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Spicken
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Spicken
 
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Brand-Ing
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Anmeldungsdatum: 07.11.2008
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BeitragVerfasst am: 28 Feb 2010 - 12:57:38    Titel:

Also jetzt mal ernsthaft ... wer kennt den wirklich jemanden, der im Job total versagt hat, weil er in Schule oder Studium gespickt hat ?! Das ist doch nichts Anderes als eine Pseudorechtfertigung der Nichtspicker.

Was hab ich im Studium nicht alles gelernt, was ich jetzt im Job trotzdem nicht ein Bißchen auf die Reihe bekommen würde ohne mich nochmal eingehend damit zu beschäftigen.
E-Engineering-Student
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Anmeldungsdatum: 28.07.2006
Beiträge: 1608
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BeitragVerfasst am: 28 Feb 2010 - 13:18:30    Titel:

Eigentlich ist diese ganze Diskussion "Spicken, Ja oder Nein?" vollkommen fürs Klo. Sollen doch alle Spicken und sich über ihre Supernote freuen, der der nicht gespickt hat, weiß was er geleistet hat.
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"Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistung.”

Albert Einstein
Brand-Ing
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Anmeldungsdatum: 07.11.2008
Beiträge: 3091

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2010 - 13:23:31    Titel:

Ich hab grundsätzlich nichts gegen Spicken ... aber ich finds schade, wenn es Dozenten überhaupt nicht interessiert, was in den Klausuren so abgeht.

So wie Justav es geschildert hat, stelle ich mir eine vernünftige Klausur vor. Leider ist das bei vielen Dozenten nichtmal annähernd so. Wie schon erwähnt, bei uns wurden größtenteils nichtmal Ausweise kontrolliert und Spicken wurde weder unterbunden noch geandet, wenns bemerkt wurde.
E-Engineering-Student
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Anmeldungsdatum: 28.07.2006
Beiträge: 1608
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2010 - 13:32:04    Titel:

Ausweise wurden bei mir auch nie kontrolliert, die meisten Profs kannten ihre Pappenheimer. Ist eben an einer FH so, gerade wenn es nur noch 10 - 15 Studis pro Jahrgang sind. Wer gespickt hat und erwischt wurde hat aber seine 5 bekommen, da waren bei mir die Profs gnadenlos. Teilweise wurde in den Prüfungen, wo keine Unterlagen erlaubt waren, extra Papier ausgeteilt, dass man nicht einfach etwas vorschreiben konnte, außerdem wurden die Klausurfragen öfters abgeändert, so dass die Leute, welche die alten nur auswendig gelernt hatten, max. ne 4 bekamen.

Ich sag ja, von mir aus kann jeder spicken. Ich hab es auch schon gemacht, meisten braucht man den Spickzettel nicht, er beruhigt einen nur.
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Albert Einstein
KamiKami
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Anmeldungsdatum: 17.08.2007
Beiträge: 1792
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BeitragVerfasst am: 28 Feb 2010 - 13:59:55    Titel:

Das mit dem extra Papier austeilen, ist bei uns eigentlich die Regel. Eigene Blöcke sind nicht erlaubt, ebenso wenig wie gewisse Taschenrechnermodelle oder Sprachcomputer, bspw. solchen die von Erasmusstudenten gerne benutzt werden.

Aber Studenten sind ja bekanntlich äußerst kreativ wenn es darum geht, sich ums Lernen zu drücken. Da werden dann einfach mal die Zettel eingesteckt und daheim oder im Copy-Shop munter kopiert. Das bemerkt bei einer großen Anzahl von Studenten kein Dozent wer jetzt wieviel Zettel bekommen und wer wieviele eingesteckt hat.

Ach ja, wer erwischt wird, fällt durch. Abschreiben ist auch schwer, da Einzeltische.

Da kann ich mich Brand.Ing. nur anschließen. Wer bitte schön kennt denn jmd. der im Job gescheitert ist, weil er in der Schule und / oder im Studium gespickt hat? Made my day. Laughing

Gruß
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Geist über Materie.
Raziela12
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Anmeldungsdatum: 05.10.2008
Beiträge: 557

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2010 - 15:08:40    Titel:

wow dagegen is meine uni ja n hochsicherheitstrakt.

Bei uns is auch immer ne reihe oben und unten frei, und 2-3 plätze nach links und rechts frei. Und wenn man zusatzblätter will muss man sich melden, und dann wird das auch vermerkt wer zusätzliches papier hat. Wobei es in den meisten klausuren eh kein "schreibpapier" gibt, sondern da halt platz dafür auf den klausurbögen ist, und wer da zusätzliches papier braucht der kriegt das auch nur auf meldung, und dann muss es mit rangeheftet werden.
Und dann gibts natürlich sowieso meist noch Sitzpläne in der Klausur und Perso & Studentenausweiskontrolle. Und mit Buch oder Zettel untern tisch geht ja schonmal gar nich, weil bei uns sämtliche rucksäcke und jacken in die Gänge/Treppen gelegt werden müssen.
CarlosII
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Anmeldungsdatum: 21.11.2008
Beiträge: 493

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2010 - 16:46:36    Titel:

Raziela12 hat folgendes geschrieben:
wow dagegen is meine uni ja n hochsicherheitstrakt.

Bei uns is auch immer ne reihe oben und unten frei, und 2-3 plätze nach links und rechts frei. Und wenn man zusatzblätter will muss man sich melden, und dann wird das auch vermerkt wer zusätzliches papier hat. Wobei es in den meisten klausuren eh kein "schreibpapier" gibt, sondern da halt platz dafür auf den klausurbögen ist, und wer da zusätzliches papier braucht der kriegt das auch nur auf meldung, und dann muss es mit rangeheftet werden.
Und dann gibts natürlich sowieso meist noch Sitzpläne in der Klausur und Perso & Studentenausweiskontrolle. Und mit Buch oder Zettel untern tisch geht ja schonmal gar nich, weil bei uns sämtliche rucksäcke und jacken in die Gänge/Treppen gelegt werden müssen.


Ist bei mir ähnlich. Dass an vielen Hochschulen so geschlampt wird wie von manchen hier beschrieben (Ausweise werden nicht kontrolliert, spicken wird zugelassen etc.) ist schon ziemlich peinlich, ja beschämend für Institutionen die sich der Wissenschaft verschrieben haben.
Außerdem: Man ist ja nicht mehr in der 8. Klasse wo im Vokabeltest abgeschrieben wird (da finde ich es ehrlich gesagt auch banane), sondern möchte einen akademischen Grad erwerben. Da sollte man es irgendwie hinbekommen, eine Klausur auch ohne fremde Hilfe zu bestehen.
E-Engineering-Student
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Anmeldungsdatum: 28.07.2006
Beiträge: 1608
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2010 - 17:00:34    Titel:

Bei uns kennen die Profs eben ihre Studis. Außerdem wer schickt schon jemand anders zur Prüfung?
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Albert Einstein
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 6109

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2010 - 17:24:20    Titel:

Kann durchaus vorkommen...

Insbesondere in Veranstaltungen, die ohne ein Labor laufen oder von Professoren aus einem anderen Fachgebiet oder gar von einem Lehrbeauftragten aus der Industrie gehalten werden, ist es dann doch in der Regel eher so, dass der Dozent die Studenten nicht kennt. Vor allem dann, wenn die Studenten die Vorlesungen unregelmäßig oder überhaupt nicht besuchen und zuhause lernen. So wie das bei uns oft der Fall ist...

