Fragen zu Verdrängungsreaktionen der Halogene uvm.
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chemiky Newbie

Anmeldungsdatum: 14.03.2010 Beiträge: 8
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Verfasst am: 14 März 2010 - 20:23:45 Titel: Fragen zu Verdrängungsreaktionen der Halogene uvm. |
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Hallo! Am Mittwoch schreiben wir einen Chemie-Test und bei mir haben sich ein paar Fragen aufgestaut die ich gerne los werden will.
Ich verstehe überhaupt nichts mehr.
1.''Verdrängungsreaktionen der Halogene''. Was ist das? Wie geht das?
Ich weiß nur das jedes Halogen das unter ihm stehende aus ein Verbindung stößt .. oder so ähnlich. Aber wie genau?(ich meine wie geht das)
2.Warum sind Edelgase so reaktionsträge (ich weiß: Weil sie voll besetzte Außenschalen haben.. aber weiter??!)
3.Kennt jemand Seiten mit Aufgaben zu Elektronenübertragunsgleichungen?? Ich habe keine gefunden.
4.Worin unterscheiden sich die Niederschläge von Silberchlorid, Silberbromid und Silberiodid? War das nicht so das bei Chlorid die Lösung sich trübt je nach dem wie viel Chlorid drin ist,bei Bromid ein blassgelber Niederschlag und bei Iodid ein gelber??
Und dazu die aufgabe: Eine Laborantin ist sich nicht sicher ob in einer Lösung Chlorid-Ionen oder Iodid-Ionen vorliegen.Wie muss sie vorgehen um Klarheit zu verschaffen? (und für die Ritter der Gerechtigkeit hier: Nein, ist keine Hausaufgabe... )
Puh, zum Schluss: Das steht eine Gleichung und man muss eine Elektronenübertragungsgleichung draus machen;
Ag (Nebengruppe 1) + S
Woher weiß man nur mit der Info dass Ag in der NG 1 ist wie vielfach es geladen ist? Kann man das wissen? Also, in dem Fall ist Ag einfach positiv geladen aber wie findet man das raus??
Ops, sorry für die vielen Fragen. Wusste nicht ob man mehrere Threads aufmachen sollte oder wie das hier geht.
Ich wäre sehr dankbar wenn jemand wenigstens ein paar der Fragen beantworten könnte. Ich frage meinen Chemie-Lehrer nur so ungern.. sein Wieso-fragst-du-erst-jetzt-du-bist-ziemlich-dumm-Blick bringt mich echt um!  |
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p8003 Moderator

 Anmeldungsdatum: 30.07.2006 Beiträge: 2404 Wohnort: München
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Verfasst am: 14 März 2010 - 21:09:33 Titel: |
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1.) Sagt dir der Begriff Elektronenaffinität bzw. Elektronegativität etwas? Fluor hat eine hohe, Iod eine niedrige Elektronenaffinität (Reihenfolge F > Cl > Br > I). Daher kann Fluor alle anderen Halogene verdrängen. Br kann I verdrängen, aber nicht Cl oder F. Hier ist auch der Atomradius zu beachten, je kleiner das Atom desto besser die Wechselwirkungen mit Bindungspartnern. F ist das kleinste Halogen und kann daher die stärste Bindung z.B. zu einem Kohlenstoff ausbilden. Eine C-I Bindung kann daher durch F substituiert werden.
2.) Richtig, volle Aussenschale, Oktettregel erfüllt, daher liegt ein stabiler Zustand vor, der nur durch sehr extreme Bedingungen zur Reaktion gebracht werden kann.
3.) Such einfach mal nach Aufgaben zu Redox-Reaktionen; das sind nämlich nichts anderes als "Elektronenübertragungsvorgänge".
4.) Die Verbindungen unterscheiden sich im Löslichkeitsprodukt (KL-Werte lassen sich über Google finden).
AgCl ist käsigweiß (verfärbt sich an der Luft relativ schnell bräunlich durch Bildung von elementarem Silber) und löslich in verd. HCl (es bildet sich ein löslicher Komplex [AgCl2]^-) und in verd. NH3 (-> [Ag(NH3)2]^+). AgBr ist blaßgelb und nur in konz. NH3 löslich. AgI ist kräftig gelb und unlöslich in konz. NH3.
Cl-/I- können also über die Farbe unterschieden werden und über die Löslichkeit in NH3.
5.)
Ox: Ag -> Ag+ + e-
Red: S + 2 e- -> S^2-
===
2 Ag + S -> Ag2S
Ein Blick ins PSE und auf die Elektronenkonfiguration von Silber ([Kr] 4d10 5s1) verrät, dass Ag das 5s1 Elektron leicht abgeben kann, dadurch wird es zum einfach positven Kation Ag^+. (Merken: d10- und auch d5- Zustände können gut stabilisiert werden!!!). _________________ Molekül leitet sich weder von kühl noch von Kuh ab...
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Zuletzt bearbeitet von p8003 am 15 März 2010 - 15:07:13, insgesamt einmal bearbeitet |
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chemiky Newbie

Anmeldungsdatum: 14.03.2010 Beiträge: 8
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Verfasst am: 15 März 2010 - 14:51:09 Titel: |
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also erst mal danke für die Antworten!
Hat mir schon super geholfen.
Eine kleine Frage hätte ich noch. Der Versuch mit der Nachweisreaktion für Anionen, also der mit chlorid, bromid usw. Ich habe jetzt im I-net noch was dazu gefunden, stimmt es zu 100% (der der das geschrieben hat war sich nämlich nicht sicher)??
Wir haben die mit Silbernitrat versetzt und dann haben sich verschiedenfarbige(haha, milchig, milchig-gelb und etwas mehr gelb...also kaum zu unterscheiden, wenn man Pech hat)Niederschläge gebildet. Allerdings konnte man die durch Zugabe von verschieden verdünntem Ammoniak wieder unterscheiden. Der Silberchloridniederschlag löst sich bei verdünntem Ammoniak auf, der Silberbromid bei konzentriertem Ammoniak und der Silberiodid gar nicht. |
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p8003 Moderator

 Anmeldungsdatum: 30.07.2006 Beiträge: 2404 Wohnort: München
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Verfasst am: 15 März 2010 - 15:05:00 Titel: |
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| chemiky hat folgendes geschrieben: | | Allerdings konnte man die durch Zugabe von verschieden verdünntem Ammoniak wieder unterscheiden. Der Silberchloridniederschlag löst sich bei verdünntem Ammoniak auf, der Silberbromid bei konzentriertem Ammoniak und der Silberiodid gar nicht. |
Ja so ist es, wie ich es oben schon geschrieben habe. _________________ Molekül leitet sich weder von kühl noch von Kuh ab...
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