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Jurastudium- empfehlenswert?
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unschluessig
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Anmeldungsdatum: 06.02.2010
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 16:29:40    Titel: Jurastudium- empfehlenswert?

Hi Leute!
Ich mach dieses Jahr mein Abi und bin mir noch nicht sicher was ich studieren soll. Eigentlich wollte ich schon immer Jura studieren nur...zwischendurch kommen schon ein paar Zweifel aufgrund Meinungen und Erfahrungen anderer.
Könntet ihr mir vielleicht ein bisschen helfen und mir eure Erfahrungen näher bringen?
Seid ihr zufrieden, damit Jura gewählt zu haben?
Ist es sehr hart? ...aber zu schaffen, wenn man fleißig ist/Willen hat?
Und wie habt ihr euch beworben? Wurdet ihr gleich angenommen oder gab es Wartesemester?
Oder würdet ihr mir Jura eher abraten?
Okeh ich glaub das reicht erst mal Smile
Vielleicht fallen mir noch paar Fragen ein..aber die ein ander mal

Ich bedanke mich schon mal im Vorraus. ^^
Es wäre echt sehr nett von euch, wenn ihr mir helfen würdet Smile
DennisK.
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Anmeldungsdatum: 12.07.2008
Beiträge: 144

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 16:51:52    Titel:

Mhh, das Thema kommt immer wieder vor und ist oben auch angepinnt (zweiter Thread von oben) - daher werde ich mich kurz halten:

Wenn Logik und die deutsche Sprache dir liegen und du dich sicher ausdrücken und deine Gedanken zielgenau auf's Papier bringen kannst - versuch's mit Jura.

Was auch immer du aber machst: Wenn du nach dem ersten oder spätestens zweiten Semester feststellst, dass es nichts für dich ist, wechsel den Studiengang! Ich habe schon zu viele Leute im 8ten Semester abbrechen sehen. Es gibt an den meisten Unis keine Zwangsexmatrikulation wegen schlechten Leistungen, es ist also i.d.R. deine Verantwortung, die Reißleine zu ziehen. Verschwende im schlimmsten Fall nicht etliche Jahre.

Außerdem solltest du dir über deine Motivationen Gedanken machen. Wer heute noch Jura studieren will, um viel Geld zu verdienen, wird recht schnell enttäuscht. Gehörst du nicht zu den besten ~13%, die ein Prädikatsexamen bekommen (hier in NRW sind's etwa 13%), wirst du nach dem Studium nicht reich werden. Geld sollte daher von vorn herein nicht die primäre Motivation sein.

Zu deiner Frage:
Ich hatte kein Wartesemester, sondern bin über's Losverfahren reingerutscht, während ich noch auf die Korrektur meiner Diplomarbeit im Erstudium gewartet habe. Hohe NCs sind in Jura zur Zeit kaum gegeben - viele Fakultäten sind nichtmal voll ausgelastet. Wenn du also bei der Wahl des Studienortes flexibel bist braucht du keine Wartesemester befürchten.

Schaffbar ist zudem alles, wenn man es wirklich will. Auch wenn die Abbrecherquote im Studium und Durchfallquote im Staatsexamen hoch sind gilt doch anzumerken, dass Tausende im Jahr das Studium schaffen - begabt muss man dazu beileibe nicht sein (aber es hilft vermutlich *g*).


Zuletzt bearbeitet von DennisK. am 06 Feb 2010 - 16:53:52, insgesamt einmal bearbeitet
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2010 - 16:53:00    Titel:

Es ist kaum möglich, dir zu einem Jurastudium oder gegen ein solches zu raten, wenn man überhaupt nichts über dich weiß. Wink

Ich meine, was hast du davon, wenn ich sage, dass ich persönlich gerne Jura studiert habe und das auch wieder tun würde? Das heißt dann ja noch lange nicht, dass dasselbe auch für dich gelten würde, denn du bist ja ein völlig anderer Mensch als ich mit (vermutlich) ganz anderen Eigenschaften, Fähigkeiten und Vorlieben.

