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Hallsonde: Wie groß ist der Radius der Kreisbahn?
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Foren-Übersicht -> Physik-Forum -> Hallsonde: Wie groß ist der Radius der Kreisbahn?
 
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den1001
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 04.01.2010
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 05 Feb 2010 - 13:46:43    Titel: Hallsonde: Wie groß ist der Radius der Kreisbahn?

Hi,

ich habe mir die folgende Simulation angeschaut:
http://jakobvogel.net/legacy/index.php?url=physics/magnetism/halleffect/index.xml

Schaltet man dort das Magnetfeld ein, so bewegen sich die Elektronen auf einer Kreisbahn mit dem folgenden Radius:

e * v * B = m / r * v²
e * B = (m * v) / r
r = (m * v) / (e * B)

m = 9.11E-31
e = 1.6E-19
B = 0.3T (aus Applet)
v = c

r = (9.11E-31 * c) / (1.6E-19 * 0.3T) = 5.69 mm

edit: Mir fällt gerade auf, dass der Wert für B in dem Applet 0.03T ist. Dann müsste der Radius r = (9.11E-31 * c) / (1.6E-19 * 0.03T) = 56.9 mm sein. Das kommt aber mit der Zeichnung nicht hin.
Frage1: Könnte das ein Schreibfehler sein?

Frage2: Warum setzt man für v nicht die Driftgeschwindigkeit (1.1 mm / s) ein?


Die Spannung, die autritt, wenn die ersten Elektronen die eine "Platte" berühren (in dem applet sind das ca. 20), beträgt ca. 90 nV.

Formel von Wikipedia für Homogenes Kondensatorfeld:


und außerdem:
U = q / C

q müsste dann 20 * e sein, also q = 3.2E-18.
E0 = 8.8542E-12.

Frage4: Welchen Wert hat hier Er? (Bin jetzt erstmal von 1 ausgegangen also in Luft oder Vakuum)

Eingesetzt:
C = 8.8542E-12 * 1 * (1.5E-3 * 17.5E-3) / 5.5E-3 = 4.22E-14
U = q / C = 3.2E-18 / 4.22E-14 = 7.5E-5 V = 75000 nV

75000 nV ist jedoch viel größer als 90 nV.

Wo liegt der Fehler?

Gruß,

Dennis
GvC
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
Beiträge: 2279

BeitragVerfasst am: 05 Feb 2010 - 15:53:16    Titel:

Ich versteh gar nicht, was Deine Rechnung mit dem Hall-Effekt zu tun hat. Und wenn Du schon den Kreisbahnradius bestimmen willst, wer sagt Dir denn, dass Du die Lichtgeschwindigkeit einsetzen sollst? Das hast Du doch ganz wilkürlich gemacht. Warum?
den1001
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 04.01.2010
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 05 Feb 2010 - 19:21:56    Titel: Stimmt...Lichtgeschwindigkeit ist falsch.

Zitat:
Ich versteh gar nicht, was Deine Rechnung mit dem Hall-Effekt zu tun hat.


Beim Halleffekt werden doch die Teilchen (hier Elektronen) in einem Leiter abgelenkt. Und zwar erst von der Lorentzkraft des Magnetfeldes, in welchem sich der Leiter befindet. Da die Lorentzkraft in einem Magnetfeld auf ein Teilchen als Zentripetalkraft wirkt habe ich die Gleichung aufgestellt:

Fl = Fz
e * v * B = m / r * v²
e * B = (m * v) / r
r = (m * v) / (e * B)

und erhalte dann den Radius der Kreisbahn, auf welcher sich die Elektronen zunächst bewegen bis dann die Elektronen gegen den Rand / die "Wand" des Leiters prallen und dadurch ein elektrisches Feld aufgebaut wird.

Diesen Radius möchte ich berechnen und daher brauche ich Werte für m, v, e, B.

m und e sind konstanten und B ist in der Simulation auf 0.03T festgelegt. Die Driftgeschwindigkeit ist 1mm /s und die nehme ich für v und dann bekommen ich einen völlig unmöglichen Radius raus.

