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knut hacker Senior Member

 Anmeldungsdatum: 16.11.2009 Beiträge: 1037 Wohnort: Hölle auf Erden
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Verfasst am: 11 März 2010 - 17:10:04 Titel: Weltformel |
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Kann es eine Weltformel geben?
Stephan Hawking ist der populärste Astrophysiker der Gegenwart. Er ist wegen einer schweren Querschnittslähmung an den Rollstuhl gefesselt und kann sich mit den Mitmenschen nur über einen Sprechapparat verständigen, in den er den Text eintippen muss, der dann phonetish umgewandelt wird. Er ist erklärtermaßen auf der Suche nach der Weltformel und widmet sein ganzes Leben diesem Ziel.Insbesondere strebt er die Vereinigung der Relativitätstheorie und der Quantentheorie, die sich bisher lediglich ergänzen, in einer einheitlichen Feldtheorie an. Letzter Stand seiner Bemühungen ist das Modell, dass der Urknall in sich selbst gekrümmt ist (Schleifentheorie), alternativ, dass die Zeit vorher rückwärts gelaufen ist.
Weltformel ist dadurch definiert, dass sie alles zu erklären vermag.Aber kann sie je diesem Anspruch gerecht werden?
Angenommen, die Weltformel lautete: XY Z. Dann verblieben doch immer noch zwei Fragen:
1)Warum gibt es überhaupt eine Weltformel?
2)Warum gerade diese und nicht eine andere?
Durch die Weltformel wäre also doch nicht alles zu erklären, nämlich sie selbst nicht!
Wir stoßen hier auf den Unbestimmbarkeitssatz des Mathematikers Gödel, wonach kein System sich aus sich selbst heraus zu erklären vermag. Wir können also das All, in welchem wir leben, mangels einer Überebene, von welcher aus wir es übersehen könnten, nicht verstehen. Auch die Überebene bedürfte wiederum einer Überebene, so dass wir in einen unendlichen Progress gerieten. Dies besagt auch das sogenannte Münchhausen - Trilemma von Hans Albert, wonach der Versuch von Letztbegründungen immer entweder in einen unendlichen Pro-/Regress ( wie hier ) oder in einen Denkzirkel ( z.B.: cogito, ergo sum ) oder zu einem willkürlichen Abbruch ( z.B. Gott )führen. Gründe gibt es als Seiendes lediglich IM Sein, nicht FÜR das Sein einschließlich seines notwendigen Soseins.
Dazu kann man nur sagen: Gott sei Dank! Denn eine Welt, die in unsere Köpfe passen würde, wäre eine klägliche Welt. Wer will schon in einem Korsett der Vernunft leben! Oder religiös ausgedrückt: „Die Rätsel Gottes sind befriedigender als die Lösungen der Menschen.“ ( Gilbert K. Chesterton, 1874-1936) |
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Jonsy Senior Member

Anmeldungsdatum: 11.02.2007 Beiträge: 3099
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Verfasst am: 11 März 2010 - 18:45:16 Titel: |
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Nun, mit dem Begriff Weltformel konnte ich - obwohl schon oft gehoert - nichts Richtiges anfangen. Wie genau ist sie denn definiert? Eigentlich wird suggeriert, dass es sich dabei um eine lange Formel handelt (handeln muss).
Ansonsten stuetze ich mich auf die Aussage von Wikipedia. Dort handelt es sich um eine ganze "hypothetische Theorie", was fuer mich auch sinnhafter ist.
In diesem Fall handelt es sich um eine Theorie, die alle Phaenomeme beschreiben soll. Es wird keinen Anspruch darauf erhoben, dass sie sich selbst "beschreiben" soll.
Aber dass wir dabei auf Grenzen stossen, scheint zumindest klar. Ich bin gerade in Eile, was mich daran hindert, mir genauer darueber Gedanken zu machen.
Jonsy _________________ "I've got the key to the gates of paradise, but I've got too many legs!"
"Every proof which is longer than two lines is too complicated... or wrong"
Fuer mehr Forum... Fuer weniger Error 500:
http://bildungs-foren.de/ |
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cyrix42 God of Posting

