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Politikwissenschaft Studieren, Wo/Wie, Partei?
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Politikwissenschaft Studieren, Wo/Wie, Partei?
 
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Pasch_
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Anmeldungsdatum: 22.02.2010
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 22 Feb 2010 - 20:32:20    Titel: Politikwissenschaft Studieren, Wo/Wie, Partei?

Ave,

ich werde sehr bald mein Abitur in der Tasche haben und habe vor ein Politikwissenschaft-Studium anzufangen. Hatte auf der Realschule SoWi als Wahlpflichtfach, nun SoWi als Leistungskurs (Mathe als 2. LK).

Am meisten zieht es mich in den Bereich der vergleichenden Politikwissenschaft, mit anschließender Tätigkeit im Bereich der Forschung.

Mir ist durchaus klar das es Überfüllt ist, jedoch wurde mir von mehreren Menschen die Idee nah gelegt durch den Beitritt und die Aktivität in einer, mir doch sympathisierenden, Partei welche sich eindeutig im Aufwärtstrend liegt, meine späteren Berufschancen zu verbessern und dann, nach dem Studium, für diese Partei im Bereich der Forschung tätig zu sein ohne direkt in der Politik tätig zu sein.
Haltet ihr solches Vorgehen für Sinnvoll?

Welche zusätzlichen Fächer wären logisch für solch einen Bereich? Mir wurde von vielen vorgeschlagen parallel Richtung Wirtschatfswissenschaften/BWL zu gehen um meine Berufschancen zukünftig zu verbessern. Gibt es weitere, "gute" möglichkeiten?

Ebenso ist bei mir noch die Frage offen wo ich Studieren soll, ich bin komplett frei und wäre bereit überall (in Deutschland) hinzuziehen, das Probleme an der Sache, mein Abischnitt wird voraussichtlich bei 2,9-3,1 liegen somit wäre es eventuell besser eine NC-freie Uni ins Auge zu fassen, oder eine bei der der NC tiefer liegt als normal (ca. 2,4 meines Wissens nach?)
Habt Ihr da zufälligerweise Ideen?

p.s. Ich habe sowohl die SuFu als auch Google benutzt und trotzdem keine zureichende Antwort bekommen. Eine Antwort euerseits würde mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Pavel
Viviane21
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2203

BeitragVerfasst am: 22 Feb 2010 - 20:53:43    Titel:

Am Rande: Politikwissenschaft hat NICHTS mit Politik zu tun!!!!
Pasch_
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Anmeldungsdatum: 22.02.2010
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 22 Feb 2010 - 20:56:32    Titel:

Ich bin mir dessen vollends bewusst.. Ich habe kein Interesse daran in die Politik zu gehen, was mich Interessiert ist die Forschung, die Materie nicht das Mitwirken in der Politik. Reine Forschung, deswegen auch die Nachfrage ob das "zu Hilfe ziehen" einer Partei überhaupt einen Sinn macht.
Ingo30
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 04.05.2008
Beiträge: 1424

BeitragVerfasst am: 22 Feb 2010 - 21:10:49    Titel:

Ich kann Viviane nur zustimmen. Kaufe Dir mal ein paar Einführungsbücher zur Politikwissenschaft. Du wirst darin Sätze lesen, die man nur bekräftigen kann: Politologen werden nur in Ausnahmefällen wirklich im politischen Bereich tätig - weil sie um die Schlechtigkeit des Systems wissen. Und dies ist auch so. Es gibt für Politologen keine festen Berufsfelder. Richtig ist, dass oft eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst oder auch im parteinahen Bereich aufgenommen wird. Hier kommt es aber auch fast immer auf andere Qualifikationen an, das Studium bietet hier nur den formalen Zugang.
Aus meiner persönlichen Erfahrung bietet sich für Politologen eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst an. Hier kann man seine Fähigkeiten richtig nutzen. Ob man für die Forschung geeignet ist, müssen vor allem die Noten zeigen. Und auch im Pol-Studium gibt es genug Klippen, an denen schon manche gescheitert sind.
_________________
"Sozialamt Dechernich, Schmitz mein Name..."
Viviane21
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2203

BeitragVerfasst am: 22 Feb 2010 - 21:26:25    Titel:

Pasch_ hat folgendes geschrieben:
Ich bin mir dessen vollends bewusst.. Ich habe kein Interesse daran in die Politik zu gehen, was mich Interessiert ist die Forschung, die Materie nicht das Mitwirken in der Politik. Reine Forschung, deswegen auch die Nachfrage ob das "zu Hilfe ziehen" einer Partei überhaupt einen Sinn macht.