Ich kann mich allerdings an nur wenige Klausuren errinnern, bei denen ein Spicker wirklich nützlich gewesen wäre. In der Regel waren mehr oder weniger umfangreiche Formelsammlungen erlaubt, wenn es darum ging wirklich viele Formeln parat haben zu müssen...

Aber wenn einem zum Beispiel die Formel für den magnetischen Fluss in integraler Form nicht einfällt, dann wird man sie mit ziemlicher Sicherheit auch überhaupt nicht anwenden können, sollte sie auf dem Spickzettel stehen...

Ich hab nix gegen Leute die spicken. Wer das Risiko eingehen möchte und klug genug ist, nicht erwischt zu werden, hat meiner Meinung nach den Erfolg auch verdient. Im späteren Leben gewinnt auch nicht immer der Ehrliche... im Gegenteil...
WS09/10
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Anmeldungsdatum: 20.02.2009
Beiträge: 336

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2010 - 18:55:22    Titel:

E-Engineering-Student hat folgendes geschrieben:
Bei uns kennen die Profs eben ihre Studis. Außerdem wer schickt schon jemand anders zur Prüfung?


Das kommt auf dem Studiengang an. In Seminaren mit 20 Leuten wird das so sein, aber in Vorlesungen, die 500 Teilnehmer umfassen, wird das zum Teil nicht kontrolliert.
Ich durfte schonmal eine Klausur schreiben, bei der der Prof nicht mal im Haus war. Der Hausmeister saß vorne und hat Zeitung gelesen und ab und zu mal geschaut, dass keiner Bücher rausholt und Sachen abschreibt. Aber es wäre nicht aufgefallen, wenn jemand anders die Prüfung in deinen Namen geschrieben hätte. Rein technisch ist das durchaus möglich, nur rein praktisch wird man dort keinen finden, der ausreichend qualifiziert ist und das kostenlos macht. Aber bei bestimmten sozioökonomischen Vorraussetzungen ist es nicht unmöglich, so einen Versuch zu starten.
E-Engineering-Student
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Anmeldungsdatum: 28.07.2006
Beiträge: 1608
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BeitragVerfasst am: 28 Feb 2010 - 18:58:56    Titel:

Sicher könnte ich jemand anderes in die Prüfung schicken, bloß wenn der dann Mist baut und mir die Note versaut, dann gute Nacht Marie.

Teilweise waren wir zu fünft in der Vorlesung, so ist das bei uns Ings eben.
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Albert Einstein
Richi
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 647

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2010 - 19:27:09    Titel:

Viviane21 hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Schule ist in vielerlei hinsicht unfair, die Notengebung ansich ist oft unfair, das ganze Leben ist oft unfair...spicken ist da nur ein Tropfen auf den heißen stein, soviel zu den Moralaposteln die da immer wieder gerne von Fairness reden.


Tja der Punkt ist: Ich verhalte mich doch nicht deswegen fair oder unfair, weil es die anderen tun.


Das habe ich auch nicht behauptet, ich sage nur dass Fairness kein Argument gegen Spicken ist.

Viviane21 hat folgendes geschrieben:

Zitat:

Abgesehn davon scheinen viele zu denken, nur weil man bei einer Prüfung spickt hat man nicht verstanden worum es beim Thema ging.

Nein. Man war zu faul oder zu desorganisiert um den Kram zu lernen. Kein Spicker ist so groß dass es absolut nicht machbar wäre seinen Inhalt auswendig zu lernen.


Hm naja, ein paar andere mögliche Gründe gibt es schon noch.
teeri
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Anmeldungsdatum: 29.07.2009
Beiträge: 138
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BeitragVerfasst am: 28 Feb 2010 - 20:42:42    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:

Ich hab nix gegen Leute die spicken. Wer das Risiko eingehen möchte und klug genug ist, nicht erwischt zu werden, hat meiner Meinung nach den Erfolg auch verdient. Im späteren Leben gewinnt auch nicht immer der Ehrliche... im Gegenteil...

Wenn denn tatsächlich ein großes Risiko besteht, sodass nur 2-3 Wagemutige mal auf ein Zettelchen mit Begriffen gucken... Aber die meisten, die hier schreiben, spielen nun wahrlich nicht auf Leben und Tot. Bei uns muss man nicht mal mehr kreativ werden, um zu betrügen. Die einzige scheinheilige Vorkehrung sind 1-2 Plätze frei zwischen den Prüflingen. Die Aufsicht liest vorne Zeitung.
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2203

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2010 - 21:57:22    Titel:

Zitat:
! Das ist doch nichts Anderes als eine Pseudorechtfertigung der Nichtspicker.

Ähm. Habe ich gerade richtig gehört? Ich muss mich dafür rechtfertigen, dass ich NICHT spicke?
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2203

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2010 - 22:00:00    Titel:

KamiKami hat folgendes geschrieben:


Da kann ich mich Brand.Ing. nur anschließen. Wer bitte schön kennt denn jmd. der im Job gescheitert ist, weil er in der Schule und / oder im Studium gespickt hat? Made my day. Laughing



Durchaus gibt es den ein oder anderen Fall wo jemand im Studium scheitert weil er in der Schule zuviel gespickt hat und dachte das geht so weiter.
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2203

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2010 - 22:03:15    Titel:

Zitat:


Das habe ich auch nicht behauptet, ich sage nur dass Fairness kein Argument gegen Spicken ist.

Kein rationales (habe ja selbst geschrieben mir fällt kein rationales Argument gegen Spicken ein), wohl aber ein moralisches.
Zitat:

Hm naja, ein paar andere mögliche Gründe gibt es schon noch.


Was, irgendein schwerer Schicksalsschlag, der mal eben die Vorbereitung unmöglich machte? Mag in Einzelfällen vorkommen, aber der Regelfall ist das wohl eher nicht.
Nacktscanner
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Anmeldungsdatum: 14.01.2010
Beiträge: 349

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2010 - 22:43:59    Titel:

Deniz hat folgendes geschrieben:
Der spickt permanent und schreibt seine 1er.
Das Problem: In dem Fach hat er GARKEINE Ahnung.

Mal abgesehen davon, dass dieses Konzept spätestens in der Oberstufe ziemlich in die Hose geht:
Wenn er es für richtig hält, ist es sein Bier.

Zitat:
Die Schule bildet aus für Unternehmen (die "bestellen" einen Bedarf an Schülern)

So, jetzt kriegt der Chef mit, dass er garkeine Ahnung hat.

Dieser wird sich in naher Zukunft von der Koorperation der Schule trennen. Ganz einfach.

Amüsante These. Nur leider völliger Blödsinn.
1. Eine Schule bildet nicht für ein Unternehmen aus, sondern vermittelt Allgemeinbildung.

2. Kein Unternehmen "bestellt" Schüler bei den Schulen. Gelegentlich mögen Unternehmen Stellenanzeigen an Schulen veröffentlichen, aber es gibt keine Handelsabkommen zwischen Schulen und Unternehmen.

3. Ich verstehe nicht genau, wieso ein Unternehmen, selbst wenn es diese "Handelsabkommen" gäbe, plötzlich die Partnerschaft kündigen sollte, nur weil ein Schüler schlechter war als erwartet.