 Anmeldungsdatum: 14.08.2006 Beiträge: 21410
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Verfasst am: 11 März 2010 - 20:03:24 Titel: |
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Nuja, grob umrisssen, soll es wohl um folgendes gehen:
In der Physik kennt man derzeit 4 Grundkräfte: Die elektromagnsetische, die starke und die schwache Kernkraft, sowie die Gravitation. Diese Kräfte werden in ihrer jeweils eigenen Theorie benötigt gewisse Sachverhalte zu erklären. Nun geht es darum dies in eine gemeinsame Theorie zu überführen, bei der "in etwa" heraus kommt, dass es da einen gemeinsamen Grund dahinter gibt. Beispiel:
Im 19. Jahrhundert gelang es die beiden bis dahin vollkommen getrennt betrachteten Phänomene des Magnetismus' und der Elektrizität unter eine gemeinsame Grundlage zu stellen; die berühmten Maxwell-Gleichungen. Die beiden Dinge sind offenbar "nur" verschiedene Wirkungen/Ausprägungen der gleichen Sache. Die Frage ist nun, ob man dies nun auf alle grundkrfte ausdehnen kann.
Möge mich ein Physiker präzesieren bzw. verbessern!
Cyrix _________________ Die Wurzel
--
Vorschlag im Bürgerdialog der Kanzlerin |
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elchelch Full Member

Anmeldungsdatum: 17.02.2010 Beiträge: 64
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Verfasst am: 12 März 2010 - 14:23:17 Titel: |
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Ich würde auch sagen, dass mit dem Begriff der Weltformel nicht gemeint ist eine physikalische Theorie aufzustellen, die alle weltlichen Phänomene und sich selbst erklärt. Die vier angesprochenen Grundkräfte werden, soweit ich weiß bisher in den zwei zentralen physikalischen Theorien der Moderne, der allgemeinen Relativitätstheorie (Gravitation) und der Quantenfeldtheorie (Elektromagnetismus, schache und starke Kraft) beschrieben. Leider sind diese beiden Theorien nicht mit einander vereinbar. Der Begriff Weltformel (oder theory of everything: toe) meint einfach nur eine Theorie, die die zwei oben genannten in sich vereint. Die angesprochenen philosophischen Fragen würden sicherlich weiterhin unbeantwortet bleiben. Unser Universum zu verstehen ist also vielleicht unmöglich, aber es könnte gelingen es vollständig in seinem Verhalten zu beschreiben.
| Zitat: | | Dazu kann man nur sagen: Gott sei Dank! Denn eine Welt, die in unsere Köpfe passen würde, wäre eine klägliche Welt. Wer will schon in einem Korsett der Vernunft leben! Oder religiös ausgedrückt: „Die Rätsel Gottes sind befriedigender als die Lösungen der Menschen.“ ( Gilbert K. Chesterton, 1874-1936) |
So ein Quatsch, wenn ich die Wahl hätte, ob ich alles verstehen möchte, was es zu fragen gibt, oder ob ich weiterhin meine Unwissenheit "genießen" möchte, würde ich mich eindeutig für die erste Variante entscheiden. Schiller hat glaube ich mal eine Aussage getätigt, die in die gleiche Richtung geht wie obiges Zitat. Ich kann mich dieser Sicht absolut nicht anschließen. Das (evtl. vermeintliche) Erkennen von Wahrheit ist zwar immer ein angenehmes Gefühl, der Besitz von (evtl. vermeintlicher) Wahrheit allerdings auch. |
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dornbusch Senior Member

Anmeldungsdatum: 26.10.2007 Beiträge: 3806
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Verfasst am: 12 März 2010 - 14:37:15 Titel: |
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Hallo Elch
| Zitat: | | So ein Quatsch, wenn ich die Wahl hätte, ob ich alles verstehen möchte, was es zu fragen gibt, oder ob ich weiterhin meine Unwissenheit "genießen" möchte, würde ich mich eindeutig für die erste Variante entscheiden |
Ich selbst gehöre zu den Geniesern von "Unwissenheit". Mancher nennt solche Menschen wie mich "Wissenschaftler".
Deine "Wahl" (aus obigem Zitat) ist die eines gläubigen Fundamentalisten.
Ob du etwas verstehst hängt ab von deinen intellektuellen Fähigkeiten...
Dein Verständnis hängt nicht ab von den Meinungen und Texten Anderer.
Gruß Dornbusch |
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Nurik Senior Member

