehört.


Das ist natürlich Blödsinn, denn eine Hochschule die das ihr zur Verfügung stehende Notenspektrum nicht ausnutzt, sondern im Gegenzug sogar staucht, macht die Unterschiede zwischen den Studierenden gleich. Passt aber zum zweiten Teil deiner Behauptung, eben das die Studierenden immer öfter (leider auch hier) als Rohstoff und Produktionsergebnis des Wirtschaftsbetriebes "Hochschule" gesehen werden.

Wieso sollten sehr gute Leistungen mittelmäßig bewertet werden nur weil viele sehr gute Leistungen abgeben?

Hast du eigentlich schon mal auf die Notenstatistiken in Deutschland geschaut? Hier gibt es auch Studiengänge die keine schlechten Noten vergeben und die Absolventen mit durchschnittlich Note 1.5 nach Hause schicken. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass eine durchschnittliche deutsche Uni keinen solch exzellenten Bewerberpool hat wie Harvard/Oxbridge
Der_Hans_von_hier
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Anmeldungsdatum: 09.06.2008
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BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 00:45:43    Titel:

Entschuldigung, natürlich nutzen die deutschen Unis die Notenskala aus. Die wahre Elite studiert sowieso in Deutschland:

Germanistik:
Bundesweiter Durchschnitt: 1.7
Kassel, Greifswald, Berlin, Bielefeld, Osna, Oldenb, Rostock... sogar 1.0

Bio:
Bundesweiter Durchschnitt: 1.3
Kassel, Aachen, Gießen, Ulm sogar 1.0

Geographie: 1.7

Zahnmedizin: 2.0

Maschinenbau: 1.9 (und selbst hier gibt es TUs mit 1.0/1.1 Durchschnitt)

Elektrotechnik: Ulm 1.0 (Bundesschnitt 2.0)

Kunst: 1.5

Ja, tatsächlich. In Deutschland gibt es einfach nur überdurchschnittliche Studenten, und härteste Kriterien sowie Anwendung der ganzen Notenskala führt zu Durchschnittsnoten von 1.0 für Abschlussjahrgänge.
An meiner Uni wäre eine 1.0 für eine Person schon unmöglich da keine Top Noten vergeben werden, geschweige denn für einen ganzen Jahrgang.


(Die Auswahl der Studiengänge war zufällig. Zahlen für 2000)
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
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BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 00:57:39    Titel:

Drei kurze Hinweise dazu:

a) Die Zahlen stammen aus Diplomzeiten. Dort wurde in mündlichen Abschlussprüfungen die Note bestimmt. Diese fallen im Schnitt deutlich besser aus als Klausuren, da eine Interaktion zwischen Prüfenden und zu Prüfendem möglich ist (es kann z.B. eine Hilfeleistung gegeben werden, wenn der Prüfling an einer Stelle hängt).

b) Teilweise liegt hier eine recht dünne Datenbasis vor: Kaum Absolventen in diesem Jahr in einem entspr. Fachbereich an einer Hochschule.

c) Noten werden in Deutschland nicht relativ (d.h. die ersten 5% A, die nächsten 10% B usw.), sondern absolut vergeben. Es ist also durchaus möglich, dass entspr. vergebenen Durchschnittsnoten recht stark schwanken können, wenn das Leistungspotential der Prüflinge schwankt.


Cyrix
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Anmeldungsdatum: 09.06.2008
Beiträge: 190

BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 01:28:43    Titel:

zu b) Die Datenlage für "Bundesweiter Durchschnitt" sollte nicht zu dünn sein.

Ich wollte nur aufzeigen, dass auch in Deutschland mehr gute als schlechte Noten vergeben werden. Poster vor mir wollten ja den Anschein erwecken, dass ausländische Spitzen-Unis Noten verschenken im Vergleich zu Deutschland.


Informatik BSc/MSc zwischen 1.7-2.0
Master München Chemie: 1.33
Master Bio Bundesweit: 1.7
Master Gesundheitsmanagement Bundesweit: 1,4
Ab es scheint tatsächlich schlechter als im Diplom benotet zu werden und Noten scheine sich bei 2.0 einzupendeln
rOYAL.
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
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BeitragVerfasst am: 08 März 2010 - 10:18:08    Titel:

Jura: ø ausreichend Wink
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