Zitat:
Nenn mir einen Grund, warum ich neidisch sein sollte auf 1a Spicker Schüler.

Er hat bessere Noten mit (vermeintlich) weniger Arbeit.

Zitat:
Ich weiß, was ich kann. Er weiß nicht einmal, dass er nichts kann.

Zumindest kann er Spicken. Entscheidend ist doch, was hinten raus kommt - wenn man damit erfolgreich ist, dann ist das doch in Ordnung.

Zitat:
Mit der 1 dann noch herum zu prallen ist ja dann wohl das Letze.
Ich kann auf meine 1 oder 2 stolz sein. (ohne spicken, versteht sich)

Also doch Neid. Sonst würde es dich ja nicht stören.

Zitat:
Wenn die Spickerei aber dann im Abschreiben endet hört es einfach auf.

Allerdings, denn dann gefährdet der Spicker seine eigene und deine Arbeit, da möglicherweise beide des Betrugs verdächtigt werden (vgl. Spickerethik).

Natürlich kannst du durch eigenen Fleiß die Früchte der eigenen Arbeit ernten und dann zu Recht darauf stolz sein. Und du kannst auch versuchen, andere davon zu überzeugen, dass man auf "erspickte" Leistungen nicht stolz zu sein braucht. Aber ich finde, du solltest nicht mit aller Mühe versuchen, anderen Mitschüler oder Kommilitonen wegen vermeintlich moralischer Fehlleistungen zu verurteilen.

Irgendwann kommt der Tag, an dem man selbst auf Unterstützung oder Solidarität der Mitschüler oder Kommilitonen angewiesen ist und dann möchte man schließlich auch nicht bei der erstbesten Gelegenheit hintergangen werden. Das kann eine Kleinigkeit sein, etwa weil dir in einer Klausur ein zentraler Begriff oder ein Lösungsansatz fehlt, es kann aber auch eine existenzielle Notsituation auftreten, in der du auf Hilfe angewiesen bist.
Richi
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 647

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2010 - 23:25:49    Titel:

Viviane21 hat folgendes geschrieben:
Zitat:


Das habe ich auch nicht behauptet, ich sage nur dass Fairness kein Argument gegen Spicken ist.


Kein rationales (habe ja selbst geschrieben mir fällt kein rationales Argument gegen Spicken ein), wohl aber ein moralisches.


Weder noch eigentlich, jeder schaut wo er bleibt und wie er am besten mit dem ihm zur verfügung stehenden Mittel weiterkommt. Nicht jeder kann sich Nachhilfe leisten, das ist nicht Fair, ist aber so und keiner der sie sich leisten kann wird darauf verzichten wenn er denkte daraus einen Vorteil ziehen zu können, nur weil es nicht fair gegenüber denjenigen ist die sich keine Nachhilfe leisten können. Findest du das auch unmoralisch?


Viviane21 hat folgendes geschrieben:

Zitat:

Hm naja, ein paar andere mögliche Gründe gibt es schon noch.


Was, irgendein schwerer Schicksalsschlag, der mal eben die Vorbereitung unmöglich machte? Mag in Einzelfällen vorkommen, aber der Regelfall ist das wohl eher nicht.


Naja, wenn ich z.B.
a) der Meinung bin, eine Klausur ist inhaltlich für mich nicht wichtig
b) ich kann sie sehr gut durch spicken bestehen
dann ist weder faulheit noch desorganisation der Grund fürs spicken (sofern ich mich dafür entscheide).
Oder ist für dich jeder Faul, der einfach den kürzesten Weg zúm Ziel bevorzugt?
Brand-Ing
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Anmeldungsdatum: 07.11.2008
Beiträge: 3091

BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 08:04:18    Titel:

Viviane21 hat folgendes geschrieben:
Zitat:
! Das ist doch nichts Anderes als eine Pseudorechtfertigung der Nichtspicker.

Ähm. Habe ich gerade richtig gehört? Ich muss mich dafür rechtfertigen, dass ich NICHT spicke?


Nein, ich meinte als Rechtfertigung um Spicken zu verurteilen. Das pseudo-rationale Totschlagargument schlechthin ... aber eben völlig an der Realität vorbei.
-stopfkind-
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Anmeldungsdatum: 27.02.2010
Beiträge: 1690

BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 09:25:41    Titel:

am ende sollte der wirkungsgrad so hoch wie möglich sein.
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2203

BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 09:53:34    Titel:

Zitat:
Entscheidend ist doch, was hinten raus kommt - wenn man damit erfolgreich ist, dann ist das doch in Ordnung.


Vollkommen unabhängig vom Thema spicken - dieser Satz hier scheint sich zumindest in diesem Forum allgemein durchzusetzen. Ist eigentlich das einzige, womit ich wirklich ein Problem habe.

Zitat:


Aber ich finde, du solltest nicht mit aller Mühe versuchen, anderen Mitschüler oder Kommilitonen wegen vermeintlich moralischer Fehlleistungen zu verurteilen.


Wieso vermeintlich? Ist jemand hier, der Spicken MORALISCH richtig findet? Mal völlig unabhängig davon, ob er es selbst tut.
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2203

BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 10:00:35    Titel:

Zitat:

Weder noch eigentlich, jeder schaut wo er bleibt und wie er am besten mit dem ihm zur verfügung stehenden Mittel weiterkommt.


Naja, gerade diese Haltung ist ja, ohne Wertung, nun eigentlich völlig unmoralisch, soll heißen, da ist einfach GAR KEINE Moral dahinter.
Wer das so macht, bitte schön, aber dann soll er es doch bitte schön nicht moralisch integer nennen.

Zitat:

Nicht jeder kann sich Nachhilfe leisten, das ist nicht Fair


Aus dem Grund hatte ich nie welche, zu Schulzeiten haben meine Eltern mir klargemacht, wenn ich das Gymnasium ohne Nachhilfe nicht schaffe würde ich wohl auf die Realschule gehören. Fand ich richtig so.

(obwohl, ich hatte mal ein paar Stunden um ein Auslandsjahr aufzuholen, was musste ich das Fach auch unbedingt wählen.)

Zitat:

ist aber so und keiner der sie sich leisten kann wird darauf verzichten wenn er denkte daraus einen Vorteil ziehen zu können, nur weil es nicht fair gegenüber denjenigen ist die sich keine Nachhilfe leisten können.


Mein Chemieabi ist RICHTIG schlecht. Nachhilfe hatte ich keine.


Zitat:
Findest du das auch unmoralisch?
Ja, wenn auch nicht so sehr wie das Abschreiben. Wenn ich mich mit einem Abschreiber gleichstellen will, muss ich gegen die Regeln verstoßen. Ich kann nur dann die gleichen Chancen haben wenn ich gegen meine Grundsätze handle. Das Problem gibt's bei der Nachhilfe nicht.