Aber zumindest das ist zu sagen: Ja, Jura ist schon recht hart, insbesondere im letzten Jahr vor dem Examen sehr arbeitsaufwendig, und es kann auch ziemlich frustrierend sein. Zu schaffen ist es aber sicher, wenn man den entsprechenden Arbeitseinsatz mitbringt.

Einen Studienplatz findest du mit Sicherheit, wenn du örtlich flexibel bist. Kommen für dich dagegen nur ganz bestimmte beliebte Unis in Betracht, kann es sein, dass du - bei einem schlechteren Abitur - nicht sofort genommen wirst. Ist dir die Uni relativ egal, kommst du mit einiger Sicherheit auf Anhieb irgendwo unter.
AnwaltInSpe
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Anmeldungsdatum: 24.01.2010
Beiträge: 275

BeitragVerfasst am: 10 Feb 2010 - 02:26:13    Titel:

Ich denke Jura ist eines der Faecher, die man vorher nicht so einfach einschaetzen kann. Aber eine von mir sehr beliebte Methode rauszufinden, ob einem ein Fach gefallen koennte, ist sich in einer nahegelegen Uni mal ein paar Vorlesungen anzuhoeren.
Das hat mich vor Medizin "gerettet"! Wink
aranka.falter
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Anmeldungsdatum: 08.02.2010
Beiträge: 107
Wohnort: Vechta

BeitragVerfasst am: 10 Feb 2010 - 13:47:05    Titel:

Also ich habe mich damals von den erfahrungen anderer lenken lassen. eine freundin, die sicherlich viel fleißiger ist als ich, denn ich bin das nicht sehr, hat 2 semester studiert und dann abgebrochen und was anderes gemacht. als sie wechselte habe ich die entscheidung treffen müssen, ob ich lehramt oder jura studiere. und auf ihre empfehlung hin habe ich mich gegen jura entschieden. jetzt bereue ich es ein wenig. nicht weil mir das lehramtstudium nicht gefällt, sondern weil ich immer wieder dinge lese, die mich richtung jura ziehen. zum glück ist das lehramtstudium gut schaffbar, deswegen werd ich da auch bei bleiben Wink
also guck dir alles, was du gut finden könntest mal richtig an. denke eine vorlesung kann schon dazu führen dass dich etwas abschreckt. und wenn nicht, dann leg los.
Chriscross84
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Anmeldungsdatum: 09.07.2010
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 09 Jul 2010 - 14:20:49    Titel: Stark umstritten

Ich schliesse mich meinen Vorrednern an. Abraten, oder Zuraten kann man bei Jura wirklich sehr schwierig! Leider ist es keine Frage des Talents, wie es z.B. in Naturwissenschaften ist. Jura besteht man nur, wenn man unglaublich fleissig und zäh ist.

Leider ist es ein traditionsreiches Studium und aus dieser Tradition ergibt sich, dass die Studien- und Prüfungsordnung auch sehr tradiert ist.
Ich studiere in BaWü im ersten Semester und muss sagen, dass ich ziemlich gefrustet bin.

Die Anforderungen sind extrem hoch und die Ünterstützung fehlt ganz einfach, dass man sich einfindet. Du solltest dich darauf einstellen können, dass du (und das ist meine Erfahrung an der Uni) nicht unter 40-50 Wochenstunden Selbststudium, plus die Vorlesung 26 SWS auskommst!

Aber da sage ich dir ganz klar, es gibt auch humane Unis, die einem Raum geben sich in der abstrakten Materie zu entwickeln und man nicht sofort Prüfungsansprüche verliert, wenn man die Klausuren und Hausarbeiten nicht besteht. Passiert leider ungefähr 30-40 % der Erstis...