So war das gar nicht gemeint. Man forscht auch nicht ÜBER Politik. Nochmal: Man wird nicht nur meistens kein Politiker damit, man lernt auch NICHTS über Politik, das Studium hat damit NICHTS zu tun!
Tonka
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beiträge: 1720

BeitragVerfasst am: 24 Feb 2010 - 01:20:34    Titel:

Viviane21 hat folgendes geschrieben:

So war das gar nicht gemeint. Man forscht auch nicht ÜBER Politik. Nochmal: Man wird nicht nur meistens kein Politiker damit, man lernt auch NICHTS über Politik, das Studium hat damit NICHTS zu tun!


Hää?? Wenn man Politik studiert, hat man ja sehr wohl mit politischen Zusammenhängen zu tun. Man lernt das deutsche Politik-System kennen, lernt etwas über europäische/internationale Politik und einiges mehr. Es werden politische Themen wissenschaftlich aufbereitet. Und wo hat das nichts mit Politik zu tun??

Zweitens ist ein Politik-Studium für eine Karriere in einer Partei auch nicht so ganz verkehrt. Allerdings wird man mit diesem Studium wohl eher im administrativen Bereich arbeiten, das heißt man arbeitet FÜR andere höherrangige Politiker seiner Partei.
WS09/10
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 20.02.2009
Beiträge: 336

BeitragVerfasst am: 24 Feb 2010 - 02:23:01    Titel:

[quote="Tonka"]
Viviane21 hat folgendes geschrieben:



Zweitens ist ein Politik-Studium für eine Karriere in einer Partei auch nicht so ganz verkehrt. Allerdings wird man mit diesem Studium wohl eher im administrativen Bereich arbeiten, das heißt man arbeitet FÜR andere höherrangige Politiker seiner Partei.


...Wenn man eine der wenigen Stellen bekommt. Solange kein Arbeitsvertrag unterschrieben ist, ist man erstmal nur in einen bestimmten Bereich besser gebildet als der Durchschnitt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
linfuchs
Full Member
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Anmeldungsdatum: 11.07.2007
Beiträge: 108

BeitragVerfasst am: 24 Feb 2010 - 12:20:36    Titel:

Schau Dir mal den internationalen Studiengang "Politikmanagement" an der Hochschule Bremen an. Hört sich wirklich sehr interessant an Smile
Viviane21
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2203

BeitragVerfasst am: 24 Feb 2010 - 12:33:18    Titel:

Zitat:


Hää?? Wenn man Politik studiert, hat man ja sehr wohl mit politischen Zusammenhängen zu tun.



SEHR am Rande.
Zitat:

Man lernt das deutsche Politik-System kennen,


Bei uns EIN Seminar im Grundstudium.
Zitat:
lernt etwas über europäische/internationale Politik und einiges mehr.


Nein.
Zitat:

Es werden politische Themen wissenschaftlich aufbereitet.

Nein

Zitat:
Und wo hat das nichts mit Politik zu tun??


Man tut das alles nicht. Man lernt diverse Theorien, wie die Welt funktioniert und kriegt dann so Fragestellungen wie: "War die und die Handlung von dem und dem Staat nach der und der Theorie logisch oder nicht?"

Und das ist noch relativ politisch weil Internationale Beziehungen, es geht auch mit weniger Staatsbezug.
Zitat:

Zweitens ist ein Politik-Studium für eine Karriere in einer Partei auch nicht so ganz verkehrt. Allerdings wird man mit diesem Studium wohl eher im administrativen Bereich arbeiten, das heißt man arbeitet FÜR andere höherrangige Politiker seiner Partei.



Nenn' mir mal einen Politikwissenschaftler, der das macht.
quatsch
Moderator
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Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 3207

BeitragVerfasst am: 24 Feb 2010 - 14:09:39    Titel:

Ich weiß ja nicht, was Viviane21 unter "Poltik" versteht, aber Dinge wie internationale Politik sind Themen der Politologie. Zwar wird das auf eine andere Weise angeganben als im Politikteil der Zeitung, aber das Politologie damit gar nichts zu tun hat, das stimmt nun auch nicht. Spaßeshalber mal unter http://www.polsoz.fu-berlin.de/polwiss/forschung/index.html die Gliederung eines renommieren Poltikwissenschaftlichen Insituts. Und "Politikberatung" ist ein mehr oder weniger wichtiges Arbeitsfeld für Politologen. Zwar ist es schon richtig, dass man nicht zum Politiker ausgebildet wird und es ist ja gut, interessenten klarzumachen, dass das Studium was anders ist als Zeitungslesen, aber das es mit dem, was man landläufig "Politik" nennt, nichts zu tun hat, ist nun auch Unsinn.
Tonka
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beiträge: 1720

BeitragVerfasst am: 25 Feb 2010 - 00:50:53    Titel:

@Viviane: Bei mir an der Uni kenne ich schon alleine drei Absolventen, die im Büro von Bundestagsabgeordneten arbeiten. Viele weitere machen auch noch Partei-Arbeit, sind Juso- oder JU-Vorsitzender der näheren Umgebung und so weiter. Na gut, dafür müssten sie nicht Politikwissenschaft studieren, aber geschadet hat es denen auch nicht.
lobocop
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 12.07.2007
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 11:04:29    Titel:

Viviane21 hat folgendes geschrieben:
Zitat:


Hää?? Wenn man Politik studiert, hat man ja sehr wohl mit politischen Zusammenhängen zu tun.



