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Staatsexamensschwierigkeit bundeslandabhaengig?
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AnwaltInSpe
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Anmeldungsdatum: 24.01.2010
Beiträge: 275

BeitragVerfasst am: 26 Feb 2010 - 03:52:54    Titel: Staatsexamensschwierigkeit bundeslandabhaengig?

Falls ich mich entscheiden sollte in Deutschland zu studieren, waere es wichtig fuer mich zu wissen, ob die Staatsexamina in ihrer Schwierigkeit von Bundesland zu Bundesland variieren. Ich habe schon mehrmals gehoert, dass BaWue und die Neuen Bundeslaender schwerer sein sollen und Hessen und Hamburg bsw. leichter.

Stimmt das in etwa? Falls ja, waere es dann nicht sinnvoller fuer jeden Jurastudent, der die freie Wahl haette in ein vermeintlich leichteres Land zu wechseln?

Im Weiteren, kuemmert es spaetere Arbeitgeber, besonders Grosskanzleien, wo man studiert hat und relativieren sie die StEx.-Note oder zaehlt nur das harte Endergebnis bei der Rekrutierung?

Viele Dank fuer eure Antworten.
mgor
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Anmeldungsdatum: 05.08.2008
Beiträge: 371

BeitragVerfasst am: 26 Feb 2010 - 10:43:40    Titel:

Wichtig, ist auf alle Fälle, immer einen Schritt NACH dem anderen zu machen. Wenn du später mal Klausuren schreibst, Hausarbeiten ausarbeitest und nebenbei Praktika ableisten musst, ist immer wichtig zu wissen, was als nächstes zu tun ist.

Vor noch nicht allzu langer Zeit fragtest du nach einer (möglichst zeitnahen) Promotion. http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/256690,0.html

vor zwei Tagen dann das: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/257748,0.html Embarassed

Heute möchtest du wissen, wo es am leichtesten ist. Laughing

Was willst du eigentlich? Deinem Namen nach zu urteilen, bist du nur scharf auf den Beruf "Anwalt", weil der möglicherweise in der Gesellschaft über dem normalen Werktätigen steht.

Deinem Thread, wo du nach der Promotion gefragt hast, entnehme ich, dass es schön für dich wäre, einen akademischen Grad zu tragen. Deiner Titelgeilheit widerstrebt doch dieser Thread, wo du jetzt fragst, wo es am leichtesten ist.

Studiere doch Jura einfach im Busch, die Gesetzmäßigkeit, dass nur der Stärkere gewinnt und überlebt, lässt sich sicher leicht merken. Außerdem kannst du an deine Höhle auch "Dr. jur." dran schreiben, weil es dort niemanden interessiert.

Bei uns ist es so, dass man Rechtswissenschaften nicht auf einer Backe absitzt. Man schaut nicht einfach ins Gesetz und stellt fest, dass Mord strafbar ist. Man schreibt nicht einfach nur auf, A hat B ein Messer in den Rücken gesteckt, deshalb hat er einen Mord begangen.

Das, was davor kommt und was nebenbei erfüllt sein muss, lernen auch die Studenten in Hamburg. Auch in Hamburg ist eben die richtige Reihenfolge der Abarbeitung wichtig. Vergisst du einen Punkt, zum Beispiel den subjektiven Tatbestand, kannst du damit rechnen, Punkte in der Benotung abgezogen zu bekommen.

Hausarbeiten sind auch nicht einfach mal so in den 8 Wochen Ferien zu schreiben. Anfangs geht das, weil man wirklich Ferien hat. Ab dem 3 Semester musst du, (zumindest in Sachsen) in den Ferien Praktika ableisten. D.h., du gehst tagsüber arbeiten, Gericht, Staatsanwaltschaft, Steuerberater, Rechtsanwalt oder sonstige Behörde. Dieses Praktikum dauert 30 volle Tage. Diese 30 "Arbeit"stage ziehst du dann von deinen 8 Wochen Ferien ab und hast die Zeit, die du zum Schreiben einer Hausarbeit hast. Natürlich gibt es Anwälte, die es möglich machen, Hausarbeit auch in der Kanzlei zu schreiben. Es gibt auch Anwälte, die unterschreiben dir den Nachweis so. Lernen tust du dabei aber nichts, die Praktika sind aber dazu da, an die Praxis herangeführt zu werden.

Du kannst also immer den leichten Weg gehen, Du kannst auch in Klausuren von deinem Nachbarn abschreiben, Du Hausarbeiten kopieren oder von Ghostwritern schreiben lassen... Du kannst stinkend faul sein, du könntest sogar zu faul zum stinken sein, aber was willst du eigentlich?

Willst du das Wissen haben, was hinter der Materie steckt? Willst du mit dem Wissen, was man am Tage X vor Gericht schlagfertig parat haben sollte, um seinen Mandanten "rauszuholen", dein Mandanten rausholen? Oder willst du jemand sein, der sich vor 4 Wochen in einem Juraforum als "noch-nicht-mal-Student" -Anwalt in spe- nennt, zwei Wochen späternach einer Promotion fragt und nochmal zwei Wochen später sich nach dem leichtesten Weg erkundigt?


