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Elektromotor- Selber bauen
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Foren-Übersicht -> Ingenieurwissenschaften -> Elektromotor- Selber bauen
 
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Lothol
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Anmeldungsdatum: 08.03.2009
Beiträge: 1124

BeitragVerfasst am: 05 Mai 2010 - 21:58:10    Titel:

Zitat:
welche Eigenschaften der Rotor haben muss, der Lehrer hatte uns eine Schraube mit Loch gegeben, die auf die kleine Achse passt.
Ich würde jetzt eben gerne eine größere Schraube nehmen und da auch ein Loch reinbohren, in Größe des Durchmessers der Achse.
Muss die Schraube aus Eisen sein oder reicht es wenn sie magnetisch ist? Es kommt ja schließlich noch Kupferlackdraht drumrum.

Was Du da beschreibst, ist offengestanden etwas wirr Wink

Der Rotor muß sich drehen können.
Schraube mit Loch?
Auf welche kleine Achse passend?
Wozu ist die Schraube aus Eisen gedacht?

Wie sollen wir Dir Tips geben können, wenn das nahezu unverständlich ist?
Bitte genauer, was Du meinst.
Fischy33
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Anmeldungsdatum: 22.10.2009
Beiträge: 109

BeitragVerfasst am: 06 Mai 2010 - 11:50:58    Titel:

Ok sorry, ich weiß natürlich über alles bescheid deswegen habe ich anscheinend etwas unverständlich geschrieben. Gemeint ist:
Zitat:
Der Rotor muß sich drehen können.

Tut er ja, mit der Achse, was ja auch Sinn der Sache ist.
Zitat:
Schraube mit Loch?

Jep. Eine Schraube ca 3 cm oder so mit einem kleinen Loch in der Mitte. Damit kann man sie auf die Achse schieben. Aber da wäre ja schon das Problem, dass die Achse sich nicht umbedingt mitdreht , , sie wird ja "nur" durch den Kupferdraht mit der Schraube verbunden.
Zitat:
Auf welche kleine Achse passend?

Auf die kleine Achse passend, die wir von unserem Techniklehrer gekriegt haben. Ich habe aber ehrlich gesagt, keine Lust auf soeine miniarbeit, weil meine Finger für was größeres bestimmt sind Very Happy
Zitat:
Wozu ist die Schraube aus Eisen gedacht?

Die Schraube soll als Rotor fungieren. Außerdem als Eisenkern um einen Elektromagneten zu erzeugen. Soweit ich das verstanden habe, ansonsten könnte ich mir keinen Reim darauf machen.
Ich hoffe es ist jetzt klarer worauf ich hinaus will, einmal welche Eigenschaften eine größere Schraube haben müsste, also ob sie (auch) aus Eisen sein muss oder ob sie lediglich magnetisch sein muss, obwohl durch den Eisenkern der ,ja eingentlich gebraucht wird, müsste sie dann ja auch aus Eisen sein. Richtig?
Und -falls euch was gutes einfällt- eine andere Methode um zu gewährleisten, dass sich die Achse mit der Schraube mitdreht. (Loch in Achse und dann die Schraube durch, also umgekehrt, ist natürlich klug aber dann bräuchte ich eine sehr dicke = schwere Achse)
Lothol
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Anmeldungsdatum: 08.03.2009
Beiträge: 1124

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2010 - 00:54:52    Titel:

Zitat:
Die Schraube soll als Rotor fungieren. Außerdem als Eisenkern um einen Elektromagneten zu erzeugen.


Du hast ja als Polschuhe Winkeleisen o.ä.; d.h. etwas Flächiges.
Wollte man eine Schraube als zu magnetisierenden Rotor hernehmen, macht eine mit kleinem Durchmesser wenig Sinn, da die Fläche der Polschuhe viel größer wäre.

Wenn überhaupt eine Schraube als Rotor zum Einsatz kommen sollte, müßte diese in etwa den Durchmesser der Breite der Polschuhe haben.

M.E. ist die im eingangs gezeigten Bild gewählte Lösung mit den zwei Blechen, die kraftschlüssig mit der Achse verbunden sind , die bessere.

Zitat:
welche Eigenschaften eine größere Schraube haben müsste, also ob sie (auch) aus Eisen sein muss oder ob sie lediglich magnetisch sein muss, obwohl durch den Eisenkern der ,ja eingentlich gebraucht wird, müsste sie dann ja auch aus Eisen sein. Richtig?


Magnetisiert wird die Schraube erst durch die Kupferdraht-Wicklung(en); d.h. sie muß aus Eisen (möglichst weichem) sein.
Fischy33
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Anmeldungsdatum: 22.10.2009
Beiträge: 109

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2010 - 12:28:08    Titel:

Zitat:
M.E. ist die im eingangs gezeigten Bild gewählte Lösung mit den zwei Blechen, die kraftschlüssig mit der Achse verbunden sind , die bessere.