SEHR am Rande.
Zitat:

Man lernt das deutsche Politik-System kennen,


Bei uns EIN Seminar im Grundstudium.
Zitat:
lernt etwas über europäische/internationale Politik und einiges mehr.


Nein.
Zitat:

Es werden politische Themen wissenschaftlich aufbereitet.

Nein

Zitat:
Und wo hat das nichts mit Politik zu tun??


Man tut das alles nicht. Man lernt diverse Theorien, wie die Welt funktioniert und kriegt dann so Fragestellungen wie: "War die und die Handlung von dem und dem Staat nach der und der Theorie logisch oder nicht?"

Und das ist noch relativ politisch weil Internationale Beziehungen, es geht auch mit weniger Staatsbezug.
Zitat:

Zweitens ist ein Politik-Studium für eine Karriere in einer Partei auch nicht so ganz verkehrt. Allerdings wird man mit diesem Studium wohl eher im administrativen Bereich arbeiten, das heißt man arbeitet FÜR andere höherrangige Politiker seiner Partei.



Nenn' mir mal einen Politikwissenschaftler, der das macht.



0_o

Wo studierst denn du wenn ich fragen darf?
Also ich bin an der LMU im 4. Semester B.A. Hauptfach PoWi und habe durchaus das Gefühl, dass mein Studiengang etwas mit Politik zu tun hat^^

Zum späteren Berufsbild:
Sicherlich ist Politik kein "muss", aber durchaus ein "kann" Betätigungsfeld. Meistens nicht in der ersten Reihe, dass rumgeturne überlassen wir gerne den Juristen. Aber im Bereich Beratung zum Beispiel, oder in den parteinahen Stiftungen tumeln sich einige Politikwissenschaftler.
Dazu kommt noch: Wenn jemand in die Politik gehen will, dann ist es nicht schädlich auch Politik zu studieren. Man tut ja immer so, als sei das ein No-go. Es ist aber in Wirklichkeit weder hinderlich noch fördern. Eine Politikkarriere erfordert zuerst einmal massives ehrenamtliches Engagement, bevor man überhaupt in den Bezahlbereich kommt.
Viviane21
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2203

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 11:59:21    Titel:

Zitat:
Ich weiß ja nicht, was Viviane21 unter "Poltik" versteht, aber Dinge wie internationale Politik sind Themen der Politologie.


Ist ja schön wenn das bei euch so war.
Viviane21
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2203

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 12:02:43    Titel:

Zitat:



0_o

Wo studierst denn du wenn ich fragen darf?
Politik gar nicht mehr, habe gewechselt.
Bei mir ging das schon damit los, dass ich ein rel. unwichtiges Seminar dreimal gemacht habe. Nein, nicht dasselbe Seminar. Die Texte der Pflichtseminare haben sich nur dermaßen stark überschnitten, dass eigentlich ein Seminar statt deren 3 gereicht hätte. Es IST nervig wenn man Donnerstags um 2 einen Text hat und dann für Freitag morgen für ein anderes Seminar bei einem anderen Dozenten denselben Text nochmal und das geht das ganze Semester so.

Zitat:

Aber im Bereich Beratung zum Beispiel, oder in den parteinahen Stiftungen tumeln sich einige Politikwissenschaftler.


Ich kenne EINEN, der was Politisches macht, der hatte die Kontakte in die Richtung aber VORHER.
Malcolm2
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 04.03.2010
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 07 März 2010 - 12:02:48    Titel:

[quote="lobocop"][quote="Viviane21"][quote]
Zum späteren Berufsbild:
Sicherlich ist Politik kein "muss", aber durchaus ein "kann" Betätigungsfeld. Meistens nicht in der ersten Reihe, dass rumgeturne überlassen wir gerne den Juristen. Aber im Bereich Beratung zum Beispiel, oder in den parteinahen Stiftungen tumeln sich einige Politikwissenschaftler.
Dazu kommt noch: Wenn jemand in die Politik gehen will, dann ist es nicht schädlich auch Politik zu studieren. Man tut ja immer so, als sei das ein No-go. Es ist aber in Wirklichkeit weder hinderlich noch fördern. Eine Politikkarriere erfordert zuerst einmal massives ehrenamtliches Engagement, bevor man überhaupt in den Bezahlbereich kommt.[/quote]

Als WiWi denk ich ehrlich gesagt, dass mit nem BWL- oder Jura-Studium die Chancen deutlich besser stehen. Es ist schon was dran an den Aussagen, das in D der Lobbyismus sehr ausgeprägt ist. Und fast jede Lobby hat wirtschaftliche Interessen...
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