Anmeldungsdatum: 14.01.2009 Beiträge: 537 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 12 März 2010 - 14:47:27 Titel: |
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| elchelch hat folgendes geschrieben: | | So ein Quatsch, wenn ich die Wahl hätte, ob ich alles verstehen möchte, was es zu fragen gibt, oder ob ich weiterhin meine Unwissenheit "genießen" möchte, würde ich mich eindeutig für die erste Variante entscheiden. Schiller hat glaube ich mal eine Aussage getätigt, die in die gleiche Richtung geht wie obiges Zitat. Ich kann mich dieser Sicht absolut nicht anschließen. Das (evtl. vermeintliche) Erkennen von Wahrheit ist zwar immer ein angenehmes Gefühl, der Besitz von (evtl. vermeintlicher) Wahrheit allerdings auch. |
Kennst du den Film Matrix?
Natürlich ist eine Menge Wissen gut und ich persönliche strebe danach, aber würdest du dich deiner jetztigen Welt entziehen um dann in einer kalten, tristen Welt zu leben, in der du nur Schleim zu essen bekommst und einen täglichen Überlebenskampf führst?
Und ich meine hier nur die Wahl zwischen Wissen und Nichtwissen! Nicht etwa die "Wahrheit" zu wissen, aber dennoch in der Matrix zu bleiben. |
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elchelch Full Member

Anmeldungsdatum: 17.02.2010 Beiträge: 64
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Verfasst am: 12 März 2010 - 15:24:49 Titel: |
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Ich glaube ihr habt mich da nicht richtig verstanden. Ich sage nicht, dass ich es vorziehen würde einem abgeschlossenen Weltbild anzuhängen und dieses nicht zu hinterfragen. Ich bezog mich auf die hypothetische und real nicht zur Verfügung stehende Möglichkeit, dass mir meinetwegen Gott die Möglichkeit gibt an seinem Wissen teilzuhaben. Wenn also die Möglichkeit bestünde ohne Zweifel eine Antwort auf alle denkbaren Fragen zu erhalten, ohne die Möglichkeit des Irrtums. Der Zugang zur Allwissenheit.
Ich würde Allwissenheit immer der Möglichkeit vorziehen mir alles Wissen selbst zu erarbeiten. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass du Dornbusch, was auch immer dein Fachgebiet sein mag, nicht froh darüber bist, noch nicht das zu wissen was du gerade erforschst. Die von mir kritisierten Zitate klingen aber so, als sei es schön nicht alles zu wissen oder erforscht zu haben, da einem ja so die Freude am Erkenntnisprozess noch erhalten bliebe. Meine Meinung ist, dass diese Freude nicht die Vorteile überwiegt, die sich aus dem abgeschlossenen Erkenntnisprozess ergeben. Dass dieser Prozess im tatsächlichen Leben nie zu einem Ende kommen kann ist völlig klar.
Allwissenheit - stünde sie zur Verfügung - wäre meiner Meinung nach aber auf jeden Fall erstrebenswerter als die Aussicht auf ewig währende Freude aus immerzu fortschreitenden aber nie endenden Erkenntnisprozessen. |
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dornbusch Senior Member

Anmeldungsdatum: 26.10.2007 Beiträge: 3806
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Verfasst am: 12 März 2010 - 16:23:44 Titel: |
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Hallo Elch
| Zitat: | | Meine Meinung ist, dass diese Freude nicht die Vorteile überwiegt, die sich aus dem abgeschlossenen Erkenntnisprozess ergeben |
Ob du nun etwas über mein "Fachgebiet" weist, oder auch nicht, kann doch für deinen persönlichen philosophischen Exkurs wirklich nur nebensächlich sein.
Deinem Text entnehme ich ich, daß du "abgeschlossene Erkentnisprozesse" bevorzugst. Dass du dich solcher mit Freude hinwenden möchtest?
Also bist du doch ein Fundamentalist?
| Zitat: | | Allwissenheit - stünde sie zur Verfügung - wäre meiner Meinung nach aber auf jeden Fall erstrebenswerter |
Nun Ja. Gott zu sein ist für manche Psyche erwägenswert.
Nur Mut
Gruß Dornbusch |
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elchelch Full Member