Zitat:


Naja, wenn ich z.B.
a) der Meinung bin, eine Klausur ist inhaltlich für mich nicht wichtig


und deswegen nicht lernst, bist Du zu faul dazu. Oder was würde es schaden, auch den unwichtigen Kram zu lernen? Wissen wird Dir nie schaden, Du hättest keinen Nachteil vom Lernen oder doch? Faulheit-
Zitat:

b) ich kann sie sehr gut durch spicken bestehen
Du könntest aber vermutlich auch ohne Spicken?
Zitat:
dann ist weder faulheit noch desorganisation der Grund fürs spicken (sofern ich mich dafür entscheide).
Oder ist für dich jeder Faul, der einfach den kürzesten Weg zúm Ziel bevorzugt?
Wenn der kürzeste Weg gegen die Regeln geht, NATÜRLICH! Ich meine, was würdest Du denn sagen ist der Grund, dass Du nicht die maximal 2 Seiten die auf einen großen Spicker gehen gerade noch lernst? Aus welchem Grund lernt man die 2 Seiten nicht, wenn nicht, weil man die Zeit anderweitig nutzen möchte?
teeri
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Anmeldungsdatum: 29.07.2009
Beiträge: 138
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 13:06:34    Titel:

Nacktscanner hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Mit der 1 dann noch herum zu prallen ist ja dann wohl das Letze.
Ich kann auf meine 1 oder 2 stolz sein. (ohne spicken, versteht sich)

Also doch Neid. Sonst würde es dich ja nicht stören.

Das ist nicht Neid. Das ist Wut, weil man ungerecht behandelt wurde.

Was ist eigentlich so schwer daran zu verstehen, dass nicht jeder für seine eigenen Noten verantwortlich ist, sondern dass einer IMMER im Vergleich zu den anderen Bewertet wird?
Brand-Ing
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Anmeldungsdatum: 07.11.2008
Beiträge: 3091

BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 13:24:17    Titel:

Und was können die Anderen dafür, dass du nicht alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausnutzt um das Ziel zu erreichen ?
aranka.falter
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Anmeldungsdatum: 08.02.2010
Beiträge: 107
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BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 13:25:31    Titel:

Viviane21 hat folgendes geschrieben:

Wenn der kürzeste Weg gegen die Regeln geht, NATÜRLICH!


Regeln?
Du hälst dich an alle Regeln, die irgendwann mal von irgendwem gemacht wurden?
Puh, dann hast du kein leichtes Leben!
Ich dachte, dass Menschen, die es bis zum Studium geschafft haben, Regeln reflektieren und entscheiden, ob sie sinnig sind oder nicht.
Also ich mache das, und komme zu Meinung, dass eine Regel gegen Spicken unsinn ist und deswegen finde ich es moralisch auch nicht verwerflich. Du schadest damit doch niemandem!

Außerdem kann ich später im Beruf auch nachgucken, wies nochmal war.

Regeln zu unterstützen ohne drüber nachzudenken, finde ich moralisch verwerflicher, als Regeln zu abzulehnen!
E-Engineering-Student
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Anmeldungsdatum: 28.07.2006
Beiträge: 1608
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 13:39:51    Titel:

aranka.falter hat folgendes geschrieben:
Viviane21 hat folgendes geschrieben:

Wenn der kürzeste Weg gegen die Regeln geht, NATÜRLICH!


Regeln?
Du hälst dich an alle Regeln, die irgendwann mal von irgendwem gemacht wurden?
Puh, dann hast du kein leichtes Leben!
Ich dachte, dass Menschen, die es bis zum Studium geschafft haben, Regeln reflektieren und entscheiden, ob sie sinnig sind oder nicht.
Also ich mache das, und komme zu Meinung, dass eine Regel gegen Spicken unsinn ist und deswegen finde ich es moralisch auch nicht verwerflich. Du schadest damit doch niemandem!

Außerdem kann ich später im Beruf auch nachgucken, wies nochmal war.

Regeln zu unterstützen ohne drüber nachzudenken, finde ich moralisch verwerflicher, als Regeln zu abzulehnen!


Dass so eine Lehramtsstudentin denkt ist schon komisch. Erlaubst Du dann später Deinen Schülern auch, dass diese spicken und beim Nachbarn abschreiben dürfen?
_________________
"Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistung.”

Albert Einstein
aranka.falter
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Anmeldungsdatum: 08.02.2010
Beiträge: 107
Wohnort: Vechta

BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 13:46:51    Titel:

E-Engineering-Student hat folgendes geschrieben:


Dass so eine Lehramtsstudentin denkt ist schon komisch. Erlaubst Du dann später Deinen Schülern auch, dass diese spicken und beim Nachbarn abschreiben dürfen?


Okay, gut!
Persönlich werden find ich persönlich sehr gut! Das macht die Diskussion um einiges spannender!
Vorurteile gegen Lehramtstudenten? ihr dachte, die haben nur Schüler! Was ist dein Problem mit uns?

Ich bin garnicht dazu in der Lage, dass zu erlauben! Denn das ist für mich wieder eine sinnige Regel. Kinder müssen lernen Regeln zu reflektiern, oder denkst du das nicht?
Und wenn meine Schüler spicken, wie ich es auch tue, dann kann ich mir wohl denken, dass sie nachgedacht haben! Leider muss man die ganze Geschichte ziemlich clever angehen, denn nachdenken rechtfertigt die Handlung leider selten vor der Gesellschaft!
Brand-Ing
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Anmeldungsdatum: 07.11.2008
Beiträge: 3091

BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 13:51:35    Titel:

Also ich bin kein Lehramtler ... aber ich würde mir sicher nicht einbilden, irgendwelche Leute vom Spicken abhalten zu können. Wers tut verschafft sich einen Vorteil, geht dabei aber ein Risiko ein. Wir man erwischt, gibts ne 6 ... ansich ne ziemlich faire Sache.
AbZurSee
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 1249

BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 13:59:57    Titel:

[quote="aranka.falter"]Also ich mache das, und komme zu Meinung, dass eine Regel gegen Spicken unsinn ist und deswegen finde ich es moralisch auch nicht verwerflich. Du schadest damit doch niemandem![/qoute]

Das sind dann so die Ausreden derjenigen, die einfach die Realität schon völlig aus den Augen verloren haben:

Wer ständig spickt hat keine Eier. Punkt. Menschen die Spicken, und vll. ist das nicht duetlich genug aus meinem ersten Post in dem Thread geworden, handeln nicht nur unmoralisch indem sie sich wie die größten fühlen mit ihren leistungen, nein, sie schaden auch anderen weil sie sie die anderen um Ihre Leistungen bringen. Bestes Beispiel Schule:

Da es ja eine Normalverteilung der Noten gibt und die Schriftlichen Noten in der Regel 50 % zählen, verschafft sich derjenige in der Normalverteilung einen vorderen Platz, indem er durch Spicken 1er oder 2er schreibt. Der Leherer bekommt eein gutes Bild des Schülers und wird ihm dementsprechend auch Mündlich mit einer 1 oder 2 beglücken. Da nun aber nicht jeder eine 1 oder 2 haben darf, nimmt der Spicker den ehrlichen Schülern die Möglichkeit, diese Leistung zu bekommen. Derjenige, der durch Spicken in der Oberstufe durchgekommen ist, schadet also allen anderen, fairen Menschen.

aranka.falter hat folgendes geschrieben:
Außerdem kann ich später im Beruf auch nachgucken, wies nochmal war.


Sprach derjenige, der noch nie richtig gearbeitet hat - Das Pseudoargument jener, die Lernfaul sind. Sicher kann man kleine Details immer nachlesen. Ich unterstell jetzt aber mal, dass man durch Dauerspicken mit der Zeit viel zu große Wissenslücken bekommt (neben den Bulimie-Lern-Verhalten), dass es eben nicht mehr nur um Detail-Fragen geht.

aranka.falter hat folgendes geschrieben:
Regeln zu unterstützen ohne drüber nachzudenken, finde ich moralisch verwerflicher, als Regeln zu abzulehnen!


