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Jura in München studieren
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lieschen00
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Anmeldungsdatum: 07.02.2010
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 13 Feb 2010 - 18:44:10    Titel: Jura in München studieren

Hallo ihr Lieben,

ich habe mir überlegt ab dem Wintersemester Jura in München an der LMU zu studieren. Was haltet ihr davon?
Ich bin mir aber noch nicht sicher mit dem Jura Studium, also wenn jemand wichtige Tipps hat, dann gerne Smile
Vielleicht ist hier ja jemand, der bereits Erfahrungen mit dem Jura-Studium in München gemacht hat?! Ich wäre sehr dankbar, wenn ihr mir eure Eindrücke mal schildern könntet (z.B. Ansprüche, Professoren, Klima usw)

Vielen Dank
Lisa
ManuelD
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Anmeldungsdatum: 22.04.2007
Beiträge: 120

BeitragVerfasst am: 13 Feb 2010 - 19:29:04    Titel:

Ich kann von einem Jurastudium in München eigentlich eher abraten. Die Reputation der Uni in Sachen Forschung etc. ist deutschlandweit zwar sehr gut, aber die Lehre ist wenig organisiert und ziemlich chaotisch.
Das Klima ist vielleicht ein bisschen mehr "Schicki-Micki" als an anderen Unis, aber letztlich aufgrund der Größe sehr anonym.

Die Ansprüche sind in den ersten 4 Semestern ziemlich niedrig, aber das ist eher ein Nachteil, weil man das ganze Zeug zum Examen ja ohnehin wissen muss.

München hat irgendwie eine der "liberalsten" Studienordnungen, eigentlich muss man nur im 2. und 4. Semester Klausuren schreiben und kann mit einer einzigen (eng eingegrenzten) Klausur den Stoff eines ganzen Jahres abdecken. Das ist nicht grundsätzlich schlecht, aber es erfordert eine sehr sehr hohe Eigenmotivation beim Lernen.

Ich jedenfalls habe leider das Gefühl, trotz sehr guter Noten befreundeten Kollegen anderer Unis 1-2 Semester im Stoff hinterher zu hängen.
AnwaltInSpe
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Anmeldungsdatum: 24.01.2010
Beiträge: 275

BeitragVerfasst am: 14 Feb 2010 - 06:10:00    Titel:

also muenchen ist auf jeden fall eine der besseren unis fuer jura in deutschland imho.

nachteil finde ich bei der bewerbung, dass die ueber das zvs geht und falls man angenommen wird, auch hingehen muss, anstatt, dass man wie bei heidelberg oder freiburg erstmal abwaegen und dann entscheiden kann, ob man das angebot annimmt.

wenn du eh sicher hingehen willst, ist das ja aber kein problem.

das mit der anonymitaet hab ich auch schon gehoert und glaube zu wissen, dass die uni insgesamt mehr als 40,000 Studenten hat? wenigstens biste dann nie allein Very Happy

positiv kann ich dir aber sagen, dass laut dem 2009 ranking des handelsblatts die lmu an erster stelle bei der arbeitgeber-beliebtheit war.
solltest du in den staatsdienst wollen, kann ich dich nur damit troesten, dass du zumindest sagen kannst, dass du an einer exzellenz uni studieren wuerdest. ^^
rOYAL.
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 2093
Wohnort: Heidelberg

BeitragVerfasst am: 14 Feb 2010 - 13:51:15    Titel:

AnwaltInSpe hat folgendes geschrieben:

nachteil finde ich bei der bewerbung, dass die ueber das zvs geht und falls man angenommen wird, auch hingehen muss, anstatt, dass man wie bei heidelberg oder freiburg erstmal abwaegen und dann entscheiden kann, ob man das angebot annimmt.

Wie kommst du auf diese abstruse Idee? Ich bekam nen Zulassungsbescheid und bin nich hingegangen Cool .

Was ManuelD schon angesprochen hat, habe ich über eine weitere Jura-Fakultät in Bayern aus erster Hand (Studienortwechsler) auch schon gehört:
Das Niveau in den Klausuren ist recht niedrig. Besagter Wechsler hatte in Bayern regelmäßig zweistellige Ergebnisse in den Klausuren und schafft hier desöfteren keine 4 Punkte. Was seiner Aussage nach in allererster Linie an den anspruchsvolleren SVen liegt. Zitat 'In Bayern ruht man sich nur auf dem StEx aus' (in Sachen Ruf bzgl. Anspruch an und Qualität der Juristenausbildung).
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 14 Feb 2010 - 13:59:41    Titel:

Warum sollte man einen Studienplatz annehmen müssen, nur weil er über ZVS vergeben wird?