Anmeldungsdatum: 17.02.2010 Beiträge: 64
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Verfasst am: 12 März 2010 - 16:34:48 Titel: |
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| dornbusch hat folgendes geschrieben: |
Deinem Text entnehme ich ich, daß du "abgeschlossene Erkentnisprozesse" bevorzugst. Dass du dich solcher mit Freude hinwenden möchtest?
Also bist du doch ein Fundamentalist?
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Mir sind die (vermutlich mehreren) Definitionen von Fundamentalismus nicht geläufig.
Aber geschlossene und konsistente naturwissenschaftliche Theorien (um die es hier ja geht) sind mir lieber als unvollständige und inkonsistente oder, wie hier, sich gegenseitig widersprechende/ausschließende Theorien. Falls das genügt um mich als Fundamentalisten zu klassifizieren, ok. |
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knut hacker Senior Member

 Anmeldungsdatum: 16.11.2009 Beiträge: 1037 Wohnort: Hölle auf Erden
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Verfasst am: 12 März 2010 - 17:37:37 Titel: |
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Elcheelch,
eine bescheidene Frage an dich:
Was verstehst du unter Wahrheit, die du erkennen willst? Was ist an einer Wahrheit wahr?Wie willst Du sie erkennen und wissen, was sie ist? Sie kann doch nur durch eine Überwahrheit gegenüber der Unwahrheit verifiziert werden und eine solche Überwahrheit kann wiederum nur durch eine weitere Überwahrheit verifiziert werden usw., was zu einem unendlichen Regress beziehungsweise Progress führt.Warum gibt es Wahrheit? Warum gibt es Unwahrheit? Warum ist Wahrheit versteckt?Wie kannst du Wahrheit finden, ohne sie bereits zu kennen?
Ich erlaube mir auf meinen Threadöffner zur Pilatusfrage, was Wahrheit sei, zu verweisen. |
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elchelch Full Member

Anmeldungsdatum: 17.02.2010 Beiträge: 64
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Verfasst am: 12 März 2010 - 17:57:26 Titel: |
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Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass dieses Problem besteht. Daher ja der Verweis auf Gott (an den ich nicht glaube), der die Möglichkeit bietet aus dieser Schleife auszusteigen. Du nanntest es treffend einen willkürlichen Abbruch.
Wenn man nun also annimmt, dass dieser Abbruch irgendwo möglich ist, dass es eine "letzte" Wahrheit gibt, die dem Gott bekannt ist, sehe ich nicht, welchen Grund es geben sollte auf die Teilhabe an dieser Wahrheit zu verzichten, sofern sie einem angeboten würde. Ich glaube auch nicht, dass man dadurch besonders unglücklich oder unbefriedigt werden würde.
Dieses Gedankenexperiment hat nicht mehr direkt mit dem eigentlichen Thema der Weltformel zu tun. Sollte es irgendwann gelingen eine physikalische Theorie zu formulieren, die alle beobachtbaren Prozesse wiederspruchsfrei beschreibt, kann man natürlich nicht wissen, ob es sich hierbei um "die Wahrheit" handelt. Für praktische Gesichtspunkte ist das dann aber auch egal. Bei Naturwissenschaften (und vielleicht auch einigen Gesellschaftswissenschaften) sollte es meiner Meinung nach nicht um Wahrheitssuche sondern um die Suche nach einer adäquaten Modellierung unserer Umgebung und unserer selbst gehen. |
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knut hacker Senior Member

 Anmeldungsdatum: 16.11.2009 Beiträge: 1037 Wohnort: Hölle auf Erden
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Verfasst am: 12 März 2010 - 18:49:41 Titel: |
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elchelch,
wird denn Gott von einer Wahrheit transzendiert? Lässt er sich in eine Wahrheit pressen? Wären das nicht Horrorvorstellungen? |
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AnwaltInSpe Senior Member

