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Unterschiede zw. Master of Law und Jura?
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Unterschiede zw. Master of Law und Jura?
 
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John1985
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Anmeldungsdatum: 24.07.2006
Beiträge: 547
Wohnort: Oberfranken

BeitragVerfasst am: 23 Feb 2010 - 01:54:59    Titel: Unterschiede zw. Master of Law und Jura?

hi
gibt es zwischen obengenanntes einen Unterschied? kann man bsp als master of law doch noch ein anwalt werden? wie sieht die berufschancen eines master of law? lohnt sich nach dem bachelor of law einen master zu machen? welche berufsmöglichkeiten ergeben sich durch den master?

mfg
jones49
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Anmeldungsdatum: 04.06.2006
Beiträge: 373

BeitragVerfasst am: 23 Feb 2010 - 07:52:30    Titel:

Der Master of Law ist bei uns grds. nur ein Zusatztitel, der üblicherweise nach dem 1. oder 2. Staatsexamen (fakultativ) erworben wird.

Es handelt sich dabei also um ein meist recht kostspieliges Postgraduiertenstudium, welches bereits einen Abschluss in Jura voraussetzt.

Der Master allein bringt dir also nichts, zumal ich ziemlich sicher bin, dass man ohne 1. Staatsexamen so gut wie nirgendwo zugelassen würde.
marcello24
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Anmeldungsdatum: 03.01.2009
Beiträge: 49

BeitragVerfasst am: 23 Feb 2010 - 09:01:35    Titel:

Der Master of Laws ist doch eher ein Wirtschaftsrecht Master als ein Jura/ Rechtswissenschaften Master, oder? Ich denke also nicht, dass du damit Anwalt oder Richter werden kannst, sondern deine Karriere eher in Unternehmen als Wirtschaftsjurist startest.
John1985
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Anmeldungsdatum: 24.07.2006
Beiträge: 547
Wohnort: Oberfranken

BeitragVerfasst am: 23 Feb 2010 - 09:33:37    Titel:

und was würde der master mir eröffnen, und zwar im gegensatz zum bachelor?
AnwaltInSpe
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Anmeldungsdatum: 24.01.2010
Beiträge: 275

BeitragVerfasst am: 24 Feb 2010 - 04:56:52    Titel:

jones49 hat folgendes geschrieben:


Der Master allein bringt dir also nichts, zumal ich ziemlich sicher bin, dass man ohne 1. Staatsexamen so gut wie nirgendwo zugelassen würde.


Das "so gut wie" kannst du getrost weglassen. Wink

Der LLM ist im Grunde eine Spezialisierung auf ein bestimmtes Rechtsgebiet. Das kann bsw. Wirtschaftsrecht beinhalten, aber auch andere Bereiche.

In Deutschland wird der Bachelor of Laws (LLB) kaum vergeben; nur z.B.an der Bucerius Law School aber zusammen mit der Standardrichterbefaehigung.
Mit dem LLB alleine kannst du in Deutschland nicht als Volljurist taetig werden, ohne nochmal extra hier zu studieren. Daher erledigt schon mal die Frage, ob du ihn erwerben solltest. Natuerlich nur, wenn du hier arbeiten willst.
Wenn wir jetzt aber mal z.B. vom UK ausgehen, dann hat der LLM den Vorteil, dass er dich von deinen Konkurrenten absetzt und dir Spezialwissen verschafft, wenn wir ihn jetzt mal den personifizieren wollen. Wink
In den USA hat er noch mehr Bedeutung. In Europa vll nicht ganz so sehr. Hier in Deutschland solltest du am besten einen Doktortitel, Dr. iur., erwerben. Das kann parallell zum Studium gemacht werden. Du brauchst aber meistens ein VB im 1. StEx und das Latinum.
Du solltest bedenken, dass ein LLM nicht kostenlos ist und dass du stattdessen auch schon Geld verdienen koenntest.
John1985
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Anmeldungsdatum: 24.07.2006
Beiträge: 547
Wohnort: Oberfranken

BeitragVerfasst am: 24 Feb 2010 - 05:14:43    Titel:

und nun die berufsfelder bei deinen varianten (bachelor/Master) im inland?
Schreibgeil
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Anmeldungsdatum: 24.10.2004
Beiträge: 230
Wohnort: Frankfurt(Oder)

BeitragVerfasst am: 24 Feb 2010 - 08:14:57    Titel:

Als LLM kannst Du allenfalls in die Wirtschaft gehen und als Syndikus, Prokurist oder änl. in einem Unternehmen arbeiten.