Tja, es gibt aber eine Regel gegen das Spicken, die heißt Betrugsversuch und kommt in der Studienordnung irgendwo mal vor. Spicken ist und bleibt Betrug. An dir selbst, an deinen mitstudenten, an deinem zukünftigen Arbeitgeber. Ich finde, damit habe ich genug über diese Regel nachgedacht, um sie zu Akzeptieren. Insofern ist dein geblubbere nur ein Pseudo-Argument, um deine Spickerei zu Rechtfertigen. Mehr nicht.

Du gehst ja noch einen Schritt weiter: Du lehnst eine Regel ab, ohne über die Regel vernünftig nachzudenken. Logische Schlussfolgerung: Du bist moralisch verwerflich mal zwei.
_________________
Es gibt WEDER ein VollABI, noch ein richtiges Abi, noch nen reguläres Abi. ES IST und BLEIBT das Abitur.
"In 10 Jahren sind Computer doppelt so schnell, 10k mal größer und so teuer, dass nur die 5. reichsten Männer der Welt sich einen leisten können"
AbZurSee
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 1249

BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 14:01:43    Titel:

Brand-Ing hat folgendes geschrieben:
Also ich bin kein Lehramtler ... aber ich würde mir sicher nicht einbilden, irgendwelche Leute vom Spicken abhalten zu können. Wers tut verschafft sich einen Vorteil, geht dabei aber ein Risiko ein. Wir man erwischt, gibts ne 6 ... ansich ne ziemlich faire Sache.


Wer nicht erwischt wird, kassiert die Gute Note und lässt alle anderen schlecht aussehen - faire Sache?

Dieser Ego-Trip einiger stört doch schon gewaltig ...
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Es gibt WEDER ein VollABI, noch ein richtiges Abi, noch nen reguläres Abi. ES IST und BLEIBT das Abitur.
"In 10 Jahren sind Computer doppelt so schnell, 10k mal größer und so teuer, dass nur die 5. reichsten Männer der Welt sich einen leisten können"
Brand-Ing
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Anmeldungsdatum: 07.11.2008
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BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 14:18:38    Titel:

Natürlich ist das fair ... man ist ja das Risiko eingegangen.

Die Anti-Spicker hier werden sich ja auch nicht einig. Mal heißt es Spicken bringt sowieso nix und man könnte das Zeug doch genauso lernen. Dann hat man als Spicker plötzlich den riesen Vorteil, weil man immens bessere Noten schreibt als die, die lernen.
Was denn nun ?!


Mit Moral und Fairness kommt man im Leben auch nicht weiter. Im Berufsleben gewinnt, wer das beste Ergebnis vorweisen kann ... den Weg interessiert keine Sau. Es wird doch überall nur beschissen.
just_phil
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Anmeldungsdatum: 23.08.2008
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BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 14:44:39    Titel:

AbZurSee hat folgendes geschrieben:
Der Leherer bekommt eein gutes Bild des Schülers und wird ihm dementsprechend auch Mündlich mit einer 1 oder 2 beglücken. Da nun aber nicht jeder eine 1 oder 2 haben darf, nimmt der Spicker den ehrlichen Schülern die Möglichkeit, diese Leistung zu bekommen. Derjenige, der durch Spicken in der Oberstufe durchgekommen ist, schadet also allen anderen, fairen Menschen.


Das ist nun aber wirklich schon ein sehr weit hergeholtes Beispiel, finde ich. Woher weißt Du denn, was Lehrer denken, bzw. woher nimmst Du das Wissen, um diese Annahme zu verallgemeinern? Ich war zum Beispiel in der Schule oft ein Kandidat, der manchen Lehrern zu ruhig in der mündlichen Mitarbeit war. Gerade in Deutsch war ich schriftlich stets im sehr guten Bereich, meine damalige Lehrerin hätte aber nicht im Traum daran gedacht, mir mündlich etwas Besseres als 6-8 Punkte zu geben. Unschön für mich, aber was soll's.
Damit möchte ich natürlich auch nicht pauschalisieren, weil jeder Lehrer eben anders tickt, aber anzudeuten, dass eine durch Spicker möglicherweise erschlichene gute schriftliche Leistung auch die mündliche Note gleich einschließt, halte ich schlichtweg für falsch.

Egal, jeder hat dazu seine Haltung und wird wohl auch nicht davon abweichen, ist ja auch in Ordnung so. Ich habe in einer Klausur andere Dinge zu tun, als mich um die Lern- oder Betrugsstrategien von Kommilitonen zu sorgen. Möge spicken, wer es für richtig hält oder es eben bleiben lassen. Moral hin oder her.
Richi
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 647

BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 14:48:24    Titel:

Viviane21 hat folgendes geschrieben:
Zitat:

Weder noch eigentlich, jeder schaut wo er bleibt und wie er am besten mit dem ihm zur verfügung stehenden Mittel weiterkommt.


Naja, gerade diese Haltung ist ja, ohne Wertung, nun eigentlich völlig unmoralisch, soll heißen, da ist einfach GAR KEINE Moral dahinter.
Wer das so macht, bitte schön, aber dann soll er es doch bitte schön nicht moralisch integer nennen.


Jeder hat eine andere ansicht von Moral, die einen finden Raubkopieren unmoralisch, die anderen nicht, so ist es auch mit dem Spicken. Solange man niemandem schadet, was beim Spicken meines erachtens nicht der Fall ist, bleibt es für mich grundsätzlich erstmal moralisch vertretbar.

Viviane21 hat folgendes geschrieben:

Zitat:

Nicht jeder kann sich Nachhilfe leisten, das ist nicht Fair


Aus dem Grund hatte ich nie welche, zu Schulzeiten haben meine Eltern mir klargemacht, wenn ich das Gymnasium ohne Nachhilfe nicht schaffe würde ich wohl auf die Realschule gehören. Fand ich richtig so.

(obwohl, ich hatte mal ein paar Stunden um ein Auslandsjahr aufzuholen, was musste ich das Fach auch unbedingt wählen.)


Ob es wirklich so moralisch ist, wenn Eltern ihrem Kind bewusst nicht die bestmöglichen Chancen bieten lass ich mal dahingestellt.
Abgesehn davon, ein Auslandsjahr kann sich auch nicht jeder Leisten und macht sich auf dem lebenslauf in aller Regel sehr gut, unfairer Vorteil für dich?

Viviane21 hat folgendes geschrieben:

Zitat:

ist aber so und keiner der sie sich leisten kann wird darauf verzichten wenn er denkte daraus einen Vorteil ziehen zu können, nur weil es nicht fair gegenüber denjenigen ist die sich keine Nachhilfe leisten können.


Mein Chemieabi ist RICHTIG schlecht. Nachhilfe hatte ich keine.


Die Frage hier wäre ja:
1) Wie wichtig war denn die note für dich? Wenn du nicht unbedingt Chemie, Bio oder ähnliches studieren willst, kann man durchaus auch ganz gut damit leben.
2) Wie freiwillig war der Verzicht auf nachhilfe, wenn deine Eltern (und nicht du) das von vorneherein ausgeschloßen haben...


