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Genauigkeit molarer Massen?
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Hausmann
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Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 2959

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 01:52:26    Titel: Genauigkeit molarer Massen?

Hallo!

Bei stöchiometrischen Rechnungen stieß ich auf leicht abweichende Werte für die molaren Massen bestimmter Elemente (in den "hinteren" Dezimalen), zum Beispiel bei Schwefel. Von daher meine neugierige private Frage: Gibt es für M(X) eigentlich eine Definition / Festlegung? Wird es theoretisch (aus Isotopenverhältnissen) berechnet (welchen?) oder experimentell bestimmt (wie)?

Mit Dank + Gruß
Woodstock
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Anmeldungsdatum: 05.11.2005
Beiträge: 2450

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 12:41:01    Titel:

Atommassen werden normalerweise massenspektrometrisch bestimmt, also experimentell. Ist allerdings recht genau, und man erhaelt ja die Isotopenaufteilung, keine Durchschnittswerte.
Die Abweichungen in hinteren Dezimalbereichen werden auf verschiedene Quellen bzw. Rundungsfehler zurueckzufuehren sein.
Hausmann
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Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 2959

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 13:00:08    Titel:

Woodstock hat folgendes geschrieben:
man erhaelt ja die Isotopenaufteilung, keine Durchschnittswerte.

Mit M(S) ist doch das natürliche / irdische Isotopengemisch gemeint? Ist dieser Wert tatsächlich mit hoher Genauigkeit immer und überall gleich (für irdische Verhältnisse)?
Woodstock
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Anmeldungsdatum: 05.11.2005
Beiträge: 2450

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 14:45:42    Titel:

Massenspektrometrie detektiert Molekuele, Molekuelfragmente oder Atome nach ihrem Masse-zu-Ladungs-Verhaeltnis, m/e. Im Prinzip also Masse.
Wenn du Brom in ein MS gibst, bekommst du zwei Peaks - einen bei 79 und einen bei 81. Die Intensitaet der Signale entspricht der Menge der detektierten Molekuele / Atome, also dem Isotopenverhaeltnis. Bei Brom dann eben etwa 50:50.
Und ja - viel genauer als mit MS kann man quantitative Analyse nicht betreiben. Wink
Hausmann
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Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 2959

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 20:09:42    Titel:

Hallo Woodstock!

Danke für Deine Geduld! Vermutlich drücke ich mich zu unklar aus.

Wenn ich meinetwegen Probe 1 hier aus der Kiesgrube nehme und Probe 2 aus einer geologischen Schicht mit wesentlich erhöhter Radioaktivität und mich dann für ein Element X interessiere, von dem relevante Isotope dort als Zerfallsprodukte auftreten - habe ich dann nicht unterschiedliche Verhältnisse?

Die Tabellenwerte M(X) beanspruchen doch universelle Gültigkeit (für die Erdoberfläche heute zumindest).
Woodstock
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Anmeldungsdatum: 05.11.2005
Beiträge: 2450

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 21:07:38    Titel:

Sorry, dann hab ich wohl den Punkt verfehlt. ;-)
Ja, die Isotopenverhaeltnisse sind auf der ganzen Welt gleich. Fast. Man kann in der Tat durch Isotopenanalyse die Herkunft von Gemuese, Drogen, was auch immer, bestimmen.
Was die Tabellenwerte nicht falsch macht, die regionalen Abweichungen sind verschwindend gering.
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