Gut, dann werde ich mal schauen wie sich das realisieren lässt, das klügste ist denke ich ,einfach meinen Techniklehrer nach weiterem Eisen zu fragen.

Danke für die Hilfe!
Lothol
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Anmeldungsdatum: 08.03.2009
Beiträge: 1124

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2010 - 22:06:02    Titel:

Das läßt sich ganz einfach bewerkstelligen:
Du nimmst zwei Blechstreifen (weiches Eisen - evtl. gerade Lasche aus dem Baumarkt), die um so viel länger als der Abstand der Polschuhe sind, daß Du mittig eine Wölbung anformen kannst, die nicht ganz dem halben Durchmesser der Achse entspricht.

Du formst das am einfachsten um, indem Du das Blech zusammen mit einem Nagel (geicher Durchm. wie die Achse) in einen Schraubstock spannst (Nagel ganz oben parallel zu den Backen/Blech senkrecht dazu) und dann mit einer Hammer-Finne das Blech gewissermaßen um den Nagel rundest.

Wenn Du die Wölbungen in beiden Blechen erzeugt hast, spannst Du beide Bleche (mit in die Wölbungen eingelegtem Nagel) so in den Schraubstock, daß die Backen unterhalb der Wölbung (Nagel liegt dann oberhalb der Backen) die zwei Bleche zusammenspannen.
Oberhalb der Wölbung werden sie auseinanderklaffen.
Da kannst Du sie dann mit einer Schraubzwinge noch etwas zusammenzurren, daß sie zumindest etwa parallel ausgerichtet sind.

Dann bohrst Du am besten auf beiden Seiten je zwei Löcher in die Blechstreifen, um diese verschrauben oder vernieten zu können, damit dadurch feste Klemmung auf der Achse erreicht wird.

Du könntest alternativ die Wölbung auch nur minimal ausführen, um auf beiden Seiten noch einen Blechstreifen zwischen die Bleche legen zu können, damit der Eisenkern dicker wird.

Bzgl. Maßhaltigkeit ist es wahrscheinlich am zweckmäßigsten, wenn Du die Blechstreifen so lang läßt, daß Du sie erst nach der Montage auf die Achse mit einer Eisensäge passend ablängen kannst; denn je kleiner der Luftspalt (zu den Polschuhen) ist, umso besser ist es.
Fischy33
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Anmeldungsdatum: 22.10.2009
Beiträge: 109

BeitragVerfasst am: 11 Mai 2010 - 12:42:44    Titel:

Die Idee einen dickeren Eisenkern für den Rotor zu verwenden würde ich gerne verwirklichen.
Allerdings habe ich dann die Befürchtung, dass der Rotor zu schwer wird und sich nicht mehr sooooooo gut dreht.
Kann ich denn theoretisch an die Statorspule auch noch ein wenig von dem Eisenstreifen befestigen, damit auch dessen Wirkung größer wird?
Oder lohnt sich das garnicht?
Ein wenig von dem Eisen hätte ich nämlich noch übrig und wenn der Rotor wirklich so schwer ist, wäre das ja nicht die schlechteste Idee.

Und hat von euch noch jemand eine Idee, wie ich die Achse gut drehbar lagern kann? Weil ein einfaches Loch im Winkel was ein wenig größer als die Achse ist, würde ja noch einiges an Widerstand bieten, abgesehen von dem eventuell sehr unsauberen Drehen.
Lothol
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Anmeldungsdatum: 08.03.2009
Beiträge: 1124

BeitragVerfasst am: 12 Mai 2010 - 01:06:10    Titel:

Zitat:
Allerdings habe ich dann die Befürchtung, dass der Rotor zu schwer wird und sich nicht mehr sooooooo gut dreht.

Das brauchst Du nicht zu befürchten - ist doch ein Rotationsteil, das Du durch geschickte Anordnung der Wicklung sogar auswuchten kannst Wink

Machst Du am besten so: Du nimmst zwei rechteckige dünne Metallplatten, spannst die vertikal mit Schraubzwinge(n) an ein so breites Kantholz, daß Du den Rotor an den freien Wellenenden drauflegen kannst.
Dann richtest Du die Metallplatten per Wasserwaage horizonal (jede für sich und auch beide über Kreuz) aus.

Wenn Du dann den Rotor nun auflegst, dreht der sich bevorzugt in eine Richtung.
Durch Verschieben der Wicklungen (oder durch Aufbringen von Auswucht-Gewicht z.B. Heißkleber, Epoxy-Harz o.ä) kannst Du ihn hinreichend genau auswuchten.

Besondere Achslager bringen wenig. Öl und ordentliche Bohrung dagegen viel (keine Dreiecks-Bohrung, sondern durchbohren, bis der Bohrer-Schaft durchgeht).

Mehr Eisen an den Polschuhen dürfte auch wenig bringen.