Viviane21 hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Findest du das auch unmoralisch?
Ja, wenn auch nicht so sehr wie das Abschreiben. Wenn ich mich mit einem Abschreiber gleichstellen will, muss ich gegen die Regeln verstoßen. Ich kann nur dann die gleichen Chancen haben wenn ich gegen meine Grundsätze handle. Das Problem gibt's bei der Nachhilfe nicht.


Wie immer, jeder Entscheidet welche Regeln er befolgt. Kopierst du Filme/Musik/Spiele? zahlst du GEZ? Zahlst du all deine Steuern? Nie mal ne günstige Stange zigaretten am Zoll vorbei geschmuggelt? Trennst du immer sorgfältig den Müll? Alles kleinigkeiten, wo m.E. viele sicht nicht "Regelkonform" verhalten. Und m.E. hätten nur die, ein Recht bei dieser Diskussion mit der Moralkeule zu kommen, wenn sie sich auch sonst in all diesen kleinen Sachen entsprechend verhalten. Dürften allerdings die aller aller aller wenigsten sein...


Viviane21 hat folgendes geschrieben:

Zitat:

Naja, wenn ich z.B.
a) der Meinung bin, eine Klausur ist inhaltlich für mich nicht wichtig


und deswegen nicht lernst, bist Du zu faul dazu. Oder was würde es schaden, auch den unwichtigen Kram zu lernen? Wissen wird Dir nie schaden, Du hättest keinen Nachteil vom Lernen oder doch? Faulheit-

Zitat:

b) ich kann sie sehr gut durch spicken bestehen
Du könntest aber vermutlich auch ohne Spicken?
Zitat:
dann ist weder faulheit noch desorganisation der Grund fürs spicken (sofern ich mich dafür entscheide).
Oder ist für dich jeder Faul, der einfach den kürzesten Weg zúm Ziel bevorzugt?
Wenn der kürzeste Weg gegen die Regeln geht, NATÜRLICH! Ich meine, was würdest Du denn sagen ist der Grund, dass Du nicht die maximal 2 Seiten die auf einen großen Spicker gehen gerade noch lernst? Aus welchem Grund lernt man die 2 Seiten nicht, wenn nicht, weil man die Zeit anderweitig nutzen möchte?
[/quote]

Faul ist für mich derjenige, der nicht bereit ist die Notwendige Arbeit für die erreichung eines Ziels zu leisten. Wenn es sein Ziel ist, eine gewisse Note durch Spicken zu erreichen, dann besteht die Arbeit halt darin nen Spicker zu erstellen. Was sonst wäre denn jemand, der in für Ihn wichtigen Klausuren ganz normal lernt und in für ihn weniger wichtigen klausuren spickt...Faul oder doch nicht?
Darüber müssen wir aber nicht unbedingt weiter diskutieren, Faulheit definiert eh jeder anderst für sich.
KamiKami
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BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 14:50:20    Titel:

Diese ganze Moral- und Fairness Argumentation für oder gegen das Spricken ist doch hahnebüchen, da sehr beliebig und einem nicht vorhandenen Maßstab.

"Nicht jeder kann gleich gut lernen" - hoppla, schon geht der Grundsatz "gleiche Vorgaben und Chancen für alle" flöten.

Viviane21 hat folgendes geschrieben:
Durchaus gibt es den ein oder anderen Fall wo jemand im Studium scheitert weil er in der Schule zuviel gespickt hat und dachte das geht so weiter.


Falls jmd. auf Grund dessen kurz davor ist im Studium zu scheitern, weil seine niedlichen Spicker aus der Oberstufe nicht im Studium helfen, sollte die Einsicht kommen, falls nicht, steckt dahinter noch eine ganz große Portion Faulheit. Das aber auf den späteren Beruf auszuweiten, halte ich für sehr weit hergeholt.

Gruß
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Geist über Materie.
CarlosII
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Anmeldungsdatum: 21.11.2008
Beiträge: 493

BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 15:06:46    Titel:

Brand-Ing hat folgendes geschrieben:
Mit Moral und Fairness kommt man im Leben auch nicht weiter. Im Berufsleben gewinnt, wer das beste Ergebnis vorweisen kann ... den Weg interessiert keine Sau. Es wird doch überall nur beschissen.


Der Beobachtung stimme ich auf jeden Fall zu! Dann soll man sich aber nicht beschweren, wenn mal Sachen schief gehen.
Einige verkaufen/handeln mit Wertpapieren von denen sie wissen, dass sie wertloser Müll sind, andere verticken ein paar Stahlträger die eigentlich in der U-Bahn verbaut werden sollen, andere sich zocken im Bus ein Handy und schlagen dem Besitzer noch eine drauf, ...
Man darf sich halt nur nicht wundern, wenn man selber mal der Dumme/ das Opfer ist.
Nick321
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Anmeldungsdatum: 27.07.2008
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BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 15:23:30    Titel:

Also man muss Schule oder Studium doch klar von Arbeit trennen.

Ich war während meiner Ausbildung alles andere als faul, aber im Studium mach ich nur soviel, dass es zu einer guten Note reicht und dazu helfen Spicker immer sehr gut.
Richi
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 647

BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 15:58:54    Titel:

AbZurSee hat folgendes geschrieben:


Wer ständig spickt hat keine Eier. Punkt. Menschen die Spicken, und vll. ist das nicht duetlich genug aus meinem ersten Post in dem Thread geworden, handeln nicht nur unmoralisch indem sie sich wie die größten fühlen mit ihren leistungen, nein, sie schaden auch anderen weil sie sie die anderen um Ihre Leistungen bringen. Bestes Beispiel Schule:

Da es ja eine Normalverteilung der Noten gibt und die Schriftlichen Noten in der Regel 50 % zählen, verschafft sich derjenige in der Normalverteilung einen vorderen Platz, indem er durch Spicken 1er oder 2er schreibt.


Wie ich schonmal sagten, dann wäre auch Nachhilfe oder änhliches unmoralisch...
Und abgesehn davon, wer 1er schreibt, der hat sie in der Regel auch verdient, denn mir ist in meiner ganzen Schulzeit/Studium kaum eine Klausur untergekommen, die man wirklich nur durch Spicken mit einer 1 hätte bestehen könnnen. Es ist doch meistens so, will man eine gute Note dann muss man doch etwas lernen, ein Spicker kann dann helfen gewisse Lücken zu füllen und in der Kombination kann dann ne 1 bei rauskommen...aber nur mit spicken, keine Chance, es sei denn die Klausur war wirklich saudumm gestellt (wobei solche Klausuren dann eh jeglichen Aussagewert verlieren, sodass Noten da eh sinnlos sind).

AbZurSee hat folgendes geschrieben:

Sprach derjenige, der noch nie richtig gearbeitet hat - Das Pseudoargument jener, die Lernfaul sind. Sicher kann man kleine Details immer nachlesen. Ich unterstell jetzt aber mal, dass man durch Dauerspicken mit der Zeit viel zu große Wissenslücken bekommt (neben den Bulimie-Lern-Verhalten), dass es eben nicht mehr nur um Detail-Fragen geht.


Kleine Details...wo arbeitest du denn, dass du bisher nur kleine Details nachschauen musstest wenn ich fragen darf?