Daher habe ich stattdessen mal Lichtgeschwindigkeit genommen. Im nachhinein fällt mir auf, dass das ziemlich sinnlos ist. Da hast du Recht. (Ich hab wahrscheinlich in letzter Zeit zu viel mit Photonen gerechnet...).

Die Frage ist aber jetzt welche Geschwindigkeit ich nehmen muss. Die Driftgeschwindigkeit ist ja offensichtlich zu klein?
GvC
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
Beiträge: 2279

BeitragVerfasst am: 05 Feb 2010 - 20:35:53    Titel:

Wenn Du wirklich den Radius der Kreisbahn bestimmen willst, musst Du natürlich die Driftgeschwindigkeit nehmen. Warum ist der Radius denn unmöglich? Was ist Dein Kriterium, nach welchem Du entscheidest, ob der Radius "unmöglich" ist oder nicht? Und noch einmal: Wozu brauchst Du den Radius denn? Entscheidend ist doch nur, dass die Elektronen zu einer Seite hin abgelenkt werden; dadurch gibt es auf einer Seite einen gewissen Elektronenüberschuss, auf der anderen Seite einen Elekronenmangel. Welche Bahn die Elektronen bei der Ablenkung durchlaufen, ist doch völlig unerheblich. Es bleibt die Tatsache bestehen, dass sich ein elektrisches Feld einstellt, dessen Wirkung derjenigen des Magnetfeldes entgegengesetzt ist. Es müssen also die Lorentzkraft und die Coulombkraft dem Betrage nach gleich groß sein. Wenn Du diese Gleichung aufstellst, hast Du in 2 oder 3 Schritten auch die Hall-Spannung bestimmt, im vorliegenden Beispiel sind das, wie in der Animation zu sehen, genau die 181,5 nV. Da brauchst Du keine Kapazitätsberechnung zu machen und gar nichts. Nur die Gleichung für's Kräftegleichgewicht aufstellen.

Im übrigen finde ich die Animation etwas unglücklich. Sie suggeriert nämlich, dass
1. Elektronen nur in der Mitte der Metallfolie, also auf halber Höhe h eingespeist werden, tatsächlich sind sie beim Eintritt in die Folie natürlich
gleichmäßig über den Querschnitt verteilt
2. der Vorgang des Aufbaus des elektrischen Feldes lange Zeit dauert (in der Animation sind das bis zum Erreichen der endgültigen Hall-Spannung 22 oder 23 Sekunden, und bis die Elekronen wieder auf gerader Bahn sich bewegen, 35 Sekunden, was ja schon gar nicht zusammenpassen kann). Tatsächlich stellt sich die Hall-Spannung spontan ein. Denn die Lorentzkraft wirkt doch auf alle Elektronen im Volumen der Metallfolie gleichzeitig, sobald das Magnetfeld "eingeschaltet" wird. Also werden auch alle Elektronen gleichzeitig abgelenkt.
den1001
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 04.01.2010
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 13:38:53    Titel: Eigene Animation

Zitat:
Wozu brauchst Du den Radius denn?


Ich bin dabei eine eigene Animation zu dem Thema zu erstellen. Tut mir Leid das ich das nicht erwähnt habe.

Zitat:
Warum ist der Radius denn unmöglich? Was ist Dein Kriterium, nach welchem Du entscheidest, ob der Radius "unmöglich" ist oder nicht


Ich bin der Meinung, dass beim letzten Mal, wo ich mit der Driftgeschwindigkeit gerechnet habe, ein Radius rauskam, welcher viel zu groß oder klein war. Sinn vollerweise müsste dieser aber im Bereich von mehreren Millimetern liegen (wenn nicht bitt korrigieren).

Ich werde die Gleichung und den Radius nachher nochmal posten.

Zitat:
Wenn Du diese Gleichung aufstellst, hast Du in 2 oder 3 Schritten auch die Hall-Spannung bestimmt, im vorliegenden Beispiel sind das, wie in der Animation zu sehen, genau die 181,5 nV.


Okay, ich probier das mal aus.