Wenn Jura für München über ZVS läuft, die Studienplätze an den meisten anderen Unis dagegen nur über ein hochschulinternes Verfahren vergeben werden, dann ist es doch überhaupt kein Problem, sich über die ZVS für Jura in München zu bewerben und an anderen Hochschulen über ihr hochschuleigenes Verfahren - dann kann man doch nachher trotzdem noch frei wählen und sagen "Nein, ich gehe nicht nach München, sondern doch lieber nach Heidelberg oder Münster".
ManuelD
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Anmeldungsdatum: 22.04.2007
Beiträge: 120

BeitragVerfasst am: 14 Feb 2010 - 15:39:19    Titel:

rOYAL. hat folgendes geschrieben:

Was ManuelD schon angesprochen hat, habe ich über eine weitere Jura-Fakultät in Bayern aus erster Hand (Studienortwechsler) auch schon gehört:
Das Niveau in den Klausuren ist recht niedrig. Besagter Wechsler hatte in Bayern regelmäßig zweistellige Ergebnisse in den Klausuren und schafft hier desöfteren keine 4 Punkte. Was seiner Aussage nach in allererster Linie an den anspruchsvolleren SVen liegt. Zitat 'In Bayern ruht man sich nur auf dem StEx aus' (in Sachen Ruf bzgl. Anspruch an und Qualität der Juristenausbildung).


Was du sagst ist zwar richtig, aber es hat eine unnötig negative Färbung. Welches Modell besser ist, das ist doch in erster Linie eine Typfrage. In München kann man locker ohne Besuch von Vorlesungen etc. jede Klausur innerhalb von 2 Wochen Lernzeit gut bestehen - und die komplette Scheinfreiheit kann man theoretisch in 6 Klausuren erlangen.

Dadurch hat man eine maximale Menge an ,,freier Lernzeit", um sich so auf das Examen vorzubereiten, wie man es selber für richtig hält. Ich würde ehrlich gesagt wahnsinnig werden, wenn ich wie an manchen anderen Unis zB eine Pflichtklausur in StPO schreiben müsste. Also ich könnte definitiv nirgendwo besser studieren.

Dieses Modell ist aber schlecht für:
a) Leute, die sich vom Niveau täuschen lassen: Wer 4-5 Semester lang nur das lernt, was die Scheine von ihm verlangen, der hat im Hinblick auf das bayrische Examen ein fettes Problem. In den ersten 2 Semestern hat man hier nur 11 Wochenstunden Vorlesungen, von denen nur die Hälfte geprüft wird - offensichtlich nicht viel.

b) Wenig eigenständige Lerntypen: Wer hier ein VB im Examen will, muss sich sehr früh seinen eigenen Lernplan aufstellen und ohne großartiges Feedback durchziehen, denn von der Uni kommt einfach überhaupt nichts.

Die Statistiken in Bayern zeigen, dass München stets die schlechtesten Examensergebnisse hat, daher scheinen viele mit einem eher verschulten Modell besser zurecht zu kommen. Aber trotzdem würde ich das nicht so schlechtreden, wir haben zB im aktuellen Examen einen 15,8 Punkte Kandidaten im Schriftlichen, also trifft es nicht auf jeden zu, dass nur eine verschulte Ausbildung zum maximalen Erfolg führt.
AnwaltInSpe
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Anmeldungsdatum: 24.01.2010
Beiträge: 275

BeitragVerfasst am: 14 Feb 2010 - 21:36:27    Titel:

Rhyeira hat folgendes geschrieben:
Warum sollte man einen Studienplatz annehmen müssen, nur weil er über ZVS vergeben wird?

Wenn Jura für München über ZVS läuft, die Studienplätze an den meisten anderen Unis dagegen nur über ein hochschulinternes Verfahren vergeben werden, dann ist es doch überhaupt kein Problem, sich über die ZVS für Jura in München zu bewerben und an anderen Hochschulen über ihr hochschuleigenes Verfahren - dann kann man doch nachher trotzdem noch frei wählen und sagen "Nein, ich gehe nicht nach München, sondern doch lieber nach Heidelberg oder Münster".


So hatte ich es mir vorher auch vorgestellt, aber deshalb habe ich auch extra bei der LMU angerufen und mir wurde gesagt, dass man bei einer Zusage sich auch immatrikulieren muss.
Ich hab die Sache auch nicht weiter hinterfragt als ich die Zusage von Heidelberg bekam.
Aber einfach der Richtigkeit halber, bist du sicher, dass man jederzeit das ZVS Ergebnis
ignorieren kann, es also nicht verpflichtend ist?
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