AbZurSee hat folgendes geschrieben:

Tja, es gibt aber eine Regel gegen das Spicken, die heißt Betrugsversuch und kommt in der Studienordnung irgendwo mal vor. Spicken ist und bleibt Betrug. An dir selbst, an deinen mitstudenten, an deinem zukünftigen Arbeitgeber. Ich finde, damit habe ich genug über diese Regel nachgedacht, um sie zu Akzeptieren. Insofern ist dein geblubbere nur ein Pseudo-Argument, um deine Spickerei zu Rechtfertigen. Mehr nicht.


Sich selbst betrügt man schomal sicher nicht, denn man selbst weiß in der Regel was man kann und was nicht.
Und seinen Arbeitgeber würde man nur dann vielleicht betrügen, wenn er aus den Noten sicher ableiten könnte, was jemand wirklich kann und was nicht. Das Noten dafür aber nicht wirklich taugen ist denke ich klar, die geben allenfalls einen kleine Anhaltspunkt, mehr nicht.
Und die Mitstudenten, wenn du damit wieder meinst es geht um die Normalverteilung und so, da verweise ich dann wieder aufs Beispiel Nachhilfe und co.
aranka.falter
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Anmeldungsdatum: 08.02.2010
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BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 18:24:11    Titel:

moralisch verwerflich mal 2? wow. das scheint ziemlich viel zu sein.

okay, und wenn wir dann noch sagen, dass die normalverteilung ne tolle benoitungsform ist dann stimmt, ja dann bin cih vielleicht sogar moralisch verwerflich mal 3. denn ne schule die mich einstellt und mir vorschreibt mit normalverteilung zu beurteilen, der würd ich gleich nen vogel zeigen!

du lebst nicht in der realität.
lernfaul. ja bin ich. habe trotzdem abi ohne spicken geschafft!
und dauerhaftes erfolgreiches spicken hinterlässt sicher keine wissenslücken, denn verstehen muss ich ja trotz allem
E-Engineering-Student
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BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 18:49:37    Titel:

aranka.falter hat folgendes geschrieben:
3. denn ne schule die mich einstellt und mir vorschreibt mit normalverteilung zu beurteilen, der würd ich gleich nen vogel zeigen!


Wenn Du eine mündliche Prüfung mit einer hinreichenden Anzahl von Schülern durchführst, kommt eine gaußsche Normalverteilung ganz ohne Beeinflussung heraus.


Wenn ich das Thema verstanden habe brauche ich nicht spicken, denn dann kann ich mir die Antworten auf die Fragen selber herleiten.
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"Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistung.”

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Klunki
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BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 19:15:10    Titel:

aranka.falter hat folgendes geschrieben:

Außerdem kann ich später im Beruf auch nachgucken, wies nochmal war.

In sehr begrenzten Maße. Mag dich vielleicht nicht betreffen, aber wenn du ne Schulung/Vortrag vor, sagen wir ma, 50 Leuten in deinem Fachgebiet hälst und jemand eine Frage stellt, kannst du auch net sagen "ich guck ma schnell nach". Bei Lehrern, die nur mit "Kindern" zu tun haben mag das vielleicht noch ok sein, doch bei Leuten die "vom Fach" sind kann es sehr fix ma peinlich werden.
Schließlich hängen da manchmal große Projekte dran. Wie gesagt, bei Lehramt vielleicht weniger wichtig, doch in der Industrie is das doch etwas bedeutender, auch Fakten im Kopf zu haben und nich nur aufm Papier.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
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BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 19:21:15    Titel:

Selbstverständlich kannst du bei einer Schulung, einem Vortrag und erst Recht bei einer Projektbesprechung sagen, dass du die Antwort auf die Frage zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht weisst? Niemand kann ernsthaft erwarten, dass du alles weisst. Zumindest wenn es sich um kompliziertere Fragestellungen handelt...

Aber dass man von den trivialen Dingen seines Fachs keinerlei Ahnung hat, wenn man darüber Vorträge und Schulungen hält, ist ohnehin nicht besonders realistisch Wink

Eins stimmt allerdings durchaus:

Die Prüfungssituation an einer Hochschule hat mit dem späteren Berufsleben absolut nichts zu tun. Da rechnet man lieber richtig, als schnell und dann falsch...

Ich hab auch schonmal nen Dr. erlebt, der bei seinem Probevortrag in der Hochschule ins Straucheln geriet, als er erklären sollte warum der Strom an der Induktivität nicht springen kann... Trivial eigentlich Wink
Klunki
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Anmeldungsdatum: 09.10.2007
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BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 19:28:20    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Selbstverständlich kannst du bei einer Schulung, einem Vortrag und erst Recht bei einer Projektbesprechung sagen, dass du die Antwort auf die Frage zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht weisst? Niemand kann ernsthaft erwarten, dass du alles weisst. Zumindest wenn es sich um kompliziertere Fragestellungen handelt...


Yo, und bei "kompliziert" liegt der Knackpunkt. Wo hört "trivial" auf und fängt "kompliziert" an. Mal das "Panelverfahren" zu programmieren mag für mich vielleicht "trivial" sein, für jemanden anderes is das der "Mount Everest".

PS:
Und wie gesagt, in meiner Firma hängen schonma Projekte von mehreren 10.000 Euro am Faden. Da möcht ich persönlich mich nicht zum Deppen machen. Daher lieber zu viel im Kopf als zu wenig.
xmisterDx
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BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 19:34:16    Titel:

Es ist allerdings nicht unbedingt wirtschaftlich, wenn du stets zuviel machst. Es sei denn du machst das in deiner Freizeit oder in Form von unbezahlten Überstunden...
Klunki
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Anmeldungsdatum: 09.10.2007
Beiträge: 2781

BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 19:37:51    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Es ist allerdings nicht unbedingt wirtschaftlich, wenn du stets zuviel machst. Es sei denn du machst das in deiner Freizeit oder in Form von unbezahlten Überstunden...


Bitte erlaube mir die Frage, was das mit "zu viel machen" zu tun hat. Ich hab nur gesagt "lieber zu viel im Kopf, anstatt zu wenig". Wie ich zu dem Wissen komme is im ersten Schritt irrelevant.
Ich wollte damit nur betonen die Einstellung "man muss nur wissen wo es steht" kann auch mal "kontraproduktiv" sein.
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
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BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 19:39:54    Titel:

Brand-Ing hat folgendes geschrieben:
Und was können die Anderen dafür, dass du nicht alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausnutzt um das Ziel zu erreichen ?


Du meinst man SOLLTE einen Nachteil daraus haben, dass man sich an die Regeln hält?
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
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BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 19:43:25    Titel:

Zitat:

Regeln?
Du hälst dich an alle Regeln, die irgendwann mal von irgendwem gemacht wurden?


Ich versuche (niemand ist perfekt, ich auch nicht) mich an sämtliche Regeln zu halten von deren Nichteinhaltung irgendjemand sonst, der sich an die Regeln hält, Nachteile hätte, ja.
Zitat:
Puh, dann hast du kein leichtes Leben!
Habe ich das verlangt?

Zitat:

Also ich mache das, und komme zu Meinung, dass eine Regel gegen Spicken unsinn ist und deswegen finde ich es moralisch auch nicht verwerflich. Du schadest damit doch niemandem!
DOCH! JEDER, der nicht spickt, wird ab einer gewissen Quote von Spickenden SCHLECHTER gestellt weil fast alle Noten VERGLEICHSNOTEN sind!
Zitat:


Regeln zu unterstützen ohne drüber nachzudenken, finde ich moralisch verwerflicher, als Regeln zu abzulehnen!