Zitat:
Da brauchst Du keine Kapazitätsberechnung zu machen und gar nichts.


Wenn ich eine Animation wie die auf der Website machen mlchte, brauche ich diese Berechnung aber, oder?

Zitat:
1. Elektronen nur in der Mitte der Metallfolie, also auf halber Höhe h eingespeist werden, tatsächlich sind sie beim Eintritt in die Folie natürlich
gleichmäßig über den Querschnitt verteilt


Aber das Kabel wird doch an einem Punkt an der Folie angeschlossen. Wie können die Elektronen dann oben bei der Folie starten? Müssten sie nicht alle am Ende des Kabels aber mit unterschiedlicher Richtung starten? Oder ist dir Richtung von allen Elektronen gleich, da sie alle (wenn die Seiten der Folie noch nicht geladen sind) nur nach "rechts" (zum anderen Ende der Folie) "gezogen" werden?

Zitat:
der Vorgang des Aufbaus des elektrischen Feldes lange Zeit dauert (in der Animation sind das bis zum Erreichen der endgültigen Hall-Spannung 22 oder 23 Sekunden, und bis die Elekronen wieder auf gerader Bahn sich bewegen, 35 Sekunden, was ja schon gar nicht zusammenpassen kann). Tatsächlich stellt sich die Hall-Spannung spontan ein.


Wenn die Elektronen auch am oberen Rand der Folie starten würden, würde die Hallspannung natürlich schneller erreicht werden, aber dennoch würde es ein oder zwei Sekunden dauern. (wenn nicht, warum nicht?)

Zitat:
Denn die Lorentzkraft wirkt doch auf alle Elektronen im Volumen der Metallfolie gleichzeitig, sobald das Magnetfeld "eingeschaltet" wird. Also werden auch alle Elektronen gleichzeitig abgelenkt.


Sobald ich auf Magnetfeld klicke, werden auch alle Elektronen in der Folie abgelenkt.
den1001
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Anmeldungsdatum: 04.01.2010
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 14:34:10    Titel:

Okay, also der Radius ist wenn ich die Drift Geschwindigkeit einsetze:

e * v * B = m / r * v²
e * B = (m * v) / r
r = (m * v) / (e * B)

m = 9.11E-31
e = 1.6E-19
B = 0.03T (aus Applet)
v = 1E-3 m / s

r = (9.11E-31 * 1E-3 m / s) / (1.6E-19 * 0.03T) = 1.9E-13 m

Dieser Radius ist zu klein?

Berechnung der Hallspannung schaffe ich gerade nicht mehr..schreib ich demnächst dazu...
GvC
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
Beiträge: 2279

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 14:53:50    Titel:

Noch einmal: Es kommt nicht auf die Bahn bei der Verschiebung durch die Lorentzkraft an, sondern auf die Verschiebung überhaupt.

Außerdem bin ich persönlich gegen solche Animationen, weil sie den falschen Eindruck erwecken, die Hallspannung würde sich erst nach was weiß ich wie vielen Sekunden einstellen. Schlag dazu mal in einem Physik- oder E-Technik-Lehrbuch nach (oder schau meinetwegen auch bei wikipedia), ob Du da etwas zur Zeitabhängikeit findest. Nein? Komisch!
den1001
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 04.01.2010
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 07 Feb 2010 - 18:02:57    Titel: Warum nicht?

Zitat:
Die Verstärkung der Ladungstrennung kommt zum Stillstand, wenn sich beide Kräfte gerade kompensieren. Wie beim Kondensator kann eine Spannung abgegriffen werden, die hier als Hall-Spannung bezeichnet wird. Die Hall-Spannung folgt Strom- und Magnetfeldänderungen in der Regel unmittelbar.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hall-Effekt
(aus Wikipedia..."Hall-Effekt"...Absatz 1 "Erklärung")

Meinst du das?

Zitat:
Schlag dazu mal in einem Physik- oder E-Technik-Lehrbuch nach (oder schau meinetwegen auch bei wikipedia), ob Du da etwas zur Zeitabhängikeit findest. Nein? Komisch!


Warum nicht?
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