 Anmeldungsdatum: 24.01.2010 Beiträge: 275
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Verfasst am: 22 März 2010 - 01:17:18 Titel: |
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| Passt hier nur peripher, aber ich empfehle euch das Buch "Final Theory", in dem Einstein vor seinem Tod angeblich die Weltformel entwickelte, aufgrund der potentiellen, katastrophalen Konsequenzen aber geheim hielt. Er wollte sie auch nicht zerstoeren, da sie zu wertvoll sei und er fuerchtete sie koennte nie wieder entdeckt werden. Daher existiere sie noch immer und die Geheimdienste stritten sich darum. Das Ganze beruht natuerlich auf Hypothesen, liest sich aber sehr interessant! |
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knut hacker Senior Member

 Anmeldungsdatum: 16.11.2009 Beiträge: 1037 Wohnort: Hölle auf Erden
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Verfasst am: 22 März 2010 - 16:59:41 Titel: |
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| Einstein hat sich als Spinozist bezeichnet. Diesen Pantheismus kann man durchaus als "Weltformel" bezeichnen. |
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AnwaltInSpe Senior Member

 Anmeldungsdatum: 24.01.2010 Beiträge: 275
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Verfasst am: 25 März 2010 - 01:38:39 Titel: |
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| beinhaltet pantheismus nicht die ueberzeugung, dass leblose gegenstaende einen inneren geistigen kern besaessen? kann man das mit dem empirismus einsteins vereinbaren? |
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knut hacker Senior Member

 Anmeldungsdatum: 16.11.2009 Beiträge: 1037 Wohnort: Hölle auf Erden
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Verfasst am: 25 März 2010 - 17:42:25 Titel: |
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AnwaltInSpe(bist du auch Jurist?),
Der cartesianische Dualismus (Gegensatz zwischen Geist und Materie) Ist in den modernen Naturwissenschaften längst aufgegeben. Bei den Elementarteilchen der Sieg handelt es sich um „Geist“ im Sinne von Potenzialität (so die klassischen Quantenphysiker)Beziehungsweise Information (so die heutigen Quantenphysik).
Einstein war da allerdings noch sehr traditionell orientiert. Er versuchte bis zuletzt, mit Gedankenexperimenten die Erkenntnisse der Quantenphysik ad absurdum zu führen. Diese Experimente konnten noch vor seinem Tod auf physikalischer Basis durchgeführt werden. Einstein musste resigniert einräumen, dass „Gott“ doch „würfelt“ und „Gespensterwirkungen“ bestehen,wie er sich zunächst ironisch geäußert hatte.
Ob der Pantheismus zu seiner Grundhaltung passt, mögest du anhand seiner Zitate hierzu selbst beurteilen:
„Jene mit ltiefen Gefühlen verbundene Überzeugung von einer überlegenen Vernunft, die sich in der erfahrbaren Welt offenbart, bildet meinen Gottesbegriff; man kann ihn also in der üblichen Ausdrucksweise als „pantheistischt“ (Spinoza) bezeichnen.“
„Ich glaube an Spinozas Gott, der sich in der gesetzlichen Harmonie des Seienden offenbart; nicht an einen Gott, der sich mit dem Schicksal und Handlungen der Menschen abgibt.
Das Schönste und Tiefste, was der Mensch erleben kann, ist das Gefühl des Geheimnisvollen. Es liegt der Religion sowie allem tieferen Streben in Kunst und Wissenschaft zugrunde. Wer dies nicht erlebt hat, erscheint mir, wenn nicht wie ein Toter, so doch wie ein Blinder. Zu empfinden, dass hinter dem Erlebbaren ein für unseren Geist Unerreichbares verborgen sei, dessen Schönheit und Erhabenheit uns nur mittelbar und in schwachem Widerschein erreicht, das ist Religiosität. In diesem Sinne bin ich religiös.“ |
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Annihilator Senior Member