Ich HABE darüber nachgedacht, deswegen unterstütze ich sie ja.

Und mal angenommen, die Klausuraufsicht könnte Hellsehen und am Ende der Klausur herausfinden, wer gespickt hat: Ich fände es richtig, wenn der Schlechteste ohne Spicker noch eine bessere Note bekommt als der Beste mit.
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2203

BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 19:44:29    Titel:

Brand-Ing hat folgendes geschrieben:
Also ich bin kein Lehramtler ... aber ich würde mir sicher nicht einbilden, irgendwelche Leute vom Spicken abhalten zu können. Wers tut verschafft sich einen Vorteil, geht dabei aber ein Risiko ein. Wir man erwischt, gibts ne 6 ... ansich ne ziemlich faire Sache.


Prinzipiell schon, es sei denn man gerät an einen Lehramtsstudenten, der aus dem Spicker schließt, der Schüler habe nachgedacht.
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2203

BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 19:47:47    Titel:

Zitat:
Die Anti-Spicker hier werden sich ja auch nicht einig. Mal heißt es Spicken bringt sowieso nix und man könnte das Zeug doch genauso lernen. Dann hat man als Spicker plötzlich den riesen Vorteil, weil man immens bessere Noten schreibt als die, die lernen.
Was denn nun ?!


Beides. Man hat die gute Note, konnte die Zeit zum Lernen aber für was anderes nutzen. Der Banknachbar ohne Spicker, der genausoviel gelernt hat wie Du (also zwar keinen Spickzettel dabei hat, aber dessen Inhalt auch nicht auswendig kann) bekommt eine schlechtere Note, obwohl beide gleich gut vorbereitet sind.
Zitat:

Mit Moral und Fairness kommt man im Leben auch nicht weiter. Im Berufsleben gewinnt, wer das beste Ergebnis vorweisen kann ...


Ist hier nicht die Fragestellung.

Und ganz ehrlich: Diesen Satz kann ich nicht mehr hören. Nochmal: Ich halte mich doch nicht an Moral und Fairness, weil ich mir VORTEILE daraus erhoffe!
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2203

BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 19:57:47    Titel:

Zitat:

Jeder hat eine andere ansicht von Moral, die einen finden Raubkopieren unmoralisch, die anderen nicht, so ist es auch mit dem Spicken. Solange man niemandem schadet, was beim Spicken meines erachtens nicht der Fall ist, bleibt es für mich grundsätzlich erstmal moralisch vertretbar.

Wenn man niemandem schaden würde, würde ich Dir Recht geben. Ich gehe aber eben davon aus, DASS man jemandem schadet.
Zitat:


Ob es wirklich so moralisch ist, wenn Eltern ihrem Kind bewusst nicht die bestmöglichen Chancen bieten lass ich mal dahingestellt.


Ich glaube ich würde bei meinen Kindern mehr Wert darauf legen, dass sie gute Menschen sind (Definitionssache und einen eigenen Thread wert, was genau das ist) als darauf, dass sie irgendwelche Chancen verwirklichen.

Zitat:
Abgesehn davon, ein Auslandsjahr kann sich auch nicht jeder Leisten und macht sich auf dem lebenslauf in aller Regel sehr gut, unfairer Vorteil für dich?


Jain. Im Nachhinein vielleicht. Andererseits waren da soviele mit Stipendium, teilweise Vollstipendium. Von daher...


Zitat:

Die Frage hier wäre ja:
1) Wie wichtig war denn die note für dich? Wenn du nicht unbedingt Chemie, Bio oder ähnliches studieren willst, kann man durchaus auch ganz gut damit leben.
Naja ich studiere was Ähnliches. Und Chemie war immerhin Prüfungsfach.
Zitat:
2) Wie freiwillig war der Verzicht auf nachhilfe, wenn deine Eltern (und nicht du) das von vorneherein ausgeschloßen haben...


Naja, der Ausschluss erfolgte in der Grundschule, da konnte ich noch nicht gut selbst entscheiden. Würde es aber heute genauso machen.


Zitat:

Wie immer, jeder Entscheidet welche Regeln er befolgt. Kopierst du Filme/Musik/Spiele?

Nein.

Zitat:

zahlst du GEZ?

Wenn ich ein Gerät nutzen würde? Der PC hier steht bei meinen Eltern, die sind angemeldet.
Zitat:

Zahlst du all deine Steuern?


Wenn ich müsste, ja.
Zitat:


Nie mal ne günstige Stange zigaretten am Zoll vorbei geschmuggelt?
Nein.
Zitat:

Trennst du immer sorgfältig den Müll?

Ok, schuldig. Nur: DA sehe ich den Schaden nicht, da das ganze Gerümpel sowieso nochmal neu auseinandersortiert wird. Dadurch haben die Sortierer ihren Arbeitsplatz.


Zitat:
Alles kleinigkeiten, wo m.E. viele sicht nicht "Regelkonform" verhalten. Und m.E. hätten nur die, ein Recht bei dieser Diskussion mit der Moralkeule zu kommen, wenn sie sich auch sonst in all diesen kleinen Sachen entsprechend verhalten. Dürften allerdings die aller aller aller wenigsten sein...

Das dürfte ich dann also. Oder?



Zitat:

Faul ist für mich derjenige, der nicht bereit ist die Notwendige Arbeit für die erreichung eines Ziels zu leisten.


Seltsame Definition von Faul. Wenn also jemand nie irgendetwas tut, weder lernt noch spickt und ein Abi von 4,0 hinlegt war der nicht faul?

Zitat:

Wenn es sein Ziel ist, eine gewisse Note durch Spicken zu erreichen, dann besteht die Arbeit halt darin nen Spicker zu erstellen.


Naja nun gibt es 2 Möglichkeiten: Entweder das Erstellen des Spickers ist genausoviel oder mehr Arbeit wie das Lernen. Dann erschließt sich mir der Sinn des Spickers nicht, denn man hat mehr oder genausoviel Arbeit UND ein erhöhtes Risiko.
Oder man spart Arbeit durch das Spicken, dann spickt man wohl auch, um Arbeit einzusparen und DAS nun wieder nennt man Faulheit.


Zitat:
Was sonst wäre denn jemand, der in für Ihn wichtigen Klausuren ganz normal lernt und in für ihn weniger wichtigen klausuren spickt...Faul oder doch nicht?

Faul bei den Spickerklausuren, ansonsten würde er wohl lernen.
Zitat:

Darüber müssen wir aber nicht unbedingt weiter diskutieren, Faulheit definiert eh jeder anderst für sich.
Schau ins Lexikon.
teeri
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Anmeldungsdatum: 29.07.2009
Beiträge: 138
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 21:27:03    Titel:

Brand-Ing hat folgendes geschrieben:
Und was können die Anderen dafür, dass du nicht alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausnutzt um das Ziel zu erreichen ?

Ah ja. Referate halte ich nur noch im Minirock und vor der Abschlussprüfung schlafe ich mit dem Professor. Meinen Doktortitel kaufe ich mir dann. Wo willst du die Grenze ziehen?

Wir haben alle andere Moralvorstellungen. Deshalb gibt es allgemeine Regeln. Das Problem ist (wie an so vielen Ecken), dass die Regeln nicht hinreichend durchgesetzt werden.
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