Es gibt auch LLMs mit Verwaltungsrechtlicher Ausrichtung an FHs. Diese können ihr Glück dann vermehrt im Öffentlichen Dienst suchen...
rOYAL.
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 2093
Wohnort: Heidelberg

BeitragVerfasst am: 24 Feb 2010 - 10:15:25    Titel:

AnwaltInSpe hat folgendes geschrieben:

In Deutschland wird der Bachelor of Laws (LLB) kaum vergeben; nur z.B.an der Bucerius Law School aber zusammen mit der Standardrichterbefaehigung.

Nein, natürlich früher.

Zitat:
In den USA hat er noch mehr Bedeutung. In Europa vll nicht ganz so sehr.

In den USA hat der LL.M. praktisch überhaupt keine Bedeutung. Die Programme dort richten sich zum Teil sogar explizit nur an Ausländer.
Zitat:
The LLM program enrolls approximately 45 students per year (15 in each specialization). It is limited to students with a primary law degree earned outside the United States.
(Stanford)
AnwaltInSpe
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Anmeldungsdatum: 24.01.2010
Beiträge: 275

BeitragVerfasst am: 25 Feb 2010 - 14:32:12    Titel:

rOYAL. hat folgendes geschrieben:
AnwaltInSpe hat folgendes geschrieben:

In Deutschland wird der Bachelor of Laws (LLB) kaum vergeben; nur z.B.an der Bucerius Law School aber zusammen mit der Standardrichterbefaehigung.

Nein, natürlich früher.


Zitat:
In den USA hat er noch mehr Bedeutung. In Europa vll nicht ganz so sehr.

In den USA hat der LL.M. praktisch überhaupt keine Bedeutung. Die Programme dort richten sich zum Teil sogar explizit nur an Ausländer.


Klar, der LLB wird nicht gleichzeitig mit der Richterbefaehigung vergeben, aber im gleichen Ausbildungsprozess. Das haette ich vll spezifizieren sollen, aber im Prinzip egal, wenn man eh das ganze Studium absolviert.

Des Weiteren muss ich zustimmen, dass die wenigsten Juristen in den USA den LLM tatsaechlich erwerben, aber LLMs von renommierten Law Schools durchaus erstrebenswert sind. Ansonsten sind sie vll eher in anderen Teilen der Welt angesehen. Insofern muss ich meine Aussage revidieren.
Ein US-LLM hat fuer deutsche Absolventen aber dennoch den Vorteil, dass sie anschliessend das Bar-Exam in manchen Staaten abgelegen koennen und dann dort praktizieren duerften. Dazu muss aber gesagt werden, dass dies ohne Erfahrung und Referenzen kaum moeglich ist.
Elijah
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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 752

BeitragVerfasst am: 25 Feb 2010 - 15:18:27    Titel:

Zum Thema LLB/LLM

Man sollte erst einmal auf den Studieninhalt schauen. Der LLB/LLM wird in Deutschland mittlerweile von zahlreichen Universitäten und auch Fachhochschulen angeboten.

Je nach Studienplan konzipiert als

BWL/Recht (Mix) Studium
reines Wirtschaftsrecht-Studium

Der Abschluss als solches gibt hierüber keinen Aufschluss. Ein Berkannter von studiert Wirtschaft und Recht(LLB/mittlerweile LLM).
Er hat Fächer wie BWL, VWL, Mathematik, Investition & Finanzierung, internat. Finanzmärkte, Markering, Personal, Rechnungswesen, Informatik etc. dazu hat er Fächer wie Bürgerliches Recht, Handelsrecht;Arbeitsrecht, Steuerrecht etc. also ein BWL/VWL Mix.

Mein Mitbewohner ist Franzose und studiert bzw. hat nach seinem Abschluss in Frankreich(LLB) jetzt einen Master of Laws in Deutschland angefangen. Er hat im Master ausschließlich rechtliche Themen...

Keiner dieser beiden Personen hat das Ziel Richter oder Anwalt zu werden. Vielmehr arbeitet der einen nebenbei bei einer großen Unternehmensberatung(Big 4, wird auch übernommen) und der andere strebt eine Dozentenstelle an.

Von uns Wiwis haben 2 Leute nach dem Bachelor ein LLM Programm angefangen, um sich im Bereich Steuerwesen zu spezialisieren. Ich finde das sinnvoll...

Will man jedoch ausschließlich juristisch tätig sein, sollte man Jura auf Staatsexamen studieren.
Von den Juristen die auf Staatsexamen studieren(Volljuristen) werden LLB/LLM Programme nicht so gern gesehen, kann ich auch nachvollziehen. Diese Leute werden dann zu Konkurrenz wenn ein Jurist es nicht "schafft" als Anwalt oder Richter tätig zu sein und dann Alternativen in der freien Wirtschaft sucht...
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