 Anmeldungsdatum: 18.05.2007 Beiträge: 6395 Wohnort: (hier nicht mehr aktiv)
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Verfasst am: 25 März 2010 - 18:18:27 Titel: |
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@Cyrix
Ich bin zwar auch kein Physiker, aber die elektromagnetische und die schwache Kernkraft hat man in der Theorie der Elektroschwachen Wechselwirkung auch schon recht erfolgreich unter einen Hut bekommen. _________________ Schnauze voll von Error 500 und co?
bildungs-foren.de |
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AnwaltInSpe Senior Member

 Anmeldungsdatum: 24.01.2010 Beiträge: 275
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Verfasst am: 25 März 2010 - 20:25:04 Titel: |
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nein, ich bin kein Jurist.
zu deiner antwort. ich stimme ueberein, dass der gott einsteins kein personaler, christlicher gott gewesen sein kann und dass spinoza wohl einen grossen einfluss auf ihn hatte.
ich denke sein empirismus laesst sich hervorragend mit spinozas version eines gottes vereinbaren. da einstein und spinoza der meinung gewesen zu sein schienen, dass alles, was aus einem gott der vernunft hervorgehe ebenfalls einer logik der vernunft unterworfen sein muesse, ist der lauf der welt vorherbestimmt, da ein unueberschaubares gefuege aus ursache und wirkung ein festgelegtes endergebnis produzieren muessen.
ich hatte keine kenntnis ueber spinoza und seinen einfluss auf einstein; daher meine frage. _________________ Cuncti adsint meritaeque expectent praemia palmae!
(Let all come who by merit deserve the most reward)
I push myself to the limit so my talent is surface!
Position: Entwicklungshelfer in Südamerika
ab Herbst 2010: Jura @ UCL oder Heidelberg |
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Arborius Senior Member

Anmeldungsdatum: 07.03.2009 Beiträge: 383 Wohnort: Bin nicht mehr hier,
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Verfasst am: 25 März 2010 - 21:54:29 Titel: |
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| AnwaltInSpe hat folgendes geschrieben: | | Passt hier nur peripher, aber ich empfehle euch das Buch "Final Theory", in dem Einstein vor seinem Tod angeblich die Weltformel entwickelte, aufgrund der potentiellen, katastrophalen Konsequenzen aber geheim hielt. Er wollte sie auch nicht zerstoeren, da sie zu wertvoll sei und er fuerchtete sie koennte nie wieder entdeckt werden. Daher existiere sie noch immer und die Geheimdienste stritten sich darum. Das Ganze beruht natuerlich auf Hypothesen, liest sich aber sehr interessant! |
Das ist doch Dürrenmatts "Physiker" mit dem "System aller möglichen Erfindungen". Möbius hats entdeckt, hälts für zu gefährlich, zerstörts nicht und wird von den Geheimdiensten belagert. _________________ Bücher sind umsonst? Stimmt: books4free |
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AnwaltInSpe Senior Member

 Anmeldungsdatum: 24.01.2010 Beiträge: 275
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Verfasst am: 26 März 2010 - 00:24:57 Titel: |
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stimmt genau. duerrenmatt hat daraus ein drama gemacht, das im grunde das ganze philosophisch hinterfragt.
the final theory ist aber eine art science-thriller und hat auch den unterschied, dass niemand lebendes die formel besitzt und alle danach streben, waehrend moebius tatsaechlich der erfinder ist und nicht einstein.
die physiker handelt auch mehr von der verantwortungsfrage der menschheit gegenueber sich selbst. final theory ist eher wissenschaftlich und natuerlich auch an heutiges publikum angepasst.
nicht, dass duerrenmatt nicht in der lage waere den leser zu fesseln... _________________ Cuncti adsint meritaeque expectent praemia palmae!
(Let all come who by merit deserve the most reward)
I push myself to the limit so my talent is surface!
Position: Entwicklungshelfer in Südamerika
ab Herbst 2010: Jura @ UCL oder Heidelberg |
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Zum Abschuss Freigegeben Newbie

Anmeldungsdatum: 27.03.2010 Beiträge: 1
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knut hacker Senior Member

 Anmeldungsdatum: 16.11.2009 Beiträge: 1037 Wohnort: Hölle auf Erden
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Verfasst am: 27 März 2010 - 17:23:51 Titel: |
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| Nomen est omen! |
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