Sieh zu, daß der Luftspalt Rotor/Polschuhe so klein wird, wie Du es mit allen Tricks schaffst - das bringt mehr als alles andere.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 12 Mai 2010 - 07:25:12    Titel:

Zumindest theoretisch bestünde durchaus die Möglichkeit, dass der Luftspaltfluss zu gering ist, um das nötige Anlaufmoment zur Überwindung der Massenträgheit bzw. zur Beschleunigung der Rotationsmassen zu erzeugen Wink

Es ist ziemlich schwer abzuschätzen, weil das ganz wesentlich davon abhängt, wie groß der Luftspalt ist (Feldaufweitung, Streuung bis hin zum vollständigen Abreißen der Kopplung) und wieviel Strom letztlich im Anker fließt (was kann die Batterie liefern)...

Will damit sagen, man sollte einfach Beides mal ausprobieren und dann gucken was besser bzw. was überhaupt funktioniert. Schließlich will man ja auch was lernen und Erfahrungen/Erkenntnisse sammeln Wink
Fischy33
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Anmeldungsdatum: 22.10.2009
Beiträge: 109

BeitragVerfasst am: 12 Mai 2010 - 12:54:47    Titel:

Danke für die vielen Antworten, letztlich bin ich jetzt aber wieder ziemlich am Anfang:
Mich hat das Gewicht des Eisenstreifens von Anfang an gewundert, hab mich aber nicht näher drum gekümmert...
Und heute bei der "Generalprobe", also nachdem ich das ganze Zeug gebogen und gewickelt habe, hats nicht funktioniert.

Auf Nachfrage dann folgendes: Polschuhe:
Nur zur Verzierung-Es sollen Dauermagneten an die Polschuhe angebracht werden. Deswegen ist der "Eisenstreifen" auch kein Eisen sondern ich schätze mal Aluminium. (Er hatte übrigens als Material die Anleitung aus dem Internet ausgeteilt, welche ich am Anfang des Threads gepostet habe, mir war nie etwas von Dauermagneten zu Ohren gekommen!)

Also: Rotor funktioniert natürlich auch nicht, einzig die kleine Schraube von ihm ist Eisen, also als Rotor verwendbar, heißt aber auch automatisch, dass ich den Motor mit einer ca 2 cm großen Schraube als Rotor bauen muss. Andernfalls müsste ich mir und muss ich jetzt auch eine neue Schraube oder am besten gleich Eisenstreifen oder ähnliches besorgen.

Lächerlich.

Die Statorspule funktioniert dann ja auch nicht, es muss ja eigentlich alles aus Eisen sein, es ist aber fast nichts aus Eisen.

Also wie zu Anfang gesagt stehe ich grade mal wieder bei 0 bzw. -1 ( Ohne Materialien)

Zitat:
Für die Polschuhe und das Ankerblechpaket, sofern ich das richtig deute, kann jeder weichmagnetische Werkstoff benutzt werden. Also zum Beispiel Eisen oder ganz einfach Baustahl. Der ist wohl am Leichtesten zu bekommen...


Komme ich also darauf zurück, ich muss halt jetzt wieder gucken wie ich an Eisen rankomme und da Ihr mir ja gute und sinnvolle Tipps zB. zum Rotor gemacht habt, sollte es am besten ein Stück Eisenblech oder ähnliches sein, Baustahl ist, vermute ich jetzt einfach mal, nicht wirklich biegsam oder?

Aber das ist ganz allein mein Problem wo ich das Eisen jetzt her kriege, könnt Ihr mir ja jetzt schlecht helfen Very Happy

Wollte das einfach mal loswerden, hab nen riesen Hals auf den Lehrer.
Lothol
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Anmeldungsdatum: 08.03.2009
Beiträge: 1124

BeitragVerfasst am: 12 Mai 2010 - 22:15:02    Titel:

Zitat:
Wollte das einfach mal loswerden, hab nen riesen Hals auf den Lehrer.

Ist zu verstehen Wink Habe mir nochmal die eingangs gezeigte Bauanleitung angesehen: sollte an sich schon funktionieren.

Zum Eisen: verwende keinen Baustahl, denn das ist St 50.
Am besten ist weiches Eisen geeignet - wie eingangs schon gesagt: Laschen, Winkel oder was halt paßt aus dem Baumarkt; denn das ist i.d.R. St 37 (also weicher als St 50).

Bevor Du nun evtl. endlosen Zirkus mit Permanent-Magneten in den Alu-Streifen hast, wäre es vermutlich besser, wenn Du einen Hufeisen-Magnet verwendest.http://de.wikipedia.org/wiki/Hufeisenmagnet

Da kannst Du dann zwischen die Schenkel den Rotor einbauen.

Solltest Du Permanent-Magnete (in den Alu-Polschuhen angeordnet) verwenden müssen, nimm runde und achte darauf, daß sie in der Höhe der Rotor-Achse sitzen.
Falls sie rund sind, macht auch ein runder Eisen-Kern (Schraube od. Bolzen auf der Rotorachse) Sinn.

Aber in jedem Fall solltest Du den Luftspalt so klein wie möglich halten.
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