Ich geb dir einen Tipp... guck dir ganz genau die Prüfungsordnungen an und vergleiche... daraus lässt sich nämlich entnehmen, wieviel du auch mal verpatzen kannst. Das bleibt in den ersten Semester nicht aus und nimmt dir ein bisschen den Druck, der ist auch sonst schon hoch genug... keiner ist als Jurist geboren!!! Wink

Du solltest ins Studium folgendes mitbringen, dass du dich selbst sehr gut und über lange Zeit motivieren kannst, möglichst ziemlich zäh bist, dich von der Überheblichkeit deiner Mitstudierenden nicht beeindrucken lässt (leider ist es bis heute so, dass sehr viel Juristenkinder Jura studieren und daraus auch mal Komplikationen für NORMALOS entstehen können, ich z.B. lehne Systemkonformität ab (Fred Perry, Polo, hochgestellter Kragen, Perlenketten, GGL, etc) und das bekomme ich zu spüren, da sind Juristen sehr festgefahren), du solltest auf jeden Fall eine extreme Lernbereitschaft haben, d.h. dein freier Tag ist Sonntag, sonst nicht... Verzicht auf Urlaub kein Thema, gerade in den ersten Semestern (hier in BaWü)... du schreibst zwei Hausarbeiten a (mindestens) 4 Wochen, in den ersten Semesterferien!

Wenn du dazu bereit bist, dich abstrakte Materie interessiert, du dich hineinkniest, dann sollte es laufen, ansonsten bekommst du sehr schnell mit, dass es das nicht ist!

Probieren geht über Studieren... keiner sollte einem einen Vorwurf machen, wenn man schnell merkt, dass es das nicht ist, denn das merkst du relativ schnell!!! Das ist sehr POSITIV!
EinHeinzelmännchen
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Anmeldungsdatum: 08.02.2009
Beiträge: 97
Wohnort: Jena

BeitragVerfasst am: 09 Jul 2010 - 20:59:29    Titel:

So ein schwachsinn. Sorry.

Erstmal, das Studium in BaWü ist nicht schwerer als woanders. Die Zwischenprüfung in TÜ ist bspw. eher einfach. Es gibt ein paar Ausnahmen, aber grundsätzlich hat man ein ähnliches Niveau in der Republik.

Selbstverständlich gibt es Juratalente. Es ist wichtig die Systematik zu verstehen, die Probleme der Klausuren zu erkennen und schreiben zu können. Um lernen kommt man nicht drumrum, aber es geht auch mit weniger zum Prädikat, wenn man denn das "Glück" hat.

Abstrakte Materie? Das ist nunmal ein Studium und keine Maurerlehre. Manche Meinungsstreits mögen wirklich weit hergeholt sein und manche Philosophien wenig verständlich, aber ich finde es nicht gerade sehr abstrakt.

Dann: Mach alles, aber wenn du im ersten Semester nicht feiern gehst, wird es echt uncool. Das Studium kann wie gesagt zäh sein. Aber das erste Semester ist nun nicht sooo anspruchsvoll. Einfach zu den AGs bzw. Fallbesprechungen gehen und möglichst alles zeitnah verstehen, dann kannst du auch den Tag vor der Klausur noch weggehen anstatt Panik zu schieben.
Du kannst das Jahr vorm Examen noch genug Zeit in der Bibo verbringen. Wink

Achja und die Juraklischees. Zum einen steckt bei einigen der Neid echt tief, lass die Leute tragen was sie wollen, sie tun dir nix, deine Noten werden dadurch auch nicht schlechter. Und im Osten gibt es davon nahezu gar keine.


Zuletzt bearbeitet von EinHeinzelmännchen am 09 Jul 2010 - 21:03:26, insgesamt einmal bearbeitet
JuraHD2010
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Anmeldungsdatum: 10.03.2010
Beiträge: 500

BeitragVerfasst am: 09 Jul 2010 - 21:03:18    Titel: Re: Stark umstritten

Chriscross84 hat folgendes geschrieben:


Die Anforderungen sind extrem hoch und die Ünterstützung fehlt ganz einfach, dass man sich einfindet. Du solltest dich darauf einstellen können, dass du (und das ist meine Erfahrung an der Uni) nicht unter 40-50 Wochenstunden Selbststudium, plus die Vorlesung 26 SWS auskommst!