Du könntest für dich im Stillen mal entscheiden, was "cool" ist... der Anwalt, der "Dr.jur. xy" an seinen 911er klebt und für sich Werbung fährt, mit angezogener Handbremse vorm Gericht einparkt, noch jedem, dem er auf dem Weg zum Verhandlungszimmer seine Visitenkarte in die Hand drückt und noch mitteilt, dass ER der Dr. jur. Superanwalt ist.

Oder ist der wirklich cool, der mit dem Fahrrad zum Gericht fährt, abends mit seinen Kumpels in der Kneipe sitzt, über dumme Witze lacht und nur wenn es drauf ankommt, mit seinem Wissen und Können punktet.

Du bist sicherlich auch einer, der dann, wenn die Imma im Briefkasten ist, sich im Studivz anmeldet und sich vor dem Namen "stud.jur" setzt. Herzlichen Glückwunsch. Solche Typen waren die ersten, die bereits vor der Zwischenprüfung das Handtuch geworfen haben.

Twisted Evil
Nacktscanner
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Anmeldungsdatum: 14.01.2010
Beiträge: 349

BeitragVerfasst am: 26 Feb 2010 - 16:36:38    Titel:

Ich finde es nicht besonders verwerflich, wenn sich jemand Gedanken über seine Zukunft macht und versucht, eine gute Universität für sich zu finden.

Nach welchen Kriterien sollte man denn deiner Meinung nach vorgehen, wenn man eine Uni für sich sucht? Oder bist du jemand, der dort studiert, wo die Schulfreunde auch studieren gehen?

Es ist einfach unglaublich schwer, sich für eine Uni zu entscheiden, die möglichst gut auf einen zugeschnitten ist und da ist es doch legitim, sich zu informieren.
mgor
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Anmeldungsdatum: 05.08.2008
Beiträge: 371

BeitragVerfasst am: 26 Feb 2010 - 17:14:31    Titel:

Man braucht sich aber nicht nach Elite-Unis erkundigen, Fragen zur Promotion stellen etc. etc. wenn man zwei Tage später fragt, wo es am leichtesten ist. Jura ist nicht leicht. Es ist zeitaufwendig, man muss viel lesen, lernen und anwenden und natürlich das Wissen parat haben. Und man muss über einen langen Zeitraum alles behalten.
Ich habe eben das Gefühl, dass bei manchen Menschen nur aus Imagegründen Jura studiert wird/ werden muss, weil man als RA oder noch besser als Dr. RA gesellschaftlich angesehener ist. Solche Leute müssen vor dem Studium schon auf dem Boden der Tatsachen geholt werden, ehe dann gefrustet Tränen fließen oder Studienplätze sinnlos belegt werden.


Ich habe mir die Uni ausgesucht, die von meinem Wohnort am schnellsten zu erreichen ist.
Studieren bedeutet hauptsächlich, sich Wissen selber zu erarbeiten. Vorlesung sind u.U. interessant, aber man behält da nicht sooo viel. Die Frage nach dem persönlichen Zuschnitt einer Uni erübrigt sich daher. Mit gewissenhafter Arbeit kann man überall bestehen. Es gibt wohl keine Uni, die 100% Durchfallquote hat.
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 26 Feb 2010 - 18:33:49    Titel:

Die von dir gestellte Frage wird in allen verfügbaren juristischen Internetforen immer wieder (und wieder und wieder und wieder) aufgeworfen, mit der Folge, dass jedesmal ein erbitterter Streit darüber entbrennt, bei dem Leute aus Bayern oder BaWü sich mit ihrem (angeblich) so harten Examen brüsten und Leute aus Hamburg sich verzweifelt gegen die Unterstellung verteidigen, ihr Examen wäre so leicht.

Das Ganze ist wirklich reichlich spekulativ und ich behaupte, dass es unmöglich ist, eine Antwort auf die Frage zu finden, wo das Examen wie schwer ist. Wie will man auch beurteilen, wie schwer das Examen anderswo ist, wenn doch in aller Regel jeder nur in seinem eigenen Bundesland das Examen geschrieben und folglich überhaupt keinen Vergleich hat?

Geh einfach dahin, wo du dich am wohlsten fühlst bzw. wo du einen dich ansprechenden Schwerpunktbereich oder dich ansprechende Zusatzangebote findest... die angebliche Schwierigkeit des Examens wäre das mit Abstand letzte Kriterium, das ich heranziehen würde. Leicht ist das Examen nirgendwo - es ist eben Jura.
Condemned2.0
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Anmeldungsdatum: 26.02.2010
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 26 Feb 2010 - 18:39:02    Titel:

Leicht ist das Examen nur dort, wo Rhyeira es gemacht hat.
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 26 Feb 2010 - 18:56:58    Titel:

Na klar. Rolling Eyes
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Anmeldungsdatum: 26.02.2010
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 26 Feb 2010 - 18:58:08    Titel:

Nicht weinen.
Okay?
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 26 Feb 2010 - 19:11:54    Titel:

Warum sollte ich? Mit Jura-Schwanzneid ist man doch ständig konfrontiert, deshalb heult doch keiner. Wink
Condemned2.0
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Anmeldungsdatum: 26.02.2010
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 26 Feb 2010 - 19:13:57    Titel:

Du hast gar keinen Schwanz. Also benutz' auch nicht solche Begriffe wie Schwanzneid.

Btw: Wo hast Du überhaupt dein Examen gemacht?
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