Sorry ist das ist einfach Blödsinn. Mal ganz abgesehen davon, dass man mit der obigen Zeitbelastung sinnvollerweise nicht lernen kann, weil das GEhirn irgendwann "zu" macht, ist eine Wochen"lern"zeit von bis zu 75 Stunden einfach nicht nötig. Und wenn man sie tatsächlich nötig haben sollte, ist man für das Jurastudium nicht gemacht....meine Meinung.
Dschjim
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Anmeldungsdatum: 29.12.2009
Beiträge: 183

BeitragVerfasst am: 09 Jul 2010 - 23:01:36    Titel:

Hallo,

ich überlege derzeit auch, ob ich Jura studieren soll. Ich würde gerne wissen, ob man während des Studiengangs lernt selbstbewusster aufzutreten und Schüchternheit los wird. Oder sind schüchterne Menschen generell für Jura ungeeignet?

MfG
AnwaltInSpe
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Anmeldungsdatum: 24.01.2010
Beiträge: 275

BeitragVerfasst am: 09 Jul 2010 - 23:22:13    Titel: Re: Stark umstritten

JuraHD2010 hat folgendes geschrieben:
Chriscross84 hat folgendes geschrieben:


Die Anforderungen sind extrem hoch und die Ünterstützung fehlt ganz einfach, dass man sich einfindet. Du solltest dich darauf einstellen können, dass du (und das ist meine Erfahrung an der Uni) nicht unter 40-50 Wochenstunden Selbststudium, plus die Vorlesung 26 SWS auskommst!



Sorry ist das ist einfach Blödsinn. Mal ganz abgesehen davon, dass man mit der obigen Zeitbelastung sinnvollerweise nicht lernen kann, weil das GEhirn irgendwann "zu" macht, ist eine Wochen"lern"zeit von bis zu 75 Stunden einfach nicht nötig. Und wenn man sie tatsächlich nötig haben sollte, ist man für das Jurastudium nicht gemacht....meine Meinung.


Dazu moechte ich kurz anmerken, dass man das von Chriscross84 genannte Lernpensum nicht pauschal als Bloedsinn abtun sollte. Zunaechst einmal ist nicht jeder Student gleich. Dazu kommt auch noch, dass manche ein groesseres Aufnahmenvermoegen besitzen als andere und sicherlich auch andere Ambitionen und Disziplin ihr Eigen nennen.
Wenn dies fuer dich voellig ausser Frage steht, bist du wohl entweder gluecklicherweise ausserordentlich intelligent oder aber dir fehlt einfach das Durchhaltevermoegen dazu.

Andere Laender machen es vor. Das LLB (Bachelor of Laws) Programm der Universitaet Cambridge in England, zweifellos eine der besten Universitaeten u.a. fuer Rechtswissenschaften weltweit, gibt an, dass potentielle Kandidaten, die nicht bereit seien, ein selbststaendiges Wochenpensum von 40-60h aufzubringen, schon einmal gleich von einer Bewerbung absehen sollten. http://www.chu.cam.ac.uk/admissions/undergraduates/applying/courses/law/

Sicherlich kann man Cam. nicht als allg. Massstab ansehen. Es duerfte jedoch klar sein, dass in Anbetracht des grossen Erfolgs bei der Jobsuche, den diese und Absolventen anderer, aehnlich fordernder Unis haben, die klaren Vorteile eines straffen Lernprogramms deutlich werden.

In Deutschland ist das vll etwas anders, da man mehr Zeit hat und auch nicht so oft wichtige Pruefungen hat, aber das Erfolgsprinzip